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    "file_number": "III ZR 35/18",
    "date": "2019-04-04",
    "created_date": "2019-04-24T10:00:14Z",
    "updated_date": "2022-10-18T15:12:30Z",
    "type": "Urteil",
    "ecli": "ECLI:DE:BGH:2019:040419UIIIZR35.18.0",
    "content": "<h2>Tenor</h2>\n\n<div>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>Auf die Revision des Kl&#228;gers wird das Urteil des 1. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 25. Januar 2018 aufgehoben.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch &#252;ber die Kosten des dritten Rechtszugs, an das Berufungsgericht zur&#252;ckverwiesen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>Von Rechts wegen</p>\n            </dd>\n         </dl>\n      </div>\n   \n<h2>Tatbestand</h2>\n\n<div>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_1\">1</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Der Kl&#228;ger macht Amtshaftungsanspr&#252;che wegen behauptet unzureichender Erste-Hilfe-Ma&#223;nahmen durch das Lehrpersonal des beklagten Landes anl&#228;sslich eines im Sportunterricht erlittenen Zusammenbruchs geltend.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_2\">2</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Der am 30. April 1994 geborene Kl&#228;ger war Sch&#252;ler der&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;-Schule in W.&#160;&#160;&#160;&#160;. Am 16. Januar 2013 nahm er am Grundkurs im Fach Sport der Jahrgangsstufe 13 teil, der von der Sportlehrerin H.&#160;&#160;&#160;geleitet wurde. Etwa f&#252;nf Minuten nach Beginn des Aufw&#228;rmtrainings h&#246;rte der Kl&#228;ger auf zu laufen, stellte sich an die rechte Seite eines Garagentores in der Sporthalle und erkl&#228;rte, er habe Kopfschmerzen. Er fasste sich an den Kopf, sein Gesicht wurde blass. Er rutschte sodann an der Wand entlang in eine Sitzposition. Darauf wurden die Mitsch&#252;lerinnen A.&#160;&#160;&#160;&#160;und K.&#160;&#160;&#160;&#160;aufmerksam, die zu dem Kl&#228;ger eilten. Die Sportlehrerin H.&#160;&#160;befand sich zu diesem Zeitpunkt auf der linken Seite des Garagentores und der Sportlehrer Ko.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;, der sp&#228;ter herbeigerufen wurde, mit seinem Kurs in einem anderen, mit einem Vorhang abgetrennten Hallensegment. Um 15.27 Uhr ging der von der Lehrerin H.&#160;&#160;&#160;ausgel&#246;ste Notruf bei der Rettungsleitstelle ein. Sie wurde gefragt, ob der Kl&#228;ger noch atme. Sie befragte dazu ihre Sch&#252;ler; die Antwort ist streitig. Sie erhielt sodann von der Leitstelle die Anweisung, den Kl&#228;ger in die stabile Seitenlage zu verbringen. Der Rettungswagen traf um 15.32 Uhr, der Notarzt um 15.35 Uhr ein. Die Sanit&#228;ter und der Notarzt begannen sofort mit Wiederbelebungsma&#223;nahmen, die ungef&#228;hr 45 Minuten dauerten. Anschlie&#223;end wurde der intubierte und beatmete Kl&#228;ger in eine Klinik verbracht. Im dortigen Bericht vom 21. M&#228;rz 2013 ist unter anderem vermerkt: \"Beim Eintreffen des Notarztes bereits 8-min&#252;tige Bewusstlosigkeit ohne jegliche Laienreanimation\". Es wurde ein hypoxischer Hirnschaden nach Kammerflimmern diagnostiziert, wobei die Genese unklar war. W&#228;hrend der station&#228;ren Behandlung ergaben sich weitere - teils lebensgef&#228;hrliche - Erkrankungen. Seit dem 24. Oktober 2013 ist der Kl&#228;ger zu 100% als Schwerbehinderter anerkannt. Sein Antrag auf Gew&#228;hrung von Entsch&#228;digungsleistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung wurde von der Unfallkasse Hessen mit der Begr&#252;ndung abgelehnt, es liege kein Versicherungsfall nach &#167; 8 Abs. 1 in Verbindung mit &#167; 2 Abs. 1 Nr. 8b SGB VII vor. Der dagegen gerichtete Widerspruch des Kl&#228;gers ist zur&#252;ckgewiesen worden. Eine Klage wurde nicht erhoben. Der Beklagte hat erstinstanzlich den Verzicht auf die nochmalige Er&#246;ffnung eines sozialrechtlichen Verfahrens erkl&#228;rt.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_3\">3</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Der Kl&#228;ger verlangt ein angemessenes Schmerzensgeld (mindestens 500.000 &#8364;), die Erstattung materieller Sch&#228;den (102.999,68 &#8364;), eine monatliche Mehrbedarfsrente von 3.078 &#8364; sowie die Feststellung der Ersatzpflicht des beklagten Landes f&#252;r k&#252;nftige Sch&#228;den. Er behauptet, sein gesundheitlicher Zustand sei unmittelbare Folge des erlittenen hypoxischen Hirnschadens wegen mangelnder Sauerstoffversorgung des Gehirns infolge unterlassener Reanimationsma&#223;nahmen durch die beiden Sportlehrer. H&#228;tten diese im Rahmen der notfallm&#228;&#223;igen Erste-Hilfe-Versorgung eine Atemkontrolle und - angesichts des dabei festgestellten Atemstillstands - anschlie&#223;end eine Reanimation durch Herzdruckmassage und Atemspende durchgef&#252;hrt, w&#228;re es nicht zu dem Hirnschaden gekommen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_4\">4</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Das Landgericht hat die Klage nach Vernehmung der Zeugen A.&#160;&#160;&#160;&#160;, K.&#160;&#160;&#160;&#160;, H.&#160;&#160;&#160;&#160;und Ko.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;abgewiesen. Die Berufung des Kl&#228;gers hat das Oberlandesgericht zur&#252;ckgewiesen. Hiergegen richtet sich die vom Senat zugelassene Revision des Kl&#228;gers.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n      </div>\n   \n<h2>Entscheidungsgründe</h2>\n\n<div>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_5\">5</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die zul&#228;ssige Revision hat Erfolg. Sie f&#252;hrt zur Aufhebung der angefochtenen Entscheidung und zur Zur&#252;ckverweisung der Sache an die Vorinstanz.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>I.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_6\">6</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Das Berufungsgericht (MDR 2018, 670) hat offen gelassen, ob die Sportlehrer des beklagten Landes nach dem Ergebnis der in erster Instanz durchgef&#252;hrten Beweisaufnahme ihre Amtspflicht, erforderliche und zumutbare Erste-Hilfe-Ma&#223;nahmen zu leisten, verletzt haben. Zwar m&#246;ge der Zeugin H.&#160;&#160;&#160;gegebenenfalls vorzuwerfen sein, dass sie, anstatt selbst die Vitalfunktionen des Kl&#228;gers bis zum Eintreffen der Rettungskr&#228;fte zu kontrollieren beziehungsweise zu &#252;berwachen, dies zwei Sch&#252;lerinnen &#252;berlassen habe. Auch habe der Zeuge Ko.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;keine Atemkontrolle durchgef&#252;hrt, sondern sich darauf beschr&#228;nkt, den Puls des Kl&#228;gers zu f&#252;hlen. Dementsprechend h&#228;tten beide Zeugen keine Angaben dazu machen k&#246;nnen, wann die Atmung des Kl&#228;gers ausgesetzt habe. Die Frage etwaiger Pflichtverletzungen bed&#252;rfe letztlich aber keiner Entscheidung. Denn es lasse sich nicht feststellen, dass sich ein etwa pflichtwidriges Unterlassen einer ausreichenden Kontrolle der Vitalfunktionen und etwaiger bis zum Eintreffen der Rettungskr&#228;fte gebotener Reanimationsma&#223;nahmen kausal auf dessen Gesundheitszustand ausgewirkt habe beziehungsweise dass - wie vom Kl&#228;ger behauptet - sein Zustand auf eine massive Sauerstoffunterversorgung bis zum Eintreffen der Rettungskr&#228;fte zur&#252;ckzuf&#252;hren sei. Denn es k&#246;nne nicht ausgeschlossen werden, dass die Atmung des Kl&#228;gers erst kurz vor dem Eintreffen der Rettungskr&#228;fte ausgesetzt habe - an die diesbez&#252;gliche Feststellung des Landgerichts sei das Berufungsgericht gebunden (&#167; 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO) - oder dass selbst bei Durchf&#252;hrung einer bereits vorher gebotenen Reanimation der Kl&#228;ger heute in gleicher Weise gesundheitlich beeintr&#228;chtigt w&#228;re. Die Wertung des Landgerichts, wonach sich der Zeitpunkt, zu dem der Kl&#228;ger aufgeh&#246;rt habe zu atmen, nicht verl&#228;sslich festlegen lasse, sodass auch nicht festgestellt werden k&#246;nne, ab wann Wiederbelebungsma&#223;nahmen geboten gewesen w&#228;ren, sei nicht zu beanstanden. Die kl&#228;gerseits zur Kausalit&#228;t beantragte Vernehmung des Notarztes als sachverst&#228;ndiger Zeuge scheide aus. F&#252;r die Einholung eines Sachverst&#228;ndigengutachtens fehle es an ausreichenden Ankn&#252;pfungstatsachen. Dieses Beweisergebnis gehe zu Lasten des Kl&#228;gers. Die Voraussetzungen f&#252;r eine Beweislastumkehr l&#228;gen nicht vor, insbesondere lie&#223;en sich die Beweislastregeln des Arzthaftungsrechts bei groben Behandlungsfehlern nicht auf die etwaige Verletzung der hier im Raum stehenden Amtspflicht &#252;bertragen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>II.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_7\">7</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Das angefochtene Urteil h&#228;lt der rechtlichen Nachpr&#252;fung nicht stand. Auf der Grundlage des bisherigen Sach- und Streitstandes ist ein Schadensersatzanspruch des Kl&#228;gers nicht auszuschlie&#223;en.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_8\">8</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>1. Das Berufungsgericht hat die Frage, ob aufgrund der erstinstanzlichen Beweisaufnahme von einer schuldhaften Amtspflichtverletzung auszugehen ist, dahinstehen lassen. Drittinstanzlich ist deshalb zugunsten des Kl&#228;gers zu unterstellen, dass die beteiligten Sportlehrer notwendige Erste-Hilfe-Ma&#223;nahmen pflichtwidrig unterlassen haben.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_9\">9</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>2. Die Annahme des Berufungsgerichts, es lasse sich nicht feststellen, dass sich ein (etwaiges) pflichtwidriges Unterlassen einer ausreichenden Kontrolle der Vitalfunktionen und etwaiger bis zum Eintreffen der Rettungskr&#228;fte gebotener Reanimationsma&#223;nahmen kausal auf den Gesundheitszustand des Kl&#228;gers ausgewirkt habe, beruht auf einem Verfahrensfehler.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_10\">10</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Zu Unrecht r&#252;gt der Kl&#228;ger allerdings, aufgrund der bisherigen Beweisaufnahme sei davon auszugehen, dass er sp&#228;testens um 15.28 Uhr im Gesicht blau angelaufen sei (Atemstillstand), weshalb das Berufungsgericht Beweis durch Einholung eines Sachverst&#228;ndigengutachtens zu der aufgestellten Behauptung h&#228;tte erheben m&#252;ssen, bei Einleitung von Wiederbelebungsma&#223;nahmen um 15.28 Uhr w&#228;re der Hirnschaden verhindert worden.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_11\">11</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Soweit der Kl&#228;ger in diesem Zusammenhang auf die Aussagen der Zeuginnen A.&#160;&#160;&#160;und K.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;verweist, setzt er nur in revisionsrechtlich nicht erheblicher Weise seine W&#252;rdigung an die Stelle der tatrichterlichen Wertung des Berufungsgerichts. Bei seiner Argumentation &#252;bersieht der Kl&#228;ger im &#220;brigen, dass zwar die Zeugin A.&#160;&#160;&#160;angegeben hat, der Kl&#228;ger sei blau angelaufen gewesen, als er aufgrund der Anweisung der Rettungsleitstelle in die stabile Seitenlage gelegt worden sei. Dies hat die Zeugin K.&#160;&#160;&#160;&#160;so aber nicht best&#228;tigt. Diese hat angegeben, der Kl&#228;ger sei erst blau angelaufen, als sp&#228;ter der Sportlehrer Ko.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;dazu gekommen sei. Es ist deshalb revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn das Berufungsgericht aufgrund dieser unterschiedlichen Angaben nicht davon ausgegangen ist, ein Atemstillstand sei bereits sp&#228;testens um 15.28 Uhr eingetreten.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_12\">12</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Soweit der Kl&#228;ger in diesem Zusammenhang auf den Bericht der Klinik Bezug nimmt, wonach beim Eintreffen des Notarztes (15.35 Uhr) eine bereits achtmin&#252;tige Bewusstlosigkeit (15.27 Uhr; Zeitpunkt des Notrufs) ohne jegliche Laienreanimation vorgelegen habe, l&#228;sst sich hieraus nichts f&#252;r die Frage des Zeitpunktes des Atemstillstands ableiten, da Bewusstlosigkeit nicht automatisch mit Atemstillstand einhergeht.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_13\">13</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Zu Recht beanstandet der Kl&#228;ger aber, dass das Berufungsgericht - wie bereits das Landgericht - es abgelehnt hat, ein Sachverst&#228;ndigengutachten zum Zeitpunkt des Atemstillstandes beziehungsweise zur Dauer der Sauerstoffunterversorgung sowie den Folgen unterlassener Reanimationsma&#223;nahmen einzuholen. Einer Vernehmung des vom Kl&#228;ger benannten Notarztes als Zeugen bedurfte es nach dem derzeitigen Sach- und Streitstand in diesem Zusammenhang allerdings - entgegen der Auffassung der Revision - nicht.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_14\">14</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Das Landgericht hat eine Vernehmung des Notarztes als nicht geboten abgelehnt. Soweit dieser vom Kl&#228;ger zum Nachweis seiner Behauptung benannt worden sei, dass der Zustand des Kl&#228;gers und die Dauer der Wiederbelebungsma&#223;nahmen von 45 Minuten bewiesen, dass er seit mindestens sechs Minuten keinen Sauerstoff mehr bekommen habe, handele es sich nicht um eine dem Zeugenbeweis zug&#228;ngliche Tatsachenbehauptung, sondern um eine Schlussfolgerung, die zu ziehen Aufgabe eines Sachverst&#228;ndigen sei. F&#252;r die Einholung eines Sachverst&#228;ndigengutachtens fehle es jedoch an Ankn&#252;pfungstatsachen, da nicht mit hinreichender Gewissheit festgestellt werden k&#246;nne, ob und gegebenenfalls wie lange der Kl&#228;ger geatmet habe. Dieser Bewertung ist das Berufungsgericht gefolgt und ist im Ergebnis in &#220;bereinstimmung mit dem Landgericht davon ausgegangen, es lasse sich nicht ausschlie&#223;en, dass die Atmung des Kl&#228;gers - wie vom beklagten Land behauptet - erst unmittelbar vor dem Eintreffen der Rettungskr&#228;fte ausgesetzt habe. Diese Feststellung ist nicht verfahrensfehlerfrei getroffen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_15\">15</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Zwar sind die Instanzgerichte zu Recht davon ausgegangen, dass es f&#252;r die Beantwortung der Frage, inwieweit aus dem Zustand des Kl&#228;gers und dem Zeitraum der Wiederbelebungsma&#223;nahmen R&#252;ckschl&#252;sse auf die Dauer und damit den Zeitpunkt des Eintritts des Atemstillstands m&#246;glich sind, und damit letztlich f&#252;r die Beurteilung der Kausalit&#228;t unterlassener Erste-Hilfe-Ma&#223;nahmen nicht auf die Aussagen von (ggfs. auch sachverst&#228;ndigen) Zeugen ankommen kann. Diese Beurteilung obliegt vielmehr einem Sachverst&#228;ndigen (siehe auch BGH, Urteile vom 16. November 1999 - VI ZR 257/98, NJW 2000, 862, 863; vom 20. M&#228;rz 2007 - VI ZR 254/05, NJW 2007, 2122 Rn. 21 und vom 3. Juni 2008 - VI ZR 235/07, NJW-RR 2008, 1380 Rn. 11). Zwar kann die Vernehmung von Zeugen eine wichtige Erkenntnisquelle f&#252;r Ankn&#252;pfungstatsachen eines Sachverst&#228;ndigengutachtens sein. Die Revision zeigt aber keinen Sachvortrag in den Vorinstanzen auf, nach dem von einer Vernehmung des Notarztes &#252;ber die in dem ausf&#252;hrlichen Protokoll des Notarzteinsatzes (Anlage K 3) und die im Bericht der Klinik (Anlage K 4) dokumentierten und von der Beklagten auch nicht bestrittenen Angaben hinaus weitere - tats&#228;chliche - Erkenntnisse &#252;ber die vor Ort erhobenen Befunde und die Art und Dauer der von den Rettungskr&#228;ften getroffenen (Wiederbelebungs-)Ma&#223;nahmen zu erwarten sein k&#246;nnten.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_16\">16</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Rechtsfehlerhaft ist aber die Annahme der Instanzgerichte, es fehle an ausreichenden Ankn&#252;pfungstatsachen f&#252;r ein Sachverst&#228;ndigengutachten, da die Kausalit&#228;tsfrage nur gekl&#228;rt werden k&#246;nne, wenn - wie nicht - bekannt sei, ob und gegebenenfalls wie lange der Kl&#228;ger bis zum Eintreffen der Rettungskr&#228;fte mangels Atmung unter Sauerstoffmangel gelitten habe. Die vom Kl&#228;ger beantragte Einholung eines Sachverst&#228;ndigengutachtens zielte gerade darauf ab, den Zeitpunkt des Atemstillstands festzustellen und insoweit auch die Behauptung des beklagten Landes zu widerlegen, wonach die Atmung erst unmittelbar vor dem Eintreffen der Rettungskr&#228;fte ausgesetzt habe, mithin der dennoch eingetretene Hirnschaden nicht auf das Verhalten der Lehrkr&#228;fte zur&#252;ckzuf&#252;hren sei. Bekannt (und unstreitig) waren insoweit die Art und die Dauer der durchgef&#252;hrten Wiederbelebungsma&#223;nahmen. Auch geht aus dem vorgelegten Einsatzprotokoll detailliert hervor, welche Befunde vor Ort bei dem Kl&#228;ger erhoben wurden. Das Ausma&#223; des Hirnschadens ist ebenfalls dokumentiert. Eine Einholung eines medizinischen Gutachtens w&#228;re nur dann nicht erforderlich gewesen, wenn auszuschlie&#223;en w&#228;re, dass der Kl&#228;ger damit den Kausalit&#228;tsbeweis f&#252;hren kann (vgl. nur Senat, Urteil vom 23. Oktober 2014 - III ZR 82/13, WM 2014, 2212 Rn. 17; BGH, Urteil vom 3. Juni 2008, aaO Rn. 16), wobei gr&#246;&#223;te Zur&#252;ckhaltung bei einer solchen Annahme geboten ist (vgl. nur BGH, Beschluss vom 10. April 2018 - VI ZR 378/17, BeckRS 2018, 14012 Rn. 9). Im vorliegenden Fall kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass ein Sachverst&#228;ndiger anhand der oben angesprochenen Ankn&#252;pfungstatsachen - so enth&#228;lt zum Beispiel das Notfalleinsatzprotokoll (Anlage K 3) unter \"3. Erstbefund\", \"3.2 Messwerte\" unter anderem einen \"SpO2\"-Wert (pulsoxymetrisch gemessene Sauerstoffkonzentration im Blut) von \"000\", was gegebenenfalls f&#252;r einen Sachverst&#228;ndigen R&#252;ckschl&#252;sse auf die Dauer des Atemstillstands erlaubt - in der Lage sein wird, weitere Aufkl&#228;rung hinsichtlich der tats&#228;chlichen Geschehensabl&#228;ufe und damit letztlich in Bezug auf die zwischen den Parteien streitige Frage nach der Urs&#228;chlichkeit der (vom Berufungsgericht unterstellten) Vers&#228;umnisse der Lehrkr&#228;fte f&#252;r den eingetretenen Hirnschaden zu leisten. Sollte das Berufungsgericht dies anders gesehen haben, l&#228;ge hierin eine unzul&#228;ssige vorweggenommene Beweisw&#252;rdigung. Die Ablehnung eines Beweisantrags als ungeeignet scheidet aus, wenn dadurch ein noch nicht erhobener Beweis vorab gew&#252;rdigt wird (vgl. nur Senat aaO; BGH, Beschluss vom 10. April 2018 aaO). Dies ist auch der Fall, wenn der Tatrichter, ohne seine eigene ausreichende (medizinische) Sachkunde darzulegen, im Wege der vorweggenommenen Beweisw&#252;rdigung pr&#252;ft, ob ein Sachverst&#228;ndiger in der Lage w&#228;re, aus den vorhandenen Ankn&#252;pfungstatsachen Befundtatsachen zu ermitteln (vgl. BGH, Beschluss vom 7. Dezember 2009 - II ZR 229/08, NJW-RR 2010, 246 Rn. 4).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_17\">17</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>3. Unbegr&#252;ndet ist allerdings der Einwand des Kl&#228;gers, entsprechend den im Arzthaftungsrecht entwickelten Beweisgrunds&#228;tzen bei groben Behandlungsfehlern h&#228;tte das Berufungsgericht wegen der Vergleichbarkeit der Interessenlage eine Umkehr der Beweislast annehmen m&#252;ssen. Zwar hat das Berufungsgericht auch offen gelassen, ob nach dem Ergebnis der erstinstanzlichen Beweisaufnahme eine grobe Pflichtverletzung vorliegt, sodass revisionsrechtlich hiervon auszugehen ist. Aber es fehlt an der Vergleichbarkeit der Interessenlage.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_18\">18</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Im Arzthaftungsrecht f&#252;hrt ein grober Behandlungsfehler, der geeignet ist, einen Schaden der tats&#228;chlich eingetretenen Art herbeizuf&#252;hren, regelm&#228;&#223;ig zur Umkehr der objektiven Beweislast f&#252;r den urs&#228;chlichen Zusammenhang zwischen dem Fehler und dem Gesundheitsschaden (vgl. nur BGH, Urteil vom 10. Mai 2016 - VI ZR 247/15, BGHZ 210, 197 Rn. 11 mwN; siehe auch &#167; 630h Abs. 5 BGB). Diese beweisrechtlichen Konsequenzen kn&#252;pfen daran an, dass die nachtr&#228;gliche Aufkl&#228;rbarkeit des tats&#228;chlichen Behandlungsgeschehens wegen des besonderen Gewichts des &#228;rztlichen Fehlers und seiner Bedeutung f&#252;r die Behandlung in einer Weise erschwert ist, dass der Arzt nach Treu und Glauben - also aus Billigkeitsgr&#252;nden - dem Patienten den vollen Kausalit&#228;tsnachweis nicht zumuten kann. Die Beweislastumkehr soll einen Ausgleich daf&#252;r bieten, dass das Spektrum der f&#252;r die Sch&#228;digung in Betracht kommenden Ursachen wegen der elementaren Bedeutung des Fehlers besonders verbreitert oder verschoben worden ist (BGH, Urteil vom 10. Mai 2016 aaO mwN).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_19\">19</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Diese Grunds&#228;tze gelten nach der Senatsrechtsprechung wegen der Vergleichbarkeit der Interessenlage entsprechend bei grober Verletzung von Berufs- oder Organisationspflichten, sofern diese, &#228;hnlich wie beim Arztberuf, spezifisch dem Schutz von Leben und Gesundheit anderer dienen. Wer eine solche besondere Berufs- oder Organisationspflicht, andere vor Gefahren f&#252;r Leben und Gesundheit zu bewahren, grob vernachl&#228;ssigt hat, kann nach Treu und Glauben die Folgen der Ungewissheit, ob der Schaden abwendbar war, nicht dem Gesch&#228;digten aufb&#252;rden. Auch in derartigen F&#228;llen kann die regelm&#228;&#223;ige Beweislastverteilung dem Gesch&#228;digten nicht zugemutet werden. Der seine Pflichten grob Vernachl&#228;ssigende muss daher die Nichturs&#228;chlichkeit festgestellter Fehler beweisen, die allgemein als geeignet anzusehen sind, einen Schaden nach Art des eingetretenen herbeizuf&#252;hren (zB Senat, Urteile vom 11. Mai 2017 - III ZR 92/16, BGHZ 215, 44 Rn. 24 und vom 23. November 2017 - III ZR 60/16, BGHZ 217, 50 Rn. 24).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_20\">20</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>c) Zutreffend hat das Berufungsgericht jedoch im vorliegenden Fall eine Vergleichbarkeit verneint.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_21\">21</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>aa) Zwar oblag den Sportlehrern H.&#160;&#160;&#160;und Ko.&#160;&#160;&#160;&#160;die Amtspflicht, erforderliche und zumutbare Erste Hilfe rechtzeitig und in ordnungsgem&#228;&#223;er Weise zu leisten. Insoweit spielt es keine Rolle, dass die Hessische Verordnung &#252;ber die Aufsicht &#252;ber Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler vom 11. Dezember 2013 (ABl. 2014, 682) - diese sieht in &#167; 5 Abs. 1 Satz 1 vor, dass Erste Hilfe zu leisten ist, wenn eine Sch&#252;lerin oder ein Sch&#252;ler verletzt wird oder spontan erkrankt; &#167; 5 Abs. 4 bestimmt unter anderem, dass zur Aufsicht verpflichtete Personen, die Sportunterricht erteilen, als Ersthelferin oder Ersthelfer ausgebildet sein m&#252;ssen - erst nach dem Schadensereignis in Kraft getreten ist. Denn nach der bereits lange vor dem in Rede stehenden Ereignis entwickelten, st&#228;ndigen Senatsrechtsprechung obliegt Lehrkr&#228;ften auch ohne ausdr&#252;ckliche Regelung die Amtspflicht, f&#252;r die geistige, k&#246;rperliche und charakterliche Erziehung der Sch&#252;ler zu sorgen und sie in rechtlich und tats&#228;chlich m&#246;glichem und zumutbarem Umfang im Schulbetrieb und w&#228;hrend der Schulveranstaltungen vor Sch&#228;den an Gesundheit und Verm&#246;gen zu bewahren (vgl. nur Urteile vom 9. November 1959 - III ZR 136/58, BGHZ 31, 148, 149; vom 27. Juni 1963 - III ZR 5/62, NJW 1963, 1828 f und vom 16. April 1964 - III ZR 83/63, NJW 1964, 1670). Dies umfasst sowohl die Pflicht, Sch&#252;ler nicht in einer die Gesundheit gef&#228;hrdenden Weise zu belasten, als auch, etwa erforderliche und zumutbare Erste-Hilfe-Ma&#223;nahmen rechtzeitig und in ordnungsgem&#228;&#223;er Weise zu leisten. Abgesehen davon ist hier auch der Erlass des Hessischen Kultusministeriums zu Arbeitsschutz, Sicherheit und Gesundheitsschutz an Schulen vom 15. Oktober 2009 zu ber&#252;cksichtigen. Danach haben alle Lehrkr&#228;fte unter anderem die Aufgabe, sich in Erster Hilfe ausbilden zu lassen und an fachlich geeigneten Fortbildungen teilzunehmen (Nr. 3.5). Lehrkr&#228;fte, die das Fach Sport unterrichten, m&#252;ssen &#252;ber eine aktuelle Ausbildung in Erster Hilfe verf&#252;gen (Nr. 5 Satz 3).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_22\">22</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>bb) Jedoch sind selbst grob fahrl&#228;ssige Vers&#228;umnisse von Lehrkr&#228;ften, die in der Schule &#252;berraschend mit einer Notsituation oder einem Ungl&#252;cksfall konfrontiert werden, nicht vergleichbar mit &#228;rztlichen Pflichtverst&#246;&#223;en wie groben Behandlungs- oder Diagnosefehlern beziehungsweise schwerwiegenden Verst&#246;&#223;en gegen die Regeln der &#228;rztlichen Kunst im Rahmen freiwillig &#252;bernommener Behandlungsverh&#228;ltnisse.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_23\">23</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Auch ist der Sachverhalt nicht vergleichbar mit den F&#228;llen, die den Senatsentscheidungen vom 11. Mai und 23. November 2017 zugrunde lagen. Im Urteil vom 11. Mai 2017 (aaO) ging es um einen Hausnotrufvertrag, der in erster Linie gerade den Schutz von Leben und Gesundheit der zumeist &#228;lteren und pflegebed&#252;rftigen Menschen bezweckte und bei dem dieses Dienstleistungsangebot die zentrale Aussage eines Werbeprospekts war. Im Urteil vom 23. November 2017 (aaO) ging es um die Pflichten der B&#228;deraufsicht. Insoweit hat der Senat ausgef&#252;hrt, dass diese Pflichten wegen der dem Schwimmbetrieb immanenten spezifischen Gefahren f&#252;r Gesundheit und Leben der Badeg&#228;ste besonders und in erster Linie dem Schutz dieser Rechtsg&#252;ter dienen. Bei einer groben Verletzung dieser \"Kernpflichten\" ist dem Gesch&#228;digten die regelm&#228;&#223;ige Beweislastverteilung nicht mehr zuzumuten. Insoweit hat der Senat auch angekn&#252;pft an das Urteil des VI. Zivilsenats vom 13. M&#228;rz 1962 (VI ZR 142/61, NJW 1962, 959), das einen Bademeister betraf, der durch grobe Vernachl&#228;ssigung seiner \"vornehmsten Berufspflicht\", Aufsicht zu &#252;ben, einen seiner Obhut anvertrauten Schwimmsch&#252;ler allein im Schwimmbecken zur&#252;ckgelassen und sich in einen Nebenraum begeben und so den Schwimmsch&#252;ler in eine Gefahrenlage gebracht hatte, die geeignet war, den eingetretenen Ertrinkungstod herbeizuf&#252;hren. Damit ist die Pflicht der Lehrkr&#228;fte im vorliegenden Fall, w&#228;hrend des Sportunterrichts etwa erforderliche und zumutbare Erste Hilfe rechtzeitig und in ordnungsgem&#228;&#223;er Weise zu leisten, nicht vergleichbar. Denn die Hauptaufgabe der Schule besteht in der Erziehung und Unterrichtung der ihr anvertrauten Sch&#252;ler. Bei der Durchf&#252;hrung dieser Aufgabe trifft die Schule zwar auch die Amtspflicht, die Sch&#252;ler zu beaufsichtigen, um sie im rechtlich und tats&#228;chlich m&#246;glichen und zumutbaren Umfang vor Sch&#228;den an Gesundheit und Verm&#246;gen zu bewahren. Die daraus folgende Amtspflicht zur Ersten Hilfe bei Notf&#228;llen ist wertungsm&#228;&#223;ig jedoch nur eine die oben angesprochene Hauptpflicht begleitende Pflicht beziehungsweise Nebenpflicht, wie es der Senat bereits in seinem Urteil vom 27. Juni 1963 (aaO) zum Ausdruck gebracht hat. Die Sportlehrer werden an der Schule nicht prim&#228;r oder in erster Linie - sondern vielmehr \"auch\" - eingesetzt, um in Notsituationen Erste-Hilfe-Ma&#223;nahmen durchf&#252;hren zu k&#246;nnen. Eine Verletzung dieser Nebenpflicht, auch wenn sie grob fahrl&#228;ssig erfolgt sein sollte, rechtfertigt keine Beweislastumkehr in Anlehnung an die oben aufgef&#252;hrten Fallgruppen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_24\">24</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>4. Allerdings wird sich das Berufungsgericht im weiteren Verfahren gegebenenfalls auch mit der Rechtsprechung des Senats zu Beweiserleichterungen bei Bestehen einer tats&#228;chlichen Vermutung oder einer tats&#228;chlichen Wahrscheinlichkeit f&#252;r die Schadensurs&#228;chlichkeit zu befassen haben.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_25\">25</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Zwar kann, wenn eine Amtspflichtverletzung in einem Unterlassen besteht, ein Ursachenzusammenhang mit einem danach eingetretenen Schaden regelm&#228;&#223;ig nur bejaht werden, wenn dieser bei pflichtgem&#228;&#223;em Verhalten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vermieden worden w&#228;re; eine blo&#223;e M&#246;glichkeit oder Wahrscheinlichkeit reicht grunds&#228;tzlich nicht aus (vgl. nur Senat, Urteile vom 27. Oktober 1983 - III ZR 189/82, NVwZ 1985, 936, 937; vom 27. Januar 1994 - III ZR 109/92, MDR 1994, 776 f; vom 11. November 2004 - III ZR 200/03, NVwZ-RR 2005, 149, 152 und vom 23. November 2017, aaO Rn. 15). Stehen eine Amtspflichtverletzung und ein zeitlich nachfolgender Schaden fest, so kann allerdings der Gesch&#228;digte der &#246;ffentlichen K&#246;rperschaft den Nachweis &#252;berlassen, dass der Schaden nicht auf die Amtspflichtverletzung zur&#252;ckzuf&#252;hren ist, wenn nach der Lebenserfahrung eine tats&#228;chliche Vermutung oder eine tats&#228;chliche Wahrscheinlichkeit f&#252;r den urs&#228;chlichen Zusammenhang besteht; anderenfalls bleibt die Beweislast beim Gesch&#228;digten (vgl. nur Senat, Urteile vom 23. Mai 1960 - III ZR 110/59, WM 1960, 1150, 1151; vom 27. Oktober 1983 aaO und vom 11. November 2004 aaO).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_26\">26</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Das Berufungsgericht hat bisher keine Feststellungen dazu getroffen, ob eine solche tats&#228;chliche Vermutung oder tats&#228;chliche Wahrscheinlichkeit f&#252;r den Ursachenzusammenhang zwischen der (unterstellten) Amtspflichtverletzung der Sportlehrer und der Sch&#228;digung des Kl&#228;gers besteht. Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts ist vielmehr offen, wann der Kl&#228;ger aufgeh&#246;rt hat zu atmen, und offen, ob dies nicht erst unmittelbar vor dem Eintreffen der Rettungskr&#228;fte geschehen ist. Damit hat das Berufungsgericht es aber auch als offen angesehen, ob die Sportlehrer des beklagten Landes, wenn sie pers&#246;nlich die Atmung kontrolliert h&#228;tten, nicht fr&#252;hestens unmittelbar vor dem Eintreffen der Rettungskr&#228;fte, weil erst jetzt ein Atemstillstand vorlag, mit der Reanimierung h&#228;tten beginnen m&#252;ssen, und dies den Schaden verhindert h&#228;tte. Da die diesbez&#252;glichen Feststellungen jedoch verfahrensfehlerhaft getroffen worden sind (s.o.), wird sich das Berufungsgericht nach Einholung des Sachverst&#228;ndigengutachtens f&#252;r den Fall, dass dem Kl&#228;ger der Kausalit&#228;tsnachweis nicht gelingt, damit zu befassen haben, ob das Ergebnis der Begutachtung nicht zumindest den Schluss auf eine tats&#228;chliche Vermutung oder tats&#228;chliche Wahrscheinlichkeit im oben angesprochenen Sinn zul&#228;sst. Gelingt dem Kl&#228;ger der Nachweis, dass pflichtwidriges Verhalten der Sportlehrer Einfluss auf seinen Gesundheitszustand hatte, oder l&#228;sst sich zumindest feststellen, dass hierf&#252;r eine tats&#228;chliche Vermutung oder Wahrscheinlichkeit spricht, w&#252;rden f&#252;r die Frage, ob der Hirnschaden insgesamt oder gegebenenfalls nur teilweise auf das Verhalten der Sportlehrer zur&#252;ckzuf&#252;hren ist, dann die Beweiserleichterungen des &#167; 287 ZPO gelten.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_27\">27</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>5. Entgegen der Auffassung des beklagten Landes ist die Klage ungeachtet der R&#252;gen der Revision nicht deshalb im Ergebnis zu Recht abgewiesen worden (&#167; 561 ZPO), weil zugunsten der beteiligten Sportlehrer und damit des Landes das Haftungsprivileg des &#167; 680 BGB auch im Rahmen des &#167; 839 BGB eingreift.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_28\">28</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Nach &#167; 680 BGB haftet der Gesch&#228;ftsf&#252;hrer nur f&#252;r Vorsatz und grobe Fahrl&#228;ssigkeit, wenn die Gesch&#228;ftsf&#252;hrung die Abwendung einer dem Gesch&#228;ftsherrn drohenden dringenden Gefahr bezweckt. Das beklagte Land &#252;bersieht bei seiner diesbez&#252;glichen Argumentation allerdings bereits, dass das Berufungsgericht bisher keine tats&#228;chlichen Feststellungen dazu getroffen hat, ob die Voraussetzungen einer Gesch&#228;ftsf&#252;hrung ohne Auftrag nach &#167;&#167; 677 ff BGB &#252;berhaupt gegeben sind. Im &#220;brigen hat das Berufungsgericht auch offen gelassen, ob nach dem Ergebnis der erstinstanzlichen Beweisaufnahme eine grobe Pflichtverletzung vorliegt, sodass revisionsrechtlich hiervon auszugehen ist.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_29\">29</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Selbst wenn aber das Berufungsgericht im weiteren Verfahren zu der Auffassung gelangen w&#252;rde, dass die Sportlehrer H.&#160;&#160;&#160;und Ko.&#160;&#160;&#160;&#160;nicht nur ihre Amtspflichten verletzt haben, sondern in der konkreten Situation auch als Gesch&#228;ftsf&#252;hrer ohne Auftrag t&#228;tig waren und insoweit zwar pflichtwidrig, aber nicht grob fahrl&#228;ssig gehandelt haben, w&#252;rde letzteres einer Haftung des beklagten Landes nach &#167; 839 BGB, Art. 34 GG nicht entgegenstehen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_30\">30</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>aa) Im Rahmen des Amtshaftungsanspruchs aus &#167; 839 Abs. 1 BGB gilt der Sorgfaltsma&#223;stab des &#167; 276 BGB (vgl. nur Senat, Urteile vom 20. Februar 1992 - III ZR 188/90, BGHZ 117, 240, 249 und vom 14. Juni 2018 - III ZR 54/17, NJW 2018, 2723 Rn. 47). Gehaftet wird damit grunds&#228;tzlich f&#252;r jede Art von Fahrl&#228;ssigkeit. Allerdings ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass bei einer die Voraussetzungen einer Gesch&#228;ftsf&#252;hrung ohne Auftrag erf&#252;llenden Nothilfe die Haftungsbeschr&#228;nkung des &#167; 680 BGB auch f&#252;r einen konkurrierenden Anspruch aus &#167; 823 BGB gilt (vgl. nur BGH, Urteil vom 30. November 1971 - VI ZR 100/70, NJW 1972, 475; Senat, Urteil vom 14. Juni 2018, aaO Rn. 48). Dies bedeutet aber nicht, dass Gleiches, weil es sich bei &#167; 839 BGB auch um eine unerlaubte Handlung im Sinne des 27. Titels des 2. Buches des B&#252;rgerlichen Gesetzbuches (&#167;&#167; 823 ff BGB) handelt, automatisch auch bei &#167; 839 BGB der Fall ist. Zwar geht es grunds&#228;tzlich nicht an, Haftungsbeschr&#228;nkungen in einem vertraglichen oder gesetzlichen Schuldverh&#228;ltnis dadurch leer laufen zu lassen, dass man eine konkurrierende deliktisch strengere Haftung eintreten l&#228;sst (vgl. nur BGH, Urteil vom 20. Dezember 1966 - VI ZR 53/65, BGHZ 46, 313, 316 mwN). Die Frage, ob entsprechende Haftungsbeschr&#228;nkungen auf deliktische Anspr&#252;che zu erstrecken sind, muss aber unter Ber&#252;cksichtigung von Sinn und Zweck der betroffenen Regelungen beurteilt werden (vgl. auch BGH, Urteil vom 23. M&#228;rz 1966 - Ib ZR 150/63, BGHZ 46, 140, 142 ff zur dort verneinten &#220;bertragung der Haftungsbeschr&#228;nkung des &#167; 430 HGB a.F. auf Anspr&#252;che aus &#167; 823 BGB und Urteil vom 20. Dezember 1966 aaO, S. 316 f).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_31\">31</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>bb) Nach Sinn und Zweck von &#167; 680 BGB soll der potentielle Gesch&#228;ftsf&#252;hrer in Augenblicken dringender Gefahr zur Hilfeleistung ermutigt werden. &#167; 680 BGB will also denjenigen sch&#252;tzen und in gewissem Umfang vor eigenen Verlusten bewahren, der sich zu spontaner Hilfe entschlie&#223;t. Dabei ber&#252;cksichtigt die Vorschrift, dass wegen der in Gefahrensituationen geforderten schnellen Entscheidung ein ruhiges und &#252;berlegtes Abw&#228;gen ausgeschlossen ist und es sehr leicht zu einem Sichvergreifen in den Mitteln der Hilfe kommen kann (Senat, Urteil vom 14. Juni 2018, aaO Rn. 55 mwN). Die Hilfeleistung in Gefahrenlagen w&#252;rde nicht gef&#246;rdert, wenn der Gesch&#228;ftsf&#252;hrer zwar keine Haftung wegen einfacher Fahrl&#228;ssigkeit aus Gesch&#228;ftsf&#252;hrung ohne Auftrag, aber eine solche aus unerlaubter Handlung bef&#252;rchten m&#252;sste, ihm also &#252;ber das Deliktsrecht das wieder genommen w&#252;rde, was ihm durch &#167; 680 BGB gegeben werden soll.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_32\">32</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>cc) Der Senat hat bisher - im Rahmen der Frage einer analogen Anwendung des &#167; 680 BGB auf Amtshaftungsanspr&#252;che - nur entschieden, dass der Haftungsma&#223;stab des &#167; 680 BGB nicht auf Amtspflichtverletzungen professioneller Nothelfer - dort: Einsatz der Berufsfeuerwehr - angewendet werden kann (Urteil vom 14. Juni 2018 aaO). Zwar sind die Sportlehrer des Beklagten keine professionellen Nothelfer, bei denen - wie im Bereich der &#246;ffentlich-rechtlich organisierten Gefahrenabwehr - die betroffene T&#228;tigkeit den Kernbereich ihrer &#246;ffentlich-rechtlich zugewiesenen Aufgaben bildet. Indes sind die Grundgedanken der Senatsentscheidung vom 14. Juni 2018 auch im vorliegenden Fall anzuwenden. Denn die Situation einer Sportlehrkraft, die bei einem im Sportunterricht eintretenden Notfall t&#228;tig wird, ist insoweit ebenfalls nicht mit der einer spontan bei einem Ungl&#252;cksfall Hilfe leistenden unbeteiligten Person zu vergleichen. Die Sportlehrer des Beklagten mussten - anders als etwa Sch&#252;ler - nicht zur Hilfeleistung ermutigt und deshalb gesch&#252;tzt werden, weil sie sich zu spontaner Hilfe entschlossen haben. Ihnen oblag die Amtspflicht, etwa erforderliche und zumutbare Erste-Hilfe-Ma&#223;nahmen rechtzeitig und in ordnungsgem&#228;&#223;er Weise durchzuf&#252;hren. Um dies zu gew&#228;hrleisten, mussten die Sportlehrer des beklagten Landes &#252;ber eine aktuelle Ausbildung in Erster Hilfe verf&#252;gen (siehe Nr. 5 des Erlasses vom 15. Oktober 2009). Die Situation des &#167; 680 BGB entspricht damit zwar der von Sch&#252;lern, aber nicht der von Sportlehrern, zu deren &#246;ffentlich-rechtlichen Pflichten jedenfalls auch die Abwehr von Gesundheitssch&#228;den der Sch&#252;ler geh&#246;rt. Selbst wenn es sich nur um eine Nebenpflicht der Sportlehrer handelt, sind Sinn und Zweck von &#167; 680 BGB mit der Anwendung im konkreten Fall nicht vereinbar. Insoweit ist der Anwendungsbereich des &#167; 839 Abs. 1 BGB auch davon gepr&#228;gt, dass ein objektivierter Sorgfaltsma&#223;stab gilt, bei dem es auf die Kenntnisse und F&#228;higkeiten ankommt, die f&#252;r die F&#252;hrung des &#252;bernommenen Amtes erforderlich sind (zB Senat, Urteil vom 14. Juni 2018 aaO Rn. 58 mwN). Zur F&#252;hrung des &#252;bernommenen Amtes geh&#246;ren bei Sportlehrern aber auch die im Notfall gebotenen Erste-Hilfe-Ma&#223;nahmen. Dazu st&#228;nde eine Haftungsbeschr&#228;nkung auf grobe Fahrl&#228;ssigkeit in Widerspruch. Eine solche einschneidende Haftungsbegrenzung erscheint dem Senat auch vor dem Hintergrund nicht gerechtfertigt, dass mit jedem Sportunterricht f&#252;r die Sch&#252;ler gewisse Gefahren verbunden sind. Es w&#228;re aber nicht angemessen, wenn der Staat einerseits die Sch&#252;ler zur Teilnahme am Sportunterricht verpflichtet, andererseits bei Notf&#228;llen im Sportunterricht eine Haftung f&#252;r Amtspflichtverletzungen der zur Durchf&#252;hrung des staatlichen Sportunterrichts berufenen Lehrkr&#228;fte nur bei grober Fahrl&#228;ssigkeit und damit nur in Ausnahmef&#228;llen eintreten soll.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_33\">33</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>dd) Aus den vorstehenden Gr&#252;nden scheidet, soweit die Voraussetzungen einer Gesch&#228;ftsf&#252;hrung ohne Auftrag nicht vorliegen w&#252;rden, auch eine analoge Anwendung des &#167; 680 BGB aus.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_34\">34</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>6. Das angefochtene Urteil ist demnach aufzuheben (&#167; 562 Abs. 1 ZPO) und die Sache, da sie noch nicht zur Entscheidung reif ist, an das Berufungsgericht zur&#252;ckzuverweisen (&#167; 563 Abs. 1, 3 ZPO). Dieses wird sich im weiteren Verfahren gegebenenfalls auch mit der R&#252;ge der Revision zu Beweiserleichterungen bei amtspflichtwidrig herbeigef&#252;hrter Beweisnot des Gesch&#228;digten auseinanderzusetzen haben, auf die der Senat im derzeitigen Verfahrensstadium keine Veranlassung sieht, n&#228;her einzugehen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <table class=\"Rsp\">\n                  <tr>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">Herrmann&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">Seiters&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">Tombrink</p>\n                     </td>\n                  </tr>\n                  <tr>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">Remmert&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">Reiter&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                  </tr>\n               </table>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n      </div>\n   "
}