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    "id": 344812,
    "slug": "bgh-2022-03-23-viii-zr-13320",
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    "file_number": "VIII ZR 133/20",
    "date": "2022-03-23",
    "created_date": "2022-04-23T10:00:13Z",
    "updated_date": "2022-04-23T10:04:20Z",
    "type": "Urteil",
    "ecli": "ECLI:DE:BGH:2022:230322UVIIIZR133.20.0",
    "content": "<h2>Tenor</h2>\n\n<div>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>Auf die Revision der Kl&#228;gerin wird das Urteil des Landgerichts Berlin - Zivilkammer 64 - vom 29. April 2020 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als die Berufung der Kl&#228;gerin hinsichtlich des mit dem Klageantrag zu 1 verfolgten Auskunftsanspruchs zur&#252;ckgewiesen worden ist.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>Die weitergehende Revision wird zur&#252;ckgewiesen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch &#252;ber die Kosten des Revisionsverfahrens, an das Berufungsgericht zur&#252;ckverwiesen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>Von Rechts wegen</p>\n            </dd>\n         </dl>\n      </div>\n   \n<h2>Tatbestand</h2>\n\n<div>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_1\">1</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Kl&#228;gerin, eine in das Rechtsdienstleistungsregister eingetragene Gesellschaft mit beschr&#228;nkter Haftung, macht aus abgetretenem Recht des Mieters einer Wohnung der beklagten Vermieterin Anspr&#252;che wegen eines behaupteten Versto&#223;es gegen die Begrenzung der Mieth&#246;he (&#167; 556d BGB in Verbindung mit der Berliner Mietenbegrenzungsverordnung vom 28. April 2015, in Kraft getreten am 1. Juni 2015) geltend.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_2\">2</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Kl&#228;gerin bietet &#252;ber die von ihr betriebene Internetseite \"www.w.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;.de\" die M&#246;glichkeit an, nach Eingabe entsprechender Wohnungsdaten mittels eines \"Mietpreisrechners\" online die orts&#252;bliche Vergleichsmiete nach dem Mietspiegel f&#252;r eine den Angaben entsprechende Wohnung zu ermitteln. Nach Durchf&#252;hrung der Berechnung besteht f&#252;r den Anwender weiter die M&#246;glichkeit, die Kl&#228;gerin gem&#228;&#223; ihren Allgemeinen Gesch&#228;ftsbedingungen durch Klicken eines Buttons, der die Aufschrift \"Mietsenkung beauftragen\" tr&#228;gt, mit der au&#223;ergerichtlichen Durchsetzung von Forderungen sowie etwaiger Feststellungsbegehren gegen seinen Vermieter \"im Zusammenhang mit der sogenannten Mietpreisbremse\" zu beauftragen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_3\">3</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Allgemeinen Gesch&#228;ftsbedingungen der Kl&#228;gerin enthalten in der hier ma&#223;geblichen Fassung vom 23. Januar 2018 unter Ziffer 3 eine Regelung zur Verg&#252;tung der Kl&#228;gerin. Darin hei&#223;t es unter anderem:</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">\"3.1 Wir erhalten (i) eine Verg&#252;tung in H&#246;he von einem Drittel (33,33 %) der ersparten Jahresmiete, d.h. der Ersparnis f&#252;r 4 Monate (nachfolgend auch \"Provision\" genannt), sowie, sobald wir dem Vermieter eine Mahnung schicken, (ii) eine Verg&#252;tung in der H&#246;he wie sie einem Rechtsanwalt nach den Vorschriften des Rechtsanwaltsverg&#252;tungsgesetzes zustehen w&#252;rde (nachfolgend auch \"RVG-Geb&#252;hr\" genannt; die Provision und die RVG-Geb&#252;hr nachfolgend zusammen auch \"Verg&#252;tung\" genannt) [&#8230;].\"</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_4\">4</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Beklagte ist Eigent&#252;merin einer Wohnung, die gem&#228;&#223; der Berliner Mietenbegrenzungsverordnung in einem Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt liegt und durch den Voreigent&#252;mer nach Inkrafttreten der genannten Verordnung an P.&#160;&#160;&#160;B.&#160;&#160;&#160;(im Folgenden: Mieter) vermietet worden war.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_5\">5</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Der Mieter beauftragte die Kl&#228;gerin unter Einbeziehung von deren Allgemeinen Gesch&#228;ftsbedingungen mit der Durchsetzung seiner Anspr&#252;che aus der sogenannten Mietpreisbremse. Er trat dazu seine Anspr&#252;che gegen den Vermieter auf Auskunftserteilung, auf R&#252;ckzahlung zu viel gezahlter Miete - beschr&#228;nkt auf die vier nach der R&#252;ge gem&#228;&#223; &#167; 556g Abs. 2 BGB aF f&#228;lligen Monatsmieten -, auf Feststellung der Unwirksamkeit der Vereinbarung &#252;ber die H&#246;he der Miete, soweit sie die zul&#228;ssige Miete &#252;bersteigt, auf (teilweise) R&#252;ckzahlung beziehungsweise (teilweise) Freigabe der Mietkaution sowie gegebenenfalls weitere Anspr&#252;che im Zusammenhang mit der k&#252;nftigen Herabsetzung der Miete einschlie&#223;lich Nebenforderungen an die Kl&#228;gerin ab.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_6\">6</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Mit Schreiben vom 22. Februar 2018 r&#252;gte die Kl&#228;gerin gegen&#252;ber der Beklagten - unter Berufung auf die vorgenannte Beauftragung und Forderungsabtretung - gem&#228;&#223; &#167; 556g Abs. 2 BGB aF einen Versto&#223; gegen die Vorschriften zur Begrenzung der Mieth&#246;he (&#167;&#167; 556d&#8201;ff. BGB) in Bezug auf die streitgegenst&#228;ndliche Wohnung. Sie verlangte unter Fristsetzung Auskunft unter anderem &#252;ber die H&#246;he der durch den Vormieter gezahlten Miete, &#252;ber mit dem vorherigen Mieter innerhalb des letzten Jahres vor Beendigung des Vormietverh&#228;ltnisses vereinbarte Mieterh&#246;hungen, &#252;ber in den letzten drei Jahren vor Beginn des Mietverh&#228;ltnisses durchgef&#252;hrte Modernisierungsma&#223;nahmen und einen sich gegebenenfalls hieraus ergebenden Betrag einer Mieterh&#246;hung sowie dar&#252;ber, ob es sich bei dem bestehenden Mietverh&#228;ltnis um die erste Vermietung nach einer umfassenden Modernisierung handele. Ferner begehrte die Kl&#228;gerin die R&#252;ckerstattung der k&#252;nftig &#252;ber den zul&#228;ssigen H&#246;chstbetrag hinaus zu viel gezahlten Miete, die Herausgabe der anteiligen Mietkaution sowie die Abgabe einer Erkl&#228;rung der Beklagten, dass die k&#252;nftig f&#228;llig werdende Miete auf den zul&#228;ssigen H&#246;chstbetrag herabgesetzt werde.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_7\">7</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Mit der Klage hat die Kl&#228;gerin die vorgenannten Auskunftsanspr&#252;che geltend gemacht und die R&#252;ckzahlung f&#252;r den Monat April 2018 zu viel geleisteter Miete in H&#246;he von 144,68 &#8364; sowie die Erstattung vorgerichtlicher Rechtsverfolgungskosten (sog. \"RVG-Geb&#252;hr\") in H&#246;he von 534,31 &#8364;, jeweils nebst Zinsen, verlangt.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_8\">8</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Das Amtsgericht hat die Klage mit der Begr&#252;ndung abgewiesen, dass die Kl&#228;gerin mangels Wirksamkeit der Abtretung nicht aktivlegitimiert sei. Auf die Berufung der Kl&#228;gerin hat das Landgericht die Beklagte zur Zahlung in H&#246;he von 144,68 &#8364; nebst Zinsen verurteilt; im &#220;brigen hat es die Berufung zur&#252;ckgewiesen. Mit der vom Berufungsgericht zugelassenen Revision verfolgt die Kl&#228;gerin ihr Auskunftsbegehren sowie das auf Erstattung der vorgerichtlichen Rechtsverfolgungskosten nebst Zinsen gerichtete Zahlungsbegehren weiter.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n      </div>\n   \n<h2>Entscheidungsgründe</h2>\n\n<div>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_9\">9</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Revision hat teilweise Erfolg.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>I.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_10\">10</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Das Berufungsgericht (LG Berlin, Urteil vom 29. April 2020 - 64 S 95/19, ZMR 2020, 584) hat zur Begr&#252;ndung seiner Entscheidung - soweit f&#252;r das Revisionsverfahren von Interesse - im Wesentlichen ausgef&#252;hrt:</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_11\">11</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Klage sei hinsichtlich des geltend gemachten Auskunftsanspruchs unzul&#228;ssig, da es an einem Rechtsschutzbed&#252;rfnis fehle. Auf die verlangten Ausk&#252;nfte komme es im Streitfall f&#252;r das Begehren des Mieters, sich gegen eine &#252;berh&#246;hte Miete zu wehren, nicht an. Hierf&#252;r sei erforderlich, dass der Vermieter sich nach einer R&#252;ge des Mieters zur Rechtfertigung der vereinbarten Mieth&#246;he auf die Ausnahmetatbest&#228;nde der &#167;&#167; 556e, 556f BGB berufe oder Anhaltspunkte f&#252;r ein entsprechendes k&#252;nftiges Verhalten des Vermieters best&#252;nden. Die Beklagte habe hingegen lediglich geltend gemacht, dass die vereinbarte Miete der orts&#252;blichen Vergleichsmiete entspreche.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_12\">12</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Kl&#228;gerin sei aufgrund einer wirksamen Abtretung Inhaberin des geltend gemachten Anspruchs auf R&#252;ckzahlung zu viel gezahlter Miete. Zwar lie&#223;en sich ihr Gesch&#228;ftsmodell und ihre T&#228;tigkeit entgegen der Rechtsprechung des VIII. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs nicht als Inkassodienstleistung im Sinne von &#167; 2 Abs. 2 RDG verstehen. Indes f&#252;hre der Versto&#223; gegen das Verbot des &#167; 3 RDG aus Gr&#252;nden des Vertrauensschutzes nicht dazu, dass neben dem auf die Herabsetzung der vertraglichen Miete gerichteten Dienstleistungsvertrag gem&#228;&#223; &#167;&#167; 134, 139 BGB auch die Abtretung der streitgegenst&#228;ndlichen Forderung nichtig w&#228;re. Der geltend gemachte R&#252;ckzahlungsanspruch bestehe gem&#228;&#223; &#167; 556g Abs. 1 und 2, &#167; 812 Abs. 1 Satz 1 BGB, weil die vereinbarte und nach der R&#252;ge unter Vorbehalt geleistete Miete die noch zul&#228;ssige Nettokaltmiete um 144,68 &#8364; &#252;berschreite.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_13\">13</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Ein Anspruch auf Ersatz der vorgerichtlichen Rechtsverfolgungskosten sei allerdings nicht gegeben. Die Kl&#228;gerin k&#246;nne f&#252;r ihre T&#228;tigkeit keine Verg&#252;tung nach dem Rechtsanwaltsverg&#252;tungsgesetz verlangen, da es an der nach Nr. 3.1 der Allgemeinen Gesch&#228;ftsbedingungen der Kl&#228;gerin erforderlichen Mahnung betreffend die &#252;berzahlten Mietzinsanspr&#252;che fehle.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>II.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_14\">14</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Diese Beurteilung h&#228;lt rechtlicher Nachpr&#252;fung nur teilweise stand. Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts ist die Klage zul&#228;ssig; insbesondere besteht, anders als das Berufungsgericht gemeint hat, ein Rechtsschutzbed&#252;rfnis f&#252;r die auf Erteilung von Ausk&#252;nften gem&#228;&#223; &#167; 556g Abs. 3 BGB gerichtete Klage. Hingegen hat das Berufungsgericht im Ergebnis zutreffend den von der Kl&#228;gerin aus abgetretenem Recht geltend gemachten Anspruch des Mieters auf Erstattung vorgerichtlicher Rechtsverfolgungskosten nebst Zinsen verneint, weil sich der Mieter einer entsprechenden Verg&#252;tungsforderung der Kl&#228;gerin nicht ausgesetzt sieht.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_15\">15</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>1. Das Berufungsgericht hat, wie die Revision zu Recht r&#252;gt, rechtsfehlerhaft angenommen, der Klage fehle es im Hinblick auf den geltend gemachten Auskunftsanspruch an einem Rechtsschutzbed&#252;rfnis (so aber auch LG Berlin, Beschluss vom 12. Dezember 2017 - 67 S 282/17, juris; Urteil vom 9. September 2020 - 64 S 44/19, juris; vgl. zudem BeckOK-BGB/Sch&#252;ller, Stand: 1. Februar 2022, &#167; 556g Rn. 34).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_16\">16</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Es hat hierbei verkannt, dass mit dem Erfordernis des Rechtsschutzbed&#252;rfnisses als Einschr&#228;nkung des durch Art. 20 Abs. 3 GG in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 GG verfassungsrechtlich abgesicherten Justizgew&#228;hrleistungsanspruchs (lediglich) verhindert werden soll, dass die Gerichte als Teil der Staatsgewalt unn&#252;tz oder gar unlauter bem&#252;ht werden oder ein gesetzlich vorgesehenes Verfahren zur Verfolgung zweckwidriger und insoweit nicht schutzw&#252;rdiger Ziele ausgenutzt wird (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 5. Dezember 1975 - I ZR 122/74, GRUR 1976, 256 unter II; vom 14. M&#228;rz 1978 - VI ZR 68/76, NJW 1978, 2031 unter II 2 a; jeweils mwN; ebenso Wieczorek/Sch&#252;tze/Assmann, ZPO, 4. Aufl., Vorb. vor &#167; 253 Rn. 78; zur Schutzrichtung siehe auch M&#252;nchKomm-ZPO/Becker-Eberhard, 6. Aufl., Vorb. zu &#167; 253 Rn. 11 f.). Es sollen solche Klagebegehren nicht in das Stadium der Begr&#252;ndetheitspr&#252;fung gelangen, die - gemessen am Zweck des Zivilprozesses - ersichtlich eines staatlichen Rechtsschutzes durch eine materiell-rechtliche Pr&#252;fung nicht bed&#252;rfen (vgl. BGH, Urteile vom 25. Oktober 2012 - III ZR 266/11, BGHZ 195, 174 Rn. 51; vom 4. Juni 2014 - VIII ZR 4/13, WuM 2014, 558 Rn. 18; vom 21. September 2017 - I ZR 58/16, WRP 2017, 1488 Rn. 37; Stein/Jonas/Roth, ZPO, 23. Aufl., Einleitung vor &#167; 253 Rn. 133; M&#252;nchKomm-ZPO/Becker-Eberhard, aaO Rn. 11). Rechtsschutz kann unter diesem rechtlichen Gesichtspunkt deshalb nur unter engen Voraussetzungen versagt werden (vgl. BGH, Urteil vom 14. M&#228;rz 1978 - VI ZR 68/76, aaO; Stein/Jonas/Roth, aaO).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_17\">17</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Bei Leistungsklagen - wie hier - ergibt sich ein Rechtsschutzbed&#252;rfnis regelm&#228;&#223;ig schon aus der Nichterf&#252;llung des behaupteten materiellen Anspruchs, dessen Vorliegen f&#252;r die Pr&#252;fung des Interesses an seiner gerichtlichen Durchsetzung zu unterstellen ist (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteile vom 30. September 2009 - VIII ZR 238/08, NJW 2010, 1135 Rn. 7; vom 25. Oktober 2012 - III ZR 266/11, aaO; vom 4. Juni 2014 - VIII ZR 4/13, aaO Rn. 17; vom 22. August 2018 - VIII ZR 99/17, NJW-RR 2018, 1285 Rn. 10). Erf&#252;llt der Schuldner einen Anspruch nicht freiwillig, ist der Gl&#228;ubiger auf eine gerichtliche Entscheidung angewiesen, um den Anspruch notfalls im Wege der Zwangsvollstreckung durchsetzen zu k&#246;nnen (Wieczorek/Sch&#252;tze/Assmann, aaO). Nur ausnahmsweise k&#246;nnen deshalb besondere Umst&#228;nde das Verlangen eines Kl&#228;gers, in die materiell-rechtliche Pr&#252;fung seines Anspruchs einzutreten, als nicht schutzw&#252;rdig erscheinen lassen (vgl. BGH, Urteile vom 25. Oktober 2012 - III ZR 266/11, aaO; vom 22. August 2018 - VIII ZR 99/17, aaO).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_18\">18</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Diesem Ma&#223;stab wird die seitens des Berufungsgerichts erfolgte Ablehnung eines Rechtsschutzbed&#252;rfnisses f&#252;r das Auskunftsbegehren der Kl&#228;gerin nicht gerecht.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_19\">19</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Kl&#228;gerin macht aus abgetretenem Recht den Auskunftsanspruch des Mieters gem&#228;&#223; &#167; 556g Abs. 3 BGB geltend, dem die Beklagte als Vermieterin trotz vorgerichtlichen Auskunftsverlangens nicht nachgekommen war. Sie ist somit f&#252;r die Durchsetzung des Anspruchs auf gerichtliche Hilfe angewiesen. In einem solchen Fall liegt ein Rechtsschutzbed&#252;rfnis grunds&#228;tzlich vor. Anhaltspunkte daf&#252;r, dass die Kl&#228;gerin - im Sinne der oben genannten Rechtsprechung - prozessfremde Ziele verfolgen oder die Gerichte \"unn&#252;tz bem&#252;hen\" w&#252;rde, sind weder vom Berufungsgericht festgestellt worden noch sind sie sonst ersichtlich.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_20\">20</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Mit seiner Annahme, ein Rechtsschutzinteresse der Kl&#228;gerin hinsichtlich des geltend gemachten Auskunftsanspruchs sei nicht erkennbar, da es auf die verlangten Ausk&#252;nfte zu den Ausnahmetatbest&#228;nden der &#167;&#167; 556e und 556f BGB nicht ankomme, wenn sich der Vermieter - wie hier - zur Rechtfertigung der vereinbarten Miete lediglich auf die orts&#252;bliche Vergleichsmiete berufe und andere Gr&#252;nde f&#252;r die Zul&#228;ssigkeit der Mieth&#246;he nicht geltend mache, hat das Berufungsgericht - rechtsfehlerhaft - auf materiell-rechtliche Gesichtspunkte abgestellt, die nicht geeignet sind, bereits das Rechtsschutzbed&#252;rfnis an einer Sachpr&#252;fung des erhobenen Anspruchs zu verneinen (vgl. auch Senatsurteil vom 22. August 2018 - VIII ZR 99/17, NJW-RR 2018, 1285 Rn. 12 [zum Einwand des rechtsmissbr&#228;uchlichen Verhaltens]). Das Berufungsgericht hat dabei grundlegend verkannt, dass die Berechtigung des geltend gemachten materiellen Klagebegehrens von der Frage des Rechtsschutzbed&#252;rfnisses f&#252;r die Klage abzugrenzen ist (vgl. Z&#246;ller/Greger, ZPO, 34. Aufl., Vor &#167; 253 Rn. 18; Rosenberg/ Schwab/Gottwald, Zivilprozessrecht, 18. Aufl., &#167; 90 Rn. 33) und dass der von ihm aus dem materiellen Recht hergeleitete - vermeintliche - Mangel eines Interesses der Kl&#228;gerin an den begehrten Ausk&#252;nften damit keine Frage der Zul&#228;ssigkeit, sondern der Begr&#252;ndetheit der Klage ist (vgl. hierzu Wieczorek/Sch&#252;tze/Assmann, ZPO, 4. Aufl., Vorb. vor &#167; 253 Rn. 104 mwN).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_21\">21</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>2. Im Ergebnis zutreffend hat das Berufungsgericht hingegen einen Anspruch der Kl&#228;gerin auf Zahlung vorgerichtlicher Rechtsverfolgungskosten (in Gestalt einer Gesch&#228;ftsgeb&#252;hr nach &#167; 2 Abs. 1 RVG, Nr. 2300 VV RVG) in H&#246;he von 534,31 &#8364; nebst Zinsen verneint.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_22\">22</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass der Mieter gem&#228;&#223; &#167; 280 Abs. 1 BGB einen Anspruch gegen den Vermieter auf Freistellung von vorgerichtlichen Rechtsverfolgungskosten (&#167; 249 Abs. 1, &#167; 257 BGB) haben kann, wenn der Vermieter schuldhaft seine Pflicht verletzt hat, von seinem Mieter nur die h&#246;chstzul&#228;ssige Miete zu verlangen, und sich der Mieter wegen der von ihm daraufhin bei einem Inkassodienstleister in Auftrag gegebenen Geltendmachung seiner Anspr&#252;che nach &#167; 556g Abs. 1 Satz 3, &#167; 556g Abs. 3 BGB einer entsprechenden Verg&#252;tungsforderung ausgesetzt sieht (vgl. Senatsurteil vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, BGHZ 225, 352 Rn. 116 und 118). Ein solcher Freistellungsanspruch des Mieters kommt zudem in Betracht, wenn der Vermieter mit der Erf&#252;llung der von dem Mieter geltend gemachten Auskunfts- oder Zahlungsanspr&#252;che gem&#228;&#223; &#167; 556g BGB in Verzug ger&#228;t (&#167; 280 Abs. 1 und 2, &#167; 286 BGB).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_23\">23</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>In beiden F&#228;llen wandelt sich der Freistellungsanspruch des Mieters gegen den Vermieter aufgrund der Abtretung an den Inkassodienstleister in einen Zahlungsanspruch um (vgl. BGH, Urteile vom 22. M&#228;rz 2011 - II ZR 271/08, BGHZ 189, 45 Rn. 14; vom 11. M&#228;rz 2016 - V ZR 102/15, NJW 2016, 2407 Rn. 15; vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, aaO Rn. 118).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_24\">24</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Ein Anspruch der Kl&#228;gerin auf Zahlung vorgerichtlicher Rechtsverfolgungskosten nach den vorgenannten Anspruchsgrundlagen scheidet jedoch hier bereits deshalb aus, weil sich der Mieter der geltend gemachten Verg&#252;tungsforderung der Kl&#228;gerin nicht ausgesetzt sieht und deshalb von der Beklagten eine diesbez&#252;gliche Freistellung nicht verlangen kann.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_25\">25</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>aa) Die Kl&#228;gerin st&#252;tzt den Verg&#252;tungsanspruch f&#252;r die vorgerichtliche T&#228;tigkeit auf Ziffer 3.1 Satz 1 ihrer Allgemeinen Gesch&#228;ftsbedingungen. Das Berufungsgericht hat diese Regelung rechtsfehlerfrei und von der Revision nicht angegriffen dahingehend ausgelegt, dass die neben der als \"Provision\" bezeichneten erfolgsabh&#228;ngigen Verg&#252;tung in H&#246;he von einem Drittel der ersparten Jahresmiete (Ziffer 3.1 Satz 1 Unterpunkt (i) der Allgemeinen Gesch&#228;ftsbedingungen) vorgesehene sogenannte \"RVG-Geb&#252;hr\" nach Ziffer 3.1 Satz 1 Unterpunkt (ii) der Allgemeinen Gesch&#228;ftsbedingungen von dem Mieter nur im Falle einer nach &#220;bersendung des R&#252;geschreibens - tats&#228;chlich - erfolgten Mahnung gegen&#252;ber dem Vermieter geschuldet ist.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_26\">26</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>bb) Hiervon ausgehend ist die - die Versagung des Anspruchs selbst&#228;ndig tragende - Annahme des Berufungsgerichts, die Kl&#228;gerin k&#246;nne f&#252;r ihre T&#228;tigkeit mangels Mahnung die geltend gemachte \"RVG-Geb&#252;hr\" nicht verlangen, revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_27\">27</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Revision wendet sich ohne Erfolg gegen die Annahme des Berufungsgerichts, die Kl&#228;gerin habe eine Mahnung im Sinne von Ziffer 3.1 der Allgemeinen Gesch&#228;ftsbedingungen nicht verschickt; auch sei eine solche nicht bereits in dem R&#252;geschreiben selbst enthalten gewesen. Sie macht hiergegen geltend, das Berufungsgericht habe geh&#246;rswidrig von ihr gehaltenen entscheidungserheblichen Vortrag &#252;bergangen, wonach sie der Beklagten nach Ablauf der im R&#252;geschreiben vom Februar 2018 gesetzten Frist ein Mahnschreiben zugestellt und darin Ersatz der au&#223;ergerichtlichen Rechtsverfolgungskosten verlangt habe.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_28\">28</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Diese R&#252;ge geht bereits deshalb fehl, weil es sich bei der von der Revision als fehlerhaft beanstandeten - vermeintlichen - W&#252;rdigung um eine tatbestandliche Feststellung des Berufungsgerichts handelt (vgl. BGH, Urteil vom 1. M&#228;rz 2011 - XI ZR 48/10, BGHZ 188, 373 Rn. 12). Hierzu sind auch die in den Urteilsgr&#252;nden getroffenen tats&#228;chlichen Feststellungen zu z&#228;hlen (BGH, Urteile vom 19. November 1998 - IX ZR 116/97, NJW 1999, 641 unter II 1 a; vom 20. Februar 2019 - VIII ZR 7/18, BGHZ 221, 145 Rn. 49; jeweils mwN).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_29\">29</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die vorbezeichnete Feststellung ist dem Revisionsverfahren zugrunde zu legen, weil die Kl&#228;gerin sie nicht im Wege eines Tatbestandsberichtigungsantrags nach &#167; 320 ZPO angegriffen hat (vgl. Senatsurteil vom 20. Februar 2019 - VIII ZR 7/18, aaO). Eine Unrichtigkeit tats&#228;chlicher Feststellungen im Berufungsurteil kann nur mit einem Antrag auf Tatbestandsberichtigung geltend gemacht werden (vgl. BGH, Beschluss vom 5. Februar 2009 - V ZR 159/08, juris Rn. 2). Hingegen kann mit Hilfe einer Verfahrensr&#252;ge eine Richtigstellung tats&#228;chlicher Feststellungen nicht erreicht werden (vgl. BGH, Urteil vom 1. M&#228;rz 2011 - XI ZR 48/10, aaO).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_30\">30</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>c) Die Kl&#228;gerin hat auch nicht aufgrund des &#167; 4 Abs. 5 des Einf&#252;hrungsgesetzes zum Rechtsdienstleistungsgesetz in der hier ma&#223;geblichen, vor dem 1. Oktober 2021 geltenden Fassung (im Folgenden: RDGEG aF) einen - von dem vereinbarten Erfordernis eines Mahnschreibens unabh&#228;ngigen - Anspruch gegen den Mieter auf Verg&#252;tung ihrer vorgerichtlichen Inkassot&#228;tigkeit. Nach dieser Vorschrift sind Inkassokosten f&#252;r au&#223;ergerichtliche Inkassodienstleistungen, die eine nicht titulierte Forderung betreffen, nur bis zur H&#246;he der einem Rechtsanwalt nach den Vorschriften des Rechtsanwaltsverg&#252;tungsgesetzes zustehenden Verg&#252;tung erstattungsf&#228;hig.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_31\">31</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Entgegen der Auffassung der Revisionserwiderung, die meint, die in Ziffer 3.1 der Allgemeinen Gesch&#228;ftsbedingungen der Kl&#228;gerin vorgesehene Entstehung der \"RVG-Geb&#252;hr\" erst mit dem Mahnungsversand versto&#223;e gegen &#167; 4 Abs. 5 RDGEG aF, regelt die vorgenannte Bestimmung nicht das Innenverh&#228;ltnis der Parteien des Inkassodienstleistungsvertrags. Vielmehr begrenzt sie - wie sich aus ihrem Wortlaut und der Entstehungsgeschichte ergibt - die Erstattungsf&#228;higkeit der von dem Inkassounternehmen und seinem Auftraggeber frei verhandelten Verg&#252;tung im Verh&#228;ltnis des Auftraggebers (Forderungsgl&#228;ubiger) zum Anspruchsgegner (Forderungsschuldner; vgl. BeckOK-Kostenrecht/H&#252;sgen, Stand: 1. September 2020, &#167; 4 RDGEG Rn. 3 und 18 f.; BT-Drucks. 17/13057, S. 12 und 22; BT-Drucks. 17/13429, S. 16; BT-Drucks. 17/14216, S. 6; BVerfG, WM 2020, 1451 Rn. 15). Sie begr&#252;ndet mithin weder eigenst&#228;ndig einen Verg&#252;tungsanspruch des Inkassodienstleisters gegen seinen Auftraggeber noch beschr&#228;nkt sie den zul&#228;ssigen Inhalt der Vereinbarungen zwischen Inkassounternehmen und Auftraggeber im Innenverh&#228;ltnis.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>III.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_32\">32</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Nach alledem kann das angefochtene Urteil keinen Bestand haben, soweit das Berufungsgericht hinsichtlich des Auskunftsanspruchs zum Nachteil der Kl&#228;gerin entschieden hat. Es ist daher insoweit - unter Zur&#252;ckweisung der weitergehenden Revision - aufzuheben (&#167; 562 Abs. 1 ZPO). Im Umfang der Aufhebung ist die Sache nicht zur Endentscheidung reif, weil das Berufungsgericht sich im Hinblick auf die von ihm verneinte Zul&#228;ssigkeit der Klage mit dem geltend gemachten Auskunftsanspruch in der Sache nicht befasst und zu diesem auch keine (hinreichenden) tats&#228;chlichen Feststellungen getroffen hat. Sie ist deshalb insoweit zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zur&#252;ckzuverweisen (&#167; 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_33\">33</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Der Senat weist f&#252;r das weitere Verfahren darauf hin, dass (Fort-)Bestand und Umfang des Auskunftsanspruchs des Mieters gegen den Vermieter gem&#228;&#223; &#167; 556g Abs. 3 Satz 1 BGB - anders als das Berufungsgericht bei seinen Erw&#228;gungen zum Rechtsschutzbed&#252;rfnis gemeint hat - grunds&#228;tzlich nicht davon abh&#228;ngt, auf welchen Tatbestand der Vorschriften der &#167;&#167; 556d ff. BGB sich der Vermieter gegen&#252;ber dem Mieter zur Rechtfertigung der vereinbarten Mieth&#246;he beruft.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_34\">34</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Eine solche Beschr&#228;nkung der Auskunftspflicht des Vermieters findet weder im Wortlaut der Vorschrift des &#167; 556g Abs. 3 Satz 1 BGB noch in den Gesetzesmaterialien eine Grundlage. Vielmehr hat der Gesetzgeber den Auskunftsanspruch als Mittel zur Durchsetzung des mit den Vorschriften der &#167;&#167; 556d ff. BGB beabsichtigten sozialen Mieterschutzes (BT-Drucks. 18/3121, S. 33) - der D&#228;mpfung der Mieth&#246;he bei der Wiedervermietung auf angespannten Wohnungsm&#228;rkten (BT-Drucks. aaO S. 15) - angesehen. Deshalb soll der Auskunftsanspruch es dem Mieter erm&#246;glichen, \"die Berechtigung der vereinbarten Miete zu pr&#252;fen\" (BT-Drucks. aaO S. 32), und die \"preisbildenden Tatsachen\" (BT-Drucks. aaO S. 2) sowie diejenigen Umst&#228;nde umfassen, die der Mieter \"zur Feststellung der orts&#252;blichen Miete oder eines Sondertatbestands (&#167;&#167; 556e, 556f BGB-E) ben&#246;tigt\" (BT-Drucks. aaO S. 33 f.). Nach der gesetzlichen Systematik ist die Geltendmachung des Auskunftsanspruchs weder in zeitlicher Hinsicht eingeschr&#228;nkt noch davon abh&#228;ngig, dass der Vermieter dem Mieter in irgendeiner Weise konkreten Anlass zur (weiteren) Pr&#252;fung der Zul&#228;ssigkeit der Mieth&#246;he gegeben h&#228;tte.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_35\">35</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Der Gesetzgeber hat den Auskunftsanspruch zwar als Hilfsanspruch zu den auf Geldzahlung gerichteten Anspr&#252;chen des Mieters ausgestaltet (vgl. BT-Drucks. aaO S. 33), deren Vorbereitung und Verwirklichung er dienen soll (vgl. Senatsurteile vom 27. November 2019 - VIII ZR 285/18, BGHZ 224, 89 Rn. 165; vom 27. Mai 2020 - VIII ZR 45/19, NZM 2020, 551 Rn. 74, insoweit in BGHZ 225, 352 nicht abgedruckt). Ob er aus diesem Grund dann nicht (mehr) besteht, wenn die verlangten Informationen die Zahlungsanspr&#252;che des Mieters im Zusammenhang mit der sogenannten Mietpreisbremse ausnahmsweise in keiner Weise beeinflussen k&#246;nnen, d&#252;rfte aber unter den Gegebenheiten des Streitfalls offenbleiben k&#246;nnen. Denn hier hat der Mieter jedenfalls deshalb ein fortbestehendes Interesse an den verlangten Ausk&#252;nften, weil die Kl&#228;gerin f&#252;r ihn - was im Hinblick auf das Prozessrisiko und zur Vermeidung von Kosten legitim ist - neben dem Auskunftsanspruch einen Zahlungsanspruch lediglich f&#252;r einen Monat geltend gemacht hat. Insoweit k&#246;nnen die verlangten Ausk&#252;nfte Bedeutung f&#252;r die Entscheidung des Mieters &#252;ber die Verfolgung weitergehender Zahlungsanspr&#252;che gegen die Beklagte haben, die ihrerseits nicht aus Rechtsgr&#252;nden gehindert w&#228;re, sich diesen Anspr&#252;chen gegen&#252;ber zur Rechtfertigung der vereinbarten Miete auf einen Ausnahmetatbestand zu berufen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <table class=\"Rsp\">\n                  <tr>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">Dr. B&#252;nger&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">Dr. Schneider&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">Dr. Schmidt</p>\n                     </td>\n                  </tr>\n                  <tr>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">Wiegand&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">Dr. Reichelt&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:left\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                  </tr>\n               </table>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n      </div>\n   "
}