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    "file_number": "3 S 864/16",
    "date": "2016-09-20",
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    "updated_date": "2022-10-18T13:48:15Z",
    "type": "Beschluss",
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    "content": "<h2>Tenor</h2>\n\n<p/><p>Die Antr&#228;ge der Kl&#228;ger sowie der Beigeladenen auf Zulassung der Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart vom 1. M&#228;rz 2016 - 13 K 3322/13 - werden abgelehnt.</p><p>Die Kl&#228;ger als Gesamtschuldner und die Beigeladene tragen die Kosten des Zulassungsverfahrens jeweils zur H&#228;lfte. Ihre au&#223;ergerichtlichen Kosten tragen sie jeweils selbst.</p><p>Der Streitwert f&#252;r das Zulassungsverfahren wird auf 96.282,-- EUR festgesetzt.</p>\n<h2>Gründe</h2>\n\n<table><tr><td>&#160;</td><td>    <table><tr><td/></tr></table>\n    <table><tr><td>I.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>1&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"1\"/>Die Kl&#228;ger begehren die Erteilung einer Baugenehmigung f&#252;r die &#196;nderung der Nutzung einer genehmigten &#8222;Aldi-Verkaufsstelle&#8220; in einen &#8222;dm-Drogeriemarkt&#8220;, der von der Beigeladenen betrieben werden soll.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>2&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"2\"/>Die Kl&#228;ger sind Eigent&#252;mer des Grundst&#252;cks Flst.Nr. ..., ... Stra&#223;e ... in Bad Mergentheim. Das Grundst&#252;ck befindet sich im Geltungsbereich des Bebauungsplans &#8222;Erweiterung / &#196;nderung Gewerbegebiet Max-Eyth-Stra&#223;e l - Planbereich 01.10&#8220;, in Kraft getreten am 10.4.2004. Das Plangebiet umfasst ausweislich der Planbegr&#252;ndung eine Fl&#228;che von ca. 4 ha. F&#252;r den verfahrensgegenst&#228;ndlichen Bereich setzt der Bebauungsplan in Ziff. 1.1.2 der textlichen Festsetzungen ein eingeschr&#228;nktes Gewerbegebiet fest. Nach Ziff. 1.1.4 der textlichen Festsetzungen sind Einzelhandelsbetriebe und sonstige Handelsbetriebe mit Verkauf an letzte Verbraucher mit zentrenrelevanten Sortimenten nicht zugelassen. Hierzu z&#228;hlen neben Nahrungs- und Genussmitteln auch Drogeriewaren (inklusive Wasch- und Putzmittel), Kosmetika und Apothekerwaren. Durch den Bebauungsplan &#8222;Gewerbegebiet Max-Eyth-Stra&#223;e l - Teil&#228;nderung im Bereich der Flst.Nr. ... und ...&#8220;, in Kraft getreten am 4.12.2010, wurde der Bebauungsplan &#8222;Erweiterung / &#196;nderung Gewerbegebiet Max-Eyth-Stra&#223;e l - Planbereich 01.10&#8220; in einem Teilbereich ge&#228;ndert und die genannten Grundst&#252;cke als Sondergebiet f&#252;r gro&#223;fl&#228;chigen Einzelhandel ausgewiesen. Dieser Teilbereich, auf dem sich derzeit ein REWE-Lebensmittelmarkt befindet, umfasst 0,9 ha.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>3&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"3\"/>Das auf dem Grundst&#252;ck der Kl&#228;ger stehende Geb&#228;ude wurde auf Grundlage einer Baugenehmigung vom 29.5.1998 f&#252;r eine &#8222;Aldi-Verkaufsstelle\" mit einer Verkaufsfl&#228;che von 631,04 m&#178; als Lebensmitteldiscountgesch&#228;ft genutzt. Nach Aufgabe dieser Nutzung ist nunmehr der Betrieb eines &#8222;dm-Drogeriemarktes&#8220; beabsichtigt. Den entsprechenden Genehmigungsantrag lehnte die Beklagte mit Bescheid vom 24.10.2013 ab. Den Widerspruch der Kl&#228;ger wies das Regierungspr&#228;sidium Stuttgart mit Widerspruchsbescheid vom 12.2.2014 und der Begr&#252;ndung zur&#252;ck, bei der beantragten Nutzungs&#228;nderung handele es sich um ein genehmigungspflichtiges Vorhaben. Ein Aldi-Markt sei als Lebensmittel-Einzelhandelsbetrieb bekannt; in der Baubeschreibung sei zudem ausdr&#252;cklich vom Handel mit Lebensmitteln die Rede. Drogerieartikel bildeten im Sortiment eines Aldi-Marktes ein Randsortiment. Bei einem dm-Markt stelle dagegen der Lebensmittelbereich ein Randsortiment dar. Der Sortimentswechsel von Lebensmittel zu Drogeriewaren sei daher genehmigungspflichtig. Das Vorhaben versto&#223;e gegen Ziff. 1.1.4 der textlichen Festsetzungen des Bebauungsplans. Eine Befreiung k&#246;nne nicht erteilt werden, da mit der geplanten Nutzungs&#228;nderung Grundz&#252;ge der Planung ber&#252;hrt w&#252;rden.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>4&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"4\"/>Die Kl&#228;ger haben am 16.9.2013 beim Verwaltungsgericht Stuttgart Klage erhoben und zuletzt beantragt, die Beklagte zu verpflichten, die mit Bauantrag vom 8.3.2013 beantragte Nutzungs&#228;nderung des auf dem Flst.Nr. ..., ...-Stra&#223;e ... in Bad Mergentheim aufstehenden Geb&#228;udes zur Nutzung als dm-Drogeriemarkt zu bewilligen und den Bescheid der Beklagten vom 24.10.2013 in Gestalt des Widerspruchsbescheids des Regierungspr&#228;sidiums Stuttgart vom 12.2.2014 aufzuheben. Die Beigeladene hat sich diesem Antrag angeschlossen. Zudem haben die Kl&#228;ger hilfsweise beantragt, festzustellen, dass f&#252;r die Nutzung des Geb&#228;udes auf der Flst.-Nr. ..., ...-... in Bad Mergentheim als dm-Drogeriemarkt keine Nutzungs&#228;nderungsgenehmigung erforderlich ist.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>5&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"5\"/>Das Verwaltungsgericht hat die Klage mit Urteil vom 1.3.2016 abgewiesen. Zur Begr&#252;ndung hat es ausgef&#252;hrt, die Kl&#228;ger h&#228;tten keinen Anspruch auf Erteilung der beantragten Baugenehmigung. Bei dem geplanten Vorhaben handele es sich sowohl in bauordnungsrechtlicher als auch in bauplanungsrechtlicher Hinsicht um eine genehmigungspflichtige Nutzungs&#228;nderung. Das Vorhaben verlasse die Variationsbreite der genehmigten Nutzung, da die Baugenehmigung f&#252;r eine &#8222;Aldi-Verkaufsstelle&#8220; erteilt worden sei, die &#252;berwiegend den Verkauf von Lebensmitteln zum Gegenstand gehabt habe. Der beantragte dm-Drogeriemarkt werde von dieser Variationsbreite nicht erfasst. Des Weiteren w&#252;rden - in bauplanungsrechtlicher Hinsicht - bodenrechtliche Belange ber&#252;hrt, da dem Vorhaben unter st&#228;dtebaulichen Gesichtspunkten aufgrund einer v&#246;llig ver&#228;nderten Schwerpunktbildung eine andere Qualit&#228;t beizumessen sei und es im Vergleich zu der bisher genehmigten Nutzung weitergehender Vorschriften in Gestalt des hier ma&#223;gebenden Bebauungsplans unterliege.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>6&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"6\"/>Das beantragte Vorhaben widerspreche den Festsetzungen des Bebauungsplans &#8222;Erweiterung / &#196;nderung Gewerbegebiet Max-Eyth-Stra&#223;e l - Planbereich 01.10&#8220;. Dieser sei auch wirksam, insbesondere verstie&#223;en die Festsetzungen in Ziff. 1.1.4 nicht gegen das Abw&#228;gungsgebot. F&#252;r die st&#228;dtebauliche Erforderlichkeit gen&#252;ge es, dass der Einzelhandelsausschluss und die Sortimentsbeschr&#228;nkung des Bebauungsplans zumindest geeignet seien, einen Beitrag zur F&#246;rderung des planerischen Ziels zu leisten. Die Festsetzungen des Bebauungsplans seien zudem bestimmt; es lasse sich hinreichend sicher feststellen, welche Festsetzungen hinsichtlich Art und Ma&#223; der baulichen Nutzung im Planbereich GE 2 g&#228;lten. Im &#220;brigen sei der Bebauungsplan auch nicht funktionslos geworden. Es sei m&#246;glich, zwischen den einzelnen Sortimenten, die von Ziff. 1.1.4 erfasst w&#252;rden, zu unterscheiden. W&#228;re das Einzelhandelskonzept in Folge der tats&#228;chlichen Entwicklung in Bezug auf ein zentrenrelevantes Sortiment nicht mehr umsetzbar, so bedeute dies nicht, dass damit das st&#228;dtebauliche Ziel des Schutzes bzw. der St&#228;rkung eines zentralen Versorgungs- und Innenstadtbereichs insgesamt obsolet geworden sei. Dies gelte auch in Anbetracht der von den Kl&#228;gern angef&#252;hrten &#8222;Bezugsf&#228;lle&#8220;, die im Wesentlichen den Verkauf von Lebensmittel an letzte Verbraucher zum Gegenstand h&#228;tten. Es sei nicht ersichtlich, dass die tats&#228;chlichen Verh&#228;ltnisse derart massiv und offenkundig von der Plankonzeption abwichen, dass eine Verwirklichung der planerischen Festsetzungen auf absehbare Zeit ausgeschlossen sei. Auch die Aufstellung des Bebauungsplans &#8222;Sondergebiet Einkaufszentrum Bahnareal&#8220; und die &#220;berplanung eines Teilgebiets des ma&#223;gebenden Bebauungsplans durch den Bebauungsplan &#8222;Gewerbegebiet Max-Eyth-Stra&#223;e l - Teil&#228;nderung&#8220; f&#252;hrten nicht zu einer abweichenden Beurteilung.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>7&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"7\"/>Eine Befreiung nach &#167; 31 Abs. 2 BauGB komme nicht in Betracht, da Ziel des Bebauungsplans gerade der Einzelhandelsausschluss zum Zwecke der St&#228;rkung des zentralen Versorgungsbereichs sei. Die diesem Ziel dienenden Festsetzungen in Ziff. 1.1.4 stellten daher einen Grundzug der Planung dar. Aus diesem Grund komme es auf den von der Beigeladenen unbedingt gestellten Beweisantrag nicht entscheidungserheblich an. Da bereits die tatbestandlichen Voraussetzungen einer Ermessensaus&#252;bung nicht vorl&#228;gen, sei f&#252;r eine &#8222;durch Zulassung von Bezugsf&#228;llen&#8220; entstandene Selbstbindung der Beh&#246;rde kein Raum.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>8&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"8\"/>Hiergegen wenden sich die Kl&#228;ger sowie die Beigeladene mit ihren Zulassungsbegehren.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>II.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>9&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"9\"/>Die Antr&#228;ge sind zul&#228;ssig, insbesondere rechtzeitig gestellt (vgl. &#167; 124a Abs. 4 Satz 1 VwGO) und begr&#252;ndet (vgl. &#167; 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO) worden; sie haben jedoch in der Sache keinen Erfolg. Die geltend gemachten Zulassungsgr&#252;nde, die gem&#228;&#223; &#167; 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO nur im Rahmen der Darlegungen der Kl&#228;ger sowie der Beigeladenen zu pr&#252;fen sind, liegen nicht vor.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>10&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"10\"/>1. Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung im Sinne des &#167; 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO sind nicht dargetan worden.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>11&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"11\"/>a) Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit einer verwaltungsgerichtlichen Entscheidung sind nur dann gegeben, wenn ein einzelner tragender Rechtssatz oder eine erhebliche Tatsachenfeststellung mit schl&#252;ssigen Gegenargumenten derart in Frage gestellt wird, dass ein Erfolg der angestrebten Berufung nach den Erkenntnism&#246;glichkeiten des Zulassungsverfahrens m&#246;glich erscheint (vgl. BVerfG, Beschl. v. 23.6.2000 - 1 BvR 830/00 - NVwZ 2000, 1163; Beschl. v. 3.3.2004 - 1 BvR 461/03 - BVerfGE 110, 77; Beschl. v. 10.9.2009 - 1 BvR 814/09 - NJW 2009, 3642; VGH Baden-W&#252;rttemberg, Beschl. v. 11.5.2015 - 3 S 2420/14 - juris Rn. 15). Es reicht indes nicht aus, wenn Zweifel lediglich an der Richtigkeit einzelner Rechtss&#228;tze oder tats&#228;chlicher Feststellungen bestehen, auf welche das Urteil gest&#252;tzt ist. Diese m&#252;ssen vielmehr zugleich Zweifel an der Richtigkeit des Ergebnisses begr&#252;nden. Zweifel an der Richtigkeit einzelner Begr&#252;ndungselemente schlagen dann nicht auf das Ergebnis durch, wenn das angefochtene Urteil sich aus anderen Gr&#252;nden als richtig darstellt (vgl. BVerwG, Beschl. v. 10.3.2004 - 7 AV 4/03 -DVBl. 2004, 838 = juris Rn. 9; BayVGH, Beschl. v. 5.7.2016 - 3 ZB 14.1781 -juris Rn. 2; VGH Baden-W&#252;rttemberg, Beschl. v. 11.5.2015 - 3 S 2420/14 -juris Rn. 15). Das Darlegungsgebot des &#167; 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO erfordert dabei eine substantiierte Auseinandersetzung mit der erstinstanzlichen Entscheidung (vgl. VGH Baden-W&#252;rttemberg, Beschl. v. 11.5.2015 - 3 S 2420/14 - juris Rn. 15).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>12&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"12\"/>b) Diesen Anforderungen wird der Vortrag der Kl&#228;ger sowie der Beigeladenen nicht gerecht.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>13&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"13\"/>aa) Der Einwand der Kl&#228;ger, das Gericht habe rechtsfehlerhaft eine Nutzungs&#228;nderung angenommen, da es von der Genehmigung einer &#8222;Aldi-Verkaufsstelle&#8220; ausgegangen sei, obwohl der Bezeichnung &#8222;Aldi&#8220; keine rechtliche Relevanz zukomme und die Baugenehmigung keine Sortimentsbeschr&#228;nkung enthalte, geht fehl. Zwar trifft zu, dass das Verwaltungsgericht von einer &#196;nderung der bisher genehmigten Nutzung als &#8222;Aldi Verkaufsstelle&#8220; ausgegangen ist, diese Begrifflichkeit hat es jedoch offensichtlich der Bezeichnung in der Baugenehmigung vom 29.5.1998 entnommen, ohne die Firmenbezeichnung &#8222;Aldi&#8220; im Sinne einer eigenst&#228;ndigen st&#228;dtebaulichen Kategorie zu verwenden. Denn wie sich aus den Entscheidungsgr&#252;nden ergibt, hat das Gericht ma&#223;geblich auf die in der Baugenehmigung in Bezug genommenen Bauvorlagen vom 22.4.1998 abgestellt, zu denen die Angaben zu gewerblichen Anlagen z&#228;hlen, nach denen beabsichtigt ist, in dem Geb&#228;ude &#252;berwiegend mit Lebensmitteln zu handeln. Hiergegen ist indes nichts zu erinnern, da der Regelungsumfang einer Baugenehmigung hinsichtlich der mit ihr zugelassenen Art der Nutzung einschlie&#223;lich ihrer Variationsbreite bzw. ihrer Zweckbestimmung sich nach der Bezeichnung des Vorhabens in der Genehmigung sowie den weiteren Regelungen im Genehmigungsbescheid, den Bauvorlagen und sonstigen in Bezug genommenen Unterlagen richtet (vgl. VGH Baden-W&#252;rttemberg, Beschl. v. 9.4.2014 - 8 S 1528/13 - VBlBW 2015, 26 = juris Rn. 11).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>14&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"14\"/>bb) Entgegen der Auffassung der Kl&#228;ger kommt dem Vorhaben auch bauordnungsrechtliche Relevanz zu, da - wie vom erstinstanzlichen Gericht richtig erkannt - durch den &#8222;Verkauf von Drogerieartikeln&#8220; der Bereich der bisherigen Zweckbestimmung verlassen wird. Daran vermag der Umstand, dass sich in der Angebotspalette des Lebensmitteldiscounters &#8222;Aldi&#8220; auch dem Sortiment Drogeriewaren unterfallende Produkte befunden haben m&#246;gen, nichts zu &#228;ndern, da - von den Kl&#228;gern unbestritten - ein &#8222;dm-Drogeriemarkt&#8220; nicht &#252;berwiegend dem Handel mit Lebensmitteln dient.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>15&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"15\"/>cc) Auch die Feststellung des Gerichts, es liege eine Nutzungs&#228;nderung im Sinne des &#167; 29 Abs. 1 BauGB vor, da durch die &#196;nderung des Sortimentsschwerpunktes die Variationsbreite der genehmigten Nutzung &#252;berschritten werde und das Vorhaben bodenrechtliche Belange neu ber&#252;hre, begegnet keinen ernstlichen Zweifeln.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>16&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"16\"/>Der Vortrag der Kl&#228;ger vermag solche Zweifel nicht zu begr&#252;nden, da diese zu Unrecht von einer Genehmigung als &#8222;Verkaufsstelle&#8220; ohne weitere Einschr&#228;nkungen ausgehen. In Anbetracht des Inhalts der Baugenehmigung vom 29.5.1998 kann der beabsichtigte (schwerpunktm&#228;&#223;ige) Handel mit Drogeriewaren nicht als &#8222;mitgenehmigt&#8220; angesehen werden (vgl. VGH Baden-W&#252;rttemberg, Urt. v. 11.2.2016 - 5 S 1389/14 - juris Rn. 57).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>17&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"17\"/>Die Beigeladene zeigt ebenfalls keine Rechtsfehler auf. Sie geht vielmehr ihrerseits unzutreffend davon aus, &#167; 1 BauGB spiele bei der Frage, ob ein Vorhaben bauplanungsrechtlich zul&#228;ssig sei, &#8222;grunds&#228;tzlich keine Rolle&#8220;. Dies l&#228;sst sich jedoch mit der einschl&#228;gigen Rechtsprechung (vgl. BVerwG, Urt. v. 14.1.1993 - 4 C 19.90 - DVBl. 1993, 652 = juris Rn. 27; Urt. v. 30.8.2012 - 4 C 1.11 - BVerwGE 144, 82 = juris Rn. 26; VGH Baden-W&#252;rttemberg, Beschl. v. 3.9.2012 - 3 S 2236/11 - NVwZ-RR 2012, 919 = juris Rn. 11; Beschl. v. 25.10.2012 - 8 S 869/12 - ZfBR 2013, 60 = juris Rn. 8, zuletzt auch VG Gelsenkirchen, Beschl. v. 30.9.2015 - 10 L 1877/15 - juris Rn. 15) nicht vereinbaren. Allein die Tatsache, dass im Bebauungsplan &#8222;Erweiterung / &#196;nderung Gewerbegebiet Max-Eyth-Stra&#223;e l - Planbereich 01.10&#8220; sowohl Einzelhandelsbetriebe mit dem Sortiment Nahrungs- und Genussmittel als auch solche, die Drogeriewaren f&#252;hren, ausgeschlossen wurden, &#228;ndert nichts daran, dass durch einen Wechsel der in Ziff. 1.1.4 der textlichen Festsetzungen bezeichneten Sortimente bodenrechtliche Belange, wie sie sich aus &#167; 1 Abs. 6 BauGB ergeben, neu ber&#252;hrt werden und daher neu zu pr&#252;fen sind (vgl. VGH Baden-W&#252;rttemberg, Beschl. v. 3.9.2012 - 3 S 2236/11 - NVwZ-RR 2012, 919 = juris Rn. 11, 14).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>18&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"18\"/>Der Beigeladenen kann auch nicht darin gefolgt werden, das Verwaltungsgericht sei einem Zirkelschluss unterlegen, da es den Betrieb eines Lebensmittelmarktes als bestandsgesch&#252;tzte Nutzung vorausgesetzt habe. Denn hierzu war das Gericht aufgrund des eindeutigen Inhalts der Baugenehmigung vielmehr verpflichtet. Im &#220;brigen verkennt die Beigeladene die Reichweite des durch die Baugenehmigung vermittelten Bestandsschutzes, der sich im vorliegenden Fall auf eine (&#8222;Aldi&#8220;-)Verkaufsstelle beschr&#228;nkt, in der &#252;berwiegend mit Lebensmitteln gehandelt wird. &#220;berdies hat das Gericht die bodenrechtliche Relevanz des geplanten Vorhabens unter Hinweis darauf bejaht, dass es - bezogen auf den Zeitpunkt der Antragstellung - weitergehenden Vorschriften unterliegt als das genehmigte Vorhaben, n&#228;mlich in Gestalt des nach Erteilung der Baugenehmigung aufgestellten Bebauungsplans &#8222;Erweiterung / &#196;nderung Gewerbegebiet Max-Eyth-Stra&#223;e l - Planbereich 01.10&#8220;. Die hiervon abweichende Auffassung der Beigeladenen geht von einem fehlerhaften Verst&#228;ndnis hinsichtlich des Bestandsschutzes einer genehmigten baulichen Anlage aus und findet in der Rechtsprechung keine St&#252;tze (vgl. VGH Baden-W&#252;rttemberg, Beschl. v. 3.9.2012 - 3 S 2236/11 - NVwZ-RR 2012, 919 = juris Rn. 16). Insbesondere verkennt die Beigeladene, dass die genehmigte Nutzung einer &#8222;Aldi-Verkaufsstelle&#8220; durch die Aufstellung des streitgegenst&#228;ndlichen Bebauungsplans in ihrer Reichweite nicht &#8222;nachtr&#228;glich ge&#228;ndert bzw. eingeschr&#228;nkt&#8220; worden ist. Nichts anderes ergibt sich aus der von der Beigeladenen zitierten Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts (Beschl. v. 1.6.2011 - 4 B 2.11 - BauR 2011, 1622 = juris Rn. 16), da mit der Baugenehmigung vom 29.5.1998 eine hinreichende Konkretisierung der zul&#228;ssigen Nutzung im Sinne eines Handels &#8222;mit &#252;berwiegend Lebensmitteln&#8220; erfolgt ist.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>19&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"19\"/>dd) Des Weiteren ist das Gericht rechtsfehlerfrei von der Wirksamkeit des Bebauungsplans &#8222;Erweiterung / &#196;nderung Gewerbegebiet Max-Eyth-Stra&#223;e l -Planbereich 01.10&#8220; ausgegangen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>20&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"20\"/>(1) Entgegen der Auffassung der Kl&#228;ger ist insbesondere nicht von einer Funktionslosigkeit des Bebauungsplan auszugehen. Das Verwaltungsgericht hat die hierzu einschl&#228;gige Rechtsprechung, die bez&#252;glich der Funktionslosigkeit von bauplanerischen Festsetzungen einen strengen Ma&#223;stab anlegt (vgl. etwa BVerwG, Beschl. v. 22.7.2013 - 7 BN 1.13 - LKV 2013, 417 = juris Rn. 6; Urt. v. 28.4.2004 - 4 C 10.03 - UPR 2005, 66 = juris Rn. 15; Urt. v. 3.12.1998 - 4 CN 3.97 - BVerwGE 108, 71 = juris Rn. 22), ausf&#252;hrlich dargestellt und in seine W&#252;rdigung einbezogen. Gegen den Ansatz des Gerichts, innerhalb der zentrenrelevanten Sortimente zwischen dem Ausschluss von Nahrungs- und Genussmitteln (Ziff. 1.1.4a der textlichen Festsetzungen) einerseits sowie dem Ausschluss von Drogerie- / Apothekerwaren und Kosmetika (Ziff. 1.1.4c der textlichen Festsetzungen) andererseits zu differenzieren, ist nichts zu erinnern. Denn zu w&#252;rdigen ist grunds&#228;tzlich sowohl die Festsetzung in ihrer ganzen Reichweite als auch die Bedeutung, die sie f&#252;r den Plan in seiner Gesamtheit hat (vgl. BVerwG, Urt. v. 29.4.1977 - IV C 39.75 -BVerwGE 54, 5 = juris Rn. 35).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>21&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"21\"/>Zutreffend hat das Gericht danach erkannt, dass das st&#228;dtebauliche Ziel des Schutzes bzw. der St&#228;rkung eines zentralen Versorgungs- und Innenstadtbereichs nicht dadurch obsolet wird, dass das dahinter stehende (Einzelhandels-)Konzept in Bezug auf eines der - im vorliegenden Fall - insgesamt 16 als zentrenrelevant identifizierten Sortimente m&#246;glicherweise nicht mehr umsetzbar ist. In Konsequenz hierzu hat es den von den Kl&#228;gern benannten Bezugsf&#228;llen, die Einzelhandelsbetriebe betreffen, die teilweise in angrenzenden Plangebieten liegen und im Wesentlichen den Verkauf von Lebensmitteln an Endverbraucher zum Gegenstand haben, bei der Frage der Funktionslosigkeit des angegriffenen Bebauungsplans keine entscheidungserhebliche Bedeutung beigemessen. Folgerichtig ist es zu dem Ergebnis gelangt, dass die Festsetzung Ziff. 1.1.4c noch geeignet ist, zur st&#228;dtebaulichen Ordnung im Sinne des &#167; 1 Abs. 3 BauGB im Geltungsbereich des Bebauungsplans einen sinnvollen Beitrag zu leisten (vgl. BVerwG, Urt. v. 3.12.1998 - 4 CN 3.97 -BVerwGE 108, 71 = juris Rn. 22).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>22&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"22\"/>Der diesbez&#252;gliche Vortrag der Kl&#228;ger, der eine substantiierte Auseinandersetzung mit der angegriffenen Entscheidung nicht erkennen l&#228;sst, rechtfertigt kein andere Beurteilung. Die Kl&#228;ger lassen insbesondere unber&#252;cksichtigt, dass sich das Planungsziel der Beklagten nicht im Ausschluss des Sortiments &#8222;Nahrungs- und Genussmittel&#8220; ersch&#246;pft, dieser stellt vielmehr lediglich einen Teilaspekt der planerischen Zielsetzung dar.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>23&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"23\"/>(2) Die R&#252;ge der Beigeladenen, das Gericht habe rechtsfehlerhaft die Bestimmtheit des streitgegenst&#228;ndlichen Bebauungsplans angenommen, f&#252;hrt ebenfalls nicht zur Zulassung der Berufung. Die Beigeladene geht zwar zutreffend davon aus, dass die zeichnerischen und textlichen Festsetzungen eines Bebauungsplans aus sich heraus eindeutig und verst&#228;ndlich sein m&#252;ssen und die von den Festsetzungen Betroffenen vorhersehen k&#246;nnen m&#252;ssen, welchen Regelungen ihre Grundst&#252;cke unterworfen werden (vgl. VGH Baden-W&#252;rttemberg, Urt. v. 27.10.2015 - 8 S 2207/13 - juris Rn. 68). Die Festsetzungen eines Bebauungsplans sind jedoch nicht schon dann zu unbestimmt, wenn sich deren Inhalt erst durch Auslegung erschlie&#223;t (vgl. BVerwG, Beschl. v. 9.2.2011 - 4 BN 43.10 - BauR 2011, 1118 = juris Rn. 17; VGH Baden-W&#252;rttemberg, Urt. v. 28.10.2014 - 5 S 1970/12 - BauR 2015, 789 = juris Rn. 21). Ausgehend hiervon hat das Gericht plausibel und nachvollziehbar dargelegt, welche Festsetzungen hinsichtlich Art und Ma&#223; der baulichen Nutzung im Planbereich GE 2 gelten. Weiterer Erl&#228;uterungen bedurfte es nicht.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>24&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"24\"/>ee) Im Ergebnis rechtsfehlerfrei hat das Verwaltungsgericht zudem das Vorliegen der Voraussetzungen einer Befreiung nach Ma&#223;gabe des &#167; 31 Abs. 2 BauGB verneint, da durch das geplante Vorhaben die Grundz&#252;ge der Planung ber&#252;hrt werden, die ausweislich der Begr&#252;ndung zum Bebauungsplan &#8222;Erweiterung / &#196;nderung Gewerbegebiet Max-Eyth-Stra&#223;e l - Planbereich 01.10&#8220; (S. 4) darin bestehen, die Einzelhandelsnutzung zu beschr&#228;nken.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>25&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"25\"/>Entgegen der Auffassung der Kl&#228;ger l&#228;sst sich aus dem Umstand, dass der Bebauungsplan die zum damaligen Zeitpunkt vorhandenen und bestandsgesch&#252;tzten Einzelhandelsnutzungen - zu denen auch die &#8222;Aldi-Verkaufsstelle&#8220; z&#228;hlte - &#8222;respektiert&#8220; hat, nicht herleiten, die Plangeberin habe deren &#8222;Erhalt&#8220; zum Bestandteil der Grundz&#252;ge ihrer Planung gemacht. Vielmehr hat die Beklagte keinen Zweifel daran gelassen, dass &#8222;[k]&#252;nftig [&#8230;] die Gewerbegebiete vor allem f&#252;r das produzierende Gewerbe und Dienstleistungen freigehalten werden&#8220; sollen (vgl. S. 5 der Begr&#252;ndung zum Bebauungsplan &#8222;Erweiterung / &#196;nderung Gewerbegebiet Max-Eyth-Stra&#223;e l - Planbereich 01.10&#8220;). Vor diesem Hintergrund kann dahinstehen, ob - wie die Kl&#228;ger meinen - der geplante &#8222;dm-Drogeriemarkt&#8220; bei einer auf die heutigen Verh&#228;ltnisse abstellenden Betrachtung der Nahversorgung dient. Da das erstinstanzliche Gericht durch das geplante Vorhaben bereits die Grundz&#252;ge der Planung als ber&#252;hrt angesehen hat, musste es nicht mehr der Frage nachgehen, ob - nach der Diktion der Kl&#228;ger - eine &#8222;unzumutbare H&#228;rte&#8220; vorliegt.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>26&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"26\"/>Die Beigeladene weist zwar zutreffend darauf hin, dass das Gericht - gest&#252;tzt auf einschl&#228;gige Literatur - ausgef&#252;hrt hat, eine Befreiung scheide generell aus, wenn ein Bebauungsplan Einzelhandel ausschlie&#223;e oder er eine Beschr&#228;nkung des Warensortiments vorsehe. Zu dem Ergebnis, dass die Voraussetzungen einer Befreiung nicht vorliegen, ist das Gericht jedoch nicht im Sinne eines Automatismus gelangt. Vielmehr hat es bezogen auf den konkreten Einzelfall - eingebettet in den rechtlichen Rahmen des &#167; 31 Abs. 2 BauGB - aufgezeigt, dass es sich bei dem von der Beklagten vorgesehenen Ausschluss von Einzelhandelsbetrieben mit zentrenrelevanten Sortimenten um einen Grundzug der Planung handelt. Der Beigeladenen kann zudem nicht darin zugestimmt werden, es stehe lediglich die Nachbelegung eines bereits vorhandenen Einzelhandelsbetriebs in Rede. Dies trifft in dieser Allgemeinheit vor dem Hintergrund der durch die Baugenehmigung vom 29.5.1998 genehmigten Nutzung nicht zu.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>27&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"27\"/>Soweit die Beigeladene vortr&#228;gt, die Grundz&#252;ge der Planung w&#252;rden im Hinblick auf das sonstige Genehmigungsverhalten der Beklagten jedenfalls nicht &#8222;ber&#252;hrt&#8220;, begr&#252;ndet sie ebenfalls keine Zweifel an der Richtigkeit des vom Verwaltungsgericht gefundenen Ergebnisses. Zwar ist hinsichtlich der Frage, ob die Grundz&#252;ge der Planung &#8222;ber&#252;hrt&#8220; werden, nicht auf den Zeitpunkt der Abw&#228;gungsentscheidung abzustellen (so noch VGH Baden-W&#252;rttemberg, Urt. v. 13.6.2007 - 3 S 881/06 - ESVGH 57, 227 = juris Rn. 33), sondern die tats&#228;chliche Entwicklung des Baugebiets in den Blick zu nehmen (vgl. BVerwG, Urt. v. 18.11.2010 - 4 C 10/09 - BVerwGE 138, 166 = juris Rn. 39; Rieger, in: Schr&#246;dter, BauGB, 8. Aufl. 2015, &#167; 31 Rn. 22). Der Senat h&#228;lt insoweit an der von ihm bisher vertretenen Auffassung nicht mehr fest. Im vorliegenden Fall kann jedoch selbst bei einer die tats&#228;chlichen Verh&#228;ltnisse ber&#252;cksichtigenden Betrachtung nicht davon ausgegangen werden, die Auswirkungen des geplanten Vorhabens fielen deshalb nicht (mehr) entscheidend ins Gewicht, weil diese Grundkonzeption bereits durch die bisherige tats&#228;chliche Entwicklung im Baugebiet insgesamt aufgeweicht und stellenweise vollst&#228;ndig &#252;berholt sei (vgl. hierzu BayVGH, Urt. v. 9.8.2007 - 25 B 05.1337 - juris Rn. 35). Hierzu hat das Verwaltungsgericht - wenngleich unter anderen Vorzeichen -aufgezeigt, dass die sog. &#8222;Bezugsf&#228;lle&#8220; ein anderes zentrenrelevantes Sortiment betreffen (Nahrungs- und Genussmittel) und zwischen einzelnen Sortimentsbeschr&#228;nkungen zu differenzieren ist. Daraus folgt ohne weiteres, dass die Grundz&#252;ge der Planung jedenfalls durch die Zulassung eines Einzelhandelsbetriebs mit den in Ziff. 1.1.4c der textlichen Festsetzungen gelisteten Sortimenten nach wie vor ber&#252;hrt werden.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>28&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"28\"/>2. Die Voraussetzungen f&#252;r eine Zulassung der Berufung nach &#167; 124 Abs. 2 Nr. 2 VwGO sind ebenfalls nicht gegeben.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>29&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"29\"/>a) Die Annahme besonderer tats&#228;chlicher oder rechtlicher Schwierigkeiten im Sinne des &#167; 124 Abs. 2 Nr. 2 VwGO setzt voraus, dass der Rechtssache nicht nur allgemeine oder durchschnittliche Schwierigkeiten zukommt. Dieser Zulassungsgrund liegt nur dann vor, wenn sich der konkret zu entscheidende Fall in tats&#228;chlicher oder rechtlicher Hinsicht von dem Spektrum der in verwaltungsgerichtlichen Verfahren zu entscheidenden Streitf&#228;llen deutlich abhebt und sich gerade die diesbez&#252;glichen Fragen im Berufungsverfahren stellen werden (vgl. VGH Baden-W&#252;rttemberg, Beschl. v. 21.9.2005 - 9 S 437/05 - NVwZ-RR 2006, 255; Beschl. v. 22.4.1997 - 14 S 913/97 - NVwZ 1997, 1230; Beschl. v. 17.2.2009 - 10 S 3156/08 - juris Rn. 10). Den Darlegungserfordernissen ist hierbei nur gen&#252;gt, wenn in fallbezogener Auseinandersetzung mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts dargetan wird, inwieweit sich die benannten Schwierigkeiten in Vergleich mit Verfahren durchschnittlicher Schwierigkeit als &#8222;besondere&#8220; darstellen und f&#252;r die Entscheidung des Rechtsstreits erheblich sein werden (vgl. VGH Baden-W&#252;rttemberg, Beschl. v. 10.6.1997 - 7 S 662/97 - NVwZ-RR 1998, 31; Beschl. v. 17.2.2009 - 10 S 3156/08 -, juris Rn. 10).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>30&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"30\"/>b) Ausgehend hiervon haben weder die Kl&#228;ger noch die Beigeladene dargetan, dass die vorliegende Rechtssache besondere tats&#228;chliche oder rechtliche Schwierigkeiten aufweist.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>31&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"31\"/>aa) Die Ausf&#252;hrungen der Kl&#228;ger gen&#252;gen den an die Darlegung des Zulassungsgrundes nach &#167; 124 Abs. 2 Nr. 2 VwGO zu stellenden Anforderungen nicht. Ihrem diesbez&#252;glichen Vortrag mangelt es nicht nur an einer fallbezogener Auseinandersetzung mit der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung, sondern dieser l&#228;sst zudem nicht einmal ansatzweise erkennen, inwieweit sich die von den Kl&#228;gern ausgemachten Schwierigkeiten in Vergleich mit Verfahren durchschnittlicher Schwierigkeit als &#8222;besondere&#8220; darstellen und f&#252;r die Entscheidung des Rechtsstreits erheblich sein werden.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>32&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"32\"/>bb) Nichts anderes gilt im Hinblick auf den Vortrag der Beigeladenen, der sich in einem Verweis auf die Ausf&#252;hrungen zum Zulassungsgrund des &#167; 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO ersch&#246;pft. Zwar sollen Bezugnahmen unn&#246;tige Wiederholungen vermeiden, dies entbindet aber nicht von der - hier ebenfalls unterbliebenen - konkreten Auseinandersetzung mit der angegriffenen Entscheidung (vgl. Seibert, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Aufl. 2014, &#167; 124a Rn. 198). Dass sich die Beigeladene im Rahmen ihrer Erl&#228;uterungen zu &#167; 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO mit dem Urteil des Verwaltungsgericht Stuttgart befasst hat, macht eine nochmalige Auseinandersetzung bei der Geltendmachung von besonderen tats&#228;chlichen oder rechtlichen Schwierigkeiten der Rechtssache nicht entbehrlich, da die Zulassung der Berufung nach Ma&#223;gabe des &#167; 124 Abs. 2 Nr. 2 VwGO - wie von der Beigeladenen aufgezeigt - anderen Darlegungserfordernissen unterliegt.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>33&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"33\"/>3. Die Ausf&#252;hrungen, mit denen die Kl&#228;ger sowie die Beigeladene eine grunds&#228;tzliche Bedeutung der Rechtssache im Sinne des &#167; 124 Abs. 2 Nr. 3 VwGO geltend machen, f&#252;hren ebenfalls nicht zur Zulassung der Berufung.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>34&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"34\"/>a) Die Darlegung des Zulassungsgrundes &#8222;grunds&#228;tzliche Bedeutung der Rechtssache&#8220; erfordert, dass ausdr&#252;cklich oder sinngem&#228;&#223; eine entscheidungserhebliche konkrete Tatsachen- oder Rechtsfrage aufgeworfen und erl&#228;utert wird, warum diese Frage bisher h&#246;chstrichterlich oder obergerichtlich nicht gekl&#228;rte Probleme aufwirft, die &#252;ber den zu entscheidenden Einzelfall hinaus bedeutsam sind und im Interesse der Einheitlichkeit der Rechtsprechung oder Fortentwicklung des Rechts durch das Berufungsgericht gekl&#228;rt werden m&#252;ssen. Au&#223;erdem ist - bei Rechtsfragen ausgehend von den Tatsachenfeststellungen des Verwaltungsgerichts - die Entscheidungserheblichkeit der Frage darzulegen; das Aufzeigen einer blo&#223; fehlerhaften oder unterbliebenen Anwendung von Rechtss&#228;tzen gen&#252;gt insoweit nicht (vgl. VGH Baden-W&#252;rttemberg, Beschl. v. 19.8.2010 - 8 S 2322/09 - juris Rn. 11).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>35&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"35\"/>b) Dies zugrunde gelegt ergibt sich weder aus dem Vortrag der Kl&#228;ger noch dem der Beigeladenen eine grunds&#228;tzliche Bedeutung der Rechtssache. So vers&#228;umen Kl&#228;ger und Beigeladene bereits zu erl&#228;utern, warum die von ihnen formulierten Fragen bisher h&#246;chstrichterlich oder obergerichtlich nicht gekl&#228;rte Probleme aufwerfen, die &#252;ber den zu entscheidenden Einzelfall hinaus bedeutsam sind und im Interesse der Einheitlichkeit der Rechtsprechung oder Fortentwicklung des Rechts durch das Berufungsgericht gekl&#228;rt werden m&#252;ssen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>36&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"36\"/>aa) &#220;berdies stellt sich die von den Kl&#228;gern aufgeworfene Frage, ob die Verwendung einer Firmenbezeichnung bei der Baugenehmigung zugleich eine Einschr&#228;nkung hinsichtlich der Art der Nutzung beinhaltet oder ob die Art der Nutzung in der Baugenehmigung selbst konkretisiert und bestimmt werden muss, im vorliegenden Fall schon deshalb nicht, weil - wie sich aus Vorstehendem ergibt - das Gericht der Firmenbezeichnung &#8222;Aldi&#8220; keine rechtliche Qualit&#228;t beigemessen hat und die Art der Nutzung durch die Einbeziehung der Bauvorlagen in die Baugenehmigung vom 29.5.1998 bestimmt worden ist.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>37&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"37\"/>bb) Die von der Beigeladenen genannte Frage, ob eine nachtr&#228;gliche &#196;nderung der Sach- und Rechtslage die inhaltliche Reichweite des st&#228;dtebaulichen Bestandsschutzes, wie ihn &#167; 29 Abs. 1 BauGB vermittelt, einzuschr&#228;nken vermag, ist ebenfalls nicht entscheidungserheblich. Denn - wie bereits ausgef&#252;hrt - ist mit dem Bebauungsplan &#8222;Erweiterung / &#196;nderung Gewerbegebiet Max-Eyth-Stra&#223;e l - Planbereich 01.10&#8220; eine Einschr&#228;nkung der bestehenden Einzelhandelsnutzungen nicht einhergegangen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>38&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"38\"/>4. Schlie&#223;lich kommt eine Zulassung der Berufung auch vor dem Hintergrund des allein von der Beigeladenen geltend gemachten Zulassungsgrundes des &#167; 124 Abs. 2 Nr. 5 VwGO nicht in Betracht.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>39&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"39\"/>a) Nach Ma&#223;gabe dieser Bestimmung ist die Berufung zuzulassen, wenn ein der Beurteilung des Berufungsgerichts unterliegender Verfahrensmangel geltend gemacht wird und vorliegt, auf welchem die Entscheidung beruhen kann. Ein solcher Mangel ist nur dann bezeichnet, wenn sowohl die ihn (vermeintlich) begr&#252;ndenden Tatsachen als auch die daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen rechtlich substantiiert dargetan werden (vgl. VGH Baden-W&#252;rttemberg, Beschl. v. 30.10.2014 - 9 S 279/14 - juris Rn. 11).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>40&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"40\"/>b) Diesen Anforderungen gen&#252;gt die Beigeladene mit ihrem Vorbringen nicht. Das Gericht hat den Beweisantrag mit der Begr&#252;ndung abgelehnt, es handele sich bei der Bewertung einer Tatsache als st&#228;dtebaulich relevant um eine Rechtsfrage. Im &#220;brigen komme es komme es auf die beantragte Beweiserhebung nicht an, da bei Durchf&#252;hrung des beantragten Vorhabens Grundz&#252;ge der Planung ber&#252;hrt w&#252;rden. Dies ist nicht zu beanstanden, da die Beigeladene keine Tatsachen, sondern lediglich Rechtsfragen unter Beweis gestellt hat (vgl. BVerwG, Urt. v. 4.4.2012 - 4 C 8/09 u.a. - BVerwGE 142, 234 = juris Rn. 86). Daran &#228;ndert nichts, dass die Beigeladene hierzu eine abweichende Auffassung vertritt.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>III.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>41&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"41\"/>Die Kostenentscheidung folgt aus &#167;&#167; 154 Abs. 2, Abs. 3 Hs. 1, 159 Satz 1 VwGO in Verbindung mit &#167; 100 Abs. 1 ZPO.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>42&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"42\"/>Die Festsetzung des Streitwerts beruht auf den &#167;&#167; 47 Abs. 1 und 3, 52 Abs. 1 GKG in Verbindung mit Nr. 9.1.2.1 des Streitwertkatalogs f&#252;r die Verwaltungsgerichtsbarkeit in der Fassung der am 31.5. / 1.6.2012 und am 18.7.2013 beschlossenen &#196;nderungen und folgt der von den Beteiligten nicht angegriffenen Streitwertfestsetzung des Verwaltungsgerichts.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>43&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"43\"/>Dieser Beschluss ist unanfechtbar (&#167; 152 Abs. 1 VwGO).</td></tr></table>\n</td></tr></table>"
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