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    "id": 139577,
    "slug": "arbg-karlsruhe-2003-11-04-6-ca-18003",
    "court": {
        "id": 119,
        "name": "Arbeitsgericht Karlsruhe",
        "slug": "arbg-karlsruhe",
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        "jurisdiction": "Arbeitsgerichtsbarkeit",
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    "file_number": "6 Ca 180/03",
    "date": "2003-11-04",
    "created_date": "2019-01-07T14:41:14Z",
    "updated_date": "2020-12-10T14:12:27Z",
    "type": "Urteil",
    "ecli": "",
    "content": "<h2>Tenor</h2>\n\n<p>1. Die Klage wird abgewiesen.</p>\n    <p>2. Der Kl&#228;ger tr&#228;gt die Kosten des Rechtsstreits.</p>\n    <p>3. Der Streitwert wird auf 5.823,60 EUR festgesetzt.</p>\n    <p>4. Die Berufung wird zugelassen.</p>\n  \n<h2>Tatbestand</h2>\n\n<table><tr><td>&#160;</td><td>    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>1&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"1\"/>\n      Die Parteien streiten dar&#252;ber, ob der Kl&#228;ger f&#252;r die Monate September 2002 bis Dezember 2002 ein h&#246;heres Arbeitsentgelt als das bisher von seiner beklagten ehemaligen Arbeitgeberin gezahlte f&#252;r sogenannte Bereitschaftsschichten beanspruchen kann.\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>2&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"2\"/>\n      Der am 11.10.1962 geborene Kl&#228;ger war vom 01.01.2002 bis zum 31.12.2002 bei der Beklagten als Sicherheitsmitarbeiter besch&#228;ftigt. Dem Arbeitsverh&#228;ltnis liegt der schriftliche Arbeitsvertrag vom 17.12.2001 (Anlage zum Schriftsatz des Kl&#228;gers vom 10.06.2003, Abl. 32 bis 41) sowie u. a. eine die Verpflichtung zur Leistung von Bereitschaftsdiensten betreffende Anlage zum Arbeitsvertrag zugrunde, die ebenfalls vom 17.12.2001 datiert (Anlage zum Schriftsatz des Kl&#228;gers vom 10.06.2003, Abl. 44). Die letztgenannte Anlage hat den folgenden Wortlaut:\n    </td></tr></table>\n          </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>3&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"3\"/>\n        Der Mitarbeiter verpflichtet sich, Bereitschaftsdienste zu leisten.\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>4&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"4\"/>\n        Der Mitarbeiter erh&#228;lt f&#252;r jede geleistete Bereitschaftsschicht (12,00 Std.) DM 50,--brutto inklusive aller Zuschl&#228;ge.\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>5&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"5\"/>\n        Der Mitarbeiter wird auf seine Kosten einen h&#228;uslichen Telefonanschlu&#223; unterhalten und best&#228;tigt, da&#223; ein solcher vorhanden ist.\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>6&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"6\"/>\n        Die Firma stellt zu ihren Lasten einen Funkrufempf&#228;nger. Der Mitarbeiter verpflichtet sich ausdr&#252;cklich und unwiderruflich, da&#223; er sich w&#228;hrend seines Bereitschaftsdienstes ununterbrochen zu Hause aufhalten wird mit Ausnahme der direkten k&#252;rzesten Fahrt von einer angeordneten Dienstschicht nach Hause bzw. von zu Hause zu einer angeordneten Dienstschicht. Es gibt keine weiteren Ausnahmen von der Verpflichtung, w&#228;hrend der Rufbereitschaft zu Hause zu bleiben, es sei denn nach Abstimmung im Einzelfall mit der Einsatzleitung unter\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>7&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"7\"/>\n        Tel. (...)\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>8&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"8\"/>\n        oder mit der rund um die Uhr besetzten Leitstelle der Firma unter\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>9&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"9\"/>\n        Tel. (...).\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>10&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"10\"/>\n        Der Mitarbeiter ist &#252;ber die erforderlichen Reaktionszeiten und die Folgen unp&#252;nktlichen Handelns f&#252;r das Vertragsverh&#228;ltnis und &#252;ber die Haftungsproblematik ausdr&#252;cklich und eingehend unterrichtet worden. Er wei&#223;, da&#223; sein nicht rechtzeitiges Erscheinen im Alarmfall einen schweren Bruch seiner arbeitsvertraglichen Verpflichtung darstellt und gleichzeitig die Arbeitspl&#228;tze der Mitarbeiter in Gefahr bringt.\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>11&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"11\"/>\n        Der Genu&#223; von Alkohol w&#228;hrend des Bereitschaftsdienstes oder in angemessener Zeit zuvor ist strikt untersagt.\n      </td></tr></table>\n        </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>12&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"12\"/>\n      Das Arbeitsverh&#228;ltnis war bis zum 31.12.2002 befristet. Der Kl&#228;ger war in der G -Kaserne in C besch&#228;ftigt, mithin im sogenannten Betreibermodell als Separat-Wachmann. In den streitgegenst&#228;ndlichen Monaten September 2002, Oktober 2002, November 2002 und Dezember 2002 hatte der Kl&#228;ger jeweils eine Normalarbeitszeit von 216 Stunden. Dar&#252;ber hinaus leistete der Kl&#228;ger die in der oben wiedergegebenen Anlage zum Arbeitsvertrag geregelten 12-st&#252;ndigen Bereitschaftsschichten an 15 Tagen im September 2002, 16 Tagen im Oktober 2002, 15 Tagen im November 2002 und 11 Tagen im Dezember 2002. Zu den genauen Daten wird auf den jeweiligen Dienst- und Bereitschaftsplan Bezug genommen (Anlagen zur Klageschrift, Abl. 6 bis 9). Die Beklagte verg&#252;tete jede dieser Bereitschaftsschichten mit einer Pauschale von 26,--EUR brutto und rechnete die streitgegenst&#228;ndlichen vier Monate entsprechend ab (Verdienstabrechnungen September 2002 bis Dezember 2002, Anlagen zum Schriftsatz des Kl&#228;gers vom 10.06.2003, Abl. 46 bis 49). Auf das Arbeitsverh&#228;ltnis finden die folgenden beiden f&#252;r allgemeinverbindlich erkl&#228;rten Tarifvertr&#228;ge Anwendung: Manteltarifvertrag f&#252;r die gewerblichen Arbeitnehmer/innen im Wach- und Sicherheitsgewerbe in Baden-W&#252;rttemberg vom 24.01.2002, g&#252;ltig ab 01.01.2002 (k&#252;nftig: MTV) und Lohntarifvertrag f&#252;r das Wach- und Sicherheitsgewerbe in Baden-W&#252;rttemberg vom 11.03.2002, g&#252;ltig ab 01.06.2002 (k&#252;nftig: LTV).\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>13&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"13\"/>\n      Der MTV enth&#228;lt u. a. folgende Regelungen:\n    </td></tr></table>\n          </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>14&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"14\"/>\n        &#167; 2 Regelm&#228;&#223;ige Arbeitszeit\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>15&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"15\"/>\n        1. Die regelm&#228;&#223;ige t&#228;gliche Arbeitszeit f&#252;r alle gewerblichen Besch&#228;ftigten betr&#228;gt 8 Stunden ausschlie&#223;lich Pausen. Bei Teilzeitbesch&#228;ftigten gilt die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit.\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>16&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"16\"/>\n        2. F&#252;r Besch&#228;ftigte im Revierdienst, Geld- und Werttransport, Kurier- und Belegtransport, in kerntechnischen Anlagen, Flughafenkontrollpersonal und Sicherungsposten betr&#228;gt die monatliche Arbeitszeit 173 Stunden.\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>17&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"17\"/>\n        In kerntechnischen Anlagen und bei Sicherungsposten kann die t&#228;gliche Arbeitszeit bis zu 12 Stunden, einschlie&#223;lich Pausen betragen, wenn Arbeitsbereitschaftszeiten in dem Umfang vorliegen, wie die Arbeitszeit 8 Stunden &#252;berschreiten.\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>18&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"18\"/>\n        3. F&#252;r Besch&#228;ftigte im Separatwachdienst betr&#228;gt die monatliche Arbeitszeit (ohne Arbeitsbereitschaft) 173 Stunden.\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>19&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"19\"/>\n        Im Separatbereich kann die regelm&#228;&#223;ige t&#228;gliche Arbeitszeit bis zu 12 Stunden, einschlie&#223;lich Pausen betragen, wenn Arbeitsbereitschaftszeiten in dem Umfang vorliegen, wie die Arbeitszeit 8 Stunden &#252;berschreitet.\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>20&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"20\"/>\n        Bei einer t&#228;glichen Arbeitszeit von bis zu 12 Stunden betr&#228;gt die Monatsh&#246;chstarbeitszeit einschlie&#223;lich Arbeitsbereitschaftszeiten 260 Stunden.\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>21&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"21\"/>\n        4. In milit&#228;rischen Objekten, die dem UZwGBw unterliegen, kann die Schichtdauer bis zu 24 Stunden betragen. Eine 24-Stunden-Schicht besteht bis zu 12 Stunden aus Arbeitszeit, bis zu 6 Stunden aus Arbeitsbereitschaft und mindestens zu 6 Stunden aus ununterbrochener Ruhezeit.\n      </td></tr></table>\n              <table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>(...)</td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>22&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"22\"/>\n        &#167; 3 Mehrarbeit und Mehrarbeitsverg&#252;tung\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>23&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"23\"/>\n        1. Mehrarbeit ist jede &#252;ber die in &#167; 2 festgelegte regelm&#228;&#223;ige Arbeitszeit hinaus geleistete Arbeit. Sie darf nur in dringenden F&#228;llen und im Einvernehmen mit dem Betriebsrat verlangt werden. Mehrarbeit soll innerhalb des Folgemonats durch Freizeitgew&#228;hrung ausgeglichen werden. F&#252;r jede geleistete Mehrarbeitsstunde ist ein Zuschlag von 25 % zum Stundenlohn zu gew&#228;hren. Der Besch&#228;ftigte hat in den Monaten des Freizeitausgleichs keinen Anspruch auf die regelm&#228;&#223;ige monatliche Arbeitszeit gem&#228;&#223; &#167; 2.\n      </td></tr></table>\n              <table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>(...)</td></tr></table>\n        </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>24&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"24\"/>\n      Der LTV enth&#228;lt u. a. die folgenden Regelungen:\n    </td></tr></table>\n          </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>25&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"25\"/>\n        &#167; 2 L&#246;hne\n      </td></tr></table>\n              </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>26&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\" border=\"0\" class=\"Rsp\">\n        <tr>\n          <th colspan=\"2\" rowspan=\"1\">\n            <rd nr=\"26\"/>\n          </th>\n        </tr>\n        <tr>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"/>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\"><table style=\"margin-left:3pt\" width=\"100%\"><tr><td style=\"text-align:right\">\n            ab 1.6.2002\n            <br/>\n            EURO\n          </td></tr></table></td>\n        </tr>\n        <tr>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">Der Stundengrundlohn betr&#228;gt f&#252;r</td>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\"/>\n        </tr>\n        <tr>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">(...)</td>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\"/>\n        </tr>\n        <tr>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n            g) Separatwachm&#228;nner/-frauen\n            <br/>\n            in milit&#228;rischen Objekten\n          </td>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\"><table style=\"margin-left:3pt\" width=\"100%\"><tr><td style=\"text-align:right\"/></tr></table></td>\n        </tr>\n        <tr>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n            von der 1. bis einschl.\n            <br/>\n            12. Schichtstunde\n            <br/>\n            (ohne Konsolenbediener im Betreibermodell)\n          </td>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\"><table style=\"margin-left:3pt\" width=\"100%\"><tr><td style=\"text-align:right\">10,13</td></tr></table></td>\n        </tr>\n        <tr>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n            von der 1. bis einschl.\n            <br/>\n            12. Schichtstunde\n            <br/>\n            (als Konsolenbediener im Betreibermodell)\n          </td>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\"><table style=\"margin-left:3pt\" width=\"100%\"><tr><td style=\"text-align:right\">10,61</td></tr></table></td>\n        </tr>\n        <tr>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">von der 13. bis einschl. 24. Schichtstunde</td>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\"><table style=\"margin-left:3pt\" width=\"100%\"><tr><td style=\"text-align:right\">5,93</td></tr></table></td>\n        </tr>\n        <tr>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\"><table style=\"margin-left:3pt\" width=\"100%\"><tr><td style=\"text-align:left\">\n            Bereitschaftsdienst im Betreibermodell\n            <br/>\n            der Bundeswehr\n            <br/>\n            f&#252;r eine 12 Stunden-Schicht/je Schicht pauschal\n          </td></tr></table></td>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\"><table style=\"margin-left:3pt\" width=\"100%\"><tr><td style=\"text-align:right\">26,00</td></tr></table></td>\n        </tr>\n        <tr>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">(...)</td>\n          <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"bottom\"><table style=\"margin-left:3pt\" width=\"100%\"><tr><td style=\"text-align:right\"/></tr></table></td>\n        </tr>\n      </table>\n        </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>27&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"27\"/>\n      Mit Schreiben vom 30.12.2002 verlangte der Kl&#228;ger unter Bezugnahme auf &#167;&#167; 2.3 und 3.1 MTV Mehrarbeitsverg&#252;tung f&#252;r die Monate September bis Dezember 2002 f&#252;r insgesamt 460 Stunden zu einem Stundenlohn von 10,13 EUR brutto, zuz&#252;glich eines Mehrarbeitszuschlags von 25 % pro Stunde und bezifferte seine Forderung mit 5.823,60 EUR (Anlage zur Klageschrift, Abl. 5). Dieselbe Forderung machte er mit der vorliegenden Klage vom 11.03.2003, die am 14.03.2003 beim Arbeitsgericht Karlsruhe einging und der Beklagten am 20.03.2003 zugestellt wurde, nebst Zinsen gerichtlich geltend.\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>28&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"28\"/>\n      Der Kl&#228;ger vertritt die Auffassung, die Bereitschaftsdienste seien als Arbeitszeit zu rechnen. Er habe deshalb im September 2002 396 Stunden Arbeitszeit, im Oktober 2002 432 Stunden Arbeitszeit, im November 2002 396 Stunden Arbeitszeit und im Dezember 2002 276 Stunden Arbeitszeit aufzuweisen. Da die Monatsh&#246;chstarbeitszeit gem. &#167; 2.3 Abs. 3 MTV 260 Stunden betrage, m&#252;sse die Beklagte f&#252;r September 2002 136 Mehrarbeitsstunden, f&#252;r Oktober 2002 172 Mehrarbeitsstunden, f&#252;r November 2002 136 Mehrarbeitsstunden und f&#252;r Dezember 2002 16 Mehrarbeitsstunden, insgesamt 460 Mehrarbeitsstunden mit dem Grundstundenlohn von 10,13 EUR brutto zuz&#252;glich des Mehrarbeitszuschlags i. H. v. 25 % (2,53 EUR brutto) verg&#252;ten. Soweit &#167; 2 Buchst. g LTV eine Pauschalverg&#252;tung von 26,--EUR je Schicht f&#252;r Bereitschaftsdienst im Betreibermodell der Bundeswehr vorsehe, stehe dies der Forderung nicht entgegen. Diese pauschale Verg&#252;tung k&#246;nne nur Zeiten betreffen, die innerhalb der vom Tarifvertrag zugelassenen Monatsh&#246;chstarbeitszeit von 260 Stunden abgeleistet w&#252;rden. F&#252;r die dar&#252;ber hinausgehenden Stunden gelte &#167; 3 Abs. 1 MTV, wonach jede &#252;ber die regelm&#228;&#223;ige Arbeitszeit hinaus geleistete Arbeit Mehrarbeit sei, f&#252;r die ein Zuschlag von 25 % zum Stundenlohn zu gew&#228;hren sei. Sofern die vom Kl&#228;ger zuhause abgeleistete Bereitschaftszeit Arbeitszeit im tarifvertraglichen Sinne sei, k&#246;nne der Kl&#228;ger eigentlich sogar Verg&#252;tung f&#252;r eine noch h&#246;here Stundenanzahl verlangen, n&#228;mlich auch f&#252;r die Stunden, die zwischen den als Arbeitsstunden abgerechneten Stunden und der Grenze von 260 Stunden l&#228;gen (September 2002: Differenz zwischen 219 und 260 Stunden, Oktober 2002: Differenz zwischen 263,28 Stunden und 260 Stunden, November 2002: Differenz zwischen 225 und 260 Stunden und Dezember 2002: Differenz zwischen 216,78 und 260 Stunden). Der Kl&#228;ger beschr&#228;nke die Klage jedoch auf die &#252;ber 260 Monatsstunden hinausgehenden Stunden. Die in &#167; 2.3 MTV geregelte H&#246;chstgrenze f&#252;r die monatliche Arbeitszeit (260 Stunden) beziehe sich auch auf Bereitschaftszeiten. Eine Differenzierung zwischen \"geleisteter Arbeit\" oder \"Bereitschaftszeiten in h&#228;uslicher Rufbereitschaft\" sei dieser Tarifnorm nicht zu entnehmen. Durch den eindeutigen Wortlaut der Tarifnorm werde zudem klargestellt, da&#223; Bereitschaftszeiten eher in Richtung Arbeitszeiten als in Richtung Freizeit zu interpretieren seien.\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>29&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"29\"/>\n      Hilfsweise sei der Kl&#228;ger bereit, sich das erhaltene Bereitschaftsgeld in Anrechnung bringen zu lassen und seine Hauptforderung auf 4.783,86 EUR brutto zu reduzieren. Zu den Einzelheiten dieser Hilfsberechnung des Kl&#228;gers wird auf die Seiten 4 und 5 des Schriftsatzes des Kl&#228;gers vom 10.06.2003 Bezug genommen (Abl. 30 und 31).\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>30&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"30\"/>\n      Der Kl&#228;ger beantragt:\n    </td></tr></table>\n          </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>31&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"31\"/>\n        Die Beklagte wird verurteilt, an die Kl&#228;ger r&#252;ckst&#228;ndige Verg&#252;tung f&#252;r den Zeitraum 01.09.2002 bis 31.12.2002 in H&#246;he von 5.823,60 EUR brutto nebst 5 % Zinsen &#252;ber dem Basiszinssatz der Europ&#228;ischen Zentralbank seit 01.02.2003 zu bezahlen.\n      </td></tr></table>\n        </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>32&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"32\"/>\n      Hilfsweise beantragt der Kl&#228;ger:\n    </td></tr></table>\n          </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>33&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"33\"/>\n        Die Beklagte wird verurteilt, an den Kl&#228;ger restliche Verg&#252;tung f&#252;r den Zeitraum 01.09.2002 bis 31.12.2002 in H&#246;he von 4.783,86 EUR brutto nebst 5 % Zinsen &#252;ber dem Basiszinssatz der Europ&#228;ischen Zentralbank seit 01.02.2003 zu zahlen.\n      </td></tr></table>\n        </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>34&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"34\"/>\n      Die Beklagte beantragt,\n    </td></tr></table>\n          </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>35&#160;</td></tr></table></td><td><table style=\"margin-left:3pt\"><tr><td>\n        <rd nr=\"35\"/>\n        die Klage abzuweisen.\n      </td></tr></table>\n        </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>36&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"36\"/>\n      Die Beklagte vertritt die Auffassung, dem Kl&#228;ger stehe keine weitere Verg&#252;tung zu. &#167; 2 Buchst. g LTV regele abschlie&#223;end, da&#223; eine 12-Stundenschicht Bereitschaftsdienst im Betreibermodell pauschal mit 26,--EUR zu verg&#252;ten sei. Daran habe die Beklagte sich gehalten. &#167; 2 Buchst. g LTV differenziere ausdr&#252;cklich zwischen der 12-st&#252;ndigen Schicht als Arbeitszeit und einer 12-st&#252;ndigen Schicht als Bereitschaftsdienst. Demgegen&#252;ber lege &#167; 2 Nr. 3 MTV fest, da&#223; eine 12-Stundenschicht sich aus reiner Arbeitszeit und Arbeitsbereitschaft zusammensetze. Einen 12-st&#252;ndigen reinen Bereitschaftsdienst i. S. d. &#167; 2 Buchst. g LTV kenne &#167; 2 MTV nicht. Daher sei Bereitschaftsdienst nicht Arbeitszeit i. S. d. &#167; 2 MTV. Ordne man den Bereitschaftsdienst in die Kategorien des deutschen Arbeitszeitrechts ein, handele es sich im &#252;brigen nicht um Arbeitsbereitschaft, sondern nur um Rufbereitschaft.\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>37&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"37\"/>\n      Zu den weiteren Einzelheiten des Vorbringens der Parteien wird auf die gewechselten Schrifts&#228;tze nebst der Anlagen sowie auf die Protokolle &#252;ber den G&#252;tetermin vom 13.05.2003 und &#252;ber den Kammertermin vom 04.11.2003 Bezug genommen.\n    </td></tr></table>\n  </td></tr></table>\n<h2>Entscheidungsgründe</h2>\n\n<table><tr><td>&#160;</td><td>    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>38&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"38\"/>\n      Die zul&#228;ssige Klage ist unbegr&#252;ndet.\n    </td></tr></table>\n    <table><tr><td>A.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>39&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"39\"/>\n      Sowohl der Hauptantrag, als auch der Hilfsantrag sind unbegr&#252;ndet, denn der Kl&#228;ger hat keinen Anspruch auf zus&#228;tzliche Verg&#252;tung f&#252;r die Bereitschaftsdienste, die er in den vier streitgegenst&#228;ndlichen Monaten leistete. Denn es handelt sich dabei nicht um geleistete Arbeit i. S. d. &#167; 3 Nr. 1 MTV bzw. um Arbeitszeit i. S. d. &#167; 2 MTV. Dieses Ergebnis verst&#246;&#223;t nicht gegen europ&#228;isches Arbeitszeitrecht.\n    </td></tr></table>\n    <table><tr><td>I.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>40&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"40\"/>\n      Der Kl&#228;ger kann f&#252;r die Bereitschaftsdienste &#252;ber die von der Beklagten bezahlte Pauschale hinaus weder den Stundengrundlohn i. H. v. 10,13 EUR gem. &#167; 2 Buchst. g LTV, noch den Mehrarbeitsstundenzuschlag i. H. v. 25 % gem. &#167; 3 Nr. 1 Satz 4 MTV verlangen. Denn der hier geleistete Bereitschaftsdienst im Betreibermodell erf&#252;llt die Voraussetzungen dieser Anspruchsgrundlagen nicht. Das ergibt die Auslegung der betreffenden Tarifnormen.\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>41&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"41\"/>\n      1. Tarifnormen sind nach st&#228;ndiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts und herrschender Meinung in der Literatur wie Gesetze auszulegen. Der wirkliche Wille der Tarifvertragsparteien ist zu beachten, wenn er in den Tarifnormen einen Niederschlag gefunden hat. Bei der Tarifauslegung ist ebenso wie bei der Gesetzes- und Vertragsauslegung zun&#228;chst vom Wortlaut auszugehen. Dieser darf jedoch nicht &#252;berbetont werden. Der ma&#223;gebliche Sinn einer Vorschrift ist zu erforschen, ohne am Buchstaben zu haften. Vor allem darf der Wortlaut einer einzelnen Bestimmung nicht losgel&#246;st von den &#252;brigen Vorschriften des Tarifvertrags betrachtet werden. Die Tarifsystematik liefert wichtige Anhaltspunkte f&#252;r den wirklichen Willen der Tarifvertragsparteien und den Regelungszweck. Falls der Wortlaut, die Systematik und der sich daraus ergebende Regelungszweck des Tarifvertrags keine zweifelsfreien Auslegungsergebnisse zulassen, k&#246;nnen die Gerichte f&#252;r Arbeitssachen ohne Bindung an eine Reihenfolge weitere Kriterien wie die Entstehungsgeschichte des Tarifvertrags, die praktische Tarif&#252;bung und die Praktikabilit&#228;t denkbarer Auslegungsergebnisse ber&#252;cksichtigen. Im Zweifel gef&#252;hrt derjenigen Tarifauslegung der Vorzug, die zu einer vern&#252;nftigen, sachgerechten und praktisch brauchbaren Regelung f&#252;hrt (BAG 16.05.1995 -3 AZR 395/94 - EzA &#167; 1 Auslegung Nr. 29, zu I 1 der Gr&#252;nde mit zahlreichen weiteren Nachweisen).\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>42&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"42\"/>\n      2. Im vorliegenden Fall ergibt sich aus dem systematischen Aufbau des &#167; 2 Buchst. g LTV, insbesondere aus dem Verh&#228;ltnis der ersten drei Abs&#228;tze zum letzten, den Bereitschaftsdienst regelnden Absatz, da&#223; Bereitschaftsdienststunden mit einer Pauschale von 26,--EUR pro 12-Stundenschicht verg&#252;tet werden sollen, mithin nicht der Stundenlohn f&#252;r die \"Schichtstunden\" geschuldet ist, die in den ersten drei Abs&#228;tzen behandelt werden. Andere Auslegungen w&#228;ren ersichtlich sinnlos. Insbesondere kann ausgeschlossen werden, da&#223; es sich bei der Pauschale von 26,--EUR um eine zus&#228;tzlich zum Stundenlohn zu zahlende Verg&#252;tung handeln sollte. Das ergibt sich zum einen aus dem Fehlen einer entsprechenden Klarstellung im Wortlaut des Tarifvertrags, zum Beispiel durch die Hinzuf&#252;gung des Worts \"zus&#228;tzlich\". Zum anderen gibt es keinen Anla&#223; f&#252;r die Annahme, die Tarifvertragsparteien h&#228;tten f&#252;r die zweifellos weniger anstrengenden Bereitschaftsdienste eine h&#246;here Verg&#252;tung vorsehen wollen als f&#252;r tats&#228;chlich geleistete Arbeitszeit.\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>43&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"43\"/>\n      Der systematische Zusammenhang mit &#167; 2 Nr. 3 MTV f&#252;hrt zu keinem abweichenden Ergebnis. Zwar ist in &#167; 2 Nr. 3 Abs. 3 MTV die Rede von der \"Monatsh&#246;chstarbeitszeit einschlie&#223;lich Arbeitsbereitschaftszeiten\". Bereitschaftsdienste sind hier aber nicht erw&#228;hnt. Sie sind auch nicht von dem Begriff \"Arbeitsbereitschaft\" erfa&#223;t. Der Begriff \"Arbeitsbereitschaft\" ist schon dem Wortlaut nach ein anderer als der des \"Bereitschaftsdienstes\". Es ist im Zweifel nicht davon auszugehen, da&#223; dieselben Tarifvertragsparteien denselben Sachverhalt in unterschiedlichen Tarifvertr&#228;gen mit unterschiedlichen Begriffen bezeichnen (D&#228;ubler/D&#228;ubler TVG Einleitung Rn. 509). Arbeitsbereitschaft ist auch kein Oberbegriff, sondern bezeichnet etwas anderes als \"Bereitschaftsdienst\". Das ergibt sich aus dem Arbeitszeitgesetz und der dazu ergangenen Rechtsprechung. Denn bei Fehlen einer eigenst&#228;ndigen Definition im Tarifvertrag kann im Zweifel davon ausgegangen werden, da&#223; die Tarifvertragsparteien die zum Zeitpunkt der Vereinbarung der Tarifvertr&#228;ge bekannte Rechtsterminologie &#252;bernehmen wollten (D&#228;ubler/D&#228;ubler TVG Einleitung Rn. 505). &#167; 2 MTV regelt die \"regelm&#228;&#223;ige Arbeitszeit\". Es kommt deshalb auf die Begriffsbestimmungen des Arbeitszeitgesetzes an. Das Arbeitszeitgesetz aber z&#228;hlt den Bereitschaftsdienst nicht zur Arbeitszeit. Das folgt zwar nicht aus der in &#167; 2 Abs. 1 ArbZG getroffenen Definition der Arbeitszeit selbst. Die gesetzliche Zuordnung des Bereitschaftsdienstes zur Ruhezeit und gerade nicht zur Arbeitszeit ergibt sich aber zwingend aus &#167;&#167; 5 Abs. 3, 7 Abs. 2 Nr. 1 ArbZG (BAG 18.02.2003 -1 ABR 2/02 - AP BGB &#167; 611 Arbeitsbereitschaft Nr. 12, zu B IV 3 b dd (2) der Gr&#252;nde m. w. N.). Dabei ist Bereitschaftsdienst nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts die Zeitspanne, w&#228;hrend derer der Arbeitnehmer, ohne da&#223; er unmittelbar am Arbeitsplatz anwesend sein m&#252;&#223;te, sich f&#252;r Zwecke des Betriebs an einer vom Arbeitgeber bestimmten Stelle innerhalb oder au&#223;erhalb des Betriebs aufzuhalten hat, damit er erforderlichenfalls seine volle Arbeitst&#228;tigkeit sofort oder zeitnah aufnehmen kann (BAG 18.02.2003 -1 ABR 2/02 -a. a. O., zu B IV 3 b aa der Gr&#252;nde m. w. N.). Dem entspricht der hier geleistete Bereitschaftsdienst. Denn nach der Anlage zum Arbeitsvertrag war der Kl&#228;ger verpflichtet, sich w&#228;hrend des Bereitschaftsdienstes ununterbrochen zuhause aufzuhalten, um im Bedarfsfall dort erreichbar zu sein und schnellstm&#246;glich die Arbeit aufzunehmen. Demgegen&#252;ber ist Arbeitsbereitschaft i. S. v. &#167; 7 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a ArbZG die \"wache Achtsamkeit im Zustand der Entspannung\" oder jedenfalls die Anwesenheit am Arbeitsplatz im Zustand der Entspannung. Arbeitsbereitschaft stellt eine gegen&#252;ber der (Voll-)Arbeit mindere Leistung dar, die sich auf die sofortige Bereitschaft zur Aufnahme der Arbeit ohne Fremdaufforderung beschr&#228;nkt. Arbeitsbereitschaft z&#228;hlt auch nach dem Arbeitszeitgesetz zur Arbeitszeit (BAG 18.02.2003 -1 ABR 2/02 -a. a. O., zu B IV 3 c der Gr&#252;nde). Die vom Kl&#228;ger geleisteten Bereitschaftsdienste erf&#252;llen diese Voraussetzungen der Arbeitsbereitschaft aber nicht, denn der Kl&#228;ger mu&#223;te die Arbeit nicht ohne Fremdaufforderung aufnehmen.\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>44&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"44\"/>\n      Unerheblich f&#252;r die Auslegung ist, ob der hier betroffene Bereitschaftsdienst nach der Richtlinie 93/104/EG vom 23.11.1993 (Arbeitszeit-Richtlinie) zur Arbeitszeit zu rechnen w&#228;re. Denn es gilt zwar das Gebot der gemeinschaftsrechtskonformen Auslegung nationaler Vorschriften. Die gemeinschaftsrechtskonforme Auslegung darf jedoch zu dem Wortlaut und dem klar erkennbaren Willen des Normgebers nicht in Widerspruch treten (BAG 18.02.2003 -1 ABR 2/02 -a. a. O., zu B IV 3 b dd der Gr&#252;nde). Ein derartiger unzul&#228;ssiger Widerspruch entst&#252;nde im vorliegenden Fall.\n    </td></tr></table>\n    <table><tr><td>II.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>45&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"45\"/>\n      Die so ausgelegten Tarifnormen sind auch nicht etwa wegen Verletzung h&#246;herrangigen Rechts unwirksam. Ein etwaiger Widerspruch zum Inhalt der Arbeitszeit-Richtlinie bliebe hier ohne rechtliche Auswirkung. Denn zwischen einem privaten Arbeitgeber und einem Arbeitnehmer kann eine Richtlinie keine unmittelbare Anspruchsbeziehung begr&#252;nden. Gegen&#252;ber einem solchen Arbeitgeber kann sie vor einem nationalen Gericht nicht in Anspruch genommen werden (BAG 18.02.2003 -1 ABR 2/02 -a. a. O., zu B IV 4 b cc der Gr&#252;nde). Erschwerend kommt hinzu, da&#223; die Arbeitszeit-Richtlinie lediglich den arbeitsschutzrechtlichen Aspekt regelt, nicht jedoch den davon zu trennenden Aspekt der Verg&#252;tung, der hier im Streit steht.\n    </td></tr></table>\n    <table><tr><td>B.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>I.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>46&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"46\"/>\n      Der Kl&#228;ger tr&#228;gt als unterlegene Partei die Kosten des Rechtsstreits gem. &#167; 91 ZPO.\n    </td></tr></table>\n    <table><tr><td>II.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>47&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"47\"/>\n      Die Streitwertfestsetzung beruht dem Grunde nach auf &#167; 61 Abs. 1 ArbGG. Die H&#246;he entspricht dem Wert der Hauptforderung aus dem Hauptantrag, &#167;&#167; 3, 4 ZPO. F&#252;r den ebenfalls abgewiesenen Hilfsantrag ist kein Wert hinzuzurechnen, da der Hilfsantrag keinen anderen Streitgegenstand betraf, sondern einen im Verh&#228;ltnis zum Gegenstand des Hauptantrags lediglich reduzierten Streitgegenstand.\n    </td></tr></table>\n    <table><tr><td>III.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>48&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"48\"/>\n      Die Kammer hat die in &#167; 64 Abs. 3 a ArbGG vorgesehene Entscheidung &#252;ber die Zulassung oder Nichtzulassung der Berufung in den Urteilstenor aufgenommen. Die Kammer hat die Berufung gem. &#167; 64 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. b ArbGG zugelassen. Denn die Sache betrifft eine Rechtsstreitigkeit &#252;ber die Auslegung eines Manteltarifvertrags und eines Lohntarifvertrags, deren Geltungsbereich das gesamte Land Baden-W&#252;rttemberg ist, also weiter reicht als der Bezirk des Arbeitsgerichts Karlsruhe.\n    </td></tr></table>\n  </td></tr></table>\n<h2>Gründe</h2>\n\n<table><tr><td>&#160;</td><td>    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>38&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"38\"/>\n      Die zul&#228;ssige Klage ist unbegr&#252;ndet.\n    </td></tr></table>\n    <table><tr><td>A.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>39&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"39\"/>\n      Sowohl der Hauptantrag, als auch der Hilfsantrag sind unbegr&#252;ndet, denn der Kl&#228;ger hat keinen Anspruch auf zus&#228;tzliche Verg&#252;tung f&#252;r die Bereitschaftsdienste, die er in den vier streitgegenst&#228;ndlichen Monaten leistete. Denn es handelt sich dabei nicht um geleistete Arbeit i. S. d. &#167; 3 Nr. 1 MTV bzw. um Arbeitszeit i. S. d. &#167; 2 MTV. Dieses Ergebnis verst&#246;&#223;t nicht gegen europ&#228;isches Arbeitszeitrecht.\n    </td></tr></table>\n    <table><tr><td>I.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>40&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"40\"/>\n      Der Kl&#228;ger kann f&#252;r die Bereitschaftsdienste &#252;ber die von der Beklagten bezahlte Pauschale hinaus weder den Stundengrundlohn i. H. v. 10,13 EUR gem. &#167; 2 Buchst. g LTV, noch den Mehrarbeitsstundenzuschlag i. H. v. 25 % gem. &#167; 3 Nr. 1 Satz 4 MTV verlangen. Denn der hier geleistete Bereitschaftsdienst im Betreibermodell erf&#252;llt die Voraussetzungen dieser Anspruchsgrundlagen nicht. Das ergibt die Auslegung der betreffenden Tarifnormen.\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>41&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"41\"/>\n      1. Tarifnormen sind nach st&#228;ndiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts und herrschender Meinung in der Literatur wie Gesetze auszulegen. Der wirkliche Wille der Tarifvertragsparteien ist zu beachten, wenn er in den Tarifnormen einen Niederschlag gefunden hat. Bei der Tarifauslegung ist ebenso wie bei der Gesetzes- und Vertragsauslegung zun&#228;chst vom Wortlaut auszugehen. Dieser darf jedoch nicht &#252;berbetont werden. Der ma&#223;gebliche Sinn einer Vorschrift ist zu erforschen, ohne am Buchstaben zu haften. Vor allem darf der Wortlaut einer einzelnen Bestimmung nicht losgel&#246;st von den &#252;brigen Vorschriften des Tarifvertrags betrachtet werden. Die Tarifsystematik liefert wichtige Anhaltspunkte f&#252;r den wirklichen Willen der Tarifvertragsparteien und den Regelungszweck. Falls der Wortlaut, die Systematik und der sich daraus ergebende Regelungszweck des Tarifvertrags keine zweifelsfreien Auslegungsergebnisse zulassen, k&#246;nnen die Gerichte f&#252;r Arbeitssachen ohne Bindung an eine Reihenfolge weitere Kriterien wie die Entstehungsgeschichte des Tarifvertrags, die praktische Tarif&#252;bung und die Praktikabilit&#228;t denkbarer Auslegungsergebnisse ber&#252;cksichtigen. Im Zweifel gef&#252;hrt derjenigen Tarifauslegung der Vorzug, die zu einer vern&#252;nftigen, sachgerechten und praktisch brauchbaren Regelung f&#252;hrt (BAG 16.05.1995 -3 AZR 395/94 - EzA &#167; 1 Auslegung Nr. 29, zu I 1 der Gr&#252;nde mit zahlreichen weiteren Nachweisen).\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>42&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"42\"/>\n      2. Im vorliegenden Fall ergibt sich aus dem systematischen Aufbau des &#167; 2 Buchst. g LTV, insbesondere aus dem Verh&#228;ltnis der ersten drei Abs&#228;tze zum letzten, den Bereitschaftsdienst regelnden Absatz, da&#223; Bereitschaftsdienststunden mit einer Pauschale von 26,--EUR pro 12-Stundenschicht verg&#252;tet werden sollen, mithin nicht der Stundenlohn f&#252;r die \"Schichtstunden\" geschuldet ist, die in den ersten drei Abs&#228;tzen behandelt werden. Andere Auslegungen w&#228;ren ersichtlich sinnlos. Insbesondere kann ausgeschlossen werden, da&#223; es sich bei der Pauschale von 26,--EUR um eine zus&#228;tzlich zum Stundenlohn zu zahlende Verg&#252;tung handeln sollte. Das ergibt sich zum einen aus dem Fehlen einer entsprechenden Klarstellung im Wortlaut des Tarifvertrags, zum Beispiel durch die Hinzuf&#252;gung des Worts \"zus&#228;tzlich\". Zum anderen gibt es keinen Anla&#223; f&#252;r die Annahme, die Tarifvertragsparteien h&#228;tten f&#252;r die zweifellos weniger anstrengenden Bereitschaftsdienste eine h&#246;here Verg&#252;tung vorsehen wollen als f&#252;r tats&#228;chlich geleistete Arbeitszeit.\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>43&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"43\"/>\n      Der systematische Zusammenhang mit &#167; 2 Nr. 3 MTV f&#252;hrt zu keinem abweichenden Ergebnis. Zwar ist in &#167; 2 Nr. 3 Abs. 3 MTV die Rede von der \"Monatsh&#246;chstarbeitszeit einschlie&#223;lich Arbeitsbereitschaftszeiten\". Bereitschaftsdienste sind hier aber nicht erw&#228;hnt. Sie sind auch nicht von dem Begriff \"Arbeitsbereitschaft\" erfa&#223;t. Der Begriff \"Arbeitsbereitschaft\" ist schon dem Wortlaut nach ein anderer als der des \"Bereitschaftsdienstes\". Es ist im Zweifel nicht davon auszugehen, da&#223; dieselben Tarifvertragsparteien denselben Sachverhalt in unterschiedlichen Tarifvertr&#228;gen mit unterschiedlichen Begriffen bezeichnen (D&#228;ubler/D&#228;ubler TVG Einleitung Rn. 509). Arbeitsbereitschaft ist auch kein Oberbegriff, sondern bezeichnet etwas anderes als \"Bereitschaftsdienst\". Das ergibt sich aus dem Arbeitszeitgesetz und der dazu ergangenen Rechtsprechung. Denn bei Fehlen einer eigenst&#228;ndigen Definition im Tarifvertrag kann im Zweifel davon ausgegangen werden, da&#223; die Tarifvertragsparteien die zum Zeitpunkt der Vereinbarung der Tarifvertr&#228;ge bekannte Rechtsterminologie &#252;bernehmen wollten (D&#228;ubler/D&#228;ubler TVG Einleitung Rn. 505). &#167; 2 MTV regelt die \"regelm&#228;&#223;ige Arbeitszeit\". Es kommt deshalb auf die Begriffsbestimmungen des Arbeitszeitgesetzes an. Das Arbeitszeitgesetz aber z&#228;hlt den Bereitschaftsdienst nicht zur Arbeitszeit. Das folgt zwar nicht aus der in &#167; 2 Abs. 1 ArbZG getroffenen Definition der Arbeitszeit selbst. Die gesetzliche Zuordnung des Bereitschaftsdienstes zur Ruhezeit und gerade nicht zur Arbeitszeit ergibt sich aber zwingend aus &#167;&#167; 5 Abs. 3, 7 Abs. 2 Nr. 1 ArbZG (BAG 18.02.2003 -1 ABR 2/02 - AP BGB &#167; 611 Arbeitsbereitschaft Nr. 12, zu B IV 3 b dd (2) der Gr&#252;nde m. w. N.). Dabei ist Bereitschaftsdienst nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts die Zeitspanne, w&#228;hrend derer der Arbeitnehmer, ohne da&#223; er unmittelbar am Arbeitsplatz anwesend sein m&#252;&#223;te, sich f&#252;r Zwecke des Betriebs an einer vom Arbeitgeber bestimmten Stelle innerhalb oder au&#223;erhalb des Betriebs aufzuhalten hat, damit er erforderlichenfalls seine volle Arbeitst&#228;tigkeit sofort oder zeitnah aufnehmen kann (BAG 18.02.2003 -1 ABR 2/02 -a. a. O., zu B IV 3 b aa der Gr&#252;nde m. w. N.). Dem entspricht der hier geleistete Bereitschaftsdienst. Denn nach der Anlage zum Arbeitsvertrag war der Kl&#228;ger verpflichtet, sich w&#228;hrend des Bereitschaftsdienstes ununterbrochen zuhause aufzuhalten, um im Bedarfsfall dort erreichbar zu sein und schnellstm&#246;glich die Arbeit aufzunehmen. Demgegen&#252;ber ist Arbeitsbereitschaft i. S. v. &#167; 7 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a ArbZG die \"wache Achtsamkeit im Zustand der Entspannung\" oder jedenfalls die Anwesenheit am Arbeitsplatz im Zustand der Entspannung. Arbeitsbereitschaft stellt eine gegen&#252;ber der (Voll-)Arbeit mindere Leistung dar, die sich auf die sofortige Bereitschaft zur Aufnahme der Arbeit ohne Fremdaufforderung beschr&#228;nkt. Arbeitsbereitschaft z&#228;hlt auch nach dem Arbeitszeitgesetz zur Arbeitszeit (BAG 18.02.2003 -1 ABR 2/02 -a. a. O., zu B IV 3 c der Gr&#252;nde). Die vom Kl&#228;ger geleisteten Bereitschaftsdienste erf&#252;llen diese Voraussetzungen der Arbeitsbereitschaft aber nicht, denn der Kl&#228;ger mu&#223;te die Arbeit nicht ohne Fremdaufforderung aufnehmen.\n    </td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>44&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"44\"/>\n      Unerheblich f&#252;r die Auslegung ist, ob der hier betroffene Bereitschaftsdienst nach der Richtlinie 93/104/EG vom 23.11.1993 (Arbeitszeit-Richtlinie) zur Arbeitszeit zu rechnen w&#228;re. Denn es gilt zwar das Gebot der gemeinschaftsrechtskonformen Auslegung nationaler Vorschriften. Die gemeinschaftsrechtskonforme Auslegung darf jedoch zu dem Wortlaut und dem klar erkennbaren Willen des Normgebers nicht in Widerspruch treten (BAG 18.02.2003 -1 ABR 2/02 -a. a. O., zu B IV 3 b dd der Gr&#252;nde). Ein derartiger unzul&#228;ssiger Widerspruch entst&#252;nde im vorliegenden Fall.\n    </td></tr></table>\n    <table><tr><td>II.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>45&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"45\"/>\n      Die so ausgelegten Tarifnormen sind auch nicht etwa wegen Verletzung h&#246;herrangigen Rechts unwirksam. Ein etwaiger Widerspruch zum Inhalt der Arbeitszeit-Richtlinie bliebe hier ohne rechtliche Auswirkung. Denn zwischen einem privaten Arbeitgeber und einem Arbeitnehmer kann eine Richtlinie keine unmittelbare Anspruchsbeziehung begr&#252;nden. Gegen&#252;ber einem solchen Arbeitgeber kann sie vor einem nationalen Gericht nicht in Anspruch genommen werden (BAG 18.02.2003 -1 ABR 2/02 -a. a. O., zu B IV 4 b cc der Gr&#252;nde). Erschwerend kommt hinzu, da&#223; die Arbeitszeit-Richtlinie lediglich den arbeitsschutzrechtlichen Aspekt regelt, nicht jedoch den davon zu trennenden Aspekt der Verg&#252;tung, der hier im Streit steht.\n    </td></tr></table>\n    <table><tr><td>B.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>I.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>46&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"46\"/>\n      Der Kl&#228;ger tr&#228;gt als unterlegene Partei die Kosten des Rechtsstreits gem. &#167; 91 ZPO.\n    </td></tr></table>\n    <table><tr><td>II.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>47&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"47\"/>\n      Die Streitwertfestsetzung beruht dem Grunde nach auf &#167; 61 Abs. 1 ArbGG. Die H&#246;he entspricht dem Wert der Hauptforderung aus dem Hauptantrag, &#167;&#167; 3, 4 ZPO. F&#252;r den ebenfalls abgewiesenen Hilfsantrag ist kein Wert hinzuzurechnen, da der Hilfsantrag keinen anderen Streitgegenstand betraf, sondern einen im Verh&#228;ltnis zum Gegenstand des Hauptantrags lediglich reduzierten Streitgegenstand.\n    </td></tr></table>\n    <table><tr><td>III.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>48&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td>\n      <rd nr=\"48\"/>\n      Die Kammer hat die in &#167; 64 Abs. 3 a ArbGG vorgesehene Entscheidung &#252;ber die Zulassung oder Nichtzulassung der Berufung in den Urteilstenor aufgenommen. Die Kammer hat die Berufung gem. &#167; 64 Abs. 3 Nr. 2 Buchst. b ArbGG zugelassen. Denn die Sache betrifft eine Rechtsstreitigkeit &#252;ber die Auslegung eines Manteltarifvertrags und eines Lohntarifvertrags, deren Geltungsbereich das gesamte Land Baden-W&#252;rttemberg ist, also weiter reicht als der Bezirk des Arbeitsgerichts Karlsruhe.\n    </td></tr></table>\n  </td></tr></table>"
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