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    "slug": "bag-2015-03-18-10-azr-9914",
    "court": {
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    "file_number": "10 AZR 99/14",
    "date": "2015-03-18",
    "created_date": "2018-11-04T18:30:03Z",
    "updated_date": "2020-12-10T15:21:00Z",
    "type": "Urteil",
    "ecli": "ECLI:DE:BAG:2015:180315.U.10AZR99.14.0",
    "content": "<h2>Tenor</h2>\n\n<div>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:54pt\">1. Die Revision der Beklagten gegen das Urteil des Landesarbeitsgerichts K&#246;ln vom 16.&#160;Januar 2014 -&#160;13&#160;Sa 516/13&#160;- wird zur&#252;ckgewiesen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:54pt\">2. Die Beklagte hat die Kosten der Revision zu tragen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n      </div>\n   \n<h2>Tatbestand</h2>\n\n<div>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_1\">1</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Parteien streiten &#252;ber Entgeltfortzahlungsanspr&#252;che aus &#252;bergegangenem Recht <em>(&#167;&#160;115 Abs.&#160;1 SGB&#160;X)</em>.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_2\">2</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Kl&#228;gerin ist eine gesetzliche Krankenkasse. Ihr 1959 geborenes Mitglied L. war seit 2007 bei der Beklagten besch&#228;ftigt.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_3\">3</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Am 23.&#160;November 2011 wurde der alkoholabh&#228;ngige Herr L. mit einer Alkoholvergiftung (4,9&#160;Promille) bei v&#246;lliger k&#246;rperlicher und geistiger Bewegungslosigkeit in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er intensivmedizinisch behandelt wurde. Er war zun&#228;chst bis 15.&#160;Januar 2012 in station&#228;rer Behandlung, daran schlossen sich weitere Krankenhausaufenthalte an. Insgesamt war er &#252;ber zehn Monate arbeitsunf&#228;hig erkrankt. In einem von der Kl&#228;gerin vorgelegten Sozialmedizinischen Gutachten des MDK N vom 14.&#160;Mai 2013 hei&#223;t es ua.:</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <table class=\"Rsp\">\n                  <tr>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:justify\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:justify\">&#8222;Bei dem Versicherten besteht aufgrund der vorliegenden medizinischen Unterlagen zweifelsfrei eine langj&#228;hrige, chronische Alkoholkrankheit mit den typischen Folgeerkrankungen wie z.&#160;B. die &#228;thyltoxische Leberzirrhose mit Gallenkomplikationen. Aus den vorliegenden Unterlagen geht hervor, dass der Versicherte bereits zweimal eine station&#228;re Entzugstherapie durchgef&#252;hrt hat. Es ist jedoch offensichtlich immer wieder zu R&#252;ckf&#228;llen gekommen und somit auch zu dem Alkoholexzess am 23.11.2011, der bei dem Versicherten einen komat&#246;sen, beatmungspflichtigen Zustand hervorrief bei respiratorischer Insuffizienz infolge der Alkoholintoxikation. Im Rahmen der notwendigen Langzeitbeatmung kam es dann zu den typischen Komplikationen im Verlauf, wie tubusassoziierte, nosokomiale Pneumonie, Aspirationspneumonie und nosokomialer Sinusitis maxillaris.</p>\n                     </td>\n                  </tr>\n                  <tr>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:justify\">Auch die hepato-bili&#228;ren Komplikationen sind, zumindest zum Teil, Folge langj&#228;hrigen, exzessiven Alkoholkonsums (Leberzirrhose).</p>\n                     </td>\n                  </tr>\n                  <tr>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:justify\">Es ist hieraus zu folgern, dass der intensive Alkoholkonsum, der am 23.11.2011 zur station&#228;ren Behandlungsnotwendigkeit und zur Arbeitsunf&#228;higkeit f&#252;hrte, im Rahmen einer langj&#228;hrigen, chronischen Erkrankung (Alkoholkrankheit) erfolgte und nicht willentlich durch den Versicherten h&#228;tte verhindert oder vermieden werden k&#246;nnen (&#10132; Suchtdruck).</p>\n                     </td>\n                  </tr>\n                  <tr>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:justify\">Selbstverschulden ist somit medizinisch auszuschlie&#223;en.&#8220;</p>\n                     </td>\n                  </tr>\n               </table>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_4\">4</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Mit Schreiben vom 28.&#160;November 2011 k&#252;ndigte die Beklagte das Arbeitsverh&#228;ltnis fristlos. Hiergegen erhob Herr L. K&#252;ndigungsschutzklage. Die Kl&#228;gerin leistete an ihn f&#252;r den Zeitraum vom 29.&#160;November 2011 bis zum 30.&#160;Dezember 2011 Krankengeld in H&#246;he von 1.303,36&#160;Euro. Mit Schreiben vom 5.&#160;M&#228;rz 2012 erkl&#228;rte die Beklagte gegen&#252;ber der Kl&#228;gerin, dass sie f&#252;r den Fall, dass das Arbeitsverh&#228;ltnis durch Urteil oder Vergleich im Arbeitsgerichtsverfahren verl&#228;ngert w&#252;rde, auf die Einrede des Lohnverfalls verzichte. Am 21.&#160;Juni 2012 einigten sich die Beklagte und Herr L. im K&#252;ndigungsschutzverfahren auf eine Beendigung des Arbeitsverh&#228;ltnisses zum 30.&#160;Dezember 2011. Mit Schreiben vom 18.&#160;Juli 2012 verlangte die Beklagte von Herrn L. Auskunft &#252;ber &#8222;alle f&#252;r die Entstehung der behaupteten Alkoholabh&#228;ngigkeit erheblichen Umst&#228;nde&#8220;. Dieser reagierte nicht. Die Kl&#228;gerin machte mit Schreiben vom 19.&#160;Juli 2012 Anspr&#252;che auf Entgeltfortzahlung aus &#252;bergegangenem Recht in H&#246;he von 1.303,36&#160;Euro gegen&#252;ber der Beklagten geltend.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_5\">5</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Kl&#228;gerin hat die Auffassung vertreten, es habe eine von Herrn L. nicht verschuldete Krankheit vorgelegen. Dies werde durch das Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen best&#228;tigt. Ihr stehe daher aus &#252;bergegangenem Recht ein Entgeltfortzahlungsanspruch f&#252;r den Zeitraum vom 29.&#160;November 2011 bis zum 30.&#160;Dezember 2011 in H&#246;he des geleisteten Krankengeldes zu.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_6\">6</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Kl&#228;gerin hat beantragt,</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <table class=\"Rsp\">\n                  <tr>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:justify\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:justify\">die Beklagte zu verurteilen, das gezahlte Krankengeld f&#252;r die Zeit vom 29.&#160;November 2011 bis zum 30.&#160;Dezember 2011 in H&#246;he von 1.303,36&#160;Euro zu erstatten.</p>\n                     </td>\n                  </tr>\n               </table>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_7\">7</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Beklagte hat Klageabweisung beantragt. Sie hat die Auffassung vertreten, die Erkrankung sei verschuldet gewesen. Werde ein Arbeitnehmer nach einer station&#228;ren Entziehungskur r&#252;ckf&#228;llig, spreche dies f&#252;r ein Verschulden. In einer solchen Kur w&#252;rden stets Hinweise zur Vermeidung jeden Alkoholgenusses gegeben.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_8\">8</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht haben der Klage stattgegeben. Mit der vom Landesarbeitsgericht zugelassenen Revision begehrt die Beklagte weiterhin Klageabweisung.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n      </div>\n   \n<h2>Entscheidungsgründe</h2>\n\n<div>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_9\">9</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die zul&#228;ssige Revision ist unbegr&#252;ndet. Zwar kann der Klage nicht mit der vom Landesarbeitsgericht gegebenen Begr&#252;ndung stattgegeben werden, wonach ein R&#252;ckfall eines alkoholabh&#228;ngigen Arbeitnehmers nach einer durchgef&#252;hrten Therapie stets als unverschuldet iSv. &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG anzusehen ist. Die Arbeitsunf&#228;higkeit des Herrn L. im streitgegenst&#228;ndlichen Zeitraum war aber im konkreten Fall unverschuldet im entgeltfortzahlungsrechtlichen Sinn. Herr L. hatte daher einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung gegen die Beklagte, der gem&#228;&#223; &#167;&#160;115 Abs.&#160;1 SGB&#160;X in H&#246;he des von der Kl&#228;gerin gezahlten Krankengeldes auf diese &#252;bergegangen ist. Die Entscheidung des Landesarbeitsgerichts erweist sich damit im Ergebnis als zutreffend <em>(&#167;&#160;563 Abs.&#160;3 ZPO)</em>.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_10\">10</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>I. Der Arbeitnehmer L. hatte gegen die Beklagte Anspruch auf Entgeltfortzahlung nach &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG f&#252;r die Zeit von 29.&#160;November 2011 bis 30.&#160;Dezember 2011. Er hat die zur Arbeitsunf&#228;higkeit f&#252;hrende Krankheit nicht iSd. Bestimmungen des EFZG verschuldet.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_11\">11</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>1. Das Arbeitsverh&#228;ltnis der Parteien endete nicht durch die au&#223;erordentliche K&#252;ndigung vom 28.&#160;November 2011, sondern gem&#228;&#223; dem Inhalt des im K&#252;ndigungsschutzverfahren geschlossenen Vergleichs vom 21.&#160;Juni 2012 erst mit dem 30.&#160;Dezember 2011. Es konnten daher -&#160;unabh&#228;ngig von &#167;&#160;8 EFZG&#160;- noch Entgeltfortzahlungsanspr&#252;che f&#252;r den streitgegenst&#228;ndlichen Zeitraum entstehen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_12\">12</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>2. Nach &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber f&#252;r die Zeit der Arbeitsunf&#228;higkeit bis zur Dauer von sechs Wochen, wenn er durch Arbeitsunf&#228;higkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert ist, ohne dass ihn ein Verschulden trifft. Nach inzwischen allgemeiner Auffassung handelt es sich bei einer Alkoholabh&#228;ngigkeit und den daraus resultierenden Folgen um eine Krankheit iSd. EFZG <em>(grundlegend BAG 1.&#160;Juni 1983 -&#160;5&#160;AZR 536/80&#160;- zu I&#160;2 und&#160;4 der Gr&#252;nde, BAGE&#160;43, 54; offen gelassen noch von BAG 22.&#160;M&#228;rz 1973 -&#160;5&#160;AZR 567/72&#160;- zu&#160;1 der Gr&#252;nde; Schmitt 7.&#160;Aufl. &#167;&#160;3 EFZG Rn.&#160;51 mwN; vgl. auch zur erstmaligen Anerkennung der &#8222;Trunksucht&#8220; als Krankheit iSd. RVO: BSG 18.&#160;Juni 1968 -&#160;3&#160;RK 63/66&#160;- BSGE&#160;28, 114)</em>. Durch diese Krankheit des Herrn L. ist Arbeitsunf&#228;higkeit eingetreten.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_13\">13</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>3. Schuldhaft iSv. &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG handelt nur der Arbeitnehmer, der in erheblichem Ma&#223;e gegen die von einem verst&#228;ndigen Menschen im eigenen Interesse zu erwartende Verhaltensweise verst&#246;&#223;t.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_14\">14</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Bei dem Verschulden iSv. &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG handelt es sich nicht um ein Verschulden iSv. &#167;&#160;276 BGB, der das Ma&#223; an Verhaltensanforderungen des Schuldners gegen&#252;ber Dritten bestimmt. Dagegen betrifft das Entstehen einer Krankheit und/oder die daraus resultierende Arbeitsunf&#228;higkeit die Person des Arbeitnehmers selbst. Es gilt deshalb festzustellen, ob ein &#8222;Verschulden gegen sich selbst&#8220; vorliegt. Schuldhaft im Sinne des Entgeltfortzahlungsrechts handelt nach der zu den inhaltsgleichen Vorg&#228;ngerregelungen <em>(&#167;&#160;1 Abs.&#160;1 LohnFG, &#167;&#160;616 Satz&#160;1 BGB, &#167;&#160;63 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 HGB, &#167;&#160;133c Satz&#160;1 GewO)</em> ergangenen Rechtsprechung deshalb nur der Arbeitnehmer, der in erheblichem Ma&#223;e gegen die von einem verst&#228;ndigen Menschen im eigenen Interesse zu erwartende Verhaltensweise verst&#246;&#223;t <em>(vgl. zuletzt BAG 27.&#160;Mai 1992 -&#160;5&#160;AZR 297/91&#160;- zu&#160;II&#160;2 der Gr&#252;nde; 11.&#160;November 1987 -&#160;5&#160;AZR 497/86&#160;- zu&#160;I&#160;1 der Gr&#252;nde, BAGE&#160;56, 321)</em>. Dabei ist -&#160;anders als bei der Haftung f&#252;r Sorgfalt in eigenen Angelegenheiten nach &#167;&#160;277 BGB <em>(vgl. dazu Palandt/Gr&#252;neberg 74.&#160;Aufl. &#167;&#160;277 Rn.&#160;3)&#160;</em>- von einem objektiven Ma&#223;stab auszugehen. Erforderlich ist ein grober oder gr&#246;blicher Versto&#223; gegen das Eigeninteresse eines verst&#228;ndigen Menschen und damit ein besonders leichtfertiges oder vors&#228;tzliches Verhalten <em>(ErfK/Reinhard 15.&#160;Aufl. &#167;&#160;3 EFZG Rn.&#160;23; M&#252;KoBGB/M&#252;ller-Gl&#246;ge 6.&#160;Aufl. &#167;&#160;3 EFZG Rn.&#160;36; Schmitt &#167;&#160;3 EFZG Rn.&#160;121; Vogelsang Entgeltfortzahlung Rn.&#160;126 jeweils mwN)</em>. Soweit Teile des Schrifttums -&#160;auch unter Hinweis auf &#167;&#160;617 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 BGB&#160;- direkt auf den Ma&#223;stab &#8222;Vorsatz und grobe Fahrl&#228;ssigkeit&#8220; zur&#252;ckgreifen <em>(grundlegend Hofmann ZfA&#160;1979, 275, 310&#160;ff.; wohl auch Staudinger/Oetker Neubearbeitung&#160;2011 &#167;&#160;616 Rn.&#160;244 mwN; Braun Der Begriff des Verschuldens im Recht der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall Diss.&#160;1993 S.&#160;64&#160;f</em>.<em>)</em>, schl&#228;gt sich dies im Ergebnis nicht nieder <em>(so zutreffend Staudinger/Oetker aaO; Schmitt aaO)</em>. Vielmehr unterscheidet sich die in der Rechtsprechung entwickelte Formel, an der auch f&#252;r das EFZG festzuhalten ist, der Sache nach nicht vom Ma&#223;stab des &#167;&#160;617 BGB, durch den f&#252;r bestimmte Dienstverh&#228;ltnisse konkretisiert wird, welches Verschulden als erheblich anzusehen ist. </p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_15\">15</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Kein Tatbestandsmerkmal des &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG ist hingegen der Gedanke, dass es unbillig w&#228;re, dem Arbeitgeber vom Arbeitnehmer selbst verschuldete Entgeltfortzahlungskosten aufzub&#252;rden <em>(missverst&#228;ndlich BAG </em>\n                  <em>1.&#160;Juni 1983 -&#160;5&#160;AZR 536/80&#160;- zu&#160;I&#160;3&#160;a der Gr&#252;nde, BAGE&#160;43, 54)</em>. Es handelt sich um ein blo&#223;es Begr&#252;ndungselement zur Rechtfertigung der Beschr&#228;nkung des grunds&#228;tzlich bestehenden Entgeltfortzahlungsanspruchs <em>(ErfK/Reinhard &#167;&#160;3 EFZG Rn.&#160;23; M&#252;KoBGB/M&#252;ller-Gl&#246;ge &#167;&#160;3 EFZG Rn.&#160;36; aA Schmitt &#167;&#160;3 EFZG Rn.&#160;124 &#8222;objektives Element&#8220;)</em>. Dabei ist zu ber&#252;cksichtigen, dass die Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunf&#228;higkeit nicht nur den Individualinteressen des Arbeitnehmers dient, sondern &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG eine gesetzlich angeordnete Risikoverteilung zwischen Arbeitgeber und Krankenversicherung festlegt. Der Arbeitgeber hat grunds&#228;tzlich f&#252;r den Zeitraum von bis zu sechs Wochen Entgeltfortzahlung zu leisten. Ohne den gegen den Arbeitgeber gerichteten Entgeltfortzahlungsanspruch nach &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 EFZG k&#246;nnte der Arbeitnehmer von der Krankenkasse die Zahlung von Krankengeld verlangen. Die Verpflichtung zur Zahlung ruht, solange der Versicherte Zahlungen vom Arbeitgeber erh&#228;lt <em>(&#167;&#160;49 Abs.&#160;1 Nr.&#160;1 SGB&#160;V)</em>. &#167;&#160;3 EFZG dient ganz wesentlich der Entlastung der gesetzlichen Krankenkassen und damit mittelbar aller Beitragszahler <em>(BAG 12.&#160;Dezember 2001 -&#160;5&#160;AZR 255/00&#160;- zu&#160;B&#160;II&#160;2&#160;b der Gr&#252;nde, BAGE&#160;100, 130)</em>.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_16\">16</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>c) Aus der sprachlichen Fassung des &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG folgt, dass das Risiko der Unaufkl&#228;rbarkeit der Ursachen einer Krankheit oder Arbeitsunf&#228;higkeit und eines m&#246;glichen Verschuldens des Arbeitnehmers daran beim Arbeitgeber liegt <em>(st.&#160;Rspr., zB BAG 1.&#160;Juni 1983 -&#160;5&#160;AZR 536/80&#160;- zu&#160;II&#160;1 der Gr&#252;nde, BAGE&#160;43, 54)</em>; dies gilt auch im Fall des Anspruchs&#252;bergangs <em>(BAG 7.&#160;August 1991 -&#160;5&#160;AZR 410/90&#160;- zu&#160;II der Gr&#252;nde, BAGE&#160;68, 196)</em>.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_17\">17</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>4. Nach diesem Ma&#223;stab kann nach dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse weder aus der Alkoholabh&#228;ngigkeit selbst noch aus deren Entstehen ein Verschulden iSv. &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG f&#252;r damit unmittelbar in Zusammenhang stehende Arbeitsunf&#228;higkeitszeiten abgeleitet werden. </p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_18\">18</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Die Rechtsprechung ging zun&#228;chst davon aus, dass Trunksucht und deren Folgen nach der Lebenserfahrung jedenfalls in aller Regel selbst verschuldet sind <em>(vgl. zuletzt zB BAG 7.&#160;Dezember 1972 -&#160;5&#160;AZR 350/72&#160;- BAGE&#160;24, 477; 22.&#160;M&#228;rz 1973 -&#160;5 AZR 567/72&#160;-)</em>. Mit Urteil vom 1.&#160;Juni 1983 <em>(-&#160;5&#160;AZR 536/80&#160;- BAGE&#160;43, 54)</em> wurde diese Auffassung unter Hinweis auf anderslautende wissenschaftliche Forschungsergebnisse aufgegeben und angenommen, dass der Arbeitnehmer nach Eintritt der Erkrankung nicht mehr schuldhaft im Sinne der Lohnfortzahlungsbestimmungen handeln kann. Festgehalten wurde allerdings an der schon fr&#252;her vertretenen Auffassung, dass f&#252;r die Beurteilung der Verschuldensfrage in F&#228;llen der Alkoholabh&#228;ngigkeit auf das Verhalten des Arbeitnehmers &#8222;zu Beginn des Alkoholmissbrauchs&#8220; <em>(BAG 7.&#160;Dezember 1972 -&#160;5&#160;AZR 350/72&#160;- aaO)</em> bzw. -&#160;nach neuer Formulierung&#160;- auf das Verhalten vor dem Zeitpunkt abzustellen ist, in dem die als Krankheit zu wertende Alkoholabh&#228;ngigkeit eingetreten ist <em>(BAG&#160;1.&#160;Juni&#160;1983&#160;-&#160;5&#160;AZR 536/80&#160;- zu&#160;I&#160;3&#160;b der Gr&#252;nde, aaO)</em>. Bei anderen Erkrankungen lassen sich f&#252;r eine Erforschung der Krankheitsursachen hingegen keine Beispiele finden <em>(so die Kritik von Sch&#228;fer Alkohol und Arbeitsverh&#228;ltnis Diss.&#160;1995 S.&#160;135&#160;ff.)</em>. Um eine solche &#220;berpr&#252;fung &#252;berhaupt zu erm&#246;glichen, nahm die Rechtsprechung eine Mitwirkungspflicht des Arbeitnehmers bei der Suche nach den Gr&#252;nden seiner Alkoholabh&#228;ngigkeit an, verbunden mit einer entsprechenden Darlegungslast des Arbeitgebers <em>(BAG 1.&#160;Juni 1983 -&#160;5&#160;AZR 536/80&#160;- zu&#160;II&#160;2 der Gr&#252;nde, aaO; 7.&#160;August 1991 -&#160;5&#160;AZR 410/90&#160;- zu&#160;II der Gr&#252;nde, BAGE&#160;68, 196)</em>. </p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_19\">19</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Hieran h&#228;lt der Senat unter Ber&#252;cksichtigung des aktuellen Standes der wissenschaftlichen Forschung zur Entstehung einer Alkoholabh&#228;ngigkeit nicht mehr fest. Es kann nach diesen Erkenntnissen nicht mit der f&#252;r die Annahme eines Verschuldens iSv. &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG erforderlichen Deutlichkeit festgestellt werden, was im Einzelfall die Ursache f&#252;r die Alkoholabh&#228;ngigkeit ist und dass willensgesteuertes Verhalten des Arbeitnehmers in relevantem Umfang daran einen Anteil hat. </p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_20\">20</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>aa) Der Ausbruch einer Alkoholkrankheit beruht auf einer multifaktoriellen Genese. Dies bedeutet, dass weder die abh&#228;ngigkeitserzeugende Wirkung des Alkohols noch in der Person oder auf diese einwirkende Faktoren jeweils f&#252;r sich genommen zur Entstehung der Sucht f&#252;hren. Vielmehr handelt es sich um eine multikausale, interaktive Entwicklung. Zu dieser tragen -&#160;neben dem Faktor Alkohol selbst&#160;- unter anderem die genetische Pr&#228;disposition, die individuelle psychische Disposition, das psychosoziale Umfeld einschlie&#223;lich der Herkunftsfamilie und die sozialen Lebensbeziehungen bis hin zu religi&#246;sen Einfl&#252;ssen bei <em>(vgl. zB Soyka/K&#252;fner Alkoholismus&#160;-&#160;Missbrauch und Abh&#228;ngigkeit 6.&#160;Aufl. S.&#160;69&#160;ff.; Tretter Suchtmedizin kompakt 2.&#160;Aufl. S.&#160;39&#160;ff.)</em>. Hinzu kommen neurobiologische und neurochemische Folgen des Alkoholkonsums und damit verbundene verhaltensrelevante Ver&#228;nderungen der Zellstruktur <em>(dazu Tretter Suchtmedizin kompakt S.&#160;21&#160;ff.)</em>.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_21\">21</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>bb) Zwar gibt es innerhalb der Wissenschaft je nach Fachgebiet und Schule verschiedene Erkl&#228;rungsans&#228;tze f&#252;r das Entstehen von Alkoholismus, die auch die Faktoren unterschiedlich gewichten <em>(hierzu Gastpar/Mann/Rommelspacher Lehrbuch der Suchterkrankungen S.&#160;28&#160;ff.)</em>. Alle Ans&#228;tze haben aber gemein, dass eine singul&#228;re -&#160;willentlich steuerbare&#160;- Ursache daf&#252;r, warum bei einer einzelnen Person eine Alkoholabh&#228;ngigkeit eintritt, nicht feststellbar ist. So wird heute in der Medizin zur Erkl&#228;rung der Ursachen des Alkoholismus im Allgemeinen auf ein Ursachendreieck verwiesen, in dem sich die Droge Alkohol, das betroffene Individuum und die sozialen Beziehungen wechselseitig bedingen <em>(Soyka/K&#252;fner S.&#160;20&#160;f.; Tretter Suchtmedizin kompakt S.&#160;12&#160;ff.)</em>. Dies bedeutet indessen nicht, dass nicht durch willensgesteuerte Handlungen die Entstehung von Alkoholabh&#228;ngigkeit auch bei Risikogruppen beeinflussbar w&#228;re. Doch kann den heutigen medizinischen Erkenntnissen nicht entnommen werden, dass der willensgesteuerte Anteil am Entstehen der Alkoholsucht derart im Vordergrund stehen kann, dass er als vors&#228;tzliches oder besonders leichtfertiges Verhalten iSv. &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 EFZG gewertet werden kann. Das Ineinandergreifen der ganz unterschiedlichen physischen und psychischen Dispositionen und die damit einhergehenden komplexen wechselseitigen stimulierenden und hemmenden Wirkungszusammenh&#228;nge stehen in Bezug auf Arbeitsunf&#228;higkeitszeiten, die unmittelbar aus der Alkoholabh&#228;ngigkeit resultieren oder untrennbar mit dieser zusammenh&#228;ngen <em>(vgl. zur Abgrenzung BAG 30.&#160;M&#228;rz 1988 -&#160;5&#160;AZR 42/87&#160;- BAGE&#160;57, 380 zum Fall der Kfz-Nutzung in noch steuerungsf&#228;higem Zustand)</em>, der Annahme entgegen, Alkoholsucht k&#246;nne vors&#228;tzlich oder besonders leichtfertig willensgesteuert herbeigef&#252;hrt werden. </p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_22\">22</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>c) Es bedarf vor diesem Hintergrund keiner Entscheidung, ob oder ggf. in welchen F&#228;llen es sich bei Alkoholabh&#228;ngigkeit um eine Behinderung iSd. &#167;&#160;1 AGG und iSd. RL&#160;2000/78/EG handelt <em>(vgl. zum Begriff BAG 19.&#160;Dezember 2013 -&#160;6&#160;AZR 190/12&#160;- Rn.&#160;57&#160;ff. mwN)</em>, wobei insoweit anerkannt ist, dass es nicht auf die Ursache einer Behinderung, insbesondere inwieweit der Betreffende zu ihrem Entstehen beigetragen hat, ankommt <em>(zuletzt EuGH 18.&#160;Dezember 2014 -&#160;C-354/13&#160;- [FOA] Rn.&#160;53 mwN, 55&#160;f.)</em>. Ebenso wenig ist zu entscheiden, welche Schlussfolgerungen hieraus ggf. f&#252;r das Recht der Entgeltfortzahlung zu ziehen w&#228;ren.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_23\">23</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>5. Anders als das Landesarbeitsgericht angenommen hat, gibt es allerdings keine hinreichend deutlichen wissenschaftlichen Belege daf&#252;r, dass auch im Fall des R&#252;ckfalls nach einer &#8222;erfolgreich&#8220; durchgef&#252;hrten Entziehungskur mit anschlie&#223;ender Therapie in keinem Fall von einem Verschulden iSv. &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG ausgegangen werden kann. Insoweit erweist sich die angegriffene Entscheidung als rechtsfehlerhaft. Zwar wird im Hinblick auf die multikausalen Ursachen der Alkoholabh&#228;ngigkeit zumeist ein solches Verschulden auch bei einem R&#252;ckfall nicht feststellbar sein. Auszuschlie&#223;en ist dies im Einzelfall nach dem Stand der medizinischen Forschung aber nicht, so dass dieser Umstand bei entsprechendem Vortrag und Bestreiten des Arbeitgebers der Aufkl&#228;rung -&#160;regelm&#228;&#223;ig durch Einholung eines Sachverst&#228;ndigengutachtens&#160;- bedarf.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_24\">24</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Die Rechtsprechung hat bisher angenommen, dass der Arbeitnehmer, der eine Entziehungskur mit anschlie&#223;ender Therapie durchgef&#252;hrt hat, auf die Gefahren des Alkoholgenusses hingewiesen wurde, diese kennt und ermahnt worden ist, in Zukunft jeden Alkoholgenuss zu vermeiden. Werde ein solcher Arbeitnehmer nach erfolgreicher Beendigung der Kur und einer l&#228;ngeren Zeit der Abstinenz dennoch r&#252;ckf&#228;llig, spreche die Lebenserfahrung daf&#252;r, dass er die ihm erteilten dringenden Ratschl&#228;ge missachtet und sich wieder dem Alkohol zugewandt hat. Ein solches Verhalten begr&#252;nde im Allgemeinen den Vorwurf eines Verschuldens gegen sich selbst <em>(BAG 11.&#160;November 1987 -&#160;5&#160;AZR 497/86&#160;- zu&#160;II&#160;2 der Gr&#252;nde, BAGE&#160;56, 321; 11.&#160;Mai 1988 -&#160;5&#160;AZR 445/87&#160;- zu&#160;II der Gr&#252;nde; 27.&#160;Mai 1992 -&#160;5&#160;AZR 297/91&#160;- zu&#160;II&#160;2 und&#160;3 der Gr&#252;nde)</em>. In &#228;hnlicher Weise geht das Bundesverwaltungsgericht davon aus, dass der R&#252;ckfall eines alkoholabh&#228;ngigen Beamten in die Alkoholsucht eine Dienstpflichtverletzung darstellen kann. Es nimmt ein vorwerfbares Verhalten an, wenn der Beamte eine station&#228;re Entziehungsbehandlung durchgef&#252;hrt hat und &#252;ber die Folgen eines R&#252;ckfalls dienstlich belehrt wurde. Dabei darf allerdings kein vern&#252;nftiger Zweifel bestehen, dass der Beamte durch die Behandlung in die Lage versetzt worden ist, dauerhaft alkoholabstinent zu leben <em>(vgl. zB BVerwG 10.&#160;Januar 1984 -&#160;1&#160;D 13.83&#160;- BVerwGE&#160;76, 128; 15.&#160;M&#228;rz 1994 -&#160;1&#160;D 42.93&#160;-; 16.&#160;Februar 2012 -&#160;1&#160;D 2.11&#160;-)</em>. </p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_25\">25</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Die Auffassungen im Schrifttum sind gespalten. Teilweise wird aus einem R&#252;ckfall nach station&#228;rer Behandlung und entsprechender Aufkl&#228;rung eine Umkehr der Beweislast abgeleitet <em>(M&#252;KoBGB/M&#252;ller-Gl&#246;ge &#167;&#160;3 EFZG Rn.&#160;43)</em>, nach anderer Auffassung kann in einem R&#252;ckfall jedenfalls ein wichtiges Indiz f&#252;r ein Verschulden gesehen werden <em>(ErfK/Reinhard &#167;&#160;3 EFZG Rn.&#160;27; Feichtinger/Malkmus/P.&#160;Feichtinger EFZG 2.&#160;Aufl. &#167;&#160;3 Rn.&#160;150)</em>. Eine verbreitete Ansicht sieht hingegen die Gefahr von R&#252;ckf&#228;llen als Teil des Krankheitsbildes. Da nach einer erfolgreich verlaufenden Heilbehandlung zwar die physische Abh&#228;ngigkeit nicht weiter fortbestehe, jedoch die psychische Abh&#228;ngigkeit unver&#228;ndert bestehen bleibe <em>(K&#252;nzl NZA&#160;1998, 122, 123)</em>, sei auch unter Ber&#252;cksichtigung der hohen R&#252;ckfallquote zweifelhaft, ob eine auf einem Alkoholmissbrauch beruhende Arbeitsunf&#228;higkeit nach einem R&#252;ckfall schuldhaft iSd. &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz 1 EFZG herbeigef&#252;hrt worden sei <em>(Treber EFZG 2.&#160;Aufl. &#167;&#160;3 Rn.&#160;80; Vogelsang Entgeltfortzahlung Rn.&#160;150; Lepke K&#252;ndigung bei Krankheit 15.&#160;Aufl. Rn.&#160;380; APS/D&#246;rner/Vossen 4.&#160;Aufl. &#167;&#160;1 KSchG Rn.&#160;230; &#228;hnlich Brose DB&#160;2013, 1727, 1728 im Hinblick auf die Notwendigkeit eines BEM; vgl. mit umfassender Kritik an der bisherigen Rechtsprechung Sch&#228;fer Alkohol und Arbeitsverh&#228;ltnis S.&#160;144&#160;ff.)</em>.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_26\">26</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>c) Der Senat geht nach dem Stand der derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht mehr davon aus, dass bei einem R&#252;ckfall regelm&#228;&#223;ig ein Verschulden angenommen werden kann, und h&#228;lt auch insoweit an der bisherigen Rechtsprechung nicht mehr fest. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Einzelfall ein Verschulden iSd. &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG vorliegt. Einem entsprechenden Einwand des Arbeitgebers ist deshalb nachzugehen. </p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_27\">27</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>aa) Der Alkoholismus als Krankheit ist nicht heilbar in dem Sinne, dass die Krankheit und ihre Ursachen ein f&#252;r alle Mal beseitigt w&#228;ren. Auch nach durchgef&#252;hrter Therapie besteht weiter ein R&#252;ckfallrisiko. Die Gefahr des R&#252;ckfalls und die hohe Anzahl der R&#252;ckf&#228;lle sind Teil des Krankheitsbildes <em>(Lepke Rn.&#160;380 mwN)</em>. Die Beurteilung des Behandlungserfolgs h&#228;ngt dabei ma&#223;geblich von Art und Dauer der Therapie sowie von Interventionen zur R&#252;ckfallbew&#228;ltigung ab. Die statistischen Erhebungen variieren demzufolge <em>(ausf&#252;hrlich Lepke Rn.&#160;380&#160;ff.; zur Methodenkritik an der Evaluierung der Therapien Soyka/K&#252;fner S.&#160;429&#160;ff.)</em>. Als Faustregel kann jedoch angenommen werden, dass nach station&#228;rer Entw&#246;hnungsbehandlung ca. 50&#160;% der Alkoholabh&#228;ngigen ein Jahr nach der Behandlung durchgehend alkoholabstinent sind <em>(Soyka/K&#252;fner S.&#160;444)</em>. Nach anderen Untersuchungen sind etwa 50&#160;% der Personen, die an einer Alkoholentw&#246;hnungstherapie teilgenommen haben, nach 5 und 10&#160;Jahren abstinent, etwa die H&#228;lfte von ihnen hatte zwischenzeitlich jedoch einen oder mehrere R&#252;ckf&#228;lle <em>(Triebig/Kentner/Schiele/Kupfer Arbeitsmedizin 3.&#160;Aufl. S.&#160;716 Ziff.&#160;35.10)</em>. Bei der Bewertung des R&#252;ckfallrisikos stehen nach derzeitigem Stand der Forschung intrapersonale Einflussfaktoren und unangenehme Gef&#252;hlszust&#228;nde wie beispielsweise &#196;ngste und Depressivit&#228;t an der Spitze der R&#252;ckfallbedingungen, w&#228;hrend beispielsweise Alkoholverlangen, das Austesten der eigenen Kontrollf&#228;higkeit, die Trinkaufforderung oder das Zusammensein mit Menschen, die trinken, eine vergleichsweise geringere Rolle spielen <em>(Soyka/K&#252;fner S.&#160;386)</em>.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_28\">28</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>bb) Danach kann nicht angenommen werden, dass regelm&#228;&#223;ig eine der Verschuldensfeststellung iSd. &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG zug&#228;ngliche willentliche Entscheidung des Alkoholabh&#228;ngigen zu einem R&#252;ckfall f&#252;hrt oder f&#252;r diesen zumindest miturs&#228;chlich ist. Hierauf kann auch nicht ohne Weiteres aus einer entsprechenden Belehrung im Rahmen einer Therapie geschlossen werden. Ebenso wenig gibt es aber im Gegensatz zur Annahme des Landesarbeitsgerichts gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse, die ein Verschulden iSd. &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG generell ausschl&#246;ssen. Zwar wird die Multikausalit&#228;t der Alkoholabh&#228;ngigkeit sich h&#228;ufig in den Ursachen eines R&#252;ckfalls widerspiegeln und deshalb ein schuldhaftes Verhalten im entgeltfortzahlungsrechtlichen Sinn nicht festzustellen sein. Genauen Aufschluss &#252;ber die Verschuldensfrage im Einzelfall kann aber nur eine fachmedizinische Begutachtung geben; deren Ergebnis darf nicht ohne entsprechende allgemeing&#252;ltige Erkenntnisse vorweggenommen werden. Nur durch eine solche Begutachtung ist es m&#246;glich, unter Ber&#252;cksichtigung der Schwere der Alkoholabh&#228;ngigkeit und aller zum R&#252;ckfall f&#252;hrenden Faktoren hier&#252;ber eine Aussage zu treffen. </p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_29\">29</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>cc) Behauptet deshalb der Arbeitgeber unter Vortrag entsprechender Anhaltspunkte, dass eine Arbeitsunf&#228;higkeit auf einem verschuldeten R&#252;ckfall nach durchgef&#252;hrter erfolgreicher Therapie beruht, muss sich der Arbeitnehmer gem&#228;&#223; &#167;&#160;138 Abs.&#160;2 ZPO hierzu erkl&#228;ren. Bei entsprechendem Beweisangebot hat er sich im Rahmen seiner Mitwirkungspflicht einer &#228;rztlichen Begutachtung zur Frage der schuldhaften Herbeif&#252;hrung des R&#252;ckfalls zu unterziehen und insoweit eine Entbindung von der &#228;rztlichen Schweigepflicht vorzunehmen. Lehnt er dies ab, gilt der Einwand des Arbeitgebers als zugestanden und es ist von einer verschuldeten Arbeitsunf&#228;higkeit iSv. &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG auszugehen. Kennt der Arbeitgeber -&#160;wie h&#228;ufig&#160;- die Ursachen der Arbeitsunf&#228;higkeit nicht, hat sich der Arbeitnehmer auf eine entsprechende Befragung des Arbeitgebers wahrheitsgem&#228;&#223; auch zu der Frage zu &#228;u&#223;ern, ob ein R&#252;ckfall in die Alkoholabh&#228;ngigkeit vorliegt. Hingegen besteht kein Fragerecht des Arbeitgebers nach den Gr&#252;nden des R&#252;ckfalls und keine entsprechende Auskunftspflicht des Arbeitnehmers <em>(so aber noch BAG 7.&#160;August 1991 -&#160;5&#160;AZR 410/90&#160;- BAGE&#160;68, 196)</em>, da weder Arbeitgeber noch Gericht im Hinblick auf die Multikausalit&#228;t der R&#252;ckfallursachen ohne entsprechenden medizinischen Sachverstand eine qualifizierte Aussage zum Verschulden des Arbeitnehmers treffen k&#246;nnten. Hat der Arbeitgeber nach diesen Grunds&#228;tzen zum Vorliegen eines R&#252;ckfalls vorgetragen und Beweis durch Sachverst&#228;ndigengutachten oder ggf. Vernehmung eines sachverst&#228;ndigen Zeugen angeboten, ist dem nachzugehen, soweit nicht durch unstreitigen, medizinisch fundierten Tatsachenvortrag die Verschuldensfrage eindeutig gekl&#228;rt ist. Bleiben nach der Begutachtung Zweifel, geht dies zulasten des Arbeitgebers <em>(st.&#160;Rspr., zB BAG 1.&#160;Juni 1983 -&#160;5&#160;AZR 536/80&#160;- zu&#160;II&#160;1 der Gr&#252;nde, BAGE&#160;43, 54)</em>. </p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_30\">30</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>6. Ausgehend von diesen Grunds&#228;tzen sind nach den Feststellungen des Landesarbeitsgerichts Anhaltspunkte f&#252;r ein Verschulden des Arbeitnehmers L. an dem R&#252;ckfall und der daraus folgenden Arbeitsunf&#228;higkeit nicht erkennbar. Dies gilt auch, wenn man zugunsten der Beklagten von einer durch Herrn L. erfolgreich durchgef&#252;hrten Therapie ausgeht. Der Senat kann insoweit nach &#167;&#160;563 Abs.&#160;3 ZPO selbst entscheiden, die Entscheidung des Landesarbeitsgerichts erweist sich dabei im Ergebnis als richtig.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_31\">31</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Kl&#228;gerin hat das Sozialmedizinische Gutachten des MDK N vom 14.&#160;Mai 2013 vorgelegt und sich den Inhalt als Sachvortrag zu eigen gemacht. Die Beklagte hat diesen Sachvortrag nicht bestritten. Dass die im Gutachten enthaltenen Erkl&#228;rungen von der begutachtenden &#196;rztin abgegeben wurden, ist im &#220;brigen gem&#228;&#223; &#167;&#160;416 ZPO nachgewiesen. Nach den entsprechenden Feststellungen des Landesarbeitsgerichts, die auch im Revisionsverfahren nicht mit Verfahrensr&#252;gen angegriffen wurden, war der Arbeitnehmer L. zum ma&#223;geblichen Zeitpunkt schwerst alkoholabh&#228;ngig und litt erheblich unter den verschiedenen hieraus resultierenden k&#246;rperlichen Beeintr&#228;chtigungen. Er hatte zwei station&#228;re Entzugstherapien hinter sich, wobei Angaben zu deren &#8222;Erfolg&#8220; und die Dauer &#8222;trockener&#8220; Phasen fehlen. Jedenfalls kam es immer wieder zu R&#252;ckf&#228;llen, zuletzt durch den Alkoholexzess vom 23.&#160;November 2011, bei dem der Arbeitnehmer L. mit 4,9&#160;Promille ins Koma gefallen ist. Die von der &#228;rztlichen Gutachterin gezogene Schlussfolgerung, dass bei dieser Vorgeschichte im Hinblick auf den Suchtdruck eine hinreichende willentliche Steuerungsf&#228;higkeit nicht angenommen werden kann, erscheint plausibel und ist von der Beklagten nicht in Frage gestellt worden. Hinreichende Anhaltspunkte f&#252;r einen willentlich steuerbaren Verhaltensanteil des Arbeitnehmers L. an dem R&#252;ckfall und der daraus resultierenden Arbeitsunf&#228;higkeit und damit f&#252;r ein Verschulden iSv. &#167;&#160;3 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 EFZG bestehen deshalb nicht. Auf den Umstand, dass sich Herr L. auf die Frage der Beklagten nach den Ursachen seiner Alkoholabh&#228;ngigkeit nicht ge&#228;u&#223;ert hat, kommt es nicht an. </p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_32\">32</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>II. Der Anspruch des Arbeitnehmers L. gegen die Beklagte ist nach &#167;&#160;115 Abs.&#160;1 SGB&#160;X in H&#246;he des geleisteten Krankengeldes auf die Kl&#228;gerin &#252;bergegangen. Diese hat Krankengeld geleistet, nachdem die Beklagte nach der zun&#228;chst ausgesprochenen au&#223;erordentlichen K&#252;ndigung keine Entgeltfortzahlung erbracht hatte. Die H&#246;he des gezahlten Krankengeldes ist unstreitig. </p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_33\">33</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>III. Die Beklagte hat gem&#228;&#223; &#167;&#160;97 Abs.&#160;1 ZPO die Kosten ihrer erfolglosen Revision zu tragen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <table class=\"Rsp\">\n                  <tr>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:center\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:center\">&#160;&#160;&#160;&#160;Linck&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:center\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:center\">&#160;&#160;&#160;&#160;Brune&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:center\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:center\">&#160;&#160;&#160;&#160;W. Reinfelder&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:center\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                  </tr>\n                  <tr>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:center\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:center\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:center\">&#160;&#160;&#160;&#160;A. Effenberger&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:center\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"2\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">\n                        <p style=\"text-align:center\">&#160;&#160;&#160;&#160;D. Diener&#160;&#160;&#160;&#160;</p>\n                     </td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</td>\n                     <td colspan=\"1\" rowspan=\"1\" valign=\"top\">&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;</td>\n                  </tr>\n               </table>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n      </div>\n   "
}