List view for cases

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    "slug": "lg-karlsruhe-2017-02-22-18-o-6216",
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    "file_number": "18 O 62/16",
    "date": "2017-02-22",
    "created_date": "2019-01-07T10:49:26Z",
    "updated_date": "2020-12-10T14:09:58Z",
    "type": "Urteil",
    "ecli": "",
    "content": "<h2>Tenor</h2>\n\n<p>1. Der Beklagten wird es bei Meidung eines vom Gericht f&#252;r jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeldes bis zu 250.000,00 EUR und f&#252;r den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann, Ordnungshaft oder Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, im Wiederholungsfall bis zur H&#246;chstdauer von insgesamt zwei Jahren, zu vollziehen an ihrem Vorstand, untersagt, im gesch&#228;ftlichen Verkehr zu Wettbewerbszwecken wie folgt zu werben:</p>\n    <blockquote>\n        <p>a) ohne auf ein bei der Kl&#228;gerin verf&#252;gbares und vergleichbares Alternativprodukt mit besseren Konditionen (z.B. VR-MeinKonto) hinzuweisen und/oder</p>\n    </blockquote>\n    <blockquote>\n        <p>b) dabei den unzutreffenden Eindruck einer abschlie&#223;enden Aufz&#228;hlung der verglichenen Produkteigenschaften zu erwecken (&#8222;Inklusivleistungen&#8220;)</p>\n    </blockquote>\n    <blockquote>\n        <p>wie im Mitteilungsblatt K., Ausgabe 35 vom 01.09.2016, S. 78 geschehen.</p>\n    </blockquote>\n    <p>2. Es wird festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet ist, der Kl&#228;gerin s&#228;mtliche Sch&#228;den zu ersetzen, die ihr durch die Werbung gem. Ziff. 1 entstanden sind und noch entstehen werden.</p>\n    <p>3. Die Beklagte wird verurteilt, an die Kl&#228;gerin 1.215,31 EUR nebst Zinsen in H&#246;he von 5 Prozentpunkten &#252;ber dem Basiszinssatz hieraus seit 02.12.2016 zu bezahlen.</p>\n    <p>4. Im &#220;brigen wird die Klage abgewiesen.</p>\n    <p>5. Von den Kosten des Rechtsstreits tragen die Kl&#228;gerin 30% und die Beklagte 70%.</p>\n    <p>6. Das Urteil ist f&#252;r die Kl&#228;gerin gegen Sicherheitsleistung in H&#246;he von 10.000,00 EUR vorl&#228;ufig vollstreckbar.</p>\n    <p>Das Urteil ist f&#252;r die Beklagte vorl&#228;ufig vollstreckbar. Die Kl&#228;gerin kann die Vollstreckung durch Sicherheitsleistung in H&#246;he von 110% des vollstreckbaren Betrages abwenden, wenn nicht die Beklagte vor der Vollstreckung Sicherheit in H&#246;he von 110% des jeweils zu vollstreckenden Betrages leistet.</p>\n\n<h2>Tatbestand</h2>\n\n<table><tr><td>&#160;</td><td>    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>1&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"1\"/>Die Kl&#228;gerin verlangt von der Beklagten Unterlassung wegen behaupteter wettbewerbswidriger Handlungen im Zusammenhang mit einem Kontovergleich betreffend Kontof&#252;hrungsgeb&#252;hren.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>2&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"2\"/>Die Parteien sind Kreditinstitute und bieten Bank- und Finanzdienstleistungen an. Im Mitteilungsblatt von K. in der Ausgabe 35 vom 01.09.2016 hat die Beklagte wie folgt geworben:</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>3&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"3\"/>Die Beklagte hat die Werbung zudem durch Hauswurfsendungen an insgesamt 2.595 Haushalte in den Ortsteilen A., I. und M. von K. verteilt.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>4&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"4\"/>Mit Schreiben vom 06.10.2016 mahnte die Beklagte die Kl&#228;gerin wegen behaupteter Wettbewerbsverst&#246;&#223;e bei der vergleichenden Werbung ab. Mit Schreiben vom 13.10.2016 teilte die Beklagte mit, dass sie keine Unterlassungserkl&#228;rung abgeben wird.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>5&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"5\"/>Nachdem die Beklagte in der m&#252;ndlichen Verhandlung mitgeteilt hat, in welcher Weise au&#223;er im Mitteilungsblatt von K. am 01.09.2016 die beanstandete Werbung vertrieben wurde, hat die Kl&#228;gerin den urspr&#252;nglich angek&#252;ndigten Auskunftsantrag f&#252;r erledigt erkl&#228;rt. Die Beklagte hat sich der Teilerledigung angeschlossen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>6&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"6\"/>Die Kl&#228;gerin tr&#228;gt vor:</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>7&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"7\"/>Der Adressat der Werbung werde dar&#252;ber im Unklaren gelassen, dass Voraussetzung f&#252;r den Erlass des Grundpreises bei dem Konto &#8222;Girobest&#8220; ab dem 27. bzw. ab dem 30. Lebensjahr der Eingang eines Nettogehalts von mindestens 1.250,00 EUR pro Monat auf dem beworbenen Konto sei. Die Angaben zu dem Modellkunden w&#252;rden vielmehr den Schluss nahelegen, dass f&#252;r den Entfall des Grundpreises lediglich ein Bruttogehalt von 1.250,00 EUR monatlich erforderlich sei, unabh&#228;ngig davon, wohin sich der Kunde das Nettogehalt &#252;berweisen lasse. Klarheit schaffe auch der Sternchenhinweis nicht, da dort lediglich von einem &#8222;Gehaltseingang&#8220; die Rede sei, aber nicht, wo dieser zu erfolgen habe. Hieraus resultiere eine entsprechende Fehlvorstellung des Werbeadressaten, der davon ausgehen m&#252;sse, dass das beworbene Konto schon dann kostenfrei sei, wenn er 1.250,00 EUR (brutto) verdiene. Daran &#228;ndere sich selbst dann nichts, wenn die Angabe unter * so zu verstehen w&#228;re, dass ein entsprechendes Nettogehalt auf dem beworbenen Konto eingehen m&#252;sse, weil dies im Widerspruch zu dem prominent hervorgehobenen Merkmalen des Modellkunden stehe und damit irref&#252;hrend sei.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>8&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"8\"/>Ferner beschr&#228;nke sich die Beklagte in der Vergleichswerbung nicht auf den genannten Modellkunden, sondern erstrecke diesen &#252;ber den Sternchenhinweis * auf alle Kunden, die in den Genuss des Grundpreiserlasses kommen k&#246;nnen, n&#228;mlich Privatkunden bis zum 26. Lebensjahr, vom 27.bis zum 29. Lebensjahr mit Ausbildungsnachweis und ab dem 30. Lebensjahr bei einem monatlichen &#8222;Gehaltseingang&#8220; ab 1.250,00 EUR. Damit sei der Vergleich unvollst&#228;ndig, da die Beklagte ein beliebiges Produkt von ihr f&#252;r den Vergleich ausgew&#228;hlt habe, ohne zu erw&#228;hnen, dass f&#252;r einen Teil der umworbenen Zielgruppe (Privatkunden bis zum 27. Lebensjahr) ein Produkt bei ihr existiere (VR-MeinKonto), welches in jedem Fall kostenlos sei und alle im Rahmen des Vergleichs aufgef&#252;hrten Inklusivleistungen beinhalte. Der Sternchenhinweis *** k&#246;nne den Versto&#223; nicht abmildern, weil es sich lediglich um einen Verweis auf eine externe Quelle und nicht um eine Aufkl&#228;rung im Rahmen der vergleichenden Werbung handele und der Verweis sich auch nur auf ein abweichendes Nutzungsverhalten und nicht auf die Lebensumst&#228;nde (Alter) des Kunden beziehe.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>9&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"9\"/>Schlie&#223;lich sei die vergleichende Werbung der Beklagten auch deshalb irref&#252;hrend, weil die Aufz&#228;hlung der zu dem jeweiligen Konto geh&#246;renden Leistungen mit dem Begriff &#8222;Inklusivleistungen&#8220; &#252;berschrieben sei, woraus der Adressat schlie&#223;e, dass nachfolgend alle beinhalteten Leistungen aufgez&#228;hlt werden. F&#252;r ihr Produkt treffe dies jedoch nicht zu, da das VR-PremiumKonto noch weitere wesentliche Leistungen beinhalte, etwa das KontoSchutzPaket, den Heim-Service im Krankheitsfall, das Urlaubsschlie&#223;fach usw.. Aufgrund dieser unzureichenden Informationen sei der Adressat der Werbung letztlich nicht in der Lage, die verglichenen Angebote zutreffend zu bewerten.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>10&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"10\"/>Im Hinblick auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu &#8220;Leistungspaketen im Preisvergleich&#8220; habe sie auf jeden Fall ohne Kostennachteil Anspruch auf die begehrte Unterlassung.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>11&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"11\"/>Aufgrund der irref&#252;hrenden Werbung der Beklagten stehe ihr auch ein Schadensersatzanspruch zu. Ferner k&#246;nne sie wegen der berechtigten Abmahnung ihre Abmahnkosten erstattet verlangen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>12&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"12\"/>Die Kl&#228;gerin beantragt zuletzt:</td></tr></table>\n                        </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>13&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"13\"/>1. Der Beklagten wird es bei Meidung eines vom Gericht f&#252;r jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeldes bis zu 250.000,00 EUR und f&#252;r den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann, Ordnungshaft oder Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, im Wiederholungsfall bis zur H&#246;chstdauer von insgesamt zwei Jahren, zu vollziehen an ihrem Vorstand, untersagt, im gesch&#228;ftlichen Verkehr zu Wettbewerbszwecken wie folgt zu werben:</td></tr></table>\n                                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>14&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:8pt\"><tr><td><rd nr=\"14\"/>a) ohne die Bedingungen f&#252;r die Inanspruchnahme des beworbenen Produkts zu dem beworbenen Preis klar und deutlich zu benennen und/oder<br/>b) ohne auf ein bei der Kl&#228;gerin verf&#252;gbares und vergleichbares Alternativprodukt mit besseren Konditionen (z.B. VR-MeinKonto) hinzuweisen und/oder<br/>c) dabei den unzutreffenden Eindruck einer abschlie&#223;enden Aufz&#228;hlung der verglichenen Produkteigenschaften zu erwecken (&#8222;Inklusivleistungen&#8220;)<br/>wie im Mitteilungsblatt K., Ausgabe 35 vom 01.09.2016, S. 78 geschehen.</td></tr></table>\n                                                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>15&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"15\"/>2. Es wird festgestellt, dass die Beklagte verpflichtet ist, der Kl&#228;gerin s&#228;mtliche Sch&#228;den zu ersetzen, die ihr durch die Werbung gem&#228;&#223; Ziff. 1 entstanden sind und noch entstehen werden.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>16&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"16\"/>3. Die Beklagte wird verurteilt, an die Kl&#228;gerin 1.822,96 EUR nebst Zinsen in H&#246;he von 5 Prozentpunkten &#252;ber dem Basiszinssatz hieraus seit Rechtsh&#228;ngigkeit zu bezahlen.</td></tr></table>\n                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>17&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"17\"/>Die Beklagte beantragt,</td></tr></table>\n                        </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>18&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"18\"/>die Klage abzuweisen.</td></tr></table>\n                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>19&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"19\"/>Die Beklagte tr&#228;gt vor:</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>20&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"20\"/>Der durchschnittlich informierte und verst&#228;ndige Verbraucher, welcher der Werbung die der Situation angemessene Aufmerksamkeit entgegenbringe, werde sie so verstehen, dass ein Gehaltseingang von mindestens 1.250,00 EUR auf dem beworbenen Konto erforderlich sei. Die Verbraucher als der angesprochene Verkehrskreis gingen sicherlich nicht davon aus, dass eine &#8222;grundkostenfreie&#8220; Kontof&#252;hrung von Kreditinstituten, die an einen gewissen monatlichen Gehaltseingang gekoppelt sei, auch dann gew&#228;hrt werde, wenn eben dieses Gehalt &#252;ber ein anderes konkurrierendes Kreditinstitut abgewickelt werde. Da Gehaltszahlungen vom Arbeitgeber &#252;blicherweise netto geleistet werden, gehe der verst&#228;ndige Verbraucher zudem davon aus, dass beim &#8222;Modellkunden&#8220; der Nettobetrag gemeint sei. Es spiele keine Rolle, dass der im Sternchenhinweis* genannte Gehaltseingang ab 1.250,00 EUR monatlich nicht unter dem &#8222;Modellkunden&#8220; aufgef&#252;hrt sei, da es sich um keine blickfangm&#228;&#223;ig hervorgehobene Passage handele und zudem die linke Spalte der Werbung nur generelle Angaben enthalte, die keinen direkten Bezug zu ihren konkreten Leistungen oder Voraussetzungen f&#252;r das Konto aufwiesen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>21&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"21\"/>Dass im Rahmen der Gegen&#252;berstellung nicht auf das von der Kl&#228;gerin angebotene Konto &#8222;VR-MeinKonto&#8220; hingewiesen werde, sei mangels Vergleichbarkeit unsch&#228;dlich, da die kostenlose Kontof&#252;hrung bei diesem Konto der Kl&#228;gerin nur bis zu einem Alter von 27 Jahren angeboten werde, w&#228;hrend sie als &#8222;Modellkunden&#8220; von einem 30-j&#228;hrigen Kunde ausgehe. Unerheblich sei, dass sie im Sternchenhinweis* auch Bedingungen f&#252;r die kostenlose Kontof&#252;hrung f&#252;r j&#252;ngere Kunden auff&#252;hre, denn bei der Gegen&#252;berstellung werde explizit auf eine 30-j&#228;hrige Person abgestellt und zudem handele es sich um &#252;bliche Angaben, die der Vollst&#228;ndigkeit halber stets auf ihrer Internetseite get&#228;tigt werden. Au&#223;erdem werde unter dem Sternchenhinweis *** darauf hingewiesen, dass je nach Nutzungsverhalten weitere alternative Kontomodelle bei der Kl&#228;gerin mit ggf. g&#252;nstigerem Gesamtpreis verf&#252;gbar seien.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>22&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"22\"/>Soweit die Kl&#228;gerin beanstande, dass durch den Begriff &#8222;Inklusivleistungen&#8220; der Eindruck erweckt werde, dass die f&#252;r das Vergleichskonto aufgef&#252;hrten Leistungen abschlie&#223;end seien, werde dies in Abrede gestellt. Der angesprochene Verbraucher verstehe derartige tabellarische Gegen&#252;berstellungen nicht als abschlie&#223;endes Leistungspaket. Selbst die eigene Aufstellung der verschiedenen Kontomodelle der Kl&#228;gerin f&#252;hre die Zusatzleistungen nicht auf und sei damit nicht abschlie&#223;end. Dies liege nicht zuletzt daran, dass sich die angesprochenen Verkehrskreise unter den zus&#228;tzlichen Inklusivleistungen, die in irgendeinem Flyer erw&#228;hnt seien, wie etwa dem pers&#246;nlichen &#220;berweisungs-Service oder dem Heim-Bank-Service kein konkretes Bild machen k&#246;nnten. Hierbei handele es sich nicht um wesentliche Vorteile des Kontos der Kl&#228;gerin, die im Rahmen der Gegen&#252;berstellung h&#228;tten erw&#228;hnt werden m&#252;ssen. Die Kl&#228;gerin halte diese Zusatzleistungen ebenfalls f&#252;r unwesentlich, da sie bei der Darstellung des VR-PremiumKontos im Internet nicht mit einem auff&#228;lligen orangenen H&#228;kchen hervorgehoben seien, sondern eher unauff&#228;llig mit grauen, kleinen Bullet-Points gekennzeichnet seien. Au&#223;erdem sei die Werbung mit dem Rechtsberatungs-Service gleichfalls irref&#252;hrend und wettbewerbswidrig, da hierdurch erhebliche Teile des angesprochenen Verkehrskreises f&#228;lschlicherweise ann&#228;hmen, dass sie in beliebiger H&#228;ufigkeit kostenlosen Rechtsrat bei jeglichen Rechtsfragen einholen k&#246;nnen. Beim Heim-Service erfolge die Einschr&#228;nkung &#8222;bei l&#228;ngerer Krankheit&#8220;, was auch immer darunter zu verstehen sei. Die Pr&#228;mienvorteile bei Mitgliederversicherungen w&#252;rden auch nicht n&#228;her definiert. Es sei daher fraglich, ob die angesprochenen Verkehrskreise diese Angaben &#252;berhaupt als zus&#228;tzliche Leistungen wahrnehmen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>23&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"23\"/>Mangels Verletzungshandlung scheide ein Schadensersatzanspruch aus und die Kl&#228;gerin k&#246;nne keinen Ersatz der Abmahnkosten verlangen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>24&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"24\"/>Wegen der weiteren Einzelheiten des Parteivorbringens wird auf die eingereichten Schrifts&#228;tze nebst Anlagen verwiesen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>25&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"25\"/>Die Klage wurde der Beklagten am 01.12.2016 zugestellt.</td></tr></table>\n</td></tr></table>\n<h2>Entscheidungsgründe</h2>\n\n<table><tr><td>&#160;</td><td>    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>26&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"26\"/>Die zul&#228;ssige Klage ist &#252;berwiegend begr&#252;ndet.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>I.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>27&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"27\"/>Die Kl&#228;gerin hat gegen die Beklagte einen Anspruch auf Unterlassung gem&#228;&#223; &#167;&#167; 8 Abs. 1, Abs. 3 Nr. 1, 3 Abs. 1, 5 Abs. 1 und Abs. 3 UWG, soweit die Beklagte in ihrer vergleichenden Werbung nicht darauf hinweist, dass von der Kl&#228;gerin f&#252;r Privatkunden bis zum 27. Lebensjahr ein kostenloses Girokonto angeboten wird (VR-MeinKonto) und die Leistungen der gegen&#252;bergestellten Konten der Parteien als Inklusivleistungen bezeichnet werden.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>1.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>28&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"28\"/>Die Kl&#228;gerin ist als Mitbewerberin aktivlegitimiert gem&#228;&#223; &#167; 8 Abs. 3 Nr. 1 UWG. Mitbewerber ist gem&#228;&#223; &#167; 2 Abs. 1 Nr. 3 UWG jeder Unternehmer, der mit einem oder mehreren Unternehmern als Anbieter oder Nachfrager von Waren oder Dienstleistungen in einem konkreten Wettbewerbsverh&#228;ltnis steht. Ein konkretes Wettbewerbsverh&#228;ltnis liegt zwischen Unternehmen hinsichtlich bestimmter substituierbarer Sachen und Dienstleistungen bei &#252;berschneidenden Marktbereichen vor. Diese Voraussetzungen sind hier erf&#252;llt. Das Girobest Konto der Beklagten und das VR-PremiumKonto der Kl&#228;gerin sind sachlich austauschbar. Auch in r&#228;umlicher Hinsicht &#252;berschneiden sich der Betrieb von Filialen und Bankautomaten beider Banken in Bereich von W..</td></tr></table>\n    <table><tr><td>2.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>29&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"29\"/>Die Kl&#228;gerin hat einen Anspruch auf Unterlassung gegen die Beklagte soweit in der vergleichenden Werbung nicht darauf hingewiesen wird, dass die Kl&#228;gerin f&#252;r Privatkunden bis zum 27. Lebensjahr ein kostenloses Girokonto (VR-MeinKonto) anbietet.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>a.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>30&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"30\"/>Nach &#167; 3 Abs. 1 UWG sind unlautere gesch&#228;ftliche Handlungen unzul&#228;ssig.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>31&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"31\"/>Die Werbung der Beklagten im Mitteilungsblatt der Gemeinde K. vom 01.09.2016 stellt eine gesch&#228;ftliche Handlung dar. Darunter wird nach &#167; 2 Abs. 1 UWG jedes Verhalten einer Person zugunsten des eigenen oder eines fremden Unternehmens, bei oder nach einem Gesch&#228;ftsabschluss, das mit der F&#246;rderung des Bezugs von Dienstleistungen oder mit dem Abschluss oder der Durchf&#252;hrung eines Vertrags &#252;ber Dienstleistungen objektiv zusammenh&#228;ngt, verstanden. Die Beklagte warb in dem Mitteilungsblatt f&#252;r ihr kostenloses Girokonto Girobest, um den Abschluss von Vertr&#228;gen, welche dieses Girokonto zum Gegenstand haben, zu f&#246;rdern.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>b.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>32&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"32\"/>Unlauter handelt nach &#167; 5 Abs. 1 UWG, wer eine irref&#252;hrende gesch&#228;ftliche Handlung vornimmt, die geeignet ist, den Verbraucher oder sonstigen Marktteilnehmer zu einer gesch&#228;ftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen h&#228;tte. Eine gesch&#228;ftliche Handlung ist hierbei nach &#167; 5 Abs. 1 S. 2 UWG irref&#252;hrend, wenn sie unwahre Angaben oder sonstige zur T&#228;uschung geeignete Angaben &#252;ber bestimmte Umst&#228;nde enth&#228;lt, etwa &#252;ber wesentliche Merkmale der Dienstleistung, das Vorhandensein eines besonderen Preisvorteils oder den Preis, wobei &#167; 5 Abs. 3 UWG klarstellt, dass Angaben im Sinne von &#167; 5 Abs. 1 S. 2 UWG auch Angaben im Rahmen vergleichender Werbung sind.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>aa.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>33&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"33\"/>Die Werbung der Beklagten stellt eine vergleichende Werbung dar. &#167; 6 Abs. 1 UWG definiert vergleichende Werbung als jede Werbung, die unmittelbar oder mittelbar einen Mitbewerber oder die von einem Mitbewerber angebotenen Waren oder Dienstleistungen erkennbar macht. Vergleichende Werbung liegt insbesondere dann vor, wenn ein Unternehmen ein anderes, mit seinen Produkten im Substitutionswettbewerb stehendes Unternehmen, durch den Werbevergleich angreift und den gemeinsamen Nachfragern spezifische Angaben macht, weshalb das eigene Produkt vorzugsw&#252;rdig ist.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>34&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"34\"/>Aus Sicht des Verbrauchers ist das Girobest Konto der Beklagten durch das VR-PremiumKonto der Kl&#228;gerin austauschbar und damit ersetzbar. Durch die direkte tabellarische Gegen&#252;berstellung der Leistungen und Preise vergleicht die Beklagte ihr Konto Girobest mit dem Konto VR-PremiumKonto der Kl&#228;gerin und macht damit den gemeinsamen Nachfragern spezifische Angaben, weshalb das eigene Produkt vorzuziehen ist.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>bb.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>35&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"35\"/>Die vergleichende Werbung enth&#228;lt eine irref&#252;hrende gesch&#228;ftliche Handlung, indem die Beklagte im Sternchenhinweis * ausf&#252;hrt, dass sie ihr Girobest Konto ohne Mindesteingang kostenlos bis 26 Jahre und von 27 Jahre bis 29 Jahre mit Nachweis f&#252;r alle Sch&#252;ler, Studenten, Azubis sowie freiwillige Wehrdienstleistende und Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst anbietet, ohne darauf hinzuweisen, dass die Beklagte f&#252;r Privatkunden bis zum 27. Lebensjahr ebenfalls ein kostenloses Girokonto im Angebot hat.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>(1)</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>36&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"36\"/>Bei der Beurteilung, ob eine Angabe irref&#252;hrend ist, kommt es auf den Gesamteindruck an, den die werbliche Darstellung vermittelt. Sie ist irref&#252;hrend, wenn das Verst&#228;ndnis, das sie bei den angesprochenen Verkehrskreisen erweckt, mit den tats&#228;chlichen Verh&#228;ltnissen nicht &#252;bereinstimmt. Abzustellen ist dabei auf das Verst&#228;ndnis der angesprochenen Verkehrskreise, hier mithin auf das Verst&#228;ndnis eines durchschnittlich informierten und verst&#228;ndigen Verbrauchers, der der Werbung die der Situation angemessene Aufmerksamkeit entgegenbringt (vgl. BGH GRUR 2016, 521; BGH GRUR 2000, 619, 621; K&#246;hler/Bornkamm/Feddersen, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, 35. Aufl., &#167; 5 Rn. 0.72 und 1.76 m.w.N.).</td></tr></table>\n    <table><tr><td>(2)</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>37&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"37\"/>Nach diesen Grunds&#228;tzen ist die Werbung der Beklagten irref&#252;hrend. Der Verbraucher, welcher der Werbung die der Situation entsprechende angemessene Aufmerksamkeit entgegenbringt, wird zun&#228;chst den in der linken Spalte oben umschriebenen Modellkunden wahrnehmen. Bei Betrachtung der Werbeanzeige und der tabellarischen Gegen&#252;berstellung wird er aber auch bemerken, dass die verglichenen Konten der Parteien jeweils mit einem Sternchenvermerk gekennzeichnet sind und damit die dort erfolgten Erl&#228;uterungen zur Kenntnis nehmen. Durch den Sternchen-Hinweis unter * bei ihrem Girobest Konto erweckt die Beklagte den Eindruck, dass die weiteren Bedingungen, unter denen das Konto ebenfalls kostenlos ist, n&#228;mlich bei einem Alter unter 26 sowie zwischen 27 und 29 f&#252;r Sch&#252;ler, Studenten, Azubis sowie freiwillige Wehrdienstleistende und Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst, nur f&#252;r das Girobest Konto der Beklagten gilt und ein entsprechendes Konto von der Kl&#228;gerin nicht angeboten wird. Aufgrund der vergleichenden Werbung bez&#252;glich der anderen Konditionen muss der durchschnittlich informierte Verbraucher davon ausgehen, dass ein entsprechendes Angebot f&#252;r ein kostenloses Girokonto bei j&#252;ngeren Privatkunden bei der Kl&#228;gerin nicht besteht.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>(3)</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>38&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"38\"/>Die hiergegen von der Beklagten geltend gemachten Einwendungen h&#228;lt das Gericht nicht f&#252;r stichhaltig.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>39&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"39\"/>Dass der unter Sternchenvermerk * gemacht Hinweis nicht zu ber&#252;cksichtigen sei, da f&#252;r den Modellkunden der Werbung das Konto VR-MeinKonto der Kl&#228;gerin gar nicht zur Verf&#252;gung stand und es sich um &#252;bliche Angaben handele, die der Vollst&#228;ndigkeit halber aufgenommen worden seien, &#252;berzeugt nicht. Durch die Erw&#228;hnung eines weiteren Personenkreises, f&#252;r den ohne Mindesteingang das Girokonto kostenlos angeboten wird, wird die Werbeaussage ohne nachvollziehbaren Grund erweitert und dieser Personenkreis in den Kontenvergleich mit aufgenommen. Dass die Angabe angeblich bei der Beklagten &#252;blich ist, &#228;ndert nichts daran, dass sie f&#252;r den angesprochenen Verkehrskreis ohne Erw&#228;hnung des Kontos VR-MeinKonto der Kl&#228;gerin irref&#252;hrend ist.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>40&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"40\"/>Der unter Sternchenvermerk *** erfolgte Hinweis kann die Fehlvorstellung nicht entkr&#228;ften. Denn zum einen ist er dem detaillierten Hinweis unter Sternchenvermerk* mit genauen Altersangaben nicht vergleichbar, da er nur pauschal m&#246;gliche weitere alternative Kontomodelle bei der Kl&#228;gerin erw&#228;hnt, ohne konkret das relevante VR-MeinKonto f&#252;r Kunden bis zum 27. Lebensjahr zu erw&#228;hnen. Zum anderen wird ausdr&#252;cklich das Nutzungsverhalten als ma&#223;gebliches Kriterium f&#252;r alternative Kontomodelle bei der Kl&#228;gerin genannt, nicht jedoch das Alter des Kunden.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>cc.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>41&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"41\"/>Die Umschreibung &#8222;Inklusivleistungen&#8220; ist ebenfalls irref&#252;hrend.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>(1)</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>42&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"42\"/>Der Begriff &#8222;Inklusivleistungen&#8220; erweckt in der vorgenommenen Gestaltung entgegen der Auffassung der Beklagten beim Verbraucher, welcher der Werbung die der Situation entsprechende angemessene Aufmerksamkeit entgegenbringt, den unzutreffenden Eindruck einer abschlie&#223;enden Aufz&#228;hlung. Der Begriff &#8222;Inklusivleistungen&#8220; umschreibt diejenigen Leistungen, die von den beiden verglichenen Konten erfasst sind, ohne in irgendeiner Weise zum Ausdruck zu bringen, dass es sich bei dem Konto der Beklagten nur um einen Teil der erfassten Leistungen handelt. Dieses Ergebnis wird durch die optische Gestaltung der Werbung noch untermauert, indem in der r&#228;umlich abgeschlossenen Tabelle in der linken Spalte in Fettdruck &#8222;Inklusivleistungen&#8220; steht und die verschiedenen einzelnen Leistungen darunter tabellarisch aufgef&#252;hrt sind.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>(2)</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>43&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"43\"/>Die hiergegen von der Beklagten geltend gemachten Einwendungen sind nicht geeignet, das Ergebnis in Frage zu stellen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>44&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"44\"/>Nicht &#252;berzeugend ist das Argument der Beklagten, dass die Kl&#228;gerin die zus&#228;tzlichen Leistungen selbst nicht f&#252;r allzu bedeutend h&#228;lt, da sie im Internetauftritt nicht mit H&#228;kchen, sondern Bullet-Points versehen hat. Die Irref&#252;hrung h&#228;ngt nicht ma&#223;geblich davon ab, welche Bedeutung die Kl&#228;gerin selbst einzelnen Leistungen ihrem VR-PremiumKonto beimisst, sondern dass diese Leistungen bei diesem Konto erfasst sind und dem Kunden zur Kenntnis gebracht werden. Zudem ist es auch nicht richtig, dass die Kl&#228;gerin durch die Gestaltung ihres Internetauftritts zum Ausdruck bringt, die Leistungen f&#252;r unbedeutend zu halten, denn sie werden unterhalb der fett gedruckten &#220;berschrift &#8222;Und noch mehr&#8220; aufgelistet, so dass es sich auch gerade um herausgestellte Leistungen handeln kann, die das VR-PremiumKonto der Kl&#228;gerin von Konten anderer Banken unterscheidet.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>45&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"45\"/>Nicht erheblich ist die Begr&#252;ndung der Beklagten, dass die Werbung mit dem &#8222;Rechtsberatungs-Service&#8220; gleichfalls irref&#252;hrend und damit wettbewerbsrechtlich unzul&#228;ssig sei. Wenn dies der Fall sein sollte, stehen der Beklagten als Mitbewerberin entsprechende Anspr&#252;che zu. Sie kann aber nicht von sich aus, die bei dem streitgegenst&#228;ndlichen Konto der Kl&#228;gerin erfassten Leistungen herausstreichen, bevor die Kl&#228;gerin zur Unterlassung verpflichtet ist. Au&#223;erdem rechtfertigt dieses Argument keinesfalls, dass die Beklagte noch weitere Leistungen des Kontos der Kl&#228;gerin unerw&#228;hnt l&#228;sst.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>46&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"46\"/>Das gleiche gilt f&#252;r die Leistungen, von denen sich nach Auffassung der Beklagten die Verbraucher kein konkretes Bild machen. Ob dies zutrifft, kann offenbleiben. Immerhin k&#246;nnen Verbraucher ja auch nachfragen, wenn ihnen nicht klar ist, was beispielsweise unter Heim-Bank-Service bei l&#228;ngerer Krankheit oder dem Urlaubsschlie&#223;fach f&#252;r Wertsachen, geregelt ist. Jedenfalls kann die Beklagte bei einer vergleichenden Werbung diese Leistungen nicht einfach unter den Tisch fallen lassen.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>dd.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>47&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"47\"/>Die irref&#252;hrende gesch&#228;ftliche Handlung ist auch geeignet, den Verbraucher oder sonstigen Marktteilnehmer zu einer gesch&#228;ftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen h&#228;tte. Zu Grunde zu legen ist auch hier der verst&#228;ndige Durchschnittsverbraucher. Die Beklagte stellt das VR-PremiumKonto der Kl&#228;gerin mit ihrem Girobest Konto unter Bezugnahme auf Leistungen und Preise gegen&#252;ber. Beide Kriterien bilden wesentliche Faktoren bei der Entscheidung der Verbraucher f&#252;r das eine oder andere Produkt. Da sowohl die Darstellung der Leistungen als auch der Preise bez&#252;glich des Angebots der Kl&#228;gerin unzutreffend sind, ist nicht auszuschlie&#223;en, dass der Durchschnittsverbraucher eine Entscheidung zugunsten der Beklagten trifft, die er bei zutreffender Schilderung des Angebots der Kl&#228;gerin nicht getroffen h&#228;tte.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>II.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>48&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"48\"/>Die Klage ist hingegen unbegr&#252;ndet, soweit die Kl&#228;gerin in der vergleichenden Werbung beanstandet, dass die Bedingungen f&#252;r die Inanspruchnahme des beworbenen Produkts zu dem beworbenen Preis nicht klar und deutlich benannt werden.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>1.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>49&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"49\"/>Das Gericht teilt die Auffassung der Kl&#228;gerin nicht, dass aus der Werbung nicht hinreichend klar wird, dass die Inanspruchnahme des Girobest Kontos der Beklagten einen Netto-Gehaltseingang von 1.250,00 EUR auf diesem Konto voraussetzt.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>50&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"50\"/>F&#252;r den Verbraucher, welcher der Werbung die der Situation entsprechende angemessene Aufmerksamkeit entgegenbringt, wird schon aus der &#220;berschrift &#8222;Zahlen Sie noch Kontof&#252;hrungsgeb&#252;hren?&#8220; deutlich, dass hier f&#252;r ein Girokonto geworben wird, denn bei derartigen Konten werden verbreitet von Banken und Sparkassen Geb&#252;hren f&#252;r die Kontof&#252;hrung verlangt. Da der durchschnittliche Verbraucher &#252;ber ein Girokonto verf&#252;gt und hier&#252;ber die laufenden Zahlungseing&#228;nge und Zahlungsabg&#228;nge abgewickelt werden, kann das bei dem Modellkunden genannte Gehalt von mindestens 1.250,00 EUR pro Monat nur so verstanden werden, dass es sich hierbei um den erforderlichen monatlichen Zahlungseingang handelt. Ein Verst&#228;ndnis der Werbung dahingehend., dass die Beklagte ein Girokonto ohne Kontof&#252;hrungsgeb&#252;hren anbietet, ohne dass ein bestimmter Betrag auf diesem Konto monatlich eingeht, liegt demgegen&#252;ber vollkommen fern.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>51&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"51\"/>Es kommt hinzu, dass durch den Sternchenvermerk * nochmals verdeutlicht wird, dass es sich um einen Gehaltseingang handeln muss bzw. bis zu einem bestimmten Alter kein Mindesteingang erforderlich ist. Die Argumentation der Kl&#228;gerin, dass das Sternchen * nicht zu ber&#252;cksichtigen sei, da es an falscher Stelle stehe, weil die Angaben zum Modellkunden, blickfangm&#228;&#223;ig herausgestellt seien, trifft im Ergebnis nicht zu.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>52&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"52\"/>Richtig ist, dass blickfangm&#228;&#223;ig herausgestellte Aussagen isoliert auf ihre Irref&#252;hrungseignung zu pr&#252;fen sind, wenn der angesprochene Verkehr situationsad&#228;quat von einer Kenntnisnahme anderer Teile der Werbung absieht. Relativiert wird dieser Grundsatz durch die M&#246;glichkeit eines Sternchen-Hinweises. Der Stern signalisiert dem durchschnittlich verst&#228;ndigen Betrachter, dass die Blickfangaussage nicht vorbehaltlos gilt, sondern im Sinn begleitender Erl&#228;uterung zu verstehen ist, weshalb bei einer blickfangm&#228;&#223;igen Werbung der Hinweis auch bei dem Blickfang erfolgen und leicht auffindbar sein muss (vgl. BGH NJW 2016, 814, 815; Ohly/Sosnitza, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, 7. Aufl., &#167; 5 Rn. 133 ).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>53&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"53\"/>Eine Blickfangwerbung liegt allerdings erst vor, wenn Teile einer Ank&#252;ndigung bildlich, farblich, graphisch oder sonst drucktechnisch besonders herausgestellt sind und durch ihre Betonung das Interesse des Publikums auf sich ziehen (vgl. K&#246;hler/Bornkamm, a.a.O. &#167; 5 Rn. 1.85; Ohly/Sosnitza, a.a.O. &#167; 5 Rn. 133). Dies ist hier nicht der Fall. Die Angaben zum Modellkunden erfolgen in der linken Spalte in der ersten Zeile in der gleichen kleinen Schriftgr&#246;&#223;e wie die darunter befindlichen Inklusivleistungen. Blickfangm&#228;&#223;ig hervorgehoben durch die Werbung wird durch die Schriftgr&#246;&#223;e und den Fettdruck sowie die farbliche Gestaltung allenfalls der monatliche Grundpreis und die Summe pro Jahr.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>2.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>54&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"54\"/>Der teilweisen Klageabweisung steht auch nicht die von der Kl&#228;gerin in der m&#252;ndlichen Verhandlung angesprochene Entscheidung &#8222;Leistungspakete im Preisvergleich&#8220; entgegen (vgl. BGH NJW 2011, 2787).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>55&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"55\"/>Danach ist ein Unterlassungsantrag, der die zu untersagende Werbeanzeige zwar abstrakt umschreibt, dann aber mit einem Vergleichspartikel oder mit einem entsprechenden Konditionalsatz auf die beanstandete Anzeige Bezug nimmt, auf das Verbot der konkreten Verletzungsform gerichtet. Erweist sich die beanstandete Werbung auf Grund des vorgetragenen und festgestellten Lebenssachverhalts als wettbewerbswidrig, ist das Verbot auszusprechen, auch wenn nicht der in die abstrakte Umschreibung aufgenommene, sondern ein anderer Gesichtspunkt die Wettbewerbswidrigkeit begr&#252;ndet.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>56&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"56\"/>Diese Voraussetzungen liegen hier gerade nicht vor. Es geht nicht darum, dass die abstrakte Umschreibung der zu untersagenden Werbung die Wettbewerbswidrigkeit nicht begr&#252;ndet, sondern ein anderer Gesichtspunkt. Hier ist vielmehr eine von mehreren konkret bezeichneten Verletzungsformen nicht wettbewerbswidrig.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>III.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>57&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"57\"/>Der zul&#228;ssige Feststellungsantrag ist begr&#252;ndet.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>1.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>58&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"58\"/>Der Feststellungsantrag ist zul&#228;ssig. Die Kl&#228;gerin hat schon zwecks Hemmung der Verj&#228;hrung gem&#228;&#223; &#167; 11 UWG ein berechtigtes Interesse an der begehrten Feststellung der Schadensersatzpflicht der Beklagten. Der Kl&#228;gerin ist es nicht m&#246;glich, eine bezifferte Leistungsklage zu erheben, da der konkrete Schaden derzeit nicht feststeht. Au&#223;erdem ist nicht auszuschlie&#223;en, dass k&#252;nftig noch Sch&#228;den aufgrund der vergleichenden Werbung entstehen k&#246;nnen, wenn sich Kunden unter dem bleibenden Eindruck der Werbung noch f&#252;r das Girobest Konto der Beklagten entscheiden.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>2.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>59&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"59\"/>Der Feststellungsanspruch ist begr&#252;ndet. Der Kl&#228;gerin steht als Mitbewerberin ein Schadensersatzanspruch gegen die Beklagte dem Grunde nach gem&#228;&#223; &#167; 9 S. 1 UWG zu, da die Beklagte zumindest fahrl&#228;ssig eine nach &#167;&#167; 3 Abs. 1, 5 Abs. 1 und Abs. 3 UWG unzul&#228;ssige gesch&#228;ftliche Handlung vorgenommen hat.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>IV.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>60&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"60\"/>Der Kl&#228;gerin steht ein Aufwendungsersatzanspruch gegen die Beklagte in H&#246;he von 1.215,31 EUR gem&#228;&#223; &#167; 12 Abs. 1 S. 2 UWG zu.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>61&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"61\"/>Nach dieser Vorschrift kann Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangt werden, soweit die Abmahnung berechtigt ist. Berechtigt ist eine Abmahnung, wenn ihr ein Unterlassungsanspruch zugrunde liegt, sie den Abgemahnten in die Lage versetzt, zu erkennen, dass ihm berechtigterweise der Vorwurf eines wettbewerbswidrigen Verhaltens gemacht wird und ihm einen Weg weist, den Gl&#228;ubiger ohne Inanspruchnahme der Gerichte klaglos zu stellen (vgl. BGH NJW 2010, 1208 f.; K&#246;hler/Bornkamm a.a.O., &#167; 12 Rn. 1.98). Danach kann die Kl&#228;gerin Abmahnkosten nur in H&#246;he von 1.215,31 EUR verlangen. Ist die von einem Anwalt ausgesprochene Abmahnung nur zum Teil berechtigt, k&#246;nnen die Kosten der Abmahnung nur anteilig beansprucht werden (vgl. BGH GRUR 2010, 74 ; OLG Stuttgart MMR 2010, 284, 286), es sei denn, die mit der Abmahnung &#252;bersandte vorformulierte Unterwerfungserkl&#228;rung ist lediglich zu weit gefasst, denn die Formulierung der Unterwerfungserkl&#228;rung ist grunds&#228;tzlich Sache des Schuldners (vgl. K&#246;hler/Bornkamm a.a.O. &#167; 12 Rn. 1.120). Nach diesen Grunds&#228;tzen kann hier die Kl&#228;gerin nur 2/3 der begehrten Abmahnkosten verlangen. Die anwaltlich verfasste Abmahnung war nur teilweise berechtigt, da es - wie ausgef&#252;hrt - an einer Irref&#252;hrung fehlt, soweit die Beklagte den Eingang eines Nettogehalts von mindestens 1.250,00 EUR monatlich als Voraussetzung f&#252;r ihr Konto Girobest verlangt. Hierbei handelt es sich auch nicht nur um eine f&#252;r die Erstattung der Abmahnkosten unsch&#228;dliche zu weite Fassung der vorformulierten Unterwerfungserkl&#228;rung, sondern die Abmahnung war in einem von drei beanstandeten Punkten nicht berechtigt.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>62&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"62\"/>Zu den erforderlichen Aufwendungen geh&#246;ren auch die vorgerichtlichen Anwaltskosten. Ist ein Anwalt zun&#228;chst nur mit der Abmahnung beauftragt worden, steht ihm nach &#167;&#167; 2 Abs. 2, 13 RVG i.V.m. Nr. 2300 VV eine Gesch&#228;ftsgeb&#252;hr mit einem Rahmen von 0,5 bis 2,5 zu, wobei bei einem durchschnittlichen Fall der Rechtsanwalt eine Geb&#252;hr in H&#246;he von 1,3 beanspruchen kann (vgl. BGH GRUR 2010, 1120, 1122). Hieraus ergibt sich unter Zugrundelegung eines nicht beanstandeten Gegenstandswerts von 50.000,00 EUR zuz&#252;glich Auslagenpauschale und Umsatzsteuer der geltend gemachte Betrag in H&#246;he von 1.822,96 EUR. Da die Abmahnung nur teilweise berechtigt war, ist die H&#246;he des Ersatzanspruchs nach dem Verh&#228;ltnis des Gegenstandswerts des berechtigten Teils der Abmahnung zum Gegenstandswert der gesamten Abmahnung zu bestimmen (vgl. BGH GRUR 2010, 744, 749). Da mangels gegenteiliger Anhaltspunkte die Kl&#228;gerin die ger&#252;gten Wettbewerbsverst&#246;&#223;e gleich bewertet, kann sie von den verlangten Abmahnkosten 2/3, also 1.215,31 EUR, von der Beklagten erstattet verlangen (vgl. zu dieser Berechnung: BGH GRUR 2010, 744, 749).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>63&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"63\"/>Die Zinsforderung beruht auf &#167;&#167; 286 Abs. 1 S. 2, 288 Abs. 1 S. 2 BGB.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>V.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>64&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"64\"/>Die Kostenentscheidung ergibt sich aus &#167;&#167; 92 Abs. 1 S. 1 Alt. 2, 91 a Abs. 1 ZPO.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>65&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"65\"/>Der Ausspruch &#252;ber die vorl&#228;ufige Vollstreckbarkeit folgt f&#252;r Kl&#228;gerin aus &#167; 709 S. 1 ZPO und f&#252;r die Beklagte aus &#167;&#167; 708 Nr. 11, 711 ZPO.</td></tr></table>\n</td></tr></table>\n<h2>Gründe</h2>\n\n<table><tr><td>&#160;</td><td>    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>26&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"26\"/>Die zul&#228;ssige Klage ist &#252;berwiegend begr&#252;ndet.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>I.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>27&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"27\"/>Die Kl&#228;gerin hat gegen die Beklagte einen Anspruch auf Unterlassung gem&#228;&#223; &#167;&#167; 8 Abs. 1, Abs. 3 Nr. 1, 3 Abs. 1, 5 Abs. 1 und Abs. 3 UWG, soweit die Beklagte in ihrer vergleichenden Werbung nicht darauf hinweist, dass von der Kl&#228;gerin f&#252;r Privatkunden bis zum 27. Lebensjahr ein kostenloses Girokonto angeboten wird (VR-MeinKonto) und die Leistungen der gegen&#252;bergestellten Konten der Parteien als Inklusivleistungen bezeichnet werden.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>1.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>28&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"28\"/>Die Kl&#228;gerin ist als Mitbewerberin aktivlegitimiert gem&#228;&#223; &#167; 8 Abs. 3 Nr. 1 UWG. Mitbewerber ist gem&#228;&#223; &#167; 2 Abs. 1 Nr. 3 UWG jeder Unternehmer, der mit einem oder mehreren Unternehmern als Anbieter oder Nachfrager von Waren oder Dienstleistungen in einem konkreten Wettbewerbsverh&#228;ltnis steht. Ein konkretes Wettbewerbsverh&#228;ltnis liegt zwischen Unternehmen hinsichtlich bestimmter substituierbarer Sachen und Dienstleistungen bei &#252;berschneidenden Marktbereichen vor. Diese Voraussetzungen sind hier erf&#252;llt. Das Girobest Konto der Beklagten und das VR-PremiumKonto der Kl&#228;gerin sind sachlich austauschbar. Auch in r&#228;umlicher Hinsicht &#252;berschneiden sich der Betrieb von Filialen und Bankautomaten beider Banken in Bereich von W..</td></tr></table>\n    <table><tr><td>2.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>29&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"29\"/>Die Kl&#228;gerin hat einen Anspruch auf Unterlassung gegen die Beklagte soweit in der vergleichenden Werbung nicht darauf hingewiesen wird, dass die Kl&#228;gerin f&#252;r Privatkunden bis zum 27. Lebensjahr ein kostenloses Girokonto (VR-MeinKonto) anbietet.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>a.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>30&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"30\"/>Nach &#167; 3 Abs. 1 UWG sind unlautere gesch&#228;ftliche Handlungen unzul&#228;ssig.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>31&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"31\"/>Die Werbung der Beklagten im Mitteilungsblatt der Gemeinde K. vom 01.09.2016 stellt eine gesch&#228;ftliche Handlung dar. Darunter wird nach &#167; 2 Abs. 1 UWG jedes Verhalten einer Person zugunsten des eigenen oder eines fremden Unternehmens, bei oder nach einem Gesch&#228;ftsabschluss, das mit der F&#246;rderung des Bezugs von Dienstleistungen oder mit dem Abschluss oder der Durchf&#252;hrung eines Vertrags &#252;ber Dienstleistungen objektiv zusammenh&#228;ngt, verstanden. Die Beklagte warb in dem Mitteilungsblatt f&#252;r ihr kostenloses Girokonto Girobest, um den Abschluss von Vertr&#228;gen, welche dieses Girokonto zum Gegenstand haben, zu f&#246;rdern.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>b.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>32&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"32\"/>Unlauter handelt nach &#167; 5 Abs. 1 UWG, wer eine irref&#252;hrende gesch&#228;ftliche Handlung vornimmt, die geeignet ist, den Verbraucher oder sonstigen Marktteilnehmer zu einer gesch&#228;ftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen h&#228;tte. Eine gesch&#228;ftliche Handlung ist hierbei nach &#167; 5 Abs. 1 S. 2 UWG irref&#252;hrend, wenn sie unwahre Angaben oder sonstige zur T&#228;uschung geeignete Angaben &#252;ber bestimmte Umst&#228;nde enth&#228;lt, etwa &#252;ber wesentliche Merkmale der Dienstleistung, das Vorhandensein eines besonderen Preisvorteils oder den Preis, wobei &#167; 5 Abs. 3 UWG klarstellt, dass Angaben im Sinne von &#167; 5 Abs. 1 S. 2 UWG auch Angaben im Rahmen vergleichender Werbung sind.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>aa.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>33&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"33\"/>Die Werbung der Beklagten stellt eine vergleichende Werbung dar. &#167; 6 Abs. 1 UWG definiert vergleichende Werbung als jede Werbung, die unmittelbar oder mittelbar einen Mitbewerber oder die von einem Mitbewerber angebotenen Waren oder Dienstleistungen erkennbar macht. Vergleichende Werbung liegt insbesondere dann vor, wenn ein Unternehmen ein anderes, mit seinen Produkten im Substitutionswettbewerb stehendes Unternehmen, durch den Werbevergleich angreift und den gemeinsamen Nachfragern spezifische Angaben macht, weshalb das eigene Produkt vorzugsw&#252;rdig ist.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>34&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"34\"/>Aus Sicht des Verbrauchers ist das Girobest Konto der Beklagten durch das VR-PremiumKonto der Kl&#228;gerin austauschbar und damit ersetzbar. Durch die direkte tabellarische Gegen&#252;berstellung der Leistungen und Preise vergleicht die Beklagte ihr Konto Girobest mit dem Konto VR-PremiumKonto der Kl&#228;gerin und macht damit den gemeinsamen Nachfragern spezifische Angaben, weshalb das eigene Produkt vorzuziehen ist.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>bb.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>35&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"35\"/>Die vergleichende Werbung enth&#228;lt eine irref&#252;hrende gesch&#228;ftliche Handlung, indem die Beklagte im Sternchenhinweis * ausf&#252;hrt, dass sie ihr Girobest Konto ohne Mindesteingang kostenlos bis 26 Jahre und von 27 Jahre bis 29 Jahre mit Nachweis f&#252;r alle Sch&#252;ler, Studenten, Azubis sowie freiwillige Wehrdienstleistende und Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst anbietet, ohne darauf hinzuweisen, dass die Beklagte f&#252;r Privatkunden bis zum 27. Lebensjahr ebenfalls ein kostenloses Girokonto im Angebot hat.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>(1)</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>36&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"36\"/>Bei der Beurteilung, ob eine Angabe irref&#252;hrend ist, kommt es auf den Gesamteindruck an, den die werbliche Darstellung vermittelt. Sie ist irref&#252;hrend, wenn das Verst&#228;ndnis, das sie bei den angesprochenen Verkehrskreisen erweckt, mit den tats&#228;chlichen Verh&#228;ltnissen nicht &#252;bereinstimmt. Abzustellen ist dabei auf das Verst&#228;ndnis der angesprochenen Verkehrskreise, hier mithin auf das Verst&#228;ndnis eines durchschnittlich informierten und verst&#228;ndigen Verbrauchers, der der Werbung die der Situation angemessene Aufmerksamkeit entgegenbringt (vgl. BGH GRUR 2016, 521; BGH GRUR 2000, 619, 621; K&#246;hler/Bornkamm/Feddersen, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, 35. Aufl., &#167; 5 Rn. 0.72 und 1.76 m.w.N.).</td></tr></table>\n    <table><tr><td>(2)</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>37&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"37\"/>Nach diesen Grunds&#228;tzen ist die Werbung der Beklagten irref&#252;hrend. Der Verbraucher, welcher der Werbung die der Situation entsprechende angemessene Aufmerksamkeit entgegenbringt, wird zun&#228;chst den in der linken Spalte oben umschriebenen Modellkunden wahrnehmen. Bei Betrachtung der Werbeanzeige und der tabellarischen Gegen&#252;berstellung wird er aber auch bemerken, dass die verglichenen Konten der Parteien jeweils mit einem Sternchenvermerk gekennzeichnet sind und damit die dort erfolgten Erl&#228;uterungen zur Kenntnis nehmen. Durch den Sternchen-Hinweis unter * bei ihrem Girobest Konto erweckt die Beklagte den Eindruck, dass die weiteren Bedingungen, unter denen das Konto ebenfalls kostenlos ist, n&#228;mlich bei einem Alter unter 26 sowie zwischen 27 und 29 f&#252;r Sch&#252;ler, Studenten, Azubis sowie freiwillige Wehrdienstleistende und Teilnehmer am Bundesfreiwilligendienst, nur f&#252;r das Girobest Konto der Beklagten gilt und ein entsprechendes Konto von der Kl&#228;gerin nicht angeboten wird. Aufgrund der vergleichenden Werbung bez&#252;glich der anderen Konditionen muss der durchschnittlich informierte Verbraucher davon ausgehen, dass ein entsprechendes Angebot f&#252;r ein kostenloses Girokonto bei j&#252;ngeren Privatkunden bei der Kl&#228;gerin nicht besteht.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>(3)</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>38&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"38\"/>Die hiergegen von der Beklagten geltend gemachten Einwendungen h&#228;lt das Gericht nicht f&#252;r stichhaltig.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>39&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"39\"/>Dass der unter Sternchenvermerk * gemacht Hinweis nicht zu ber&#252;cksichtigen sei, da f&#252;r den Modellkunden der Werbung das Konto VR-MeinKonto der Kl&#228;gerin gar nicht zur Verf&#252;gung stand und es sich um &#252;bliche Angaben handele, die der Vollst&#228;ndigkeit halber aufgenommen worden seien, &#252;berzeugt nicht. Durch die Erw&#228;hnung eines weiteren Personenkreises, f&#252;r den ohne Mindesteingang das Girokonto kostenlos angeboten wird, wird die Werbeaussage ohne nachvollziehbaren Grund erweitert und dieser Personenkreis in den Kontenvergleich mit aufgenommen. Dass die Angabe angeblich bei der Beklagten &#252;blich ist, &#228;ndert nichts daran, dass sie f&#252;r den angesprochenen Verkehrskreis ohne Erw&#228;hnung des Kontos VR-MeinKonto der Kl&#228;gerin irref&#252;hrend ist.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>40&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"40\"/>Der unter Sternchenvermerk *** erfolgte Hinweis kann die Fehlvorstellung nicht entkr&#228;ften. Denn zum einen ist er dem detaillierten Hinweis unter Sternchenvermerk* mit genauen Altersangaben nicht vergleichbar, da er nur pauschal m&#246;gliche weitere alternative Kontomodelle bei der Kl&#228;gerin erw&#228;hnt, ohne konkret das relevante VR-MeinKonto f&#252;r Kunden bis zum 27. Lebensjahr zu erw&#228;hnen. Zum anderen wird ausdr&#252;cklich das Nutzungsverhalten als ma&#223;gebliches Kriterium f&#252;r alternative Kontomodelle bei der Kl&#228;gerin genannt, nicht jedoch das Alter des Kunden.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>cc.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>41&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"41\"/>Die Umschreibung &#8222;Inklusivleistungen&#8220; ist ebenfalls irref&#252;hrend.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>(1)</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>42&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"42\"/>Der Begriff &#8222;Inklusivleistungen&#8220; erweckt in der vorgenommenen Gestaltung entgegen der Auffassung der Beklagten beim Verbraucher, welcher der Werbung die der Situation entsprechende angemessene Aufmerksamkeit entgegenbringt, den unzutreffenden Eindruck einer abschlie&#223;enden Aufz&#228;hlung. Der Begriff &#8222;Inklusivleistungen&#8220; umschreibt diejenigen Leistungen, die von den beiden verglichenen Konten erfasst sind, ohne in irgendeiner Weise zum Ausdruck zu bringen, dass es sich bei dem Konto der Beklagten nur um einen Teil der erfassten Leistungen handelt. Dieses Ergebnis wird durch die optische Gestaltung der Werbung noch untermauert, indem in der r&#228;umlich abgeschlossenen Tabelle in der linken Spalte in Fettdruck &#8222;Inklusivleistungen&#8220; steht und die verschiedenen einzelnen Leistungen darunter tabellarisch aufgef&#252;hrt sind.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>(2)</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>43&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"43\"/>Die hiergegen von der Beklagten geltend gemachten Einwendungen sind nicht geeignet, das Ergebnis in Frage zu stellen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>44&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"44\"/>Nicht &#252;berzeugend ist das Argument der Beklagten, dass die Kl&#228;gerin die zus&#228;tzlichen Leistungen selbst nicht f&#252;r allzu bedeutend h&#228;lt, da sie im Internetauftritt nicht mit H&#228;kchen, sondern Bullet-Points versehen hat. Die Irref&#252;hrung h&#228;ngt nicht ma&#223;geblich davon ab, welche Bedeutung die Kl&#228;gerin selbst einzelnen Leistungen ihrem VR-PremiumKonto beimisst, sondern dass diese Leistungen bei diesem Konto erfasst sind und dem Kunden zur Kenntnis gebracht werden. Zudem ist es auch nicht richtig, dass die Kl&#228;gerin durch die Gestaltung ihres Internetauftritts zum Ausdruck bringt, die Leistungen f&#252;r unbedeutend zu halten, denn sie werden unterhalb der fett gedruckten &#220;berschrift &#8222;Und noch mehr&#8220; aufgelistet, so dass es sich auch gerade um herausgestellte Leistungen handeln kann, die das VR-PremiumKonto der Kl&#228;gerin von Konten anderer Banken unterscheidet.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>45&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"45\"/>Nicht erheblich ist die Begr&#252;ndung der Beklagten, dass die Werbung mit dem &#8222;Rechtsberatungs-Service&#8220; gleichfalls irref&#252;hrend und damit wettbewerbsrechtlich unzul&#228;ssig sei. Wenn dies der Fall sein sollte, stehen der Beklagten als Mitbewerberin entsprechende Anspr&#252;che zu. Sie kann aber nicht von sich aus, die bei dem streitgegenst&#228;ndlichen Konto der Kl&#228;gerin erfassten Leistungen herausstreichen, bevor die Kl&#228;gerin zur Unterlassung verpflichtet ist. Au&#223;erdem rechtfertigt dieses Argument keinesfalls, dass die Beklagte noch weitere Leistungen des Kontos der Kl&#228;gerin unerw&#228;hnt l&#228;sst.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>46&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"46\"/>Das gleiche gilt f&#252;r die Leistungen, von denen sich nach Auffassung der Beklagten die Verbraucher kein konkretes Bild machen. Ob dies zutrifft, kann offenbleiben. Immerhin k&#246;nnen Verbraucher ja auch nachfragen, wenn ihnen nicht klar ist, was beispielsweise unter Heim-Bank-Service bei l&#228;ngerer Krankheit oder dem Urlaubsschlie&#223;fach f&#252;r Wertsachen, geregelt ist. Jedenfalls kann die Beklagte bei einer vergleichenden Werbung diese Leistungen nicht einfach unter den Tisch fallen lassen.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>dd.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>47&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"47\"/>Die irref&#252;hrende gesch&#228;ftliche Handlung ist auch geeignet, den Verbraucher oder sonstigen Marktteilnehmer zu einer gesch&#228;ftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen h&#228;tte. Zu Grunde zu legen ist auch hier der verst&#228;ndige Durchschnittsverbraucher. Die Beklagte stellt das VR-PremiumKonto der Kl&#228;gerin mit ihrem Girobest Konto unter Bezugnahme auf Leistungen und Preise gegen&#252;ber. Beide Kriterien bilden wesentliche Faktoren bei der Entscheidung der Verbraucher f&#252;r das eine oder andere Produkt. Da sowohl die Darstellung der Leistungen als auch der Preise bez&#252;glich des Angebots der Kl&#228;gerin unzutreffend sind, ist nicht auszuschlie&#223;en, dass der Durchschnittsverbraucher eine Entscheidung zugunsten der Beklagten trifft, die er bei zutreffender Schilderung des Angebots der Kl&#228;gerin nicht getroffen h&#228;tte.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>II.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>48&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"48\"/>Die Klage ist hingegen unbegr&#252;ndet, soweit die Kl&#228;gerin in der vergleichenden Werbung beanstandet, dass die Bedingungen f&#252;r die Inanspruchnahme des beworbenen Produkts zu dem beworbenen Preis nicht klar und deutlich benannt werden.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>1.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>49&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"49\"/>Das Gericht teilt die Auffassung der Kl&#228;gerin nicht, dass aus der Werbung nicht hinreichend klar wird, dass die Inanspruchnahme des Girobest Kontos der Beklagten einen Netto-Gehaltseingang von 1.250,00 EUR auf diesem Konto voraussetzt.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>50&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"50\"/>F&#252;r den Verbraucher, welcher der Werbung die der Situation entsprechende angemessene Aufmerksamkeit entgegenbringt, wird schon aus der &#220;berschrift &#8222;Zahlen Sie noch Kontof&#252;hrungsgeb&#252;hren?&#8220; deutlich, dass hier f&#252;r ein Girokonto geworben wird, denn bei derartigen Konten werden verbreitet von Banken und Sparkassen Geb&#252;hren f&#252;r die Kontof&#252;hrung verlangt. Da der durchschnittliche Verbraucher &#252;ber ein Girokonto verf&#252;gt und hier&#252;ber die laufenden Zahlungseing&#228;nge und Zahlungsabg&#228;nge abgewickelt werden, kann das bei dem Modellkunden genannte Gehalt von mindestens 1.250,00 EUR pro Monat nur so verstanden werden, dass es sich hierbei um den erforderlichen monatlichen Zahlungseingang handelt. Ein Verst&#228;ndnis der Werbung dahingehend., dass die Beklagte ein Girokonto ohne Kontof&#252;hrungsgeb&#252;hren anbietet, ohne dass ein bestimmter Betrag auf diesem Konto monatlich eingeht, liegt demgegen&#252;ber vollkommen fern.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>51&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"51\"/>Es kommt hinzu, dass durch den Sternchenvermerk * nochmals verdeutlicht wird, dass es sich um einen Gehaltseingang handeln muss bzw. bis zu einem bestimmten Alter kein Mindesteingang erforderlich ist. Die Argumentation der Kl&#228;gerin, dass das Sternchen * nicht zu ber&#252;cksichtigen sei, da es an falscher Stelle stehe, weil die Angaben zum Modellkunden, blickfangm&#228;&#223;ig herausgestellt seien, trifft im Ergebnis nicht zu.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>52&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"52\"/>Richtig ist, dass blickfangm&#228;&#223;ig herausgestellte Aussagen isoliert auf ihre Irref&#252;hrungseignung zu pr&#252;fen sind, wenn der angesprochene Verkehr situationsad&#228;quat von einer Kenntnisnahme anderer Teile der Werbung absieht. Relativiert wird dieser Grundsatz durch die M&#246;glichkeit eines Sternchen-Hinweises. Der Stern signalisiert dem durchschnittlich verst&#228;ndigen Betrachter, dass die Blickfangaussage nicht vorbehaltlos gilt, sondern im Sinn begleitender Erl&#228;uterung zu verstehen ist, weshalb bei einer blickfangm&#228;&#223;igen Werbung der Hinweis auch bei dem Blickfang erfolgen und leicht auffindbar sein muss (vgl. BGH NJW 2016, 814, 815; Ohly/Sosnitza, Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, 7. Aufl., &#167; 5 Rn. 133 ).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>53&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"53\"/>Eine Blickfangwerbung liegt allerdings erst vor, wenn Teile einer Ank&#252;ndigung bildlich, farblich, graphisch oder sonst drucktechnisch besonders herausgestellt sind und durch ihre Betonung das Interesse des Publikums auf sich ziehen (vgl. K&#246;hler/Bornkamm, a.a.O. &#167; 5 Rn. 1.85; Ohly/Sosnitza, a.a.O. &#167; 5 Rn. 133). Dies ist hier nicht der Fall. Die Angaben zum Modellkunden erfolgen in der linken Spalte in der ersten Zeile in der gleichen kleinen Schriftgr&#246;&#223;e wie die darunter befindlichen Inklusivleistungen. Blickfangm&#228;&#223;ig hervorgehoben durch die Werbung wird durch die Schriftgr&#246;&#223;e und den Fettdruck sowie die farbliche Gestaltung allenfalls der monatliche Grundpreis und die Summe pro Jahr.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>2.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>54&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"54\"/>Der teilweisen Klageabweisung steht auch nicht die von der Kl&#228;gerin in der m&#252;ndlichen Verhandlung angesprochene Entscheidung &#8222;Leistungspakete im Preisvergleich&#8220; entgegen (vgl. BGH NJW 2011, 2787).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>55&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"55\"/>Danach ist ein Unterlassungsantrag, der die zu untersagende Werbeanzeige zwar abstrakt umschreibt, dann aber mit einem Vergleichspartikel oder mit einem entsprechenden Konditionalsatz auf die beanstandete Anzeige Bezug nimmt, auf das Verbot der konkreten Verletzungsform gerichtet. Erweist sich die beanstandete Werbung auf Grund des vorgetragenen und festgestellten Lebenssachverhalts als wettbewerbswidrig, ist das Verbot auszusprechen, auch wenn nicht der in die abstrakte Umschreibung aufgenommene, sondern ein anderer Gesichtspunkt die Wettbewerbswidrigkeit begr&#252;ndet.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>56&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"56\"/>Diese Voraussetzungen liegen hier gerade nicht vor. Es geht nicht darum, dass die abstrakte Umschreibung der zu untersagenden Werbung die Wettbewerbswidrigkeit nicht begr&#252;ndet, sondern ein anderer Gesichtspunkt. Hier ist vielmehr eine von mehreren konkret bezeichneten Verletzungsformen nicht wettbewerbswidrig.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>III.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>57&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"57\"/>Der zul&#228;ssige Feststellungsantrag ist begr&#252;ndet.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>1.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>58&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"58\"/>Der Feststellungsantrag ist zul&#228;ssig. Die Kl&#228;gerin hat schon zwecks Hemmung der Verj&#228;hrung gem&#228;&#223; &#167; 11 UWG ein berechtigtes Interesse an der begehrten Feststellung der Schadensersatzpflicht der Beklagten. Der Kl&#228;gerin ist es nicht m&#246;glich, eine bezifferte Leistungsklage zu erheben, da der konkrete Schaden derzeit nicht feststeht. Au&#223;erdem ist nicht auszuschlie&#223;en, dass k&#252;nftig noch Sch&#228;den aufgrund der vergleichenden Werbung entstehen k&#246;nnen, wenn sich Kunden unter dem bleibenden Eindruck der Werbung noch f&#252;r das Girobest Konto der Beklagten entscheiden.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>2.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>59&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"59\"/>Der Feststellungsanspruch ist begr&#252;ndet. Der Kl&#228;gerin steht als Mitbewerberin ein Schadensersatzanspruch gegen die Beklagte dem Grunde nach gem&#228;&#223; &#167; 9 S. 1 UWG zu, da die Beklagte zumindest fahrl&#228;ssig eine nach &#167;&#167; 3 Abs. 1, 5 Abs. 1 und Abs. 3 UWG unzul&#228;ssige gesch&#228;ftliche Handlung vorgenommen hat.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>IV.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>60&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"60\"/>Der Kl&#228;gerin steht ein Aufwendungsersatzanspruch gegen die Beklagte in H&#246;he von 1.215,31 EUR gem&#228;&#223; &#167; 12 Abs. 1 S. 2 UWG zu.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>61&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"61\"/>Nach dieser Vorschrift kann Ersatz der erforderlichen Aufwendungen verlangt werden, soweit die Abmahnung berechtigt ist. Berechtigt ist eine Abmahnung, wenn ihr ein Unterlassungsanspruch zugrunde liegt, sie den Abgemahnten in die Lage versetzt, zu erkennen, dass ihm berechtigterweise der Vorwurf eines wettbewerbswidrigen Verhaltens gemacht wird und ihm einen Weg weist, den Gl&#228;ubiger ohne Inanspruchnahme der Gerichte klaglos zu stellen (vgl. BGH NJW 2010, 1208 f.; K&#246;hler/Bornkamm a.a.O., &#167; 12 Rn. 1.98). Danach kann die Kl&#228;gerin Abmahnkosten nur in H&#246;he von 1.215,31 EUR verlangen. Ist die von einem Anwalt ausgesprochene Abmahnung nur zum Teil berechtigt, k&#246;nnen die Kosten der Abmahnung nur anteilig beansprucht werden (vgl. BGH GRUR 2010, 74 ; OLG Stuttgart MMR 2010, 284, 286), es sei denn, die mit der Abmahnung &#252;bersandte vorformulierte Unterwerfungserkl&#228;rung ist lediglich zu weit gefasst, denn die Formulierung der Unterwerfungserkl&#228;rung ist grunds&#228;tzlich Sache des Schuldners (vgl. K&#246;hler/Bornkamm a.a.O. &#167; 12 Rn. 1.120). Nach diesen Grunds&#228;tzen kann hier die Kl&#228;gerin nur 2/3 der begehrten Abmahnkosten verlangen. Die anwaltlich verfasste Abmahnung war nur teilweise berechtigt, da es - wie ausgef&#252;hrt - an einer Irref&#252;hrung fehlt, soweit die Beklagte den Eingang eines Nettogehalts von mindestens 1.250,00 EUR monatlich als Voraussetzung f&#252;r ihr Konto Girobest verlangt. Hierbei handelt es sich auch nicht nur um eine f&#252;r die Erstattung der Abmahnkosten unsch&#228;dliche zu weite Fassung der vorformulierten Unterwerfungserkl&#228;rung, sondern die Abmahnung war in einem von drei beanstandeten Punkten nicht berechtigt.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>62&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"62\"/>Zu den erforderlichen Aufwendungen geh&#246;ren auch die vorgerichtlichen Anwaltskosten. Ist ein Anwalt zun&#228;chst nur mit der Abmahnung beauftragt worden, steht ihm nach &#167;&#167; 2 Abs. 2, 13 RVG i.V.m. Nr. 2300 VV eine Gesch&#228;ftsgeb&#252;hr mit einem Rahmen von 0,5 bis 2,5 zu, wobei bei einem durchschnittlichen Fall der Rechtsanwalt eine Geb&#252;hr in H&#246;he von 1,3 beanspruchen kann (vgl. BGH GRUR 2010, 1120, 1122). Hieraus ergibt sich unter Zugrundelegung eines nicht beanstandeten Gegenstandswerts von 50.000,00 EUR zuz&#252;glich Auslagenpauschale und Umsatzsteuer der geltend gemachte Betrag in H&#246;he von 1.822,96 EUR. Da die Abmahnung nur teilweise berechtigt war, ist die H&#246;he des Ersatzanspruchs nach dem Verh&#228;ltnis des Gegenstandswerts des berechtigten Teils der Abmahnung zum Gegenstandswert der gesamten Abmahnung zu bestimmen (vgl. BGH GRUR 2010, 744, 749). Da mangels gegenteiliger Anhaltspunkte die Kl&#228;gerin die ger&#252;gten Wettbewerbsverst&#246;&#223;e gleich bewertet, kann sie von den verlangten Abmahnkosten 2/3, also 1.215,31 EUR, von der Beklagten erstattet verlangen (vgl. zu dieser Berechnung: BGH GRUR 2010, 744, 749).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>63&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"63\"/>Die Zinsforderung beruht auf &#167;&#167; 286 Abs. 1 S. 2, 288 Abs. 1 S. 2 BGB.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>V.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>64&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"64\"/>Die Kostenentscheidung ergibt sich aus &#167;&#167; 92 Abs. 1 S. 1 Alt. 2, 91 a Abs. 1 ZPO.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>65&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"65\"/>Der Ausspruch &#252;ber die vorl&#228;ufige Vollstreckbarkeit folgt f&#252;r Kl&#228;gerin aus &#167; 709 S. 1 ZPO und f&#252;r die Beklagte aus &#167;&#167; 708 Nr. 11, 711 ZPO.</td></tr></table>\n</td></tr></table>"
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