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    "court": {
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        "name": "Arbeitsgericht Heilbronn",
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    "file_number": "8 Ca 161/16",
    "date": "2017-03-16",
    "created_date": "2019-01-07T11:23:32Z",
    "updated_date": "2022-10-18T13:32:47Z",
    "type": "Urteil",
    "ecli": "",
    "content": "<h2>Tenor</h2>\n\n<p><strong>1. Es wird festgestellt, dass das Verfahren 8 Ca 161/16 durch den Vergleich vom 06.10.2016 wirksam beendet worden ist.</strong></p><p><strong>2. Der Kl&#228;ger tr&#228;gt die weiteren Kosten des Verfahrens.</strong></p><p><strong>3. Der Streitwert wird festgesetzt auf EUR 5.100,00.</strong></p><p><strong>4. Die Berufung wird nicht gesondert zugelassen.</strong></p><p/>\n<h2>Tatbestand</h2>\n\n<table><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>1&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"1\"/>Die Parteien streiten &#252;ber die Wirksamkeit eines gerichtlichen Vergleichs.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>2&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"2\"/>Der Kl&#228;ger war seit 26.11.2015 als Verkaufsberater Mobilfunk am Standort der Beklagten in Heilbronn mit einem durchschnittlichen Bruttomonatsgehalt von EUR 1.700,00 besch&#228;ftigt. Bei der Beklagten sind mehr als 10 vollzeitbesch&#228;ftigte Arbeitnehmer besch&#228;ftigt; ein Betriebsrat ist eingerichtet.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>3&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"3\"/>Mit Schreiben vom 18.07.2016 hat die Beklagte das Arbeitsverh&#228;ltnis au&#223;erordentlich fristlos, hilfsweise ordentlich gek&#252;ndigt. Mit Schreiben vom 04.08.2016 sprach die Beklagte eine weitere ordentliche K&#252;ndigung des Arbeitsverh&#228;ltnisses aus. Der Kl&#228;ger hat sich gegen die K&#252;ndigungen mit seiner K&#252;ndigungsschutzklage vom 01.08.2016 sowie der Klageerweiterung vom 05.08.2016 gewandt.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>4&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"4\"/>Im Vorfeld des G&#252;tetermins fanden zwischen den Parteien Vergleichsverhandlungen statt; hierbei kursierten verschiedene Vergleichsfassungen.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>5&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"5\"/>W&#228;hrend beklagtenseits mit Fax vom 14.09.2016 (Abl. 24) ein Vorschlag nach &#167; 278 Abs. 6 ZPO zur Beendigung des Rechtsstreits gemacht wurde, im Rahmen dessen sich die Beklagte verpflichten sollte, an den Kl&#228;ger die vertragsgem&#228;&#223;e Verg&#252;tung f&#252;r die Monate Juli 2016, August 2016 und September 2016 abzurechnen und auszubezahlen bei gleichzeitiger Beendigung des Arbeitsverh&#228;ltnisses zum 15.09.2016, wandte sich der Kl&#228;gervertreter seinerseits mit Mail vom 15.09.2016 (Anlage K 4, Abl. 39) an die Beklagte. Hierin wird folgendes ausgef&#252;hrt:</td></tr></table><blockquote><blockquote><blockquote/></blockquote></blockquote></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>6&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:8pt\"><tr><td><rd nr=\"6\"/>\"Sehr geehrter Herr W,</td></tr></table><blockquote><blockquote><blockquote/></blockquote></blockquote></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>7&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:8pt\"><tr><td><rd nr=\"7\"/>in dieser Sache wurde uns gestern noch die Juli-Abrechnung 2016 vorgelegt. Es wurde bereits ein Betrag von EUR 929,03 brutto abgerechnet. Allerdings unter Ber&#252;cksichtigung eines Schadensersatzanspruchs von 550,00 EUR netto nur ein Betrag von 128,12 EUR netto ausbezahlt. Diese Zahlung ist bei der bisherigen Regelung noch nicht ber&#252;cksichtigt. Zur Klarstellung w&#252;rden wir daher wie folgt formulieren:</td></tr></table><blockquote><blockquote><blockquote/></blockquote></blockquote></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>8&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:8pt\"><tr><td><rd nr=\"8\"/>2. Die Beklagte verpflichtet sich an den Kl&#228;ger das Grundgehalt f&#252;r den Monat Juli 2016 in H&#246;he von EUR 1.600,00 brutto abz&#252;glich bereits gezahlter 128,12 EUR netto, das Grundgehalt f&#252;r den Monat August 2016 in H&#246;he von EUR 1.600,00 brutto und das anteilige Grundgehalt f&#252;r den Monat September 2016 in H&#246;he von EUR 800,00 brutto bis sp&#228;testens 15.10.2016 zu bezahlen. &#8230;</td></tr></table><blockquote><blockquote><blockquote/></blockquote></blockquote></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>9&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:8pt\"><tr><td><rd nr=\"9\"/>Ansonsten verbleibt es bei den bisherigen Regelungen. &#8230;\"</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>10&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"10\"/>Im G&#252;tetermin vom 06.10.2016, den auf Seiten der Beklagten deren Abteilungsleiter Vertriebssteuerung, Herr W, wahrgenommen hat, schlossen die Parteien einen Vergleich. Protokolliert wurde insoweit der folgende Wortlaut:</td></tr></table><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote><blockquote/></blockquote></blockquote></blockquote></blockquote></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>11&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:12pt\"><tr><td><rd nr=\"11\"/><strong>V e r g l e i c h:</strong></td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>12&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"12\"/>1. Die Parteien sind sich einig, dass das zwischen ihnen bestehende Arbeitsverh&#228;ltnis aufgrund ordentlicher, fristgerechter und betriebsbedingter K&#252;ndigung vom 04.08.2016 ohne Verschulden einer Partei zum 15.09.2016 geendet hat.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>13&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"13\"/>2. Die Beklagte verpflichtet sich, an den Kl&#228;ger das Grundgehalt f&#252;r den Monat Juli 2016 in H&#246;he von EUR 1.600,00 brutto abz&#252;glich bereits bezahlter 1.228,12 EUR netto, sofern noch nicht geschehen, das Grundgehalt f&#252;r den Monat August 2016 in H&#246;he von EUR 1.600,00 brutto und das anteilige Grundgehalt f&#252;r den Monat September 2016 in H&#246;he von EUR 800,00 brutto bis sp&#228;testens 31.10.2016 zu bezahlen.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>14&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"14\"/>Der Urlaubsanspruch des Kl&#228;gers sowie ein eventuell bestehendes Freizeitguthaben und eventuelle Umsatzprovisionen f&#252;r die Monate Juli, August und September 2016 sind ebenfalls bei der letzten Lohnabrechnung zu ber&#252;cksichtigen und auszubezahlen.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>15&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"15\"/>3. Die Beklagte verpflichtet sich, dem Kl&#228;ger ein wohlwollendes, qualifiziertes Beendigungszeugnis mit guter Leistungs- und F&#252;hrungsbeurteilung sowie einer entsprechenden Bedauerns-, Dankes- und Wunschesformel zu erteilen.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>16&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"16\"/>Bei &#196;nderungsw&#252;nschen darf die Beklagte nur aus wichtigem Grund abweichen. Die Beklagte wird zuk&#252;nftig auch nur Ausk&#252;nfte im Sinne des Zeugnisses erteilen.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>17&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"17\"/>4. Die Parteien sichern zu, Stillschweigen hinsichtlich des Hergangs, des Inhalts und des Ergebnisses dieses Vergleichs sowie des gesamten Arbeitsverh&#228;ltnisses gegen&#252;ber jedermann zu wahren, es sei denn, sie sind gesetzlich zur Auskunft verpflichtet oder die Auskunft ist aus steuerlichen oder sozialversicherungsrechtlichen Gr&#252;nden gegen&#252;ber Beh&#246;rden unbedingt erforderlich.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>18&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"18\"/>5. Mit der Erf&#252;llung dieses Vergleiches sind s&#228;mtliche wechselseitigen finanziellen Anspr&#252;che der Parteien aus dem Arbeitsverh&#228;ltnis und aus Anlass seiner Beendigung, gleich aus welchem Rechtsgrund sie bestehen und gleich ob bekannt oder unbekannt, insbesondere Schadensersatzanspr&#252;che, erledigt.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>19&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"19\"/>6. Damit ist der Rechtsstreit bei Kostenaufhebung erledigt.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>20&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"20\"/>7. Die Beklagte kann diesen Vergleich bis zum <span style=\"text-decoration:underline\">13.10.2016</span> schriftlich widerrufen. Das den Widerruf enthaltende Schreiben muss bis zu diesem Zeitpunkt bei Gericht vorliegen.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>21&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"21\"/>Im Protokoll befindet sich ferner der Vermerk, dass der Vergleich \"laut diktiert, nochmals vorgespielt und genehmigt\" wurde. Die vorl&#228;ufige Aufzeichnung des Protokolls ist mit dem angef&#252;hrten Wortlaut identisch.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>22&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"22\"/>Der Vergleich wurde in der Folgezeit nicht seitens der Beklagten widerrufen.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>23&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"23\"/>Nachdem die Beklagte in der Folgezeit korrigierte Lohnabrechnungen erstellte, jedoch nicht den ausgewiesenen Gesamtnettobetrag &#252;berwies unter Verweis auf das Protokoll, welches f&#252;r den Monat Juli 2016 einen bereits bezahlten Betrag in H&#246;he von EUR 1.228,12 netto ausweist, stellte die Kl&#228;gerseite mit Schriftsatz vom 06.12.2016 einen Antrag auf Protokollberichtigung dahin, dass es in Ziff. 2 des Vergleiches \"128,12 EUR netto\" und nicht \"1228,12 EUR netto\" hei&#223;en m&#252;sste .</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>24&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"24\"/>Die Beklagtenseite wandte sich gegen die Berichtigung des Protokolls.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>25&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"25\"/>Mit Verf&#252;gung vom 04.01.2017 (Abl. 79) wurden die Parteien darauf hingewiesen, dass eine Protokollberichtigung nach &#167; 164 Abs. 1 ZPO nicht erfolgen k&#246;nne, da die vorl&#228;ufige Aufzeichnung des Protokolls tats&#228;chlich den Passus \"abz&#252;glich bereits bezahlter 1.228,12 EUR netto\" enthalte. Zugleich erging an die Parteien der Hinweis, dass nach Erinnerung der Vorsitzenden eine Einigung der Parteien dahingehend stattgefunden habe, dass lediglich der in der (zu diesem Zeitpunkt vorliegenden) Abrechnung f&#252;r den Monat Juli 2016 ausgewiesene Betrag in H&#246;he von EUR 128,12 netto unstreitig bereits bezahlt worden sei und daher das Protokoll aufgrund eines Protokollierungsfehlers die von den Parteien getroffene Einigung nicht zutreffend wiedergeben w&#252;rde.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>26&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"26\"/>Daraufhin hat die Kl&#228;gerseite mit Schriftsatz vom 19.01.2017 den Vergleich gegen&#252;ber der Beklagten angefochten wegen Erkl&#228;rungs-, Inhalts- bzw. &#220;bermittlungsirrtums.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>27&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"27\"/>Der Kl&#228;ger ist der Auffassung, dass der Vergleich wirksam angefochten worden sei. Die Parteien h&#228;tten sich tats&#228;chlich lediglich auf eine bereits erfolgte Zahlung in H&#246;he von 128,12 EUR netto geeinigt. Sodann sei die Protokollierung durch das Gericht in falscher Weise erfolgt. Der Kl&#228;ger habe sich dann &#252;ber den Inhalt seiner Genehmigungserkl&#228;rung geirrt, denn er habe eine Erkl&#228;rung des Inhalts, dass bereits EUR 1.228,12 netto f&#252;r Juli bezahlt worden seien, nicht abgeben wollen.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>28&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"28\"/>Der Kl&#228;ger stellt zum Antrag auf Fortsetzung des Verfahrens in der Sache folgende Antr&#228;ge:</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>29&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"29\"/><strong>1. Es wird festgestellt, dass das Arbeitsverh&#228;ltnis zwischen den Parteien weder durch die au&#223;erordentliche K&#252;ndigung der Beklagten vom 18.07.2016 noch durch die ordentliche K&#252;ndigung der Beklagten vom 18.07.2016 beendet wurde bzw. wird.</strong></td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>30&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"30\"/><strong>2. Es wird festgestellt, dass das Arbeitsverh&#228;ltnis zwischen den Parteien auch nicht durch die ordentliche K&#252;ndigung der Beklagten vom 04.08.2016 beendet wird.</strong></td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>31&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"31\"/>Die Beklagtenseite stellt folgende Antr&#228;ge:</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>32&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"32\"/><strong>1. Es wird festgestellt, dass der Prozess - gef&#252;hrt vor dem Arbeitsgericht Heilbronn - 8 Ca 161/16 durch Vergleichsschluss vom 06.10.2016 rechtskr&#228;ftig beendet wurde.</strong></td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>33&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"33\"/><strong>2. Hilfsweise f&#252;r den Fall der Fortsetzung des Verfahrens wird beantragt die Klage abzuweisen.</strong></td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>34&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"34\"/><strong>3. Weiterhin hilfsweise f&#252;r den Fall der Fortsetzung des Verfahrens wird beantragt, dass der Kl&#228;ger verurteilt wird, an die Beklagte 20,00 EUR nebst Zinsen hierauf in H&#246;he von 5 Prozentpunkten &#252;ber dem Basiszinssatz seit Rechtsh&#228;ngigkeit zu bezahlen.</strong></td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>35&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"35\"/>Der Kl&#228;ger beantragt<strong> Abweisung der Widerklage.</strong></td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>36&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"36\"/>Die Beklagte bestreitet das Vorliegen eines Irrtums, der zur Anfechtung des Vergleichs berechtigen w&#252;rde. Sie r&#252;gt ferner die Unverz&#252;glichkeit der Anfechtung.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>37&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"37\"/>Die Beklagte behauptet, dass der Vergleichstext in der protokollierten Form von den Parteien vorgegeben worden sei. Das Protokoll gebe die getroffene Einigung richtig wieder. Der mit der Widerklage geltend gemachte Zahlungsanspruch resultiere daraus, dass der Kl&#228;ger den Kaufpreis einer Prepaid-Karte in H&#246;he von EUR 20,00 unterschlagen habe.</td></tr></table></td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>38&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"38\"/>Hinsichtlich des weiteren Vorbringens wird auf die gewechselten Schrifts&#228;tze nebst Anlagen, welche Gegenstand der m&#252;ndlichen Verhandlung waren, Bezug genommen.</td></tr></table><table><tr><td/></tr></table></td></tr></table>\n<h2>Entscheidungsgründe</h2>\n\n<table><tr><td>&#160;</td><td>    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>39&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"39\"/>Die auf die Fortsetzung des bisherigen Rechtsstreits und eine Sachentscheidung gerichtete Klage ist zul&#228;ssig, jedoch unbegr&#252;ndet. Der Prozessvergleich vom 06.10.2016 hat den Rechtsstreit wirksam beendet.</td></tr></table>\n                                                                                    <table style=\"margin-left:12pt\"><tr><td><strong>I.</strong></td></tr></table>\n                                                                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>40&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"40\"/>Die Antr&#228;ge des Kl&#228;gers sind zul&#228;ssig.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>41&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"41\"/>Streiten die Parteien &#252;ber die Wirksamkeit eines Prozessvergleichs, ist dieser Streit in demselben Verfahren auszutragen, in dem der Vergleich geschlossen wurde (BAG 12.05.2010 - 2 AZR 544/08; BAG 11.07.2012 - 2 AZR 42/11).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>42&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"42\"/>Dies gilt jedenfalls dann, wenn sich der Streit auf das wirksame Zustandekommen des Vergleichs, wie dies im Fall der Anfechtung der Fall ist, bezieht. Einer neuen Klage, mit der das urspr&#252;ngliche Prozessziel bei unver&#228;ndert gebliebenem Streitgegenstand weiter verfolgt werden soll, st&#252;nde der Einwand anderweitiger Rechtsh&#228;ngigkeit entgegen, weil der unwirksame Prozessvergleich nicht zur Beendigung des Ursprungsverfahrens gef&#252;hrt h&#228;tte (BAG 24.09.2015 - 2 AZR 716/14).</td></tr></table>\n                                                                                    <table style=\"margin-left:12pt\"><tr><td><strong>II.</strong></td></tr></table>\n                                                                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>43&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"43\"/>Die auf die Fortsetzung des bisherigen Rechtsstreits und eine Sachentscheidung gerichtete Klage ist unbegr&#252;ndet. Der Prozessvergleich vom 06.10.2016 hat den Rechtsstreit wirksam beendet. &#220;ber die Sachantr&#228;ge einschlie&#223;lich des Widerklag-Hilfsantrages ist nicht mehr zu entscheiden.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>44&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"44\"/>1. Ein Prozessvergleich hat neben seinen materiell-rechtlichen Folgen unmittelbar prozessbeendende Wirkung (st&#228;ndige Rechtsprechung des BAG, vgl. z. B. BAG 12.05.2010 - 2 AZR 544/08 -). Die Erledigung tritt grunds&#228;tzlich mit dem Abschluss des Vergleiches ein. Dies entspricht der Vereinbarung der Erledigung des Verfahrens, wie sie vorliegend in Ziffer 6 des Vergleiches vereinbart wurde.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>45&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"45\"/>Allerdings tritt die prozessrechtliche Wirkung des Prozessvergleiches nur dann ein, wenn dieser materiell-rechtlich wirksam und als Prozesshandlung ordnungsgem&#228;&#223; ist (Z&#246;ller/<em>St&#246;ber</em>, 31. Aufl., &#167; 794 Rn. 15). Der Prozessvergleich weist insoweit eine Doppelnatur auf. Er enth&#228;lt einerseits eine Prozesshandlung, deren Wirksamkeit sich nach den Grunds&#228;tzen des Verfahrensrechts bestimmt, andererseits beruht er auch auf einem privatrechtlichen Vertrag, f&#252;r den &#167; 779 BGB und alle &#252;brigen Vorschriften des BGB gelten. Diese Einheit von Prozesshandlung und materiellem Rechtsgesch&#228;ft ist ma&#223;gebend f&#252;r die prozessrechtlichen Folgen materiell-rechtlicher M&#228;ngel des Prozessvergleichs, soweit diese auf Umst&#228;nden beruhen, die bereits im Zeitpunkt des Vergleichsabschlusses bestanden haben (BAG 23.11.2006 - 6 AZR 394/06). Die Unwirksamkeit des materiellen Vergleichs bewirkt daher nicht nur, dass er keine privatrechtlichen Wirkungen entfaltet, sondern auch, dass die Prozesshandlung als Begleitform des materiell-rechtlichen Vergleichs ihre Wirksamkeit verliert (Z&#246;ller a.a.O.).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>46&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"46\"/>2. Der von den Parteien am 06.10.2016 abgeschlossene Prozessvergleich ist wirksam.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>47&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"47\"/>Der Kl&#228;ger hat diesen nicht erfolgreich angefochten, da ein Anfechtungsgrund nicht besteht.</td></tr></table>\n            </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>48&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td><rd nr=\"48\"/>a) Gem&#228;&#223; &#167; 119 Abs. 1 BGB kann derjenige, der bei der Abgabe einer Willenserkl&#228;rung &#252;ber deren Inhalt im Irrtum war oder eine Erkl&#228;rung dieses Inhalts &#252;berhaupt nicht abgeben wollte, die Erkl&#228;rung anfechten, wenn anzunehmen ist, dass er sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verst&#228;ndiger W&#252;rdigung des Falles nicht abgeben haben w&#252;rde. Hintergrund dieser Regelung ist, dass der Erkl&#228;rende eine Erkl&#228;rung grunds&#228;tzlich so gegen sich gelten lassen muss, wie sie der Erkl&#228;rungsempf&#228;nger nach Treu und Glauben unter Ber&#252;cksichtigung der Verkehrssitte verstehen musste, &#167;&#167; 133, 157 BGB (Palandt/<em>Ellenberger, </em>76. Aufl. &#167; 133 Rn. 9) . Das gilt grunds&#228;tzlich auch dann, wenn die Erkl&#228;rung nicht dem wahren Willen des Erkl&#228;renden entspricht. Nur in Ausnahmef&#228;llen kann das Auseinanderfallen von Willen und Erkl&#228;rung Ber&#252;cksichtigung finden (Palandt/<em>Ellenberger, </em>76 Aufl. &#167; 119 Rn. 1).</td></tr></table>\n                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>49&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td><rd nr=\"49\"/>b) Vorrangig vor einer m&#246;glichen Anfechtung einer Willenserkl&#228;rung ist die Auslegung der Willenserkl&#228;rung. Die Feststellung, dass Wille und Erkl&#228;rung nicht &#252;bereinstimmen, setzt voraus, dass zun&#228;chst der Inhalt der Erkl&#228;rung durch Auslegung nach &#167;&#167; 133, 157 BGB ermittelt wird. Eine Anfechtung entf&#228;llt, wenn die Auslegung ergibt, dass das Gewollte und nicht das Erkl&#228;rte als Inhalt der Erkl&#228;rung gilt. Hat der Erkl&#228;rungsgegner den wirklichen Willen erkannt, so ist dieser ma&#223;geblich, auch wenn er im Inhalt der Erkl&#228;rung keinen oder nur einen unvollkommenen Ausdruck gefunden hat (Palandt/<em>Ellenberger, </em>76. Aufl. &#167; 119 Rn. 7).</td></tr></table>\n                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>50&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td><rd nr=\"50\"/>Empfangsbed&#252;rftige Willenserkl&#228;rungen sind so auszulegen, wie sie der Erkl&#228;rungsempf&#228;nger nach Treu und Glauben unter Ber&#252;cksichtigung der Verkehrssitte verstehen musste. Bei der Auslegung d&#252;rfen nur solche Umst&#228;nde ber&#252;cksichtigt werden, die bei Zugang der Erkl&#228;rung dem Empf&#228;nger bekannt oder f&#252;r ihn erkennbar waren. Auf seinen Horizont und seine Verst&#228;ndnism&#246;glichkeit ist bei der Auslegung abzustellen (Palandt/<em>Ellenberger, </em>76. Aufl. &#167; 133 Rn. 9). Ein Sonderfall ist dann gegeben, wenn ein &#252;bereinstimmender Wille beider Parteien festgestellt werden kann, ohne dass dieser in der Erkl&#228;rung nach objektiven Gesichtspunkten einen Ausdruck gefunden hat, sogenannte falsa demonstratio non nocet. Der &#252;bereinstimmende Wille ist rechtlich allein ma&#223;geblich; das &#252;bereinstimmend Gewollte hat den Vorrang vor einer irrt&#252;mlichen oder absichtlichen Falschbezeichnung. Ein Fall der falsa demonstratio liegt aber nicht nur dann vor, wenn beide Parteien &#252;bereinstimmend eine falsche Ausdrucksweise benutzen. Vielmehr ist es ausreichend, dass der eine Teil sich eines objektiv falschen Ausdrucks bedient und der andere Teil dies erkennt. Hierbei ist es nicht erforderlich, dass sich der Erkl&#228;rungsempf&#228;nger den wirklichen Willen des Erkl&#228;renden zu eigen gemacht hat; es gen&#252;gt, dass er ihn erkannt hat (Palandt/ <em>Ellenberger, </em>76. Aufl. &#167; 133 Rn. 8).</td></tr></table>\n                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>51&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td><rd nr=\"51\"/>Nach diesen Grunds&#228;tzen scheidet die Anfechtung einer irrig formulierten Erkl&#228;rung also auch dann aus, wenn nur einer der Partner des Vertrages sich eines objektiv falschen Ausdrucks bedient. Der Erkl&#228;rende ist n&#228;mlich nach den Regeln &#252;ber die normative Vertragsauslegung an seine irrige Ausdrucksweise dann nicht gebunden, wenn dem anderen Teil dieser Irrtum offenbar auffallen und er gleichzeitig auch aus den Umst&#228;nden unmissverst&#228;ndlich hatte erkennen m&#252;ssen, was der Irrende wirklich erkl&#228;ren wollte (M&#252;Ko/BGB/ <em>Armbr&#252;ster, </em>7. Aufl. &#167; 119 Rn. 60).</td></tr></table>\n                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>52&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td><rd nr=\"52\"/>c) Eine Anfechtung ist vorliegend ausgeschlossen, da der Vergleich als materiell-rechtlicher Vertrag mit dem von der Kl&#228;gerseite gew&#252;nschten und von der Beklagtenseite zutreffend erkannten Inhalt zustande gekommen ist. Der Kl&#228;ger hat die M&#246;glichkeit, den Inhalt der von den Parteien getroffenen Abrede im Wege eines Folgeprozesses durchzusetzen.</td></tr></table>\n                            </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>53&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"53\"/>aa) Die Parteien sind durch den Prozessvergleich materiell-rechtlich gebunden, soweit es ihrem &#252;bereinstimmenden Willen entspricht (BAG 31.05.2012 - 3 AZB 29/12).</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>54&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"54\"/>Hierbei ist zu ber&#252;cksichtigen, dass die Auslegung des Prozessvergleichs als Vollstreckungstitel anderen Regeln folgt als seine Auslegung als materiell-rechtliche Vereinbarung. W&#228;hrend bei der Auslegung des Prozessvergleichs als Vollstreckungstitel auf das Verst&#228;ndnis des Vollstreckungsorgans abzustellen ist (BAG a.a.O.), gilt f&#252;r die Auslegung des Vergleichs hinsichtlich seines materiell-rechtlichen Vertragsinhalts, dass die Auslegung insoweit nach den Grunds&#228;tzen der Auslegung von Vertr&#228;gen gem&#228;&#223; &#167;&#167; 133, 157 BGB vorzunehmen ist (BAG 23.06.2016 - 8 AZR 757/14).</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>55&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"55\"/>Damit k&#246;nnen Inhalt und Umfang der materiell-rechtlichen Vereinbarung einerseits und des prozessualen Vertrags als Vollstreckungstitel andererseits auseinanderfallen (BAG 31.05.2012 - 3 AZB 29/12). W&#228;hrend die Parteien durch den Prozessvergleich materiell-rechtlich gebunden sind, soweit es ihrem &#252;bereinstimmenden und unter Umst&#228;nden nicht eindeutig nach au&#223;en hervortretenden Willen entspricht, ist ein Prozessvergleich Vollstreckungstitel im Sinne von &#167; 794 Abs. 1 Nr. 1 ZPO nur insoweit, als er einen aus sich heraus bestimmten oder zumindest bestimmbaren Inhalt hat. F&#252;r diese Auslegung allein ma&#223;geblich ist der protokollierte Inhalt des Vergleichs und nicht in erster Linie der &#252;bereinstimmende Wille der Parteien. Aus diesem Grunde k&#246;nnen zur Auslegung eines Prozessvergleichs als Vollstreckungstitel auch keine weiteren, au&#223;erhalb des Titels liegenden Umst&#228;nde ber&#252;cksichtigt werden. Das Vollstreckungsorgan muss sich aus Gr&#252;nden der Rechtssicherheit auf den Titel als solchen verlassen k&#246;nnen.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>56&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"56\"/>Da der Vergleich jedoch auch ein Vertrag zwischen den Parteien ist (&#167; 779 BGB), finden bei seiner materiell-rechtlichen Auslegung die Grunds&#228;tze der Auslegung von Vertr&#228;gen gem&#228;&#223; &#167;&#167; 133, 157 BGB Anwendung (BAG 23.06.2016 - 8 AZR 757/14). Daher ist beispielsweise bei einem tats&#228;chlich &#252;bereinstimmenden Willen das wirklich Gewollte, nicht das im Vergleich &#228;u&#223;erlich Niedergelegte rechtlich verbindlich. Welchen Inhalt der Vergleich hat, kann in einem gerichtlichen (Folge-)Verfahren geltend gemacht werden (BAG 25.11.2008 - 3 AZB 64/08; OLG Frankfurt/ Main 13.05.1985 - 3 W 12/85). Die Auslegung hat vom Wortlaut auszugehen; zur Ermittlung des wirklichen Willens der Parteien sind jedoch auch die au&#223;erhalb der Vereinbarung liegenden Umst&#228;nde einzubeziehen, soweit sie einen Schluss auf den Sinngehalt der Erkl&#228;rung zulassen. So sind die bestehende Interessenlage und der mit dem Rechtsgesch&#228;ft verfolgte Zweck ebenso wie die Entstehungsgeschichte des Prozessvergleiches und die &#196;u&#223;erungen der Parteien hierzu zu ber&#252;cksichtigen (BAG 23.06.2016 - 8 AZR 757/14).</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>57&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"57\"/>bb) Ziffer 2 des Vergleichs vom 06.10.2016 ist hinsichtlich der Vereinbarung des noch zu zahlenden Differenzgehaltes f&#252;r den Monat Juli 2016 nach seinem materiell-rechtlichen Gehalt dahin auszulegen, dass sich die Parteien darauf geeinigt haben, dass f&#252;r diesen Monat EUR 1.600,00 brutto abz&#252;glich bereits bezahlter EUR 128,12 netto zu bezahlen sind, sofern zwischenzeitlich nicht bereits mehr als der genannte Betrag seitens der Beklagten f&#252;r diesen Monat bezahlt worden ist.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>58&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"58\"/>Diese Auslegung ergibt sich zwar nicht aus dem Wortlaut, der einen unstreitigen Abzugsbetrag in H&#246;he von EUR 1.228,12 netto ausweist. W&#228;hrend dieser Wortlaut f&#252;r die Auslegung des Prozessvergleichs als Vollstreckungstitel ma&#223;geblich ist und der Kl&#228;ger daher nur in diesem Umfang aus dem Vergleich vollstrecken kann, ist der materiell-rechtliche Gehalt des Vergleichs nach seiner Entstehungsgeschichte sowie den Rahmenumst&#228;nden dennoch ein anderer. Die Erkl&#228;rung, mit der der Kl&#228;ger den Vergleich genehmigt hat, konnte seitens des Beklagtenvertreters nur dahin verstanden werden, dass man sich auf den zuvor m&#252;ndlich besprochenen Differenzlohn in H&#246;he von EUR 1.600,00 brutto abz&#252;glich geleisteter EUR 128,12 netto geeinigt hat. Die Tatsache, dass durch die Vorsitzende irrt&#252;mlich ein um EUR 1.100,00 h&#246;herer Abzugsbetrag diktiert wurde, &#228;ndert hieran nichts, denn &#252;ber diesen Betrag ist zu keinem Zeitpunkt vorher gesprochen worden.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>59&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"59\"/>Vielmehr wollten sich die Parteien im G&#252;tetermin auf die bereits vorher besprochenen Eckpunkte einigen, n&#228;mlich, dass das Arbeitsverh&#228;ltnis zum 15.09.2016 enden sollte und bis zu diesem Zeitpunkt ordnungsgem&#228;&#223; abzurechnen w&#228;re. Dies entspricht dem Entwurf, den die Beklagte mit Fax vom 14.09.2016 (Abl. 24) eingereicht hat und der den vorherigen Verhandlungen weitestgehend entsprach. Nach Unterbreitung eines entsprechenden gerichtlichen Vergleichsvorschlages meldete sich jedoch die Kl&#228;gerseite mit dem Bemerken, man habe sich zuvor noch nicht abschlie&#223;end geeinigt, da die Kl&#228;gerseite Ziffer 2 des Vergleichs vollstreckbar formuliert haben wollte, was von Beklagtenseite zun&#228;chst abgelehnt wurde. Die Ziffer 2 des Vergleiches sollte nach dem Vorschlag der Kl&#228;gerseite u. a. dahingehend lauten, dass f&#252;r den Monat Juli 2016 noch EUR 1.600,00 brutto abz&#252;glich bereits bezahlter EUR 128,12 netto bezahlt werden sollten. Der Betrag von EUR 128,12 netto entsprach dabei dem von der Beklagtenseite laut Abrechnung f&#252;r den Monat Juli 2016, die der Kl&#228;gerseite zu diesem Zeitpunkt bereits vorlag, ausbezahlten Nettobetrag. Ausweislich dieser Abrechnung (Abl. 58) hatte die Beklagtenseite jedoch nur EUR 929,03 brutto abgerechnet und zudem eine Position \"Schadensersatz\" in H&#246;he von EUR 550,00 netto abgezogen.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>60&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"60\"/>Im Termin vom 06.10.2016 erkl&#228;rten die Parteien &#252;bereinstimmend, dass man sich nun auf die von Kl&#228;gerseite vorgeschlagene Version des Vergleichs, also mit der ver&#228;nderten Vergleichsklausel Ziffer 2 geeinigt habe. Der Vergleich wurde sodann von der Vorsitzenden in der Weise protokolliert, dass die Ziffern 1 bis 6 aus dem von der Beklagtenseite hereingereichten Vorschlag vom 14.09.2016 mit Ausnahme der Ziffer 2 abdiktiert wurden. Der Wortlaut von Ziffer 2 wurde sodann aus der Anlage K 4 (Abl. 39) &#252;bernommen, wobei zus&#228;tzlich der Ausdruck \"sofern noch nicht geschehen\" hinzugef&#252;gt wurde, weil zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Beklagte mehr als den abgerechneten Betrag in H&#246;he von EUR 128,12 netto bezahlt haben k&#246;nnte.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>61&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"61\"/>Von EUR 1.228,12 war hingegen zu keiner Zeit die Rede. Insoweit stellt es m&#246;glicherweise einen versuchten Prozessbetrug dar, wenn der nunmehrige Beklagtenvertreter in seinen Schrifts&#228;tzen behauptet, dass der protokollierte Vergleichstext den Wortlaut der Einigung der Parteien wiedergeben w&#252;rde (so im Schriftsatz vom 20.12.2016 auf Seite 2) bzw. dass die Erkl&#228;rungen wie protokolliert von den anwesenden Parteivertretern abgegeben, die Einigung auf Basis der abgegebenen Erkl&#228;rungen festgestellt und zu Protokoll genommen worden sei (so im Schriftsatz vom 18.01.2017 auf Seite 1). S&#228;mtliche Behauptungen dieser Art hat der Beklagtenvertreter im Termin vom 16.03.2017 zwar dahingehend versucht zu relativieren, dass diese ohne jegliche Erkundigung bei seiner Mandantschaft erfolgt seien, mithin reine Behauptungen ins Blaue hinein darstellen. Damit stellt der Beklagtenvortrag jedoch bereits kein erhebliches Bestreiten im Sinne von &#167; 138 Abs. 2 ZPO dar mit der Folge, dass der Kl&#228;gervortrag als zugestanden gilt, &#167; 138 Abs. 3 ZPO.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>62&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"62\"/>Die Entstehungsgeschichte des Vergleichs ist damit insoweit eindeutig und zwingt zu einer Auslegung des Vergleichs dahin, dass f&#252;r den Monat Juli 2016 ein Verg&#252;tungsdifferenzbetrag von EUR 1.600,00 brutto abz&#252;glich bezahlter EUR 128,12 netto vereinbart worden ist.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>63&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"63\"/>Unerheblich ist, ob der Beklagtenvertreter im G&#252;tetermin das irrt&#252;mlich fehlerhafte Diktat durch die Vorsitzende wahrgenommen hat oder nicht. F&#252;r den Fall, dass der Beklagtenvertreter dies ebenso wenig bemerkt hat wie der Kl&#228;gervertreter und der pers&#246;nlich anwesende Kl&#228;ger, w&#228;re eine falsa demonstratio non nocet ebenso gegeben, wie in dem Fall, dass der Beklagte erkannt h&#228;tte, dass ein falsches Diktat gegeben ist. Dem Beklagtenvertreter konnte insoweit nicht verschlossen bleiben, dass der Kl&#228;ger zu einer Einigung nur dann bereit war, wenn f&#252;r Juli lediglich ein Abzugsbetrag in H&#246;he von EUR 128,12 netto vereinbart werden w&#252;rde. Der Beklagtenvertreter musste aus den Umst&#228;nden des Vergleichsschlusses unmissverst&#228;ndlich erkennen, was der Kl&#228;ger genehmigen wollte.</td></tr></table>\n                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>64&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"64\"/>3. Da andere Unwirksamkeitsgr&#252;nde nicht ersichtlich sind, hat der Prozessvergleich vom 06.10.2016 das Verfahren beendet. Dies war auf Antrag der Beklagtenseite auch im Tenor auszusprechen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>65&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"65\"/>Die ausdr&#252;cklich nur f&#252;r den Fall der Fortf&#252;hrung des Prozesses erhobene Widerklage stand daher ebenso wenig zur Entscheidung an wie die urspr&#252;nglich gestellten Sachantr&#228;ge.</td></tr></table>\n                                                                                    <table style=\"margin-left:12pt\"><tr><td><strong>III.</strong></td></tr></table>\n                                                                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>66&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"66\"/>Die Kostenentscheidung ergibt sich aus &#167; 46 Abs. 2 ArbGG i. V. m. &#167; 91 ZPO. Als unterliegende Partei hat der Kl&#228;ger die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>67&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"67\"/>F&#252;r die Bemessung des Streitwertes nach &#167; 61 Abs. 1 ArbGG hat sich die Kammer am Vierteljahresentgelt orientiert, &#167;&#167; 3 ff. ZPO.</td></tr></table>\n    <table><tr><td/></tr></table>\n</td></tr></table>\n<h2>Gründe</h2>\n\n<table><tr><td>&#160;</td><td>    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>39&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"39\"/>Die auf die Fortsetzung des bisherigen Rechtsstreits und eine Sachentscheidung gerichtete Klage ist zul&#228;ssig, jedoch unbegr&#252;ndet. Der Prozessvergleich vom 06.10.2016 hat den Rechtsstreit wirksam beendet.</td></tr></table>\n                                                                                    <table style=\"margin-left:12pt\"><tr><td><strong>I.</strong></td></tr></table>\n                                                                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>40&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"40\"/>Die Antr&#228;ge des Kl&#228;gers sind zul&#228;ssig.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>41&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"41\"/>Streiten die Parteien &#252;ber die Wirksamkeit eines Prozessvergleichs, ist dieser Streit in demselben Verfahren auszutragen, in dem der Vergleich geschlossen wurde (BAG 12.05.2010 - 2 AZR 544/08; BAG 11.07.2012 - 2 AZR 42/11).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>42&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"42\"/>Dies gilt jedenfalls dann, wenn sich der Streit auf das wirksame Zustandekommen des Vergleichs, wie dies im Fall der Anfechtung der Fall ist, bezieht. Einer neuen Klage, mit der das urspr&#252;ngliche Prozessziel bei unver&#228;ndert gebliebenem Streitgegenstand weiter verfolgt werden soll, st&#252;nde der Einwand anderweitiger Rechtsh&#228;ngigkeit entgegen, weil der unwirksame Prozessvergleich nicht zur Beendigung des Ursprungsverfahrens gef&#252;hrt h&#228;tte (BAG 24.09.2015 - 2 AZR 716/14).</td></tr></table>\n                                                                                    <table style=\"margin-left:12pt\"><tr><td><strong>II.</strong></td></tr></table>\n                                                                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>43&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"43\"/>Die auf die Fortsetzung des bisherigen Rechtsstreits und eine Sachentscheidung gerichtete Klage ist unbegr&#252;ndet. Der Prozessvergleich vom 06.10.2016 hat den Rechtsstreit wirksam beendet. &#220;ber die Sachantr&#228;ge einschlie&#223;lich des Widerklag-Hilfsantrages ist nicht mehr zu entscheiden.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>44&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"44\"/>1. Ein Prozessvergleich hat neben seinen materiell-rechtlichen Folgen unmittelbar prozessbeendende Wirkung (st&#228;ndige Rechtsprechung des BAG, vgl. z. B. BAG 12.05.2010 - 2 AZR 544/08 -). Die Erledigung tritt grunds&#228;tzlich mit dem Abschluss des Vergleiches ein. Dies entspricht der Vereinbarung der Erledigung des Verfahrens, wie sie vorliegend in Ziffer 6 des Vergleiches vereinbart wurde.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>45&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"45\"/>Allerdings tritt die prozessrechtliche Wirkung des Prozessvergleiches nur dann ein, wenn dieser materiell-rechtlich wirksam und als Prozesshandlung ordnungsgem&#228;&#223; ist (Z&#246;ller/<em>St&#246;ber</em>, 31. Aufl., &#167; 794 Rn. 15). Der Prozessvergleich weist insoweit eine Doppelnatur auf. Er enth&#228;lt einerseits eine Prozesshandlung, deren Wirksamkeit sich nach den Grunds&#228;tzen des Verfahrensrechts bestimmt, andererseits beruht er auch auf einem privatrechtlichen Vertrag, f&#252;r den &#167; 779 BGB und alle &#252;brigen Vorschriften des BGB gelten. Diese Einheit von Prozesshandlung und materiellem Rechtsgesch&#228;ft ist ma&#223;gebend f&#252;r die prozessrechtlichen Folgen materiell-rechtlicher M&#228;ngel des Prozessvergleichs, soweit diese auf Umst&#228;nden beruhen, die bereits im Zeitpunkt des Vergleichsabschlusses bestanden haben (BAG 23.11.2006 - 6 AZR 394/06). Die Unwirksamkeit des materiellen Vergleichs bewirkt daher nicht nur, dass er keine privatrechtlichen Wirkungen entfaltet, sondern auch, dass die Prozesshandlung als Begleitform des materiell-rechtlichen Vergleichs ihre Wirksamkeit verliert (Z&#246;ller a.a.O.).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>46&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"46\"/>2. Der von den Parteien am 06.10.2016 abgeschlossene Prozessvergleich ist wirksam.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>47&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"47\"/>Der Kl&#228;ger hat diesen nicht erfolgreich angefochten, da ein Anfechtungsgrund nicht besteht.</td></tr></table>\n            </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>48&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td><rd nr=\"48\"/>a) Gem&#228;&#223; &#167; 119 Abs. 1 BGB kann derjenige, der bei der Abgabe einer Willenserkl&#228;rung &#252;ber deren Inhalt im Irrtum war oder eine Erkl&#228;rung dieses Inhalts &#252;berhaupt nicht abgeben wollte, die Erkl&#228;rung anfechten, wenn anzunehmen ist, dass er sie bei Kenntnis der Sachlage und bei verst&#228;ndiger W&#252;rdigung des Falles nicht abgeben haben w&#252;rde. Hintergrund dieser Regelung ist, dass der Erkl&#228;rende eine Erkl&#228;rung grunds&#228;tzlich so gegen sich gelten lassen muss, wie sie der Erkl&#228;rungsempf&#228;nger nach Treu und Glauben unter Ber&#252;cksichtigung der Verkehrssitte verstehen musste, &#167;&#167; 133, 157 BGB (Palandt/<em>Ellenberger, </em>76. Aufl. &#167; 133 Rn. 9) . Das gilt grunds&#228;tzlich auch dann, wenn die Erkl&#228;rung nicht dem wahren Willen des Erkl&#228;renden entspricht. Nur in Ausnahmef&#228;llen kann das Auseinanderfallen von Willen und Erkl&#228;rung Ber&#252;cksichtigung finden (Palandt/<em>Ellenberger, </em>76 Aufl. &#167; 119 Rn. 1).</td></tr></table>\n                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>49&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td><rd nr=\"49\"/>b) Vorrangig vor einer m&#246;glichen Anfechtung einer Willenserkl&#228;rung ist die Auslegung der Willenserkl&#228;rung. Die Feststellung, dass Wille und Erkl&#228;rung nicht &#252;bereinstimmen, setzt voraus, dass zun&#228;chst der Inhalt der Erkl&#228;rung durch Auslegung nach &#167;&#167; 133, 157 BGB ermittelt wird. Eine Anfechtung entf&#228;llt, wenn die Auslegung ergibt, dass das Gewollte und nicht das Erkl&#228;rte als Inhalt der Erkl&#228;rung gilt. Hat der Erkl&#228;rungsgegner den wirklichen Willen erkannt, so ist dieser ma&#223;geblich, auch wenn er im Inhalt der Erkl&#228;rung keinen oder nur einen unvollkommenen Ausdruck gefunden hat (Palandt/<em>Ellenberger, </em>76. Aufl. &#167; 119 Rn. 7).</td></tr></table>\n                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>50&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td><rd nr=\"50\"/>Empfangsbed&#252;rftige Willenserkl&#228;rungen sind so auszulegen, wie sie der Erkl&#228;rungsempf&#228;nger nach Treu und Glauben unter Ber&#252;cksichtigung der Verkehrssitte verstehen musste. Bei der Auslegung d&#252;rfen nur solche Umst&#228;nde ber&#252;cksichtigt werden, die bei Zugang der Erkl&#228;rung dem Empf&#228;nger bekannt oder f&#252;r ihn erkennbar waren. Auf seinen Horizont und seine Verst&#228;ndnism&#246;glichkeit ist bei der Auslegung abzustellen (Palandt/<em>Ellenberger, </em>76. Aufl. &#167; 133 Rn. 9). Ein Sonderfall ist dann gegeben, wenn ein &#252;bereinstimmender Wille beider Parteien festgestellt werden kann, ohne dass dieser in der Erkl&#228;rung nach objektiven Gesichtspunkten einen Ausdruck gefunden hat, sogenannte falsa demonstratio non nocet. Der &#252;bereinstimmende Wille ist rechtlich allein ma&#223;geblich; das &#252;bereinstimmend Gewollte hat den Vorrang vor einer irrt&#252;mlichen oder absichtlichen Falschbezeichnung. Ein Fall der falsa demonstratio liegt aber nicht nur dann vor, wenn beide Parteien &#252;bereinstimmend eine falsche Ausdrucksweise benutzen. Vielmehr ist es ausreichend, dass der eine Teil sich eines objektiv falschen Ausdrucks bedient und der andere Teil dies erkennt. Hierbei ist es nicht erforderlich, dass sich der Erkl&#228;rungsempf&#228;nger den wirklichen Willen des Erkl&#228;renden zu eigen gemacht hat; es gen&#252;gt, dass er ihn erkannt hat (Palandt/ <em>Ellenberger, </em>76. Aufl. &#167; 133 Rn. 8).</td></tr></table>\n                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>51&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td><rd nr=\"51\"/>Nach diesen Grunds&#228;tzen scheidet die Anfechtung einer irrig formulierten Erkl&#228;rung also auch dann aus, wenn nur einer der Partner des Vertrages sich eines objektiv falschen Ausdrucks bedient. Der Erkl&#228;rende ist n&#228;mlich nach den Regeln &#252;ber die normative Vertragsauslegung an seine irrige Ausdrucksweise dann nicht gebunden, wenn dem anderen Teil dieser Irrtum offenbar auffallen und er gleichzeitig auch aus den Umst&#228;nden unmissverst&#228;ndlich hatte erkennen m&#252;ssen, was der Irrende wirklich erkl&#228;ren wollte (M&#252;Ko/BGB/ <em>Armbr&#252;ster, </em>7. Aufl. &#167; 119 Rn. 60).</td></tr></table>\n                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>52&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td><rd nr=\"52\"/>c) Eine Anfechtung ist vorliegend ausgeschlossen, da der Vergleich als materiell-rechtlicher Vertrag mit dem von der Kl&#228;gerseite gew&#252;nschten und von der Beklagtenseite zutreffend erkannten Inhalt zustande gekommen ist. Der Kl&#228;ger hat die M&#246;glichkeit, den Inhalt der von den Parteien getroffenen Abrede im Wege eines Folgeprozesses durchzusetzen.</td></tr></table>\n                            </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>53&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"53\"/>aa) Die Parteien sind durch den Prozessvergleich materiell-rechtlich gebunden, soweit es ihrem &#252;bereinstimmenden Willen entspricht (BAG 31.05.2012 - 3 AZB 29/12).</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>54&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"54\"/>Hierbei ist zu ber&#252;cksichtigen, dass die Auslegung des Prozessvergleichs als Vollstreckungstitel anderen Regeln folgt als seine Auslegung als materiell-rechtliche Vereinbarung. W&#228;hrend bei der Auslegung des Prozessvergleichs als Vollstreckungstitel auf das Verst&#228;ndnis des Vollstreckungsorgans abzustellen ist (BAG a.a.O.), gilt f&#252;r die Auslegung des Vergleichs hinsichtlich seines materiell-rechtlichen Vertragsinhalts, dass die Auslegung insoweit nach den Grunds&#228;tzen der Auslegung von Vertr&#228;gen gem&#228;&#223; &#167;&#167; 133, 157 BGB vorzunehmen ist (BAG 23.06.2016 - 8 AZR 757/14).</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>55&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"55\"/>Damit k&#246;nnen Inhalt und Umfang der materiell-rechtlichen Vereinbarung einerseits und des prozessualen Vertrags als Vollstreckungstitel andererseits auseinanderfallen (BAG 31.05.2012 - 3 AZB 29/12). W&#228;hrend die Parteien durch den Prozessvergleich materiell-rechtlich gebunden sind, soweit es ihrem &#252;bereinstimmenden und unter Umst&#228;nden nicht eindeutig nach au&#223;en hervortretenden Willen entspricht, ist ein Prozessvergleich Vollstreckungstitel im Sinne von &#167; 794 Abs. 1 Nr. 1 ZPO nur insoweit, als er einen aus sich heraus bestimmten oder zumindest bestimmbaren Inhalt hat. F&#252;r diese Auslegung allein ma&#223;geblich ist der protokollierte Inhalt des Vergleichs und nicht in erster Linie der &#252;bereinstimmende Wille der Parteien. Aus diesem Grunde k&#246;nnen zur Auslegung eines Prozessvergleichs als Vollstreckungstitel auch keine weiteren, au&#223;erhalb des Titels liegenden Umst&#228;nde ber&#252;cksichtigt werden. Das Vollstreckungsorgan muss sich aus Gr&#252;nden der Rechtssicherheit auf den Titel als solchen verlassen k&#246;nnen.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>56&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"56\"/>Da der Vergleich jedoch auch ein Vertrag zwischen den Parteien ist (&#167; 779 BGB), finden bei seiner materiell-rechtlichen Auslegung die Grunds&#228;tze der Auslegung von Vertr&#228;gen gem&#228;&#223; &#167;&#167; 133, 157 BGB Anwendung (BAG 23.06.2016 - 8 AZR 757/14). Daher ist beispielsweise bei einem tats&#228;chlich &#252;bereinstimmenden Willen das wirklich Gewollte, nicht das im Vergleich &#228;u&#223;erlich Niedergelegte rechtlich verbindlich. Welchen Inhalt der Vergleich hat, kann in einem gerichtlichen (Folge-)Verfahren geltend gemacht werden (BAG 25.11.2008 - 3 AZB 64/08; OLG Frankfurt/ Main 13.05.1985 - 3 W 12/85). Die Auslegung hat vom Wortlaut auszugehen; zur Ermittlung des wirklichen Willens der Parteien sind jedoch auch die au&#223;erhalb der Vereinbarung liegenden Umst&#228;nde einzubeziehen, soweit sie einen Schluss auf den Sinngehalt der Erkl&#228;rung zulassen. So sind die bestehende Interessenlage und der mit dem Rechtsgesch&#228;ft verfolgte Zweck ebenso wie die Entstehungsgeschichte des Prozessvergleiches und die &#196;u&#223;erungen der Parteien hierzu zu ber&#252;cksichtigen (BAG 23.06.2016 - 8 AZR 757/14).</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>57&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"57\"/>bb) Ziffer 2 des Vergleichs vom 06.10.2016 ist hinsichtlich der Vereinbarung des noch zu zahlenden Differenzgehaltes f&#252;r den Monat Juli 2016 nach seinem materiell-rechtlichen Gehalt dahin auszulegen, dass sich die Parteien darauf geeinigt haben, dass f&#252;r diesen Monat EUR 1.600,00 brutto abz&#252;glich bereits bezahlter EUR 128,12 netto zu bezahlen sind, sofern zwischenzeitlich nicht bereits mehr als der genannte Betrag seitens der Beklagten f&#252;r diesen Monat bezahlt worden ist.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>58&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"58\"/>Diese Auslegung ergibt sich zwar nicht aus dem Wortlaut, der einen unstreitigen Abzugsbetrag in H&#246;he von EUR 1.228,12 netto ausweist. W&#228;hrend dieser Wortlaut f&#252;r die Auslegung des Prozessvergleichs als Vollstreckungstitel ma&#223;geblich ist und der Kl&#228;ger daher nur in diesem Umfang aus dem Vergleich vollstrecken kann, ist der materiell-rechtliche Gehalt des Vergleichs nach seiner Entstehungsgeschichte sowie den Rahmenumst&#228;nden dennoch ein anderer. Die Erkl&#228;rung, mit der der Kl&#228;ger den Vergleich genehmigt hat, konnte seitens des Beklagtenvertreters nur dahin verstanden werden, dass man sich auf den zuvor m&#252;ndlich besprochenen Differenzlohn in H&#246;he von EUR 1.600,00 brutto abz&#252;glich geleisteter EUR 128,12 netto geeinigt hat. Die Tatsache, dass durch die Vorsitzende irrt&#252;mlich ein um EUR 1.100,00 h&#246;herer Abzugsbetrag diktiert wurde, &#228;ndert hieran nichts, denn &#252;ber diesen Betrag ist zu keinem Zeitpunkt vorher gesprochen worden.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>59&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"59\"/>Vielmehr wollten sich die Parteien im G&#252;tetermin auf die bereits vorher besprochenen Eckpunkte einigen, n&#228;mlich, dass das Arbeitsverh&#228;ltnis zum 15.09.2016 enden sollte und bis zu diesem Zeitpunkt ordnungsgem&#228;&#223; abzurechnen w&#228;re. Dies entspricht dem Entwurf, den die Beklagte mit Fax vom 14.09.2016 (Abl. 24) eingereicht hat und der den vorherigen Verhandlungen weitestgehend entsprach. Nach Unterbreitung eines entsprechenden gerichtlichen Vergleichsvorschlages meldete sich jedoch die Kl&#228;gerseite mit dem Bemerken, man habe sich zuvor noch nicht abschlie&#223;end geeinigt, da die Kl&#228;gerseite Ziffer 2 des Vergleichs vollstreckbar formuliert haben wollte, was von Beklagtenseite zun&#228;chst abgelehnt wurde. Die Ziffer 2 des Vergleiches sollte nach dem Vorschlag der Kl&#228;gerseite u. a. dahingehend lauten, dass f&#252;r den Monat Juli 2016 noch EUR 1.600,00 brutto abz&#252;glich bereits bezahlter EUR 128,12 netto bezahlt werden sollten. Der Betrag von EUR 128,12 netto entsprach dabei dem von der Beklagtenseite laut Abrechnung f&#252;r den Monat Juli 2016, die der Kl&#228;gerseite zu diesem Zeitpunkt bereits vorlag, ausbezahlten Nettobetrag. Ausweislich dieser Abrechnung (Abl. 58) hatte die Beklagtenseite jedoch nur EUR 929,03 brutto abgerechnet und zudem eine Position \"Schadensersatz\" in H&#246;he von EUR 550,00 netto abgezogen.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>60&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"60\"/>Im Termin vom 06.10.2016 erkl&#228;rten die Parteien &#252;bereinstimmend, dass man sich nun auf die von Kl&#228;gerseite vorgeschlagene Version des Vergleichs, also mit der ver&#228;nderten Vergleichsklausel Ziffer 2 geeinigt habe. Der Vergleich wurde sodann von der Vorsitzenden in der Weise protokolliert, dass die Ziffern 1 bis 6 aus dem von der Beklagtenseite hereingereichten Vorschlag vom 14.09.2016 mit Ausnahme der Ziffer 2 abdiktiert wurden. Der Wortlaut von Ziffer 2 wurde sodann aus der Anlage K 4 (Abl. 39) &#252;bernommen, wobei zus&#228;tzlich der Ausdruck \"sofern noch nicht geschehen\" hinzugef&#252;gt wurde, weil zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Beklagte mehr als den abgerechneten Betrag in H&#246;he von EUR 128,12 netto bezahlt haben k&#246;nnte.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>61&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"61\"/>Von EUR 1.228,12 war hingegen zu keiner Zeit die Rede. Insoweit stellt es m&#246;glicherweise einen versuchten Prozessbetrug dar, wenn der nunmehrige Beklagtenvertreter in seinen Schrifts&#228;tzen behauptet, dass der protokollierte Vergleichstext den Wortlaut der Einigung der Parteien wiedergeben w&#252;rde (so im Schriftsatz vom 20.12.2016 auf Seite 2) bzw. dass die Erkl&#228;rungen wie protokolliert von den anwesenden Parteivertretern abgegeben, die Einigung auf Basis der abgegebenen Erkl&#228;rungen festgestellt und zu Protokoll genommen worden sei (so im Schriftsatz vom 18.01.2017 auf Seite 1). S&#228;mtliche Behauptungen dieser Art hat der Beklagtenvertreter im Termin vom 16.03.2017 zwar dahingehend versucht zu relativieren, dass diese ohne jegliche Erkundigung bei seiner Mandantschaft erfolgt seien, mithin reine Behauptungen ins Blaue hinein darstellen. Damit stellt der Beklagtenvortrag jedoch bereits kein erhebliches Bestreiten im Sinne von &#167; 138 Abs. 2 ZPO dar mit der Folge, dass der Kl&#228;gervortrag als zugestanden gilt, &#167; 138 Abs. 3 ZPO.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>62&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"62\"/>Die Entstehungsgeschichte des Vergleichs ist damit insoweit eindeutig und zwingt zu einer Auslegung des Vergleichs dahin, dass f&#252;r den Monat Juli 2016 ein Verg&#252;tungsdifferenzbetrag von EUR 1.600,00 brutto abz&#252;glich bezahlter EUR 128,12 netto vereinbart worden ist.</td></tr></table>\n                                    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>63&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:6pt\"><tr><td><rd nr=\"63\"/>Unerheblich ist, ob der Beklagtenvertreter im G&#252;tetermin das irrt&#252;mlich fehlerhafte Diktat durch die Vorsitzende wahrgenommen hat oder nicht. F&#252;r den Fall, dass der Beklagtenvertreter dies ebenso wenig bemerkt hat wie der Kl&#228;gervertreter und der pers&#246;nlich anwesende Kl&#228;ger, w&#228;re eine falsa demonstratio non nocet ebenso gegeben, wie in dem Fall, dass der Beklagte erkannt h&#228;tte, dass ein falsches Diktat gegeben ist. Dem Beklagtenvertreter konnte insoweit nicht verschlossen bleiben, dass der Kl&#228;ger zu einer Einigung nur dann bereit war, wenn f&#252;r Juli lediglich ein Abzugsbetrag in H&#246;he von EUR 128,12 netto vereinbart werden w&#252;rde. Der Beklagtenvertreter musste aus den Umst&#228;nden des Vergleichsschlusses unmissverst&#228;ndlich erkennen, was der Kl&#228;ger genehmigen wollte.</td></tr></table>\n                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>64&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"64\"/>3. Da andere Unwirksamkeitsgr&#252;nde nicht ersichtlich sind, hat der Prozessvergleich vom 06.10.2016 das Verfahren beendet. Dies war auf Antrag der Beklagtenseite auch im Tenor auszusprechen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>65&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"65\"/>Die ausdr&#252;cklich nur f&#252;r den Fall der Fortf&#252;hrung des Prozesses erhobene Widerklage stand daher ebenso wenig zur Entscheidung an wie die urspr&#252;nglich gestellten Sachantr&#228;ge.</td></tr></table>\n                                                                                    <table style=\"margin-left:12pt\"><tr><td><strong>III.</strong></td></tr></table>\n                                                                </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>66&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"66\"/>Die Kostenentscheidung ergibt sich aus &#167; 46 Abs. 2 ArbGG i. V. m. &#167; 91 ZPO. Als unterliegende Partei hat der Kl&#228;ger die Kosten des Rechtsstreits zu tragen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>67&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"67\"/>F&#252;r die Bemessung des Streitwertes nach &#167; 61 Abs. 1 ArbGG hat sich die Kammer am Vierteljahresentgelt orientiert, &#167;&#167; 3 ff. ZPO.</td></tr></table>\n    <table><tr><td/></tr></table>\n</td></tr></table>"
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