List view for cases

GET /api/cases/259061/
HTTP 200 OK
Allow: GET, PUT, PATCH, DELETE, HEAD, OPTIONS
Content-Type: application/json
Vary: Accept

{
    "id": 259061,
    "slug": "arbg-hagen-2007-12-13-4-bv-4607",
    "court": {
        "id": 766,
        "name": "Arbeitsgericht Hagen",
        "slug": "arbg-hagen",
        "city": 430,
        "state": 12,
        "jurisdiction": "Arbeitsgerichtsbarkeit",
        "level_of_appeal": null
    },
    "file_number": "4 BV 46/07",
    "date": "2007-12-13",
    "created_date": "2019-03-05T16:15:30Z",
    "updated_date": "2020-12-10T12:06:15Z",
    "type": "Beschluss",
    "ecli": "ECLI:DE:ARBGHA:2007:1213.4BV46.07.00",
    "content": "<h2>Tenor</h2>\n\n<p>Der Antrag wird zur&#252;ckgewiesen</p><br style=\"clear:both\">\n\n<span class=\"absatzRechts\">1</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:17px\"><b><u>Gr&#252;nde :</u></b></p>\n            <span class=\"absatzRechts\">2</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:17px\"><b>I.</b></p>\n            <span class=\"absatzRechts\">3</span><p class=\"absatzLinks\">Bei dem Antragsteller handelt es sich um den 17-k&#246;pfigen Betriebsrat, der bei der Arbeitgeberin gew&#228;hlt wurde.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">4</span><p class=\"absatzLinks\">Die Arbeitgeberin nahm am 01.07.2002 ihre operative T&#228;tigkeit auf. Bis dahin wurden der Vertrieb, die Montage und die Installation sowie der Service f&#252;r Automatikt&#252;ren und Automatikt&#252;rantriebseinheiten von der D1 Gruppe in Deutschland im Wesentlichen durch die diesem Gesch&#228;ftsbereich zugeordneten Mitarbeiter der D1 GmbH &amp; Co. KG oder von Mitarbeitern diverser Tochtergesellschaften ausgef&#252;hrt. Die D1 GmbH &amp; Co. KG war und ist Mitglied des Arbeitgeberverbandes f&#252;r die Metallindustrie Nordrhein-Westfalens. Die Arbeitgeberin, auf die im Zuge der Umstrukturierung insgesamt 157 Arbeitnehmer von Mitarbeitern der tarifgebundenen D1 GmbH &amp; Co. KG nach Ma&#223;gabe des &#167; 613 a BGB &#252;bergingen, ist nicht tarifgebunden.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">5</span><p class=\"absatzLinks\">Der Antragsteller, die Arbeitgeberin und die D1 GmbH &amp; Co. KG schlossen unter dem 03.07.2002 einen Interessenausgleich und Sozialplan, dessen Ziffer 4 folgende Regelung enth&#228;lt:</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">6</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">Die Mitarbeiter der D1 GmbH &amp; Co. KG, die in die neue Gesellschaft &#252;bergehen, haben eine einzelvertragliche Bindung an den Tarifvertrag der Metallindustrie NRW.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">7</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">&#8230;</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">8</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">Diese Vertragsbestandteile werden auch &#252;ber die Bindungsfrist des &#167; 613 a BGB hinaus erhalten bleiben.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">9</span><p class=\"absatzLinks\">Bei der Firma D1 GmbH &amp; Co. KG gab es verschiedene Formularvertr&#228;ge, die u.a. folgende Regelung enthalten:</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">10</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">Auf das Arbeitsverh&#228;ltnis kommen im &#220;brigen die einschl&#228;gigen tariflichen Bestimmungen der Eisen-, Metall-, Elektro- und Zentralheizungsindustrie NRW zur Anwendung.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">11</span><p class=\"absatzLinks\">Noch vor Abschluss des Interessenausgleichs und Sozialplanes teilten die Arbeitgeberin und die D1 GmbH &amp; Co. KG im Juni 2002 den 157 betroffenen Arbeitgebern folgendes mit:</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">12</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">Auch Ihr Arbeitsverh&#228;ltnis wird zum 01.07.2002 auf die D1  A2 GmbH &amp; Co. KG &#252;bergehen. Wir m&#246;chten besonders darauf hinweisen, dass mit diesem &#220;bergang die Konditionen Ihres Arbeitsverh&#228;ltnisses nicht ver&#228;ndert werden, d.h. insbesondere auch &#8230;.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">13</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">dass durch Ihre einzelvertragliche Vereinbarung f&#252;r Sie weiterhin die Regelungen des Tarifvertrages der Metallindustrie gelten, obwohl die neue Gesellschaft nicht darin gebunden ist. </p>\n            <span class=\"absatzRechts\">14</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">&#8230;</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">15</span><p class=\"absatzLinks\">Nach dem Tarifabschluss 2004 wurde unter dem 15.04.2004 zwischen der Arbeitgeberin und der IG Metall Bezirksleitung NRW ein Haus- bzw. &#196;nderungstarifvertrag abgeschlossen, der u.a. folgende Regelung enth&#228;lt:</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">16</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">Sind im Wege des Betriebs&#252;berganges Arbeitsverh&#228;ltnisse von Mitarbeitern &#8230;</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">17</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">f&#252;r die in Folge deren Verbandsmitgliedschaft Tarifbindung bestand, auf die D1 A2 &#8230;. &#252;bergegangen.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">18</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">Aufgrund des Betriebs&#252;berganges sind die Einzelarbeitsvertragsverh&#228;ltnisse mit der entsprechenden Tarifbindung auf die D1  A2 &#252;bergegangen. Dies wird klarstellend best&#228;tigt durch die Formulierung im Interessenausgleich und Sozialplan vom 03.07.2002. F&#252;r diese Mitarbeiter &#8230;.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">19</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">wird nunmehr hinsichtlich der tarifvertraglichen Regelung folgender ab&#228;ndernder Tarifvertrag vereinbart:</p>\n                <span class=\"absatzRechts\">20</span><ol class=\"absatzLinks\"><li>Geltungsbereich</li></ol>\n            <span class=\"absatzRechts\">21</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">Diese Vereinbarung gilt f&#252;r einen Teil der Besch&#228;ftigten entsprechend Punkt 4 des Interessenausgleichs und Sozialplanes vom 03.07.2002.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">22</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">Sonderregelung 2004/2005</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">23</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">Anstelle der geltenden Tarifregelungen wird folgendes abl&#246;send vereinbart:</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">24</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:57px\">2.1 Anspr&#252;che &#8230; aus dem Tarifabschluss 2004 bestehen bis auf weiteres nicht. </p>\n            <span class=\"absatzRechts\">25</span><p class=\"absatzLinks\">In der Folgezeit kam es zwischen den Betriebsparteien zum Streit dar&#252;ber, ob auf die Arbeitsverh&#228;ltnisse der 157, fr&#252;her bei der D1 GmbH &amp; Co. KG besch&#228;ftigten, Arbeitnehmer die Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Metallindustrie NRW jeweils in der g&#252;ltigen Fassung gelten. Wegen des au&#223;ergerichtlichen Schriftwechsels wird auf die Schreiben des Verfahrensbevollm&#228;chtigten des Antragstellers vom 22.03.2007 und 24.04.2007, Blatt 8, 9 der Akte Bezug genommen.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">26</span><p class=\"absatzLinks\">Der Betriebsrat ist der Ansicht, dass auf die Arbeitsverh&#228;ltnisse der auf die Arbeitgeberin &#252;bergegangenen 157 Arbeitnehmer, die fr&#252;her bei der D1 GmbH &amp; Co. KG besch&#228;ftigt waren, die Tarifvertr&#228;ge der Eisen-, Metall-, Elektro- und Zentralheizungsindustrie NRW in der jeweils g&#252;ltigen Fassung anzuwenden seien, weil in Ziffer 4 des Interessenausgleichs und Sozialplanes vom 03.07.2002 eine dynamische Verweisung auf die Tarifvertr&#228;ge in der Metallindustrie in der jeweils g&#252;ltigen Fassung enthalten sei, was auch durch das Schreiben der Arbeitgeberin und der Firma D1 GmbH &amp; Co. KG von Juni 2007 an die betroffenen 157 Arbeitnehmer belegt werde. Der Betriebsrat ist au&#223;erdem der Ansicht, dass er die f&#252;r die Durchf&#252;hrung des vorliegenden Verfahrens erforderliche Antragsbefugnis habe und ihm ein Anspruch auf Verpflichtung der Arbeitgeberin zur Anwendung der Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Metallindustrie NRW auf die von der D1 GmbH &amp; Co. KG auf die Arbeitgeberin &#252;bergegangenen Arbeitsverh&#228;ltnisse zustehe.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">27</span><p class=\"absatzLinks\">Nachdem der Betriebsrat urspr&#252;nglich in der Antragsschrift einen Feststellungsantrag angek&#252;ndigt hat, hat er zuletzt beantragt:</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">28</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:85px\">Die Antragsgegnerin wird verpflichtet, auf die am 01.07.2002 von der D1 GmbH &amp; Co. KG auf sie &#252;bergegangenen Arbeitsverh&#228;ltnisse die Tarifvertr&#228;ge der Eisen-, Metall-, Elektro- und Zentralheizungsindustrie NRW in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">29</span><p class=\"absatzLinks\">Die Arbeitgeberin beantragt,</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">30</span><p class=\"absatzLinks\" style=\"margin-left:85px\">den Antrag abzuweisen.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">31</span><p class=\"absatzLinks\">Die Arbeitgeberin ist der Ansicht, dass dem Betriebsrat die Antragsbefugnis fehle, weil er nicht eigene Rechte geltend mache. Dar&#252;ber hinaus ist die Arbeitgeberin der Ansicht, dass der Antrag jedenfalls unbegr&#252;ndet sei, weil keine dynamische Verweisung auf die Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Metallindustrie NRW in der jeweils g&#252;ltigen Fassung vorliege. Zumindest k&#246;nne aber der Antrag deswegen keinen Erfolg haben, weil die Formularvertr&#228;ge der 157 Arbeitnehmer unterschiedliche Regelungen und nur \"im &#220;brigen\" eine Verweisung auf die Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Metallindustrie enthielten, so dass der Antrag des Betriebsrates jedenfalls zu weit sei.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">32</span><p class=\"absatzLinks\">Wegen des Vorbringens der Beteiligten im &#220;brigen wird auf den vorgetragenen Inhalt der Schrifts&#228;tze nebst Anlagen Bezug genommen.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">33</span><p class=\"absatzLinks\"><b>II.</b></p>\n            <span class=\"absatzRechts\">34</span><p class=\"absatzLinks\">Der Antrag ist zul&#228;ssig, aber unbegr&#252;ndet.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">35</span><p class=\"absatzLinks\"><b>1.</b></p>\n            <span class=\"absatzRechts\">36</span><p class=\"absatzLinks\">Der zuletzt auf Verpflichtung zur Anwendung der Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Metallindustrie NRW in der jeweils g&#252;ltigen Fassung auf die am 01.07.2002 von der D1 GmbH &amp; Co. KG auf die Arbeitgeberin &#252;bergegangenen Arbeitsverh&#228;ltnisse ist hinreichend bestimmt im Sinne des &#167; 253 Abs. 2 Nr. 2. ZPO und dem Betriebsrat steht die erforderliche Antragsbefugnis zu.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">37</span><p class=\"absatzLinks\">a</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">38</span><p class=\"absatzLinks\">Der Antrag ist bestimmt im Sinne des &#167; 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, weil er darauf gerichtet ist, auf alle zum 01.07.2002 auf die von der D1 GmbH &amp; Co. KG auf die Arbeitgeberin &#252;bergegangenen Arbeitsverh&#228;ltnisse die Tarifvertr&#228;ge der Eisen-, Metall-, Elektro- und Zentralheizungsindustrie NRW in der jeweils geltenden Fassung ohne Einschr&#228;nkungen anzuwenden. Es handelt sich dabei um einen sogenannten Globalantrag, dessen Bestimmtheit nach st&#228;ndiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, der die Kammer folgt, zu bejahen ist, weil er auf eine einschr&#228;nkungslose Verpflichtung der Arbeitgeberin zur Anwendung aller Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Metallindustrie auf die zum 01.07.2002 auf sie &#252;bergegangenen Arbeitsverh&#228;ltnisse gerichtet ist. Ob die Arbeitgeberin tats&#228;chlich zur Anwendung der Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Metallindustrie in der jeweils g&#252;ltigen Fassung auf die auf sie zum 01.07.2002 &#252;bergegangenen Arbeitsverh&#228;ltnisse verpflichtet ist, ist keine Frage der Bestimmtheit, sondern der Begr&#252;ndetheit des Globalantrags (vgl. BAG, Urteil vom 28.02.2006 &#8211; 1 AZR 460/04, NZA 2006, 798; BAG, Beschluss vom 20.10.1999 &#8211; 7 ABR 37/98, Juris; BAG, Beschluss vom 21.09.1993 &#8211; 1 ABR 28/93, NZA 1994, 375). </p>\n            <span class=\"absatzRechts\">39</span><p class=\"absatzLinks\">b</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">40</span><p class=\"absatzLinks\">Dem Betriebsrat steht auch nach &#167; 81 Abs. 1 ArbGG erforderliche Antragsbefugnis zu. Denn die f&#252;r die Einleitung eines arbeitsgerichtlichen Beschlussverfahrens erforderliche Antragsbefugnis steht dem Antragsteller dann zu, wenn er vortr&#228;gt, Tr&#228;ger des streitbefangenen Rechts zu sein und er durch die begehrte Entscheidung in seiner betriebsverfassungsrechtlichen Rechtsposition betroffen werden kann. Dies ist regelm&#228;&#223;ig nur dann der Fall, wenn er eigene Rechte geltend macht (vgl. BAG, Beschluss vom 18.02.2003 &#8211; 1 ABR 17/02, DB 2003, 2290; Beschluss vom 22.06.2005 &#8211; 10 ABR 34/04, Juris). Vorliegend macht der Antragsteller den Anspruch auf Durchf&#252;hrung eines Sozialplanes, der gem&#228;&#223; &#167; 112 Abs. 1 S. 3 BetrVG die Wirkung einer Betriebsvereinbarung hat, geltend. Er macht damit entgegen der Ansicht der Antragstellerin nicht in unzul&#228;ssiger Weise individualrechtliche Anspr&#252;che der einzelnen Arbeitnehmer, sondern einen eigenen betriebsverfassungsrechtlichen Anspruch geltend. Die Antragsbefugnis des Antragstellers ist daher entgegen der Ansicht der Arbeitgeberin zu bejahen (vgl. BAG, Beschluss vom 29.04.2004 &#8211; 1 ABR 30/02, NZA 2004, 670; Beschluss vom 21.01.2003 &#8211; 1 ABR 5/02, NZA 2003, 810; Beschluss vom 24.01.1996 &#8211; 1 ABR 35/95). </p>\n            <span class=\"absatzRechts\">41</span><p class=\"absatzLinks\"><b>2.</b></p>\n            <span class=\"absatzRechts\">42</span><p class=\"absatzLinks\">Der Antrag ist allerdings unbegr&#252;ndet. </p>\n            <span class=\"absatzRechts\">43</span><p class=\"absatzLinks\">Ob und ggf. inwieweit die Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Metallindustrie NRW aufgrund der Ziffer 4. des Interessenausgleichs und Sozialplanes vom 03.07.2007, also aufgrund einer Kollektivvereinbarung, die gem&#228;&#223; &#167; 112 Abs. 1 S. 3 BetrVG die Wirkung einer Betriebsvereinbarung hat, auf die Arbeitgeberin mit Wirkung zum 01.07.2002 &#252;bergegangenen Arbeitsverh&#228;ltnisse anwendbar sind und damit dem Betriebsrat ein eigener betriebsverfassungsrechtlicher Durchf&#252;hrungsanspruch zusteht, kann offenbleiben. Denn der Antrag ist jedenfalls deswegen unbegr&#252;ndet, weil dem Antragsteller kein eigener betriebsverfassungsrechtlicher Anspruch auf einschr&#228;nkungslose Anwendung aller Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Metallindustrie in der jeweils g&#252;ltigen Fassung auf die Arbeitgeberin mit Wirkung zum 01.07.2002 &#252;bergegangenen Arbeitsverh&#228;ltnisse zusteht. Nach st&#228;ndiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts, der die Kammer folgt, ist ein Globalantrag, der eine Vielzahl von Fallgestaltungen erfasst, im vollen Umfang als unbegr&#252;ndet abzuweisen, wenn es darunter Fallgestaltungen gibt, in denen sich der Antrag als unbegr&#252;ndet erweist. Etwas anderes kommt nur dann in Betracht, wenn sich der Antrag auf voneinander zu trennende und gegeneinander klar abgrenzbare Sachverhalte bezieht und der begr&#252;ndete Teil schon dem Antrag selbst als Teil des Verfahrens zu entnehmen ist (vgl. BAG, Urteil vom 28.02.2006 &#8211; 1 AZR 461/04, Juris; Beschluss vom 22.06.2005 &#8211; 10 ABR 34/04, NZA-RR 2006, 23; BAG, Beschluss vom 20.10.1999 &#8211; 7 ABR 37/98, Juris).</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">44</span><p class=\"absatzLinks\">Es ist zwischen den Beteiligten unstreitig, dass es bei der Arbeitgeberin verschiedene Formulararbeitsvertr&#228;ge gibt, die unterschiedliche Regelungen enthalten und \"im &#220;brigen\" auf die Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Metallindustrie NRW verweisen. Aufgrund der Tatsache, dass es jedenfalls auch Formulararbeitsvertr&#228;ge gibt, die nicht in vollem Umfang auf die Tarifvertr&#228;ge in der Metallindustrie NRW verweisen, gibt es auch Fallgestaltungen, bei denen der Antrag auf einschr&#228;nkungslose Anwendung aller Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Metallindustrie NRW in der jeweils g&#252;ltigen Fassung unbegr&#252;ndet ist. Dass der Antrag unbegr&#252;ndet ist, belegt auch die Tatsache, dass bei einer stattgebenden Entscheidung jedenfalls aufgrund der Bezugnahme auf die Tarifvertr&#228;ge \"im &#220;brigen\" unklar bliebe, inwieweit die Tarifvertr&#228;ge f&#252;r die Metallindustrie auf die einzelnen Arbeitsverh&#228;ltnisse, die zum 01.07.2002 auf die Arbeitgeberin &#252;bergingen, anwendbar sind, so dass dar&#252;ber ohnehin in Urteilsverfahren im Einzelnen entschieden werden m&#252;sste.</p>\n            <span class=\"absatzRechts\">45</span><p class=\"absatzLinks\">Aus alledem folgt, dass der Globalantrag insgesamt als unbegr&#252;ndet abzuweisen war</p>\n            \n        \n      "
}