List view for cases

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        "name": "Landgericht Rottweil",
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    "file_number": "1 T 103/17",
    "date": "2017-06-23",
    "created_date": "2019-02-10T20:02:17Z",
    "updated_date": "2020-12-10T14:55:38Z",
    "type": "Beschluss",
    "ecli": "",
    "content": "<h2>Tenor</h2>\n\n<p>1. Auf die Beschwerde der Betreuerin wird der Beschluss des Notariats Sulz a. N. - Betreuungsgericht - vom 01.12.2016, VG 37/2016, abge&#228;ndert:</p>\n    <p>Auf Antrag der Betreuerin wird dieser eine Verg&#252;tung aus der Staatskasse nach &#167;&#167; 4, 5 VBVG in H&#246;he von 594,- EUR bewilligt.</p>\n    <p>Der weitergehende Antrag der Betreuerin und die weitergehende Beschwerde der Betreuerin werden zur&#252;ckgewiesen.</p>\n    <p>2. Auslagen werden nicht erstattet.</p>\n    <p>3. Die Rechtsbeschwerde wird nicht zugelassen.</p>\n    <p>Beschwerdewert: 924,- EUR</p>\n\n<h2>GrĂ¼nde</h2>\n\n<table><tr><td>&#160;</td><td>    <table><tr><td>I.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>1&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"1\"/>Die Betreuerin / Beschwerdef&#252;hrerin, Frau A., wurde mit Beschluss des Notariats Sulz a. N. vom 08.08.2016 (Bl. 16 d. A.) zur Berufsbetreuerin des Betroffenen bestellt.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>2&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"2\"/>Mit Antrag vom 17.11.2016 (Bl. 28 d. A.) hat sie f&#252;r die Zeit vom 11.08. bis 10.11.2016 f&#252;r ihre T&#228;tigkeit f&#252;r den mittellosen Betroffenen eine Verg&#252;tungsbewilligung in H&#246;he von 924,- EUR beantragt, n&#228;mlich drei Monate zu je 7 Stunden (keine Heimunterbringung) zu je 44,- EUR.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>3&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"3\"/>Der Betroffene befindet sich aufgrund Mietvertrags vom 19.07.2016 in einer ambulant betreuten Wohngruppe im Haus BP. Die Gesamtmiete betr&#228;gt monatlich f&#252;r das gemietete Zimmer 520,34 EUR einschlie&#223;lich einer Pauschale von 150,- EUR auf Betriebskosten im Rahmen einer Wohngemeinschaft. Daneben hat der Betroffene einen Betreuungsvertrag unter dem Datum 19.07.2016 (Anlage 2 zum Mietvertrag) abgeschlossen. Das Entgelt f&#252;r die Betreuungsleistungen betr&#228;gt monatlich 141,- EUR. Diese monatliche Pauschale ist die Gegenleistung f&#252;r das Servicepaket der Betreuungsleistungen nach &#167; 2 des Betreuungsvertrages. Die Betreuungsleistungen umfassen u. a. die Vorhaltung eines Hausnotrufdienstes, die W&#228;scheversorgung, die Reinigung von Zimmer und Gemeinschaftsr&#228;umen, die F&#246;rderung der Hausgemeinschaft und von sozialen Kontakten sowie individuelle Beratung (u. a. Beratung zu Fragen der allt&#228;glichen Lebensf&#252;hrung, zu den Hilfem&#246;glichkeiten, zu m&#246;glichen Sozialleistungen und zu betreuungsrechtlichen Problemen, Beratung und Hilfeleistung bei Kontakten mit Beh&#246;rden, bei der Antragstellung zu Leistungen der Pflege- und Krankenversicherung sowie f&#252;r weitere Sozialleistungen und bei der &#228;rztlichen Versorgung), Vermittlung von Service- und Hilfsdiensten (u. a. Dienstleistungen im hauswirtschaftlichen Bereich und zur Alltagsbew&#228;ltigung) sowie sonstige Leistungen (u. a. M&#246;glichkeit der Teilnahme am Mittagessen im Speisesaal der Einrichtung zu den jeweils g&#252;ltigen Preisen, Erste Hilfe durch Krankenschwestern/Altenpflegerinnen, Beratung in Sachen Betreuung im Bedarfsfall). Zudem wird dem Bewohner eine bevorzugte Aufnahme im Haus BP oder in eine andere Einrichtung des Tr&#228;gers erm&#246;glicht, sofern eine sachgerechte Pflege und Betreuung in der ambulant betreuten Wohngruppe auch bei der Inanspruchnahme von ambulanten Dienstleistungen nicht mehr m&#246;glich ist. Wegen der Einzelheiten zur Vereinbarung wird auf den Mietvertrag und den Betreuungsvertrag (Bl. 27 d. A.) Bezug genommen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>4&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"4\"/>Nach Einholung einer Stellungnahme der Bezirksrevisorin vom 24.11.2016 (Bl. 29 d. A.) hat das Notariat Sulz - Betreuungsgericht - mit Beschluss vom 01.12.2016, VG 37/2016, den Antrag der Betreuerin vom 17.11.2016 auf Zahlbarmachung einer Verg&#252;tung aus der Staatskasse nach &#167;&#167; 4, 5 VBVG in H&#246;he von 924,00 EUR zur&#252;ckgewiesen. Zur Begr&#252;ndung hat es ausgef&#252;hrt, dass nach Ansicht des Gerichts lediglich 4,5 Stunden pro Monat zu je 44,- EUR abzurechnen seien, da der Betroffene sich in einem Heim aufhalte. Wegen der n&#228;heren Begr&#252;ndung wird auf den Beschluss vom 01.12.2016 Bezug genommen.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>5&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"5\"/>Mit Schreiben vom 09.12.2016 hat die Betreuerin gegen den ihr am 06.12.2016 zugestellten Beschluss Beschwerde eingelegt (Bl. 36 d. A.). Das Notariat Sulz a. N. - Betreuungsgericht - hat mit Beschluss vom 09.12.2016 der Beschwerde nicht abgeholfen (Bl. 37 d. A.).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>6&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"6\"/>Die erg&#228;nzende Stellungnahme der Bezirksrevisorin vom 26.05.2017 (Bl. 41 f. d. A.) wurde mit Verf&#252;gung vom 02.06.2017 den Beteiligten mit der Gelegenheit zur Stellungnahme &#252;bersandt. Die Betreuerin hat daraufhin mit Schreiben vom 07.06.2017 mitgeteilt, dass sie die Beschwerde aufrechterhalte. Sowohl das Pflegeheim als auch die Pflegeversicherung und das Sozialamt w&#252;rden die Wohngruppe nicht f&#252;r eine heim&#228;hnliche Unterbringung ansehen (Bl. 44 d. A.).</td></tr></table>\n    <table><tr><td>II.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>7&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"7\"/>Die Beschwerde der Betreuerin ist nach &#167; 168 FamFG i.V.m. &#167;&#167; 58 ff FamFG zul&#228;ssig. Insbesondere &#252;bersteigt der Beschwerdewert nach &#167; 61 Abs. 1 FamFG den Wert von 600,- EUR, da das erstinstanzliche Gericht den Verg&#252;tungsantrag &#252;ber 924,- EUR insgesamt abgewiesen hat.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>8&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"8\"/>Die Beschwerde ist teilweise begr&#252;ndet. Nach &#167;&#167; 4, 5 VBVG steht der Betreuerin f&#252;r den Zeitraum 11.08.2016 bis 10.11.2016 ein Verg&#252;tungsanspruch gegen die Staatskasse in H&#246;he von 594,- EUR zu, n&#228;mlich f&#252;r drei Monate zu je 4,5 Stunden mit einem Stundensatz von 44,- EUR. Die weitergehende Beschwerde ist nicht begr&#252;ndet, da der Betreuerin ein Verg&#252;tungsanspruch in H&#246;he von 924,- EUR, n&#228;mlich f&#252;r 7 Stunden pro Monat, nicht zusteht, da vorliegend verg&#252;tungsrechtlich eine Heimunterbringung vorliegt (&#167; 5 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 3 VBVG).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>9&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"9\"/>Ma&#223;geblich f&#252;r die Frage, ob der Betreuerin ein Stundenansatz von 4 1/2 Stunden f&#252;r die ersten drei Monate der Betreuung oder ein Stundenansatz von 7 Stunden zusteht (&#167; 5 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 bzw. &#167; 5 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 VBVG) ist, ob der Betroffene in einem Heim untergebracht ist. Nach &#167; 5 Abs. 3 VBVG sind Heime im Sinne dieser Vorschrift Einrichtungen, die dem Zweck dienen, Vollj&#228;hrige aufzunehmen, ihnen Wohnraum zu &#252;berlassen sowie tats&#228;chliche Betreuung und Verpflegung zur Verf&#252;gung zu stellen oder vorzuhalten und in ihrem Bestand von Wechsel und Zahl der Bewohner unabh&#228;ngig sind und entgeltlich betrieben werden. &#167; 1 Abs. 2 des Heimgesetzes gilt entsprechend. In &#167; 1 Abs. 2 Heimgesetz ist geregelt, dass die Tatsache, dass ein Vermieter von Wohnraum durch Vertr&#228;ge mit Dritten sicherstellt, dass den Mietern Betreuung und Verpflegung angeboten werden, nicht allein die Anwendung des Gesetzes begr&#252;ndet. Dies gilt auch dann, wenn die Vermieter vertraglich verpflichtet sind, allgemeine Betreuungsleistungen, wie Notrufdienste oder Vermittlung von Dienst- und Pflegeleistungen von bestimmten Anbietern anzunehmen und das Entgelt hierf&#252;r im Verh&#228;ltnis zur Miete von untergeordneter Bedeutung ist.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>10&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"10\"/>Die Differenzierung der Stundenans&#228;tze danach, ob der Betreute in einem Heim oder zu Hause lebt, hat seinen Grund darin, dass die der Bildung der Pauschalen zugrundeliegende rechtstats&#228;chliche Untersuchung ergab, dass der durchschnittliche Betreuungsaufwand f&#252;r einen Betreuten, der in einem Heim lebt und somit regelm&#228;&#223;ig mehr oder weniger versorgt ist, signifikant geringer ist, als f&#252;r eine Person, die zu Hause lebt (Maier in Jurgeleit, Betreuungsrecht, 3. Aufl. 2013, &#167; 5 VBVG RN 13). Aus diesem Grund ist bei der Auslegung von &#167; 5 Abs. 3 VBVG zu beachten, dass hier ein anderer Zweck verfolgt wird, als mit der Abgrenzung in &#167; 1 Abs. 1 und 2 Heimgesetz. W&#228;hrend es bei der Frage der Anwendung des Heimgesetzes in erster Linie um die Frage geht, inwieweit eine Aufsicht veranlasst ist, ist bei der Frage der Stundenans&#228;tze f&#252;r die Verg&#252;tung letztlich entscheidend, ob die Einrichtung dem Betreuer einen Gro&#223;teil seiner Arbeit abnimmt oder nicht. Im Verg&#252;tungsrecht kommt es vor allem bei den unterschiedlichen Formen des betreuten Wohnens entscheidend darauf an, wie stark der Betreuer durch die konkrete Wohnform typischerweise von Betreueraufgaben entlastet ist. Systemkonform ist dabei eine abstrakte Betrachtung anzustellen ohne die Ber&#252;cksichtigung der Belastung des Betreuers im konkreten Einzelfall. Kein Heim ist anzunehmen, wenn sich die angebotene Betreuung auf allgemeine Lebenshilfe beschr&#228;nkt und weder Verpflegung, noch Gesundheitssorge, noch Pflegeleistungen angeboten werden (Fr&#246;schle in M&#252;nchener Kommentar zum BGB, 7. Aufl. 2017, VBVG, &#167; 5 RN 32 m.w.N.; Jaschinski in Herrberger/Martinek/R&#252;ssmann u.a., Juri PK - BGB 8. Aufl. 2017, &#167; 5 VBVG RN 13 ff; Bienwald in Bienwald/Sonnenfeld/Harm, Betreuungsrecht, 6. Aufl. 2016, &#167; 1836 BGB, RN 116 f.).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>11&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"11\"/>Beim Wohnen des Betroffenen im Haus BP gem. dem von ihm abgeschlossenen Mietvertrag in Verbindung mit dem von ihm abgeschlossenen Betreuungsvertrags in einer ambulant betreuten Wohngruppe handelt es sich unter Zugrundelegung dieses Verst&#228;ndnisses des Heimbegriffs verg&#252;tungsrechtlich um ein Wohnen im Heim nach &#167; 5 Abs. 3 VBVG.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>12&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"12\"/>Der Betroffene hat sich in einer ambulant betreuten Wohngruppe, die dem Pflegeheim BP unmittelbar angegliedert ist, zu Wohnzwecken bei einer Gesamtmiete incl. pauschaler Betriebskosten von 520,34 EUR monatlich eingemietet. Das Haus BP stellt dem Betroffenen aufgrund des Miet- und Betreuungsvertrages Wohnraum, Verpflegung und tats&#228;chliche Betreuung zur Verf&#252;gung. Er kann sich darauf verlassen, dass er in allen Bereichen der Daseinsvorsorge Hilfe erh&#228;lt, wenn er sie ben&#246;tigt. Ob der Betroffene diese Leistungen tats&#228;chlich in Anspruch nimmt, ist nicht ma&#223;geblich (Fr&#246;schle in M&#252;nchener Kommentar, a.a.O., &#167; 5 VBVG RN 30).</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>13&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"13\"/>Der Betroffene zahlt f&#252;r das Servicepaket nach &#167; 2 des Betreuungsvertrages eine monatliche Pauschale von 141,- EUR. Dies sind ca. 27 % des Mietzinses f&#252;r das Wohnen in der ambulant betreuten Wohngruppe. Dieses Entgelt ist im Verh&#228;ltnis zur Miete mithin nicht von untergeordneter Bedeutung (vgl. &#167; 1 Abs. 2 Heimgesetz). F&#252;r diesen Zusatzbeitrag erh&#228;lt der Betroffene nach &#167; 2 des Betreuungsvertrages umfassende Betreuungsleistungen. Dies sind neben der Vorhaltung eines Hausnotrufdienstes, die komplette W&#228;scheversorgung (Reinigung maschinenf&#228;higer W&#228;sche) sowie Reinigung von Zimmer und Bad sowie aller Gemeinschaftsr&#228;ume einschlie&#223;lich Gemeinschaftsk&#252;che und Gemeinschaftswohn- und Esszimmer. Zudem wird dem Betroffenen die M&#246;glichkeit zus&#228;tzlicher individueller Beratungstermine gegeben. Diese Beratung findet statt zu Fragen der allt&#228;glichen Lebensf&#252;hrung, zu den Hilfem&#246;glichkeiten, zu m&#246;glichen Sozialleistungen und zu betreuungsrechtlichen Problemen. Es wird Beratung und Hilfeleistung gegeben bei Kontakten mit Beh&#246;rden, bei der Antragstellung zu Leistungen der Pflege- und Krankenversicherung sowie f&#252;r weitere Sozialleistungen und bei der &#228;rztlichen Versorgung. Eine umfassende Rechtsberatung und umfassende Sozialberatung erfolgt allerdings nicht. Des Weiteren werden auf Wunsch oder bei Bedarf Dienstleistungen und Hilfen vermittelt f&#252;r Dienstleistungen im hauswirtschaftlichen Bereich und zur Alltagsbew&#228;ltigung (Essenslieferung, Einkaufsdienste, Begleit- und Fahrdienste) und Hilfeleistung f&#252;r den Not-, Krankheits- und Pflegefall. Zudem wird Hilfeleistung bei der Suche nach einem Heimplatz und beim &#220;bergang ins Pflegeheim geleistet. Zudem hat der Betroffene Anspruch auf Teilnahme am Mittagessen im Speisesaal der Einrichtung zu den jeweils g&#252;ltigen Preisen, Anspruch auf Erste Hilfe durch Krankenschwestern/Altenpflegerin und Beratung in Sachen Betreuung im Bedarfsfall. Schlie&#223;lich wird in dem Betreuungsvertrag dem Bewohner eine bevorzugte Aufnahme im Haus BP oder in eine andere Einrichtung der A-Gesellschaft, soweit Pflegepl&#228;tze zur Verf&#252;gung stehen und eine Pflegebed&#252;rftigkeit vorliegt, erm&#246;glicht. Bei der Belegung freier Pl&#228;tze wird dem Betroffenen Vorrang vor anderen Bewerbern einger&#228;umt.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>14&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"14\"/>Diese erheblichen Hilfs- und Beratungsleistungen, welche aufgrund des zus&#228;tzlichen Betreuungsvertrages in enger Verbindung mit dem Wohnen in der ambulant betreuten Wohngruppe dem Betroffenen zustehen, f&#252;hren dazu, dass der durchschnittliche Betreuungsaufwand f&#252;r ihn - &#228;hnlich einem Heimbewohner - signifikant geringer f&#252;r die Betreuerin ist als f&#252;r einen zu Hause lebenden Betreuten. Durch diese konkrete Wohnform wird die Betreuerin bei der gebotenen abstrakten Betrachtungsweise typischerweise von Betreueraufgaben entlastet. Denn mit den genannten Hilfs-, Versorgungs- und Beratungsleistungen stehen dem Betroffenen umfassende Unterst&#252;tzungen zur Verf&#252;gung, bez&#252;glich derer er sich andernfalls an die Betreuerin wenden w&#252;rde, was zu erh&#246;htem Aufwand f&#252;hren w&#252;rde.</td></tr></table>\n    <table><tr><td>III.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>15&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"15\"/>Eine Erstattung au&#223;ergerichtlicher Kosten erfolgt nicht (&#167; 307 FamFG). Die Festsetzung des Beschwerdewerts beruht auf &#167;&#167; 35, 36, 61 GNotKG.</td></tr></table>\n    </td></tr><tr><td valign=\"top\"><table><tr><td>16&#160;</td></tr></table></td><td><table><tr><td><rd nr=\"16\"/>Gr&#252;nde, f&#252;r die Zulassung der Rechtsbeschwerde nach &#167; 70 Abs. 1 und 2 FamFG bestehen nicht.</td></tr></table>\n</td></tr></table>"
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