List view for cases

GET /api/cases/85452/
HTTP 200 OK
Allow: GET, PUT, PATCH, DELETE, HEAD, OPTIONS
Content-Type: application/json
Vary: Accept

{
    "id": 85452,
    "slug": "lagrlp-2017-03-15-7-sa-35816",
    "court": {
        "id": 899,
        "name": "Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz",
        "slug": "lagrlp",
        "city": null,
        "state": 13,
        "jurisdiction": "Arbeitsgerichtsbarkeit",
        "level_of_appeal": null
    },
    "file_number": "7 Sa 358/16",
    "date": "2017-03-15",
    "created_date": "2018-11-11T20:30:11Z",
    "updated_date": "2022-10-18T14:23:02Z",
    "type": "Urteil",
    "ecli": "ECLI:DE:LAGRLP:2017:0315.7Sa358.16.00",
    "content": "<div class=\"docLayoutText\">\n<div class=\"docLayoutMinMax\">\n<a name=\"az\"></a><h3 class=\"doc\">\n<a class=\"jws\"><img class=\"docLayoutFillerMinMax\" width=\"9\" height=\"9\" src=\"/jportal/cms/technik/media/img/prodjur/icon/minus.gif\" alt=\"Diese Entscheidung zitiert&#160;ausblenden\" title=\"Diese Entscheidung zitiert&#160;ausblenden\"></a>Diese Entscheidung zitiert</h3>\n</div>\n<br><div class=\"docLayoutMarginTopMore\"><h4 class=\"doc\">\n<!--hlIgnoreOn-->Tenor<!--hlIgnoreOff-->\n</h4></div>\n<div class=\"docLayoutText\"><div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p>I. Auf die Berufung des Kl&#228;gers wird das Urteil des Arbeitsgerichts Koblenz vom 29. Juni 2016, Az. 12 Ca 241/16, unter Zur&#252;ckweisung der Berufung im &#220;brigen teilweise abge&#228;ndert und wie folgt neu gefasst:</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:18pt\">1. Die Beklagte wird verurteilt, dem Kl&#228;ger einen Aufhebungsvertrag folgenden Inhalts anzubieten:</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:18pt\">a) Das zwischen den Parteien bestehende Arbeitsverh&#228;ltnis endet mit Zustandekommen dieser Aufhebungsvereinbarung.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:18pt\">b) Die Beklagte zahlt an den Kl&#228;ger eine Abfindung gem&#228;&#223; &#167; 6 des Interessenausgleichs vom 2. September 2015 gem&#228;&#223; dem Berechnungsschema des Sozialplans Project Change der Z. KG vom 30. M&#228;rz 2010, mindestens 649.603,40 &#8364; brutto.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:18pt\">2. Im &#220;brigen wird die Klage abgewiesen.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p>II. Von den Kosten erster Instanz haben der Kl&#228;ger 2/3 und die Beklagte 1/3 zu tragen.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p>Von den Kosten zweiter Instanz haben der Kl&#228;ger 1/2 und die Beklagte 1/2 zu tragen.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p>III. Die Revision wird nicht zugelassen.</p></dd>\n</dl>\n</div></div>\n<div class=\"docLayoutMarginTopMore\"><h4 class=\"doc\">\n<!--hlIgnoreOn-->Tatbestand<!--hlIgnoreOff-->\n</h4></div>\n<div class=\"docLayoutText\"><div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_1\">1</a></dt>\n<dd><p>Die Parteien streiten &#252;ber einen Anspruch des Kl&#228;gers auf Zahlung einer Abfindung, hilfsweise auf das Angebot eines Aufhebungsvertrages, der die Zahlung einer Abfindung beinhaltet.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_2\">2</a></dt>\n<dd><p>Der 1955 geborene, verheiratete Kl&#228;ger ist bei der Beklagten bzw. deren Rechtsvorg&#228;ngerin seit 1. April 1981 als Pharmareferent Au&#223;endienst besch&#228;ftigt. Das Gebiet des Kl&#228;gers umfasste die Region A-Stadt Nr. 00000. Das &#8222;Monatsgehalt&#8220; des Kl&#228;gers, berechnet nach der Anlage A zum Sozialplan Projekt CHANGE vom 31. M&#228;rz 2010 (Bl. 22 d. A.), betrug zuletzt 8.436,40 &#8364; brutto.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_3\">3</a></dt>\n<dd><p>Bis einschlie&#223;lich 30. September 2015 bestand ein Arbeitsverh&#228;ltnis zwischen dem Kl&#228;ger und der Y. GmbH (im Folgenden: Y.). Zum 1. Oktober 2015 wurde die bisherige Organisation der Y. aufgel&#246;st. Die bisherigen Arbeitnehmer der Y. wurden in die Organisation des Betriebes der Beklagten integriert. Es fand ein Betriebs&#252;bergang von der Y. auf die Beklagte gem&#228;&#223; &#167; 613a Abs. 5 BGB statt, dem der Kl&#228;ger nicht widersprochen hat.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_4\">4</a></dt>\n<dd><p>Dem Betriebs&#252;bergang ging Folgendes voran:</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_5\">5</a></dt>\n<dd><p>Am 21. August 2015 wurde dem Kl&#228;ger im Gespr&#228;ch zwischen ihm und X. W., der Interim HR Managerin der Y., ein neues Gebiet im Gro&#223;raum V-Stadt angeboten. Der Kl&#228;ger &#228;u&#223;erte hierzu, dass er an diesem Gebiet kein Interesse habe, sondern weiter bis zum Renteneintritt in seinem bisherigen Gebiet arbeiten wolle. Unter bestimmten Umst&#228;nden k&#246;nne er sich aber vorstellen, mit 63 Jahren und 6 Monaten in Rente zu gehen.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_6\">6</a></dt>\n<dd><p>Unter dem 2. September 2015 wurde zwischen der Y. auf der Arbeitgeberseite und dem Betriebsrat des Betriebs der Y. in C-Stadt (&#8230;) auf der Arbeitnehmerseite sowie der Beklagten ein <strong>Interessenausgleich</strong> als Betriebsvereinbarung (im Folgenden: BV) abgeschlossen. Dieser Interessenausgleich lautet auszugsweise:</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_7\">7</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\">&#8222;<strong><em>Pr&#228;ambel</em></strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_8\">8</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>Im Fr&#252;hjahr 2015 hat die C. (Z. KG) im Rahmen einer weltweiten und mehrere Gesch&#228;ftsbereiche umfassenden Transaktion das U. Business der Novartis Gruppe in Deutschland erworben. Um das U. Business in Deutschland schlagkr&#228;ftiger aufzustellen, sollen die Organisationen der Y. und der Z. KG zusammen gef&#252;hrt werden.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_9\">9</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>Es ist vorgesehen im Rahmen der Zusammenf&#252;hrung den Betrieb der Y. in den Betrieb der Z. KG in C-Stadt einzugliedern. Die Arbeitnehmer der Y. sollen im Wege eines Betriebs&#252;bergangs gem&#228;&#223; &#167; 613a BGB auf die Z. KG &#252;berf&#252;hrt werden. Um diese Eingliederung des Betriebs der Y. in den Betrieb der Z. KG in C-Stadt und den Betriebs&#252;bergang der Arbeitnehmer von der Y. auf die Z. KG zu regeln, vereinbaren die Betriebsparteien das Folgende:</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_10\">10</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><strong><em>&#167; 1 Geltungsbereich</em></strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_11\">11</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>(1) Der Interessenausgleich gilt f&#252;r alle Arbeitnehmer der Y.. Nicht unter den Geltungsbereich dieses Interessenausgleichs fallen:</em><br><em>(&#8230;)</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_12\">12</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>(2) Sachlich gilt dieser Interessenausgleich f&#252;r die Eingliederung des Betriebs der Y. in den Betrieb der Z. KG in C-Stadt.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_13\">13</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><strong><em>&#167; 2 Betriebliche &#196;nderungen</em></strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_14\">14</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>(1) Die bisherige Organisation der Y. wird mit Wirkung zum 1. Oktober 2015 (nachfolgend Stichtag) aufgel&#246;st und die bisherigen Arbeitnehmer der Y. in die Organisation des Betriebes der Z. KG integriert.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_15\">15</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>Zur Verdeutlichung der beschriebenen Integration der Arbeitnehmer der Y. in die Organisation des Betriebs der Z. KG in C-Stadt wird auf die &#220;bersicht der Mitarbeiter Innendienst (</em><strong><em>Anlage 1a</em></strong><em>), die Gebietskarten f&#252;r den Au&#223;endienst (</em><strong><em>Anlage 1b</em></strong><em>) und die Regionskarte (</em><strong><em>Anlage 1c</em></strong><em>) verwiesen.</em><br><em>(2) (&#8230;)</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_16\">16</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><strong><em>&#167; 3 Betriebs&#252;bergang</em></strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_17\">17</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>(&#8230;) Der geplante Betriebs&#252;bergang soll am Stichtag erfolgen. (&#8230;)</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_18\">18</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><strong><em>&#167; 4 Auswirkungen auf die betriebsverfassungsrechtliche Vertretung</em></strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_19\">19</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>(1) Ab dem Stichtag werden die Arbeitnehmer von dem Betriebsrat des Betriebs der Z. KG in C-Stadt und dem Gesamtbetriebsrat der Z. KG im Rahmen ihrer jeweiligen Zust&#228;ndigkeit vertreten. (&#8230;)</em><br><em>(2) Das Mandat des Betriebsrats im Betrieb der Y. endet mit dem Stichtag.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_20\">20</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><strong><em>&#167; 5 Betriebsvereinbarungen</em></strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_21\">21</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>(1) Ab dem Stichtag gelten f&#252;r die Arbeitnehmer des Betriebs der Y. alle im Betrieb der Z. KG in C-Stadt geltenden Betriebsvereinbarungen.</em><br><em>(2) (&#8230;)</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_22\">22</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><strong><em>&#167; 6 Ausscheiden und Umzug von Mitarbeitern</em></strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_23\">23</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>Die Betriebsparteien sind sich einig, dass bei Widerspruch eines Mitarbeiters zum Betriebs&#252;bergang kein Anspruch auf eine Abfindung besteht.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_24\">24</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>Z. bietet den Mitarbeitern der Y. ab Stichtag eine Besch&#228;ftigung an.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_25\">25</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>Mitarbeiter, die bei der Z. KG nicht vertragsgem&#228;&#223; und nicht zumutbar besch&#228;ftigt werden k&#246;nnen, haben Anspruch auf Abfindung gem&#228;&#223; dem Berechnungsschema des Sozialplans Projekt Change der Z. KG vom 31. M&#228;rz 2010 (Anlage 2).</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_26\">26</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>Eine Besch&#228;ftigung ist beispielsweise nicht vertragsgem&#228;&#223; und nicht zumutbar, wenn sie mit Entzug von Personalverantwortung, einer Gebietsvergr&#246;&#223;erung von mehr als 50 %, einer Zuweisung eines komplett anderen Gebietes oder einer erforderlichen Verlagerung des Wohnortes von mindestens 100 km einhergeht. Sofern der Mitarbeiter die nicht vertragsgem&#228;&#223;e und nicht zumutbare Besch&#228;ftigung nicht annehmen m&#246;chte, hat er dies sp&#228;testens sechs Wochen nach Antritt der angebotenen Besch&#228;ftigung schriftlich gegen&#252;ber der Z. KG anzuzeigen. Die Z. KG wird dann im Falle eines berechtigten Anspruchs dem Mitarbeiter innerhalb von zwei Wochen einen entsprechenden Aufhebungsvertrag mit einer Annahmefrist von zwei Wochen anbieten.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_27\">27</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>Sofern die Besch&#228;ftigung bei der Z. KG eine Verlagerung des Wohnorts von mehr als 100km erfordert, hat der Mitarbeiter alternativ zur Abfindungsregelung Anspruch auf Umzugsunterst&#252;tzung gem&#228;&#223; Sozialplan Change vom 31.03.2010 (Anlage 3).</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_28\">28</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><strong><em>&#167; 7 Beteiligungsrechte des Betriebsrats</em></strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_29\">29</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>(&#8230;)</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_30\">30</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><strong><em>&#167; 8 Schlussbestimmungen</em></strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_31\">31</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><em>(1) Die Parteien sind sich darin einig, dass geringf&#252;gige zeitliche Verz&#246;gerung der unter &#167; 2 und &#167; 3 beschriebenen Ma&#223;nahmen von diesem Interessenausgleich mit umfasst sind.</em><br><em>(2) (&#8230;).\"</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_32\">32</a></dt>\n<dd><p>Wegen des Inhalts dieser BV im &#220;brigen wird auf Bl. 9 ff. d. A. Bezug genommen, hinsichtlich des Inhalts des in Bezug genommenen Sozialplans<em> \"Projekt CHANGE\", </em>abgeschlossen am 31. M&#228;rz 2010 zwischen der Beklagten und 1) deren Konzernbetriebsrat sowie 2) deren Gesamtbetriebsrat, auf Bl. 14 ff. d. A.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_33\">33</a></dt>\n<dd><p>W&#228;hrend einer Au&#223;endiensttagung, die vom 1. bis 4. September 2015 stattfand, erhielt der Kl&#228;ger einen Anruf von Frau T., der damalige Personalchefin der Y., im dem diese darauf hinwies, dass Frau S. sich mit ihm wegen der &#220;bernahme eines Gebietes in Nordrhein-Westfalen oder des Abschlusses einer Altersteilzeitvereinbarung in Verbindung setzen werde.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_34\">34</a></dt>\n<dd><p>Am 8. September 2015 telefonierten der Kl&#228;ger und Frau S. &#252;ber die M&#246;glichkeit eines Altersteilzeitvertrages.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_35\">35</a></dt>\n<dd><p>Am 9. September 2015 fand eine Betriebsversammlung der Y. statt, bei der auch die Karte der neuen Z. Au&#223;endienststruktur pr&#228;sentiert wurde. Auf der urspr&#252;nglichen Karte erschien das f&#252;r den Kl&#228;ger vorgesehene Gebiet, auf weiteren Karten dann jedoch nicht mehr. F&#252;r eine Vertriebstagung vom 20. bis 23. September 2015 in R.-Stadt war f&#252;r den Kl&#228;ger kein Zimmer reserviert. Er wurde vorzeitig nach Hause geschickt.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_36\">36</a></dt>\n<dd><p>Am 25. September 2015 wandte sich der Kl&#228;ger mit einer - zus&#228;tzlich per Post &#252;bersandten - E-Mail (Bl. 115 d. A.) an Frau S. sowie in Kopie an Frau T.. In dieser hei&#223;t es:</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_37\">37</a></dt>\n<dd><p>&#8222;<em>leider habe ich bis zum heutigen Tage keinerlei Informationen zu meiner T&#228;tigkeit ab dem 01.10.2015, daher gehe ich davon aus, dass ich auch ab dem 01.10.2015 weiterhin mein bisheriges Arbeitsgebiet bereise.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_38\">38</a></dt>\n<dd><p><em>Sollte ich keinen gegenteiligen Bescheid erhalten, werde ich am kommenden Donnerstag &#8211; wie gewohnt &#8211; meine T&#228;tigkeit fortf&#252;hren.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_39\">39</a></dt>\n<dd><p><em>Ich weise darauf hin, dass ich am 28. und 29.09.2015 genehmigten Urlaub habe.&#8220;</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_40\">40</a></dt>\n<dd><p>Anschlie&#223;end wurde der Kl&#228;ger - zun&#228;chst bis 6. Oktober 2015, insgesamt bis zum 31. Januar 2016 - freigestellt.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_41\">41</a></dt>\n<dd><p>Nach dem zum 1. Oktober 2015 erfolgten Betriebs&#252;bergang wandte sich der Kl&#228;ger am 25. Oktober 2015 (Bl. 116 d. A.) unter dem Betreff: \"<em>AW: Rentenanspruch nach ATZ</em>\" erneut an Frau S. und f&#252;hrte aus:</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_42\">42</a></dt>\n<dd><p>&#8222;<em>vorab m&#246;chte ich noch einmal die einzelnen Aussagen schriftlich formulieren:</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_43\">43</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:18pt\"><em>1. Das mir angebotene Au&#223;endienstgebiet in NRW wurde von mir wegen Unzumutbarkeit und wegen 100%iger &#196;nderung des Arbeitsgebietes abgelehnt.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_44\">44</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:18pt\"><em>2. Wie bereits mehrfach telefonisch angegeben, kommt f&#252;r mich eine ATZ-Regelung nur bis zum Eintritt der Regelaltersrente (01.07.2021) in Frage, vorausgesetzt, dass ich hier keine gr&#246;&#223;eren Verluste zu meinem jetzigen Einkommen habe.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_45\">45</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:18pt\"><em>3. Aus finanziellen Gr&#252;nden ist es f&#252;r mich vollkommen indiskutabel, einen fr&#252;heren Renteneintritt anzustreben. Die einzige Ausnahme w&#228;re, dass zus&#228;tzlich zu einer f&#252;r mich angemessenen ATZ-Regelung und vorzeitigem Eintritt in die Altersrente f&#252;r die Zeit bis zum 01.07.2021 ein umf&#228;nglich finanzieller Ausgleich stattfindet. Wobei ich darauf hinweisen m&#246;chte, dass eine ATZ-Regelung - wie bisher angeboten - bei Weitem nicht ausreichend ist.\"</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_46\">46</a></dt>\n<dd><p>Mit E-Mail vom 17. November 2015 (Bl. 71 d. A.) an den Kl&#228;ger schrieb Frau S. unter anderem:</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_47\">47</a></dt>\n<dd><p>&#8222;<em>Im Interessenausgleich vom 02.09.2015 wurde geregelt, dass Mitarbeiter, denen keine vertragsgem&#228;&#223;e Besch&#228;ftigung angeboten werden kann, Anspruch auf Abfindung nach Sozialplan Change haben. Diese Variante w&#252;rde f&#252;r Sie bedeuten, dass wir eine Aufhebungsvereinbarung schlie&#223;en und Sie eine einmalige Abfindung in H&#246;he von etwa &#8364; 300k erhalten. Um Ihnen entgegen zu kommen, haben wir Ihnen alternativ den ATZ-Vertrag angeboten, der eigentlich gar nicht Teil des Interessenausgleichs ist. Eine Nachbesserung des ATZ-Angebots k&#246;nnen wir Ihnen nicht anbieten.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_48\">48</a></dt>\n<dd><p><em>Bitte ber&#252;cksichtigen Sie, dass wir neben den beiden Optionen Aufhebungsvereinbarung und ATZ-Vertrag keine weiteren Szenarien verfolgen k&#246;nnen.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_49\">49</a></dt>\n<dd><p><em>Ich denke, dass wir Ihnen alle Informationen geliefert haben, die Sie f&#252;r die Entscheidungsfindung ben&#246;tigen. Wenn Sie noch Fragen haben sollten, k&#246;nnen wir gerne zeitnah einen Telefontermin vereinbaren, um nun einen Abschluss in Anlehnung an &#167; 6 des Interessenausgleichs zu erzielen.&#8220;</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_50\">50</a></dt>\n<dd><p>Unter dem 30. Dezember 2015 forderte der Kl&#228;ger die Beklagte durch seinen Prozessbevollm&#228;chtigten per Mail auf, die Aufhebungsvereinbarung gem&#228;&#223; &#167; 6 BV zu &#252;bersenden. Dieser Aufforderung kam die Beklagte nicht nach.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_51\">51</a></dt>\n<dd><p>Unter dem 12. Januar 2016 (Bl. 54 d. A.) mailte Frau S. an den Kl&#228;gervertreter:</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_52\">52</a></dt>\n<dd><p>&#8222;<em>Wie in meiner letzten Mail angek&#252;ndigt, bieten wir Herrn A. als Alternative zu einem ATZ-Vertrag mit Laufzeit bis 30.06.2011 nach den bekannten Z.-Konditionen auch eine Weiterbesch&#228;ftigung als Pharmareferent an.</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_53\">53</a></dt>\n<dd><p><em>Ich kann Ihnen nun schon weitere Details zu dieser m&#246;glichen Weiterbesch&#228;ftigung nennen. (&#8230;)</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_54\">54</a></dt>\n<dd><p><em>Die Rahmenbedingungen dieser Besch&#228;ftigung erf&#252;llen nach unserem Verst&#228;ndnis die Voraussetzungen des IA vom 02.09.2015.&#8220;</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_55\">55</a></dt>\n<dd><p>Der Kl&#228;gervertreter nahm das Weiterbesch&#228;ftigungsangebot der Beklagten am 25. Januar 2016 im Namen des Kl&#228;gers unter Vorbehalt an und k&#252;ndigte die Einreichung einer Klage an. Diese ging am 26. Januar 2016 beim Arbeitsgericht ein und wurde der Beklagten am 4. Februar 2016 zugestellt.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_56\">56</a></dt>\n<dd><p>Seit 1. Februar 2016 ist der Kl&#228;ger im Gebiet 0000 t&#228;tig. Dieses ist in 18 Segmenten deckungsgleich mit dem Gebiet, das der Kl&#228;ger bei der Y. betreut hat, 3 neue Segmente kamen hinzu.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_57\">57</a></dt>\n<dd><p>Der Kl&#228;ger war der Ansicht,<br>er habe Anspruch auf die Zahlung einer Abfindung gem&#228;&#223; &#167; 6 der BV, ohne dass es einer weiteren Voraussetzung bed&#252;rfe, jedenfalls aber auf den Abschluss eines entsprechenden Aufhebungsvertrages.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_58\">58</a></dt>\n<dd><p>Die Beklagte habe ihm &#8222;<em>ab Stichtag</em>&#8220; eine zumutbare Besch&#228;ftigung anbieten m&#252;ssen. Er habe das Gebiet in Nordrhein-Westfalen bereits im September 2015 berechtigt abgelehnt. Ihm sei nach seiner Ablehnung erkl&#228;rt worden, dass eine Weiterbesch&#228;ftigung in seinem bisherigen Gebiet nicht in Betracht k&#228;me. Am 30. September 2015 habe Frau S. ihn angerufen und ihm erkl&#228;rt, dass es definitiv kein Gebiet mehr f&#252;r ihn gebe und er deshalb zun&#228;chst freigestellt sei, damit &#252;ber den gleichzeitig &#252;bersandten Entwurf zur Altersteilzeit eine Einigung erzielt werden k&#246;nne.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_59\">59</a></dt>\n<dd><p>Die Beklagte habe allein die Aufhebungsvereinbarung oder eine Altersteilzeitregelung als einzige Optionen verfolgt, wie sich aus ihrer E-Mail vom 17. November 2015 ergebe. Erst als er darauf hingewiesen habe, dass eine Kappungsgrenze bei der Abfindungssumme von 300.000,00 &#8364; im Sozialplan nicht vorgesehen sei, habe die Beklagte an der Aufhebungsvereinbarung nicht mehr festhalten wollen. Damit sei ein Anspruch auf Abfindung entstanden, ohne dass es einer weiteren Voraussetzung bedurft habe und weit bevor die Beklagte auf die Idee gekommen sei, eine andere T&#228;tigkeit im urspr&#252;nglichen Gebiet anzubieten.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_60\">60</a></dt>\n<dd><p>Die Weiterbesch&#228;ftigung sei von seiner Seite aus nur unter Vorbehalt erfolgt. Es handele sich von Seiten der Beklagten um keine ernst gemeinte Besch&#228;ftigung. Dies ergebe sich bereits daraus, dass ihm bis Mitte M&#228;rz 2016 kein Zugang zur EDV und zum Reisekostentool zur Abrechnung der von ihm verauslagten Kosten verschafft worden sei, so dass er nicht arbeitsf&#228;hig gewesen sei. Ihm seien nunmehr v&#246;llig andere Produkte zugeordnet, die er bei Allgemein&#228;rzten und Internisten vertreiben solle. Das Gebiet 0000 sei mit einer Kollegin besetzt. Er habe keinen eigenen Kundenstamm. Ihm sei die Besch&#228;ftigung als Pilotprojekt benannt worden.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_61\">61</a></dt>\n<dd><p>Sein Anspruch sei sofort entstanden, als die Beklagte ihm ab Stichtag 1. Oktober 2015 keinen zumutbaren Arbeitsplatz benannt habe. Die BV sehe auch keine Regelung vor, wonach ein bereits einmal entstandener Anspruch wieder erl&#246;schen k&#246;nne.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_62\">62</a></dt>\n<dd><p>Der Kl&#228;ger hat beantragt,</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_63\">63</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\">1. die Beklagte zu verurteilen, an ihn 641.167 &#8364; brutto Abfindung nebst Zinsen in H&#246;he von f&#252;nf Prozentpunkten &#252;ber Basiszinssatz seit Rechtsh&#228;ngigkeit zu zahlen,</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_64\">64</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\">hilfsweise f&#252;r den Fall des Unterliegens mit dem Klageantrag zu 1.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_65\">65</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\">2. die Beklagte zu verurteilen, seinem Angebot auf Abschluss eines Aufhebungsvertrages mit folgendem Inhalt zuzustimmen:</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_66\">66</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:54pt\">a. Das zwischen den Parteien bestehende Arbeitsverh&#228;ltnis endet mit Ablauf des 7. vollen Kalendermonats nach Zustandekommen dieser Aufhebungsvereinbarung.<br>b. Die Beklagte zahlt an den Kl&#228;ger als Ausgleich f&#252;r den Verlust des Arbeitsplatzes eine Abfindung gem&#228;&#223; &#167; 6 des Interessenausgleichs vom 2. September 2015 auf der Grundlage des Berechnungsschemas des Sozialplanes Projekt Change der Z. KG vom 31. M&#228;rz 2010 (Anlage 2 zum Interessenausgleich vom 2. September 2015), mindestens 649.603,40 &#8364; brutto,</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_67\">67</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\">h&#246;chst hilfsweise f&#252;r den Fall des Unterliegens mit den Klageantr&#228;gen zu 1 und 2,</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_68\">68</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\">3. die Beklagte zu verurteilen, ihm einen Aufhebungsvertrag folgenden Inhaltes anzubieten:</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_69\">69</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:54pt\">a. Das zwischen den Parteien bestehende Arbeitsverh&#228;ltnis endet mit Ablauf des 7. vollen Kalendermonats nach Zustandekommen dieser Aufhebungsvereinbarung.<br>b. Die Beklagte zahlt an den Kl&#228;ger als Ausgleich f&#252;r den Verlust des Arbeitsplatzes eine Abfindung gem&#228;&#223; &#167; 6 des Interessenausgleichs vom 2. September 2015 auf der Grundlage des Berechnungsschemas des Sozialplanes Projekt Change der Z. KG vom 31. M&#228;rz 2010 (Anlage 2 zum Interessenausgleich vom 2. September 2015), mindestens 649.603,40 &#8364; brutto.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_70\">70</a></dt>\n<dd><p>Die Beklagte hat beantragt,</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_71\">71</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\">die Klage abzuweisen.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_72\">72</a></dt>\n<dd><p>Sie war der Ansicht,<br>dem Kl&#228;ger stehe weder ein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung noch auf Zustimmung zu dem vom Kl&#228;ger angebotenen Aufhebungsvertrag bzw. auf Angebot eines Aufhebungsvertrags zu, da er seit dem 1. Februar 2016 in einem weitgehend vergleichbaren Gebiet arbeite.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_73\">73</a></dt>\n<dd><p>Sie hat vorgetragen, f&#252;r den Kl&#228;ger sei zun&#228;chst ein Gebiet im Gro&#223;raum V-Stadt vorgesehen gewesen, das zwar keine &#220;berschneidung mit seinem bisherigen Gebiet habe, aber nach ihrer Auffassung bei entsprechender Tourenplanung durchaus zumutbar w&#228;re. Die Karte dieses Gebiets habe sie am 19. August 2015 von der Vertriebssteuerung erhalten. Da vom Betriebsrat der Y. erwartet worden sei, dass es f&#252;r den Kl&#228;ger keine ideale L&#246;sung darstellen w&#252;rde, habe die damalige Betriebsratsvorsitzende der Y. Frau Q. - mit ihr, der Beklagten, abgesprochen - sich beim Kl&#228;ger erkundigt, ob dieser gegebenenfalls an einem ATZ-Vertrag mit vorzeitiger Freistellung interessiert w&#228;re.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_74\">74</a></dt>\n<dd><p>Frau W. (Interim HR Manager Y.) habe dem Kl&#228;ger am 21. August 2015 das neue Gebiet angeboten. Der Kl&#228;ger habe sich dahingehend ge&#228;u&#223;ert, dass er an diesem Gebiet kein Interesse habe, sondern weiter bis zum Renteneintritt in seinem bisherigen Gebiet arbeiten wolle. Unter bestimmten Umst&#228;nden k&#246;nne er sich aber vorstellen, mit 63 Jahren und 6 Monaten in Rente zu gehen, so das finanziell f&#252;r ihn tragbar w&#228;re.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_75\">75</a></dt>\n<dd><p>Im Telefonat vom 8. September 2015 habe Frau S. mit dem Kl&#228;ger &#252;ber die M&#246;glichkeit eines ATZ-Vertrags gesprochen. Da Frau S. die Information Rente mit 63 + 6 Monate vorgelegen habe, sei es zun&#228;chst um dieses Szenario gegangen. Es sei dann klar geworden, dass f&#252;r den Kl&#228;ger nur die Option Renteneintritt ohne Abschl&#228;ge im Juli 2021 in Frage k&#228;me. Nach mehreren Abstimmungen in weiteren Telefonaten &#252;ber einen Zeitraum bis zum 11. November 2015 habe sie dem zugestimmt.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_76\">76</a></dt>\n<dd><p>Es sei auch zu ber&#252;cksichtigen, dass die geforderte Abfindung das bis zum Eintritt in den Ruhestand zu zahlende Entgelt bei weitem &#252;bersteige. Sinn und Zweck einer zu zahlenden Abfindung sei demgegen&#252;ber jedoch der Ausgleich f&#252;r den Verlust des Arbeitsplatzes. Dies sei hier nicht gegeben.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_77\">77</a></dt>\n<dd><p>Das Arbeitsgericht Koblenz hat die Klage abgewiesen. Zur Begr&#252;ndung hat das Arbeitsgericht - zusammengefasst - ausgef&#252;hrt, der Kl&#228;ger habe keinen Anspruch auf Zahlung einer Abfindung in H&#246;he von 641.167,00 &#8364; brutto. Ein solcher Anspruch ergebe sich insbesondere nicht aus &#167; 6 der BV in Verbindung mit dem in Bezug genommenen Sozialplan.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_78\">78</a></dt>\n<dd><p>&#167; 6 der BV verpflichte die Beklagte zun&#228;chst, &#8222;<em>den Mitarbeitern der Y. ab Stichtag eine Besch&#228;ftigung</em>&#8220; anzubieten. Des Weiteren setze der Anspruch des Mitarbeiters auf Abschluss eines Aufhebungsvertrages nach &#167; 6 der BV voraus, dass diese Besch&#228;ftigung nicht vertragsgem&#228;&#223; und nicht zumutbar sei und der betroffene Mitarbeiter dies sp&#228;testens sechs Wochen nach (tats&#228;chlichem) Antritt der angebotenen Besch&#228;ftigung schriftlich gegen&#252;ber der Beklagten anzeige. Diese Voraussetzungen m&#252;ssten nach dem klaren Wortlaut der BV kumulativ vorliegen. Dies sei vorliegend nicht der Fall. Die Beklagte sei nicht verpflichtet gewesen, dem Kl&#228;ger \"zum\" Stichtag eine ad&#228;quate Besch&#228;ftigung anzubieten. Eine zeitliche Begrenzung, bis wann dies sp&#228;testens zu geschehen habe, sehe die Vorschrift nicht vor. Die Beklagte habe noch am 12. Januar 2016 eine aus ihrer Sicht zumutbare Stelle anbieten k&#246;nnen. Der Kl&#228;ger, der die ihm angebotene Besch&#228;ftigung auch tats&#228;chlich angetreten habe, habe diesem Angebot nicht unter Vorbehalt innerhalb von sechs Wochen schriftlich widersprochen. Die Beklagte habe dem Kl&#228;ger auch zuvor noch keine entsprechende Besch&#228;ftigung ab dem Stichtag angeboten. Das Angebot von August 2015 sei zu einem Zeitpunkt erfolgt, als der Interessenausgleich noch gar nicht abgeschlossen gewesen sei. Nachteilige Folgen hieraus k&#246;nnten der Beklagten nicht erwachsen. Auch die Freistellung des Kl&#228;gers von der Verpflichtung der Arbeitsleistung nach dem 1. Oktober 2015 aufgrund von Verhandlungen mit Blick auf den Abschluss eines Aufhebungsvertrages oder eines ATZ-Vertrages stelle keine Zuweisung einer Besch&#228;ftigung dar. Entsprechendes gelte auch f&#252;r die E-Mail der Beklagten vom 17. November 2015, die lediglich den damaligen Sachstand der Verhandlungen mit dem Kl&#228;ger wiedergebe. Auch die Hilfsantr&#228;ge des Kl&#228;gers seien unbegr&#252;ndet. Wegen der Einzelheiten der erstinstanzlichen Begr&#252;ndung wird erg&#228;nzend auf die Entscheidungsgr&#252;nde des Urteils des Arbeitsgerichts Koblenz (Bl. 83 ff. d. A.) Bezug genommen.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_79\">79</a></dt>\n<dd><p>Das genannte Urteil ist dem Kl&#228;ger am 14. Juli 2016 zugestellt worden. Der Kl&#228;ger hat hiergegen mit einem am 12. August 2016 beim Landesarbeitsgericht eingegangenen Schriftsatz vom 10. August 2016 Berufung eingelegt und diese mit am 4. Oktober 2016 beim Landesarbeitsgericht eingegangenen Schriftsatz vom 27. September 2016 innerhalb der durch Beschluss vom 8. September 2016 bis einschlie&#223;lich 14. Oktober 2016 verl&#228;ngerten Berufungsbegr&#252;ndungsfrist begr&#252;ndet.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_80\">80</a></dt>\n<dd><p>Zur Begr&#252;ndung der Berufung macht der Kl&#228;ger nach Ma&#223;gabe des genannten Schriftsatzes, auf den erg&#228;nzend Bezug genommen wird (Bl. 108 ff. d. A.), zusammengefasst geltend,<br>die Beklagte habe ihm bereits begr&#252;ndend ab dem 1. Oktober 2015 eine zumutbare Besch&#228;ftigung anbieten m&#252;ssen. Dies ergebe sich aus der Formulierung \"<em>ab Stichtag</em>\" in der BV. Diese k&#246;nne auch sinngem&#228;&#223; nicht bedeuten, dass die Beklagte ab dem 1. Oktober 2015 unendlich viel Zeit haben solle, den Mitarbeitern einen zumutbaren Arbeitsplatz anzubieten. Dies w&#252;rde zu einer gro&#223;en Unsicherheit bei den Mitarbeitern f&#252;hren. Gerade die Legaldefinition des Stichtages in &#167; 2 Abs. 1 BV spreche f&#252;r eine Rechtspflicht der Beklagten, ihm zum 1. Oktober 2015 eine Besch&#228;ftigung anzubieten. Die Parteien der BV h&#228;tten den eindeutigen Willen im Sinn der &#167;&#167; 133, 157 BGB gezeigt, die Integration der Arbeitnehmer der Y. zum Stichtag zu verwirklichen und gerade nicht zu einer beliebigen Zeit nach dem 1. Oktober 2015. Dieser Wille der Parteien liege auch &#167; 6 der BV zu Grunde, da es bei diesem gerade um den in &#167; 2 BV definierten Stichtag gehe.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_81\">81</a></dt>\n<dd><p>Das Angebot der Beklagten vom 12. Januar 2015 sei versp&#228;tet. Rechtsfolge sei die Zahlung der Abfindung gem&#228;&#223; dem Berechnungsschema des Sozialplans Project Change.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_82\">82</a></dt>\n<dd><p>Die Beklagte sei ihrer Pflicht zur Abgabe eines Besch&#228;ftigungsangebots auch nicht durch das Angebot vom 21. August 2015 nachgekommen. Hierbei habe es sich um ein Angebot auf freiwilliger Basis gem&#228;&#223; &#167; 145 BGB gehandelt, das er sofort gem&#228;&#223; &#167;&#167; 146, 147 Abs. 1 BGB abgelehnt habe. Selbst wenn dieses Angebot &#252;ber den 1. Oktober 2015 fortbestanden h&#228;tte, h&#228;tte er Anspruch auf die Abfindung. Dieses Angebot sei unzumutbar gewesen. Er habe das Angebot sofort, aber auch schriftlich am 25. Oktober 2015 mit E-Mail an die Beklagte abgelehnt. Der schriftlichen Ablehnung habe es &#252;berdies nicht bedurft, da &#167; 6 Abs. 2 BV die Ablehnung nach ANTRITT der Besch&#228;ftigung erfordere. Ein solcher sei jedoch nicht erfolgt. Als Ablehnung gedeutet werden k&#246;nne auch schon seine E-Mail vom 25. September 2015, da er schon in dieser eindeutig zu verstehen gebe, dass er ab dem 1. Oktober 2015 seine alte T&#228;tigkeit wieder aus&#252;ben werde und e contrario sinngem&#228;&#223; die ihm zum 1. Oktober 2015 angebotene neue Stelle ablehne.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_83\">83</a></dt>\n<dd><p>Der Kl&#228;ger ist der Ansicht, die Rechtsfolge des &#167; 6 Abs. 1 S. 2 BV greife schon ein, ohne dass es einer Beendigung durch Aufhebungsvertrag bed&#252;rfe. Dies ergebe sich aus der Systematik der Abfindungsklausel und dem eindeutigen Wortlaut der Vorschrift.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_84\">84</a></dt>\n<dd><p>Die Tatsache, dass die Beklagte ihm zum 1. Oktober 2015 &#252;berhaupt kein Besch&#228;ftigungsangebot gemacht habe, l&#246;se aber erst recht die Rechtsfolge aus, dass die Beklagte ihm einen Aufhebungsvertrag anbieten m&#252;sse.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_85\">85</a></dt>\n<dd><p>Der Kl&#228;ger beantragt,</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_86\">86</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><strong>unter Aufhebung des Urteils des Arbeitsgerichts Koblenz vom 29. Juni 2016, Az. 12 Ca 241/16, zugestellt am 14. Juli 2016, die Beklagte zu verurteilen,</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_87\">87</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><strong>1. an ihn 641.167,00 &#8364; brutto Abfindung nebst Zinsen in H&#246;he von 5 Prozentpunkten &#252;ber dem Basiszinssatz seit Rechtsh&#228;ngigkeit des erstinstanzlichen Rechtsstreits zu zahlen,</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_88\">88</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><strong>2. die Beklagte in Ab&#228;nderung des angefochtenen Urteils hilfsweise f&#252;r den Fall des Unterliegens mit dem Klageantrag zu 1 zu verurteilen, ihm einen Aufhebungsvertrag folgenden Inhalts anzubieten:</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_89\">89</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:54pt\"><strong>a. Das zwischen den Parteien bestehende Arbeitsverh&#228;ltnis endet mit Ablauf des siebten vollen Kalendermonats nach Zustandekommen dieser Aufhebungsvereinbarung.</strong><br><strong>b. Die Beklagte zahlt an den Kl&#228;ger als Ausgleich f&#252;r den Verlust des Arbeitsplatzes eine Abfindung gem&#228;&#223; &#167; 6 des Interessenausgleichs vom 2. September 2015 auf der Grundlage Berechnungsschemas des Sozialplans Project Change der Z. KG meinen 30. M&#228;rz 2010, mindestens 649.603,40 &#8364; brutto,</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_90\">90</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><strong>3. die Beklagte in Ab&#228;nderung des angefochtenen Urteils &#228;u&#223;erst hilfsweise f&#252;r den Fall des Unterliegens mit dem Klageantrag zu 1 und 2 zu verurteilen, ihm einen Aufhebungsvertrag folgenden Inhalts anzubieten:</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_91\">91</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:54pt\"><strong>a. Das zwischen den Parteien bestehende Arbeitsverh&#228;ltnis endet mit Zustandekommen dieser Aufhebungsvereinbarung.</strong><br><strong>b. Die Beklagte zahlt an den Kl&#228;ger als Ausgleich f&#252;r den Verlust des Arbeitsplatzes eine Abfindung gem&#228;&#223; &#167; 6 des Interessenausgleichs vom 2. September 2015 auf der Grundlage Berechnungsschemas des Sozialplans Project Change der Z. KG meinen 30. M&#228;rz 2010, mindestens 649.603,40 &#8364; brutto.</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_92\">92</a></dt>\n<dd><p>Die Beklagte beantragt,</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_93\">93</a></dt>\n<dd><p style=\"margin-left:36pt\"><strong>die Berufung zur&#252;ckzuweisen.</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_94\">94</a></dt>\n<dd><p>Die Beklagte verteidigt das angefochtene Urteil nach Ma&#223;gabe des Berufungserwiderungsschriftsatzes vom 9. Dezember 2016, auf den erg&#228;nzend Bezug genommen wird (Bl. 127 ff. d. A.), als rechtlich zutreffend. Sie sei nicht verpflichtet gewesen, dem Kl&#228;ger \"zum Stichtag\" eine ad&#228;quate Besch&#228;ftigung anzubieten. Das Angebot vom 12. Januar 2016 sei weder versp&#228;tet erfolgt noch unzumutbar. Das \"Angebot\" vom 21. August 2015 sei bereits vor Abschluss der BV erfolgt und nicht nach Inkrafttreten des Interessenausgleichs wiederholt worden. Weder die zeitweise Freistellung des Kl&#228;gers von der Verpflichtung zur Arbeitsleistung noch ihre E-Mail vom 17. November 2015 b&#246;ten eine Anspruchsgrundlage f&#252;r die begehrte Abfindungszahlung bzw. auf das hilfsweise begehrte Angebot zum Abschluss eines Aufhebungsvertrages. Das Arbeitsverh&#228;ltnis werde zu ad&#228;quaten Bedingungen fortgef&#252;hrt.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_95\">95</a></dt>\n<dd><p>Auch im &#220;brigen wird erg&#228;nzend auf die zwischen den Parteien gewechselten Schrifts&#228;tze nebst Anlagen sowie das Protokoll der Sitzung vom 15. M&#228;rz 2017 (Bl. 134 ff. d. A.) Bezug genommen.</p></dd>\n</dl>\n</div></div>\n<div class=\"docLayoutMarginTopMore\"><h4 class=\"doc\">\n<!--hlIgnoreOn-->Entscheidungsgr&#252;nde<!--hlIgnoreOff-->\n</h4></div>\n<div class=\"docLayoutText\"><div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong><span style=\"text-decoration:underline\">A.</span></strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_96\">96</a></dt>\n<dd><p>Die nach &#167; 64 Abs. 1 und 2 ArbGG statthafte Berufung des Kl&#228;gers ist gem&#228;&#223; &#167;&#167; 66 Abs. 1, 64 Abs. 6 ArbGG in Verbindung mit &#167;&#167; 519, 520 ZPO form- und fristgerecht eingelegt und begr&#252;ndet worden. Sie erweist sich auch sonst als zul&#228;ssig.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong><span style=\"text-decoration:underline\">B.</span></strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_97\">97</a></dt>\n<dd><p>In der Sache hatte die Berufung des Kl&#228;gers teilweise Erfolg.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong>I.</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong>1.</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_98\">98</a></dt>\n<dd><p>Der Kl&#228;ger hat gegen die Beklagte keinen Anspruch auf Zahlung einer Abfindung ohne den Abschluss eines Aufhebungsvertrags. Zwar findet die BV im vorliegenden Fall Anwendung. Ein Anspruch auf Zahlung einer Abfindung nach &#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 2 BV besteht aber nicht, ohne dass es einer Beendigung des Arbeitsverh&#228;ltnisses durch Abschluss eines Aufhebungsvertrages bed&#252;rfte.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong>2.</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_99\">99</a></dt>\n<dd><p>Die BV ist vorliegend anwendbar. Der Kl&#228;ger war Arbeitnehmer der Y. (&#167; 1 Abs. 1 S. 1 BV). Die Parteien streiten &#252;ber aus der Eingliederung des Betriebs der Y. in den Betrieb der Beklagten resultierende (&#167; 1 Abs. 2 BV), in der BV geregelte Anspr&#252;che des Kl&#228;gers.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong>3.</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_100\">100</a></dt>\n<dd><p>Der Kl&#228;ger hat keinen Anspruch auf Zahlung einer Abfindung aus &#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 2 BV ohne gleichzeitigen Abschluss eines Aufhebungsvertrages.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_101\">101</a></dt>\n<dd><p>&#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 2 BV bestimmt: \"<em> Mitarbeiter, die bei der Z. KG nicht vertragsgem&#228;&#223; und nicht zumutbar besch&#228;ftigt werden k&#246;nnen, haben Anspruch auf Abfindung gem&#228;&#223; dem Berechnungsschema des Sozialplans Projekt Change der Z. KG vom 31. M&#228;rz 2010 (Anlage 2).\"</em></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_102\">102</a></dt>\n<dd><p>Die Auslegung dieser Vorschrift ergibt nach Auffassung der Kammer, dass der in ihr geregelte Anspruch auf Abfindung nicht nur voraussetzt, dass der Mitarbeiter nicht vertragsgem&#228;&#223; und zumutbar besch&#228;ftigt werden kann, sondern auch, dass das Arbeitsverh&#228;ltnis beendet wird.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a class=\"Overl\" name=\"rd_103\" title=\"zum Orientierungssatz\">103</a></dt>\n<dd><p>Betriebsvereinbarungen sind wegen ihres normativen Charakters wie Tarifvertr&#228;ge und Gesetze auszulegen. Auszugehen ist danach vom Wortlaut der Bestimmungen und dem durch ihn vermittelten Wortsinn. Insbesondere bei unbestimmtem Wortsinn sind der wirkliche Wille der Betriebsparteien und der von ihnen beabsichtigte Zweck zu ber&#252;cksichtigen, sofern und soweit sie im Text ihren Niederschlag gefunden haben. Abzustellen ist ferner auf den Gesamtzusammenhang und die Systematik der Regelungen. Im Zweifel geb&#252;hrt derjenigen Auslegung der Vorzug, die zu einem sachgerechten, zweckorientierten, praktisch brauchbaren und gesetzeskonformen Verst&#228;ndnis der Bestimmung f&#252;hrt (BAG, Urteil vom 27. Juli 2010 - 1 AZR 874/08 - NZA 2010, 1369, 1371 Rz. 33 m. w. N.). Wegen des Rechtsnormcharakters der Regelungen kann ein etwaiger anderer Wille der Betriebsparteien nur ber&#252;cksichtigt werden, wenn er im Text in irgendeiner Art und Weise seinen Niederschlag gefunden hat. Ist dagegen die Auslegung nach Wortlaut, Systematik sowie Sinn und Zweck bereits eindeutig, kann auf den wirklichen Willen der Betriebsparteien nicht mehr zur&#252;ckgegriffen werden (BAG, Urteil vom 10. November 2015 &#8211; 3 AZR 576/14 &#8211; NJOZ 2016, 502, 508 Rz. 49 m. w. N.).</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_104\">104</a></dt>\n<dd><p>Zwar nennt &#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 2 BV seinem Wortlaut nach das Ausscheiden aus dem Arbeitsverh&#228;ltnis nicht ausdr&#252;cklich als Voraussetzung des Anspruchs auf Abfindung.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_105\">105</a></dt>\n<dd><p>Dass es sich hierbei um eine Anspruchsvoraussetzung handelt, ergibt sich aber aus der Systematik der Vorschrift. Die &#220;berschrift des &#167; 6 lautet: \"<em>Ausscheiden und Umzug von Mitarbeitern</em>\". Demnach regelt Abs. 2 des &#167; 6 BV die Modalit&#228;ten des \"<em>Ausscheiden</em>s&#8220; von Mitarbeitern, Abs. 3 hingegen den \"<em>Umzug von Mitarbeitern</em>\". Der Arbeitnehmer, der bei der Beklagten nicht vertragsgem&#228;&#223; und nicht zumutbar besch&#228;ftigt werden kann, hat die Wahl, ob er eine von der Beklagten angebotene, aber nicht vertragsgem&#228;&#223;e und nicht zumutbare Besch&#228;ftigung annehmen m&#246;chte oder nicht. In erstem Fall wird die Beklagte ihm einen entsprechenden Aufhebungsvertrag anbieten, im zweiten Fall hat der Mitarbeiter \"<em>alternativ zur Abfindungsregelung Anspruch auf Umzugsunterst&#252;tzung</em>\".</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_106\">106</a></dt>\n<dd><p>Der Gesamtzusammenhang zeigt ebenfalls, dass die Abfindung nur in Verbindung mit einem Ausscheiden des Arbeitnehmers aus dem Betrieb gezahlt werden soll. Hinsichtlich der H&#246;he der Abfindung nimmt &#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 2 BV Bezug auf das Berechnungsschema des Sozialplans Projekt Change der Z. KG vom 31. M&#228;rz 2010, dort geregelt in Nr. 5. In Nr. 5 dieses Sozialplans ist eine Abfindung vorgesehen, f&#252;r &#8222;<em>Mitarbeiter, die aufgrund der diesem Sozialplan zugrunde liegenden Betriebs&#228;nderungen durch eine betriebsbedingte Entlassung (K&#252;ndigung oder Aufhebungsvertrag) ausscheiden&#8220;.</em> Hieran orientieren sich die H&#246;he und Berechnung der Abfindung. Deutlich wird dies an den in die Berechnung einbezogenen Faktoren Lebensjahre, Dienstjahre, Kinder, Schwerbehinderung/Gleichstellung und vorzeitiges Ausscheiden. &#8222;<em>Betriebszugeh&#246;rigkeit</em>&#8220; ist dabei definiert als &#8222;<em>die Zeit der ununterbrochenen &#8211; oder vertraglich zugesagten Zugeh&#246;rigkeit zu Z. &#8211; (&#8230;) &#8211; zum Zeitpunkt der rechtlichen Beendigung des Anstellungsverh&#228;ltnisses</em>.&#8220; Auch f&#252;r &#8222;<em>die Feststellung des Alters gilt das Lebensalter im Zeitpunkt der rechtlichen Beendigung des Anstellungsverh&#228;ltnisses</em>&#8220;. Die Berechnung der Faktoren Betriebszugeh&#246;rigkeit und Lebensalter geht somit von der Beendigung des Anstellungsverh&#228;ltnisses aus. Haben die Betriebsparteien auf diese Berechnung Bezug genommen, wird deutlich, dass auch sie davon ausgegangen sind, dass Anspruch auf eine Abfindung nur im Fall der Beendigung des Arbeitsverh&#228;ltnisses besteht.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_107\">107</a></dt>\n<dd><p>Diese Auslegung entspricht auch dem Sinn und Zweck von &#167; 6 BV. Die zu zahlende Abfindung soll &#8211; was bereits an ihrer H&#246;he deutlich wird &#8211; einen Ausgleich f&#252;r den Verlust des Arbeitsplatzes darstellen und nicht lediglich den Entzug von Personalverantwortung, Gebietsvergr&#246;&#223;erungen von mehr als 50%, einer Zuweisung eines komplett anderen Gebiets oder einer erforderlichen Verlagerung des Wohnorts von mindestens 100 km ausgleichen. Letzteres kann etwa durch die in &#167; 6 Abs. 3 BV vorgesehene Umzugsunterst&#252;tzung ausgeglichen werden. Es ist schlie&#223;lich nicht im Interesse der Arbeitsvertragsparteien, ein Arbeitsverh&#228;ltnis aufrechtzuerhalten, in dem der Arbeitgeber seiner Besch&#228;ftigungspflicht nicht mehr nachkommen kann.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_108\">108</a></dt>\n<dd><p>Der Antrag zu 1) auf Zahlung einer Abfindung nebst Zinsen hatte daher keinen Erfolg.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong>II.</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong>1.</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_109\">109</a></dt>\n<dd><p>Auch der (erste) Hilfsantrag (Antrag zu 2) des Kl&#228;gers hatte keinen Erfolg. Der Kl&#228;ger hat nach Auffassung der Kammer einen Anspruch auf das Angebot eines Aufhebungsvertrags durch die Beklagte, jedoch nicht zu den im Antrag zu 2) genannten Konditionen.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong>2.</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_110\">110</a></dt>\n<dd><p>Der Kl&#228;ger hat gegen die Beklagte einen Anspruch auf das Angebot eines Aufhebungsvertrags. Die Voraussetzungen des &#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 2 in Verbindung mit Unterabs. 3 BV liegen vor.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_111\">111</a></dt>\n<dd><p>Der Kl&#228;ger konnte bei der Beklagten nicht vertragsgem&#228;&#223; und nicht zumutbar besch&#228;ftigt werden. Dabei kann nach Auffassung der Kammer letztlich dahinstehen, ob dem Kl&#228;ger bereits vor dem Betriebs&#252;bergang eine nicht vertragsgem&#228;&#223;e und nicht zumutbare Besch&#228;ftigung angeboten worden ist oder ob die Beklagte ihm zum Zeitpunkt des Betriebs&#252;bergangs eine vertragsgem&#228;&#223;e und zumutbare Besch&#228;ftigung h&#228;tte anbieten m&#252;ssen. Denn sp&#228;testens mit der E-Mail der Beklagten vom 27. November 2015 hat die Beklagte nach Auffassung der Kammer deutlich gemacht, dass sie dem Kl&#228;ger keine Besch&#228;ftigung mehr anbieten wird. Sp&#228;testens ab diesem Zeitpunkt konnte der Kl&#228;ger daher das Angebot eines Aufhebungsvertrages mit Zahlung einer Abfindung verlangen. Dieser Anspruch des Kl&#228;gers ist auch nicht durch das sp&#228;tere Besch&#228;ftigungsangebot der Beklagten wieder entfallen. Im Einzelnen:</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong>a)</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_112\">112</a></dt>\n<dd><p>Eine Besch&#228;ftigung des Kl&#228;gers in dem neuen Gebiet im Gro&#223;raum V-Stadt, das zwischen der Interim HR Managerin der Y. X. W. und dem Kl&#228;ger am 21. August 2015 im Gespr&#228;ch war, war nicht vertragsgem&#228;&#223; und dem Kl&#228;ger nicht zumutbar im Sinn des &#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 3 S. 1 BV, da es sich um die Zuweisung eines komplett anderen Gebietes gehandelt h&#228;tte.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_113\">113</a></dt>\n<dd><p>Sollte dem Kl&#228;ger dieses Gebiet der Beklagten zurechenbar angeboten worden sein, h&#228;tte er &#8222;<em>schriftlich gegen&#252;ber der Z. KG</em>&#8220; angezeigt, dass er diese nicht vertragsgem&#228;&#223;e und nicht zumutbare Besch&#228;ftigung nicht annehmen m&#246;chte (&#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 3 S. 2 BV). Zwar hat der Kl&#228;ger in dem Gespr&#228;ch am 21. August 2015 zun&#228;chst nur m&#252;ndlich ge&#228;u&#223;ert, dass er an diesem Gebiet kein Interesse habe, sondern weiter bis zum Renteneintritt in seinem bisherigen Gebiet arbeiten wolle.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_114\">114</a></dt>\n<dd><p>Er hat jedoch auch in der E-Mail vom 25. Oktober 2015 (Bl 116 d. A.) nochmals schriftlich best&#228;tigt, dass er das &#8222;<em>angebotene Au&#223;endienstgebiet in NRW (&#8230;) wegen Unzumutbarkeit und wegen 100 %iger &#196;nderung des Arbeitsgebiets abgelehnt</em>&#8220; hat. Diese Erkl&#228;rung gen&#252;gte dem Erfordernis einer &#8222;schriftlichen&#8220; Anzeige im Sinn des &#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 3 S. 2 BV.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a class=\"Overl\" name=\"rd_115\" title=\"zum Orientierungssatz\">115</a></dt>\n<dd><p>Zwar begr&#252;nden in einer Betriebsvereinbarung aufgestellte Formerfordernisse grunds&#228;tzlich einen gesetzlichen Formzwang im Sinn von &#167; 125 S. 1 BGB. Allerdings verlangt nicht jedes in einer Betriebsvereinbarung aufgestellte Schriftformerfordernis die Einhaltung der Voraussetzungen der&#167;&#167;126&#8201;ff.&#8201;BGB. Diese gelten unmittelbar nur f&#252;r Rechtsgesch&#228;fte. Bei rechtsgesch&#228;fts&#228;hnlichen Erkl&#228;rungen oder einem Schriftlichkeitserfordernis f&#252;r Mitteilungen oder Informationen kommt eine Anwendung dieser Vorschriften allenfalls analog in Betracht (BAG, Urteil vom 18. Juni 2014 &#8211; 10 AZR 699/13 &#8211; NZA-RR 2015, 430, 434 Rz. 25). Eine Auslegung des &#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 3 S. 2 BV ergibt im vorliegenden Fall, dass eine Anzeige per E-Mail als ausreichend anzusehen ist. In der Vorschrift hei&#223;t es &#8222;schriftlich&#8220; und nicht etwa &#8222;in der Schriftform des &#167; 126 BGB&#8220;. Hintergrund der schriftlichen Anzeige ist, dem Arbeitgeber Klarheit dar&#252;ber zu schaffen, ob der Arbeitnehmer die angebotene Besch&#228;ftigung annimmt. Ab Zugang der Anzeige l&#228;uft au&#223;erdem die 2-Wochen-Frist f&#252;r das Angebot eines Aufhebungsvertrages durch die Beklagte. Diesem Zweck gen&#252;gt auch eine Mitteilung per E-Mail. Hierf&#252;r spricht systematisch auch, dass in der BV sowohl f&#252;r das von der Beklagten abzugebende Besch&#228;ftigungsangebot als auch f&#252;r das Angebot des Aufhebungsvertrages keine ausdr&#252;ckliche Form vorgesehen ist.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_116\">116</a></dt>\n<dd><p>Auch die Aufforderung durch den Kl&#228;gervertreter an die Beklagte vom 30. Dezember 2015, die Aufhebungsvereinbarung gem&#228;&#223; &#167; 6 BV zu &#252;bersenden, enth&#228;lt eine Ablehnung.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_117\">117</a></dt>\n<dd><p>Die in &#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 3 S. 2 BV vorgesehene Frist von <em>&#8222;sp&#228;testens 6 Wochen nach Antritt der angebotenen Besch&#228;ftigung</em>&#8220; begann nicht zu laufen, da der Kl&#228;ger die T&#228;tigkeit zu keinem Zeitpunkt angetreten hat. Sie w&#228;re durch die E-Mail vom 25. Oktober 2015 jedoch auch dann gewahrt, wenn man einen Fristlauf ab einem etwaig geplanten Besch&#228;ftigungsbeginn am 1. Oktober 2015 annehmen w&#252;rde.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong>b)</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_118\">118</a></dt>\n<dd><p>Ist &#167; 6 BV dahingehend auszulegen, dass die Beklagte dem Kl&#228;ger am 1. Oktober 2015 oder zumindest zeitnah zu diesem Zeitpunkt eine vertragsgem&#228;&#223;e und zumutbare Besch&#228;ftigung anbieten musste, liegen die Voraussetzungen dieser Vorschrift ebenfalls vor. Die Beklagte hat dem Kl&#228;ger weder am 1. Oktober 2015 noch zeitnah zu diesem Zeitpunkt eine solche Besch&#228;ftigung angeboten.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_119\">119</a></dt>\n<dd><p>Die Stelle, die im August 2015 im Gespr&#228;ch war, wurde dem Kl&#228;ger f&#252;r die Zeit ab dem 1. Oktober 2015 nicht mehr angeboten. Bereits auf den ge&#228;nderten Gebietskarten, die auf einer Betriebsversammlung der Y. gezeigt wurden, erschien kein Gebiet f&#252;r den Kl&#228;ger mehr. Die Teilnahme des Kl&#228;gers an der Vertriebstagung in R.-Stadt vom 20. bis 23. September 2015 war seitens des Arbeitgebers nicht mehr geplant. Nach dem Betriebs&#252;bergang wurde der Kl&#228;ger freigestellt.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_120\">120</a></dt>\n<dd><p>Gem&#228;&#223; &#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 1 BV bietet die Beklagte &#8222;<em>den Mitarbeitern der Y. ab Stichtag eine Besch&#228;ftigung an</em>&#8220;. Der Wortlaut dieser Bestimmung ist nicht eindeutig. Zum einen kann sich die zeitliche Komponente &#8222;<em>ab Stichtag</em>&#8220; auf den Zeitpunkt des abzugebenden Angebots beziehen. Zum anderen deckt der Wortlaut auch die Auslegung, dass die anzubietende Besch&#228;ftigung &#8222;<em>ab Stichtag</em>&#8220; zu erfolgen hat. F&#252;r das letztere Verst&#228;ndnis spricht der Gesamtzusammenhang. Die BV kn&#252;pft an vielen Stellen an den Stichtag, gemeint ist der Zeitpunkt des Betriebs&#252;bergangs an, so in &#167; 2 Abs. 1, &#167; 3, &#167; 4 und in &#167; 7 Abs. 2 der BV. In &#167; 4 Abs. 1 und &#167; 5 Abs. 1 BV findet sich die gleiche Formulierung &#8222;<em>ab Stichtag</em>&#8220; hinsichtlich der Auswirkungen auf die betriebsverfassungsrechtlichen Strukturen und auf die Geltung von Betriebsvereinbarungen. Damit werden die Folgen des Betriebs&#252;bergangs umschrieben, die im Zeitpunkt des Betriebs&#252;bergangs eintreten und fortwirken. Dasselbe gilt f&#252;r die Besch&#228;ftigungspflicht, die im Zeitpunkt des Betriebs&#252;bergangs auf die Beklagte &#252;bergeht und &#8222;ab&#8220; diesem Zeitpunkt besteht.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_121\">121</a></dt>\n<dd><p>Nichts anderes folgt aus Sinn und Zweck der Regelung. In Anbetracht der ab dem Betriebs&#252;bergang bestehenden Besch&#228;ftigungspflicht der Beklagten war die Einr&#228;umung einer l&#228;ngeren Frist f&#252;r die Beklagte, um einen vertragsgem&#228;&#223;en und zumutbaren Arbeitsplatz f&#252;r die &#252;bergegangenen Arbeitnehmer zu finden, nicht veranlasst. Auch enthalten &#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 3 S. 2 und S. 3 BV vergleichsweise kurze Fristen f&#252;r die Umsetzung der neuen Gebietsstruktur. So ist eine Frist von 6 Wochen nach Antritt der angebotenen Besch&#228;ftigung f&#252;r den Arbeitnehmer zur Pr&#252;fung und Entscheidung &#252;ber das Besch&#228;ftigungsangebot vorgesehen, sodann eine zweiw&#246;chige Frist f&#252;r die Beklagte zur Pr&#252;fung der Berechtigung des Anspruchs und Unterbreitung eines Aufhebungsvertrages und schlie&#223;lich eine zweiw&#246;chige Annahmefrist f&#252;r den Arbeitnehmer. Diesem Streben der Betriebsparteien danach, die Frage der Besch&#228;ftigung bzw. des Ausscheidens der Mitarbeiter innerhalb von insgesamt zehn Wochen nach Antritt der angebotenen Besch&#228;ftigung zu kl&#228;ren, widerspr&#228;che es, wenn der Beklagten unbegrenzte Zeit zur Pr&#252;fung von zu unterbreitenden Besch&#228;ftigungsangeboten zur Verf&#252;gung stehen w&#252;rde.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_122\">122</a></dt>\n<dd><p>Dem entsprechen auch die tats&#228;chlichen Abl&#228;ufe im Sommer/Herbst 2015. Bereits im August 2015 &#8211; noch vor Abschluss der BV - gab es &#220;berlegungen zur neuen Au&#223;endienststruktur. Im Rahmen von diversen Gespr&#228;chen zwischen dem Betriebsrat der Y. und der Arbeitgeberseite (Y. und Beklagte) wurden auch zuk&#252;nftige Einsatzm&#246;glichkeiten der Y.-Mitarbeiter bei der Beklagten diskutiert. Mit dem Kl&#228;ger wurde ebenfalls seitens der Interim HR Managerin Y. W. gesprochen. Die am 2. September 2015 abgeschlossene BV sieht &#8222;<em>mit Wirkung zum 1. Oktober 2015</em>&#8220; die Integration der bisherigen Arbeitnehmer der Y. in die Organisation der Beklagten vor (&#167; 2 Abs. 1 BV) und verweist in seinem &#167; 2 Abs. 1 Unterabs. 2 &#8222;<em>zur Verdeutlichung der beschriebenen Integration der Arbeitnehmer der Y. in die Organisation des Betriebs der Z. KG in C-Stadt (&#8230;) auf die &#220;bersicht der Mitarbeiter Innendienst (Anlage 1a), die Gebietskarten f&#252;r den Au&#223;endienst (Anlage 1b) und die Regionskarte (Anlage 1c)</em>&#8220;. Anfang September 2015 wurden mit dem Kl&#228;ger M&#246;glichkeiten eines Altersteilzeitvertrages besprochen. Auf der Betriebsversammlung am 9. September 2015 wurde eine Karte der neuen Au&#223;endienststruktur pr&#228;sentiert. Es gab zu diesem Zeitpunkt konkrete Planungen, damit die Mitarbeiter bereits ab dem Stichtag in der neuen Organisation der Beklagten t&#228;tig werden konnten.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong>c)</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_123\">123</a></dt>\n<dd><p>Sp&#228;testens jedoch mit E-Mail der Beklagten vom 17. November 2015 (Bl. 71 d. A.) hat diese deutlich gemacht, dass sie dem Kl&#228;ger keinen Arbeitsplatz anbieten wollte. Damit ist nach Auffassung der Kammer sp&#228;testens mit Zugang dieser E-Mail ein Anspruch des Kl&#228;gers auf Abgabe eines Angebots eines Aufhebungsvertrages zu den Konditionen des &#167; 6 Abs. 2 BV entstanden.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_124\">124</a></dt>\n<dd><p>In dieser E-Mail hat die Beklagte ausgef&#252;hrt: &#8222;<em>Bitte ber&#252;cksichtigen Sie, dass wir neben den beiden Optionen Aufhebungsvereinbarung und ATZ-Vertrag keine weiteren Szenarien verfolgen k&#246;nnen.&#8220;</em> Damit hat die Beklagte deutlich gemacht, dass sie gegen&#252;ber dem Kl&#228;ger kein Besch&#228;ftigungsangebot mehr abgeben will. Die Beklagte war daher verpflichtet, dem Kl&#228;ger binnen zwei Wochen einen entsprechenden Aufhebungsvertrag anzubieten.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_125\">125</a></dt>\n<dd><p>Vor diesem Hintergrund musste der Kl&#228;ger nicht von der Beklagten zun&#228;chst die Abgabe eines nicht vertragsgem&#228;&#223;en und unzumutbaren, f&#252;r den Kl&#228;ger von vornherein nicht in Betracht kommenden Besch&#228;ftigungsangebots verlangen. Dies ergibt sich auch daraus, dass &#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 3 BV lediglich Beispiele (&#8222;<em>beispielsweise&#8220;</em>) f&#252;r eine nicht vertragsgem&#228;&#223;e und nicht zumutbare Besch&#228;ftigung enth&#228;lt und f&#252;r den Fall des Angebots einer solchen Besch&#228;ftigung den weiteren Ablauf regelt. &#167; 6 Abs. 2 Unterabs. 2 BV spricht dagegen nur davon, dass die Mitarbeiter Anspruch auf Abfindung haben, &#8222;<em>die bei der Z. KG nicht vertragsgem&#228;&#223; und zumutbar besch&#228;ftigt werden k&#246;nnen&#8220;</em>. Dies schlie&#223;t den Fall ein, dass f&#252;r den Mitarbeiter &#252;berhaupt kein in Frage kommender Arbeitsplatz zur Verf&#252;gung steht und daher bereits nicht angeboten werden kann.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong>d)</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_126\">126</a></dt>\n<dd><p>Der Anspruch des Kl&#228;gers auf Angebot eines Aufhebungsvertrages ist auch nicht dadurch entfallen, dass die Beklagte ihm &#8211; nachdem er sie aufgefordert hatte, eine Aufhebungsvereinbarung gem&#228;&#223; &#167; 6 BV zu &#252;bersenden &#8211; im Januar 2016 eine aus ihrer Sicht vertragsgem&#228;&#223;e und zumutbare Besch&#228;ftigung angeboten hat. Der Kl&#228;ger hat dieses Angebot am 25. Januar 2016 lediglich unter Vorbehalt der gerichtlichen &#220;berpr&#252;fung angenommen und damit nicht auf einen bereits entstandenen Anspruch auf das Angebot eines Aufhebungsvertrages verzichtet.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong>3.</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_127\">127</a></dt>\n<dd><p>&#167; 6 der BV sieht jedoch nicht vor, dass der von der Beklagten anzubietende Aufhebungsvertrag die Einhaltung der individuellen ordentlichen K&#252;ndigungsfrist beinhalten m&#252;sste. Zwar wird in Aufhebungsvertr&#228;gen in der Regel &#8211; insbesondere zur Vermeidung von sozialversicherungsrechtlichen Nachteilen &#8211; ein Beendigungszeitpunkt gew&#228;hlt, hinsichtlich dessen die ordentliche K&#252;ndigungsfrist eingehalten ist. Eine irgendwie geartete Regelung zu dieser Frage enth&#228;lt die BV jedoch nicht. Nr. 5.5 des Sozialplans, auf den &#167; 6 BV hinsichtlich der Berechnung der Abfindung Bezug nimmt, regelt f&#252;r den Fall des vorzeitigen Ausscheidens lediglich, dass unter Abk&#252;rzung der K&#252;ndigungsfrist ausscheidende Arbeitnehmer &#8222;<em>die Sozialplanabfindung in der H&#246;he erhalten, die sich bei einer Beendigung unter Zugrundelegung der ordentlichen K&#252;ndigungsfrist berechnen w&#252;rde</em>.&#8220;</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong>III.</strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_128\">128</a></dt>\n<dd><p>Der weitere Hilfsantrag des Kl&#228;gers (Antrag zu 3) hatte Erfolg. Der Kl&#228;ger hat, wie oben unter B.II.2 dargelegt, Anspruch darauf, dass die Beklagte ihm einen Aufhebungsvertrag anbietet.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_129\">129</a></dt>\n<dd><p>Da &#167; 6 BV keine Angaben &#252;ber eine etwaig einzuhaltende K&#252;ndigungsfrist enth&#228;lt (s. oben unter B.II.3), kann der Kl&#228;ger aber zumindest eine Aufl&#246;sung des Arbeitsverh&#228;ltnisses mit Zustandekommen der Aufhebungsvereinbarung verlangen.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_130\">130</a></dt>\n<dd><p>Hinsichtlich der Berechnung der Mindesth&#246;he der im Aufhebungsvertrag vorzusehenden Abfindung haben die Parteien nicht gestritten.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_131\">131</a></dt>\n<dd><p>Die Abfindungsh&#246;he ist auch nicht gem&#228;&#223; &#167; 242 BGB zu reduzieren, weil sie &#252;ber dem Betrag liegt, den der Kl&#228;ger als Arbeitsentgelt bis zum Eintritt in den Ruhestand erzielen k&#246;nnte. Im Sozialplan ist keine Kappungsgrenze vorgesehen. Anzurechnen sind gem&#228;&#223; Nr. 8.3 des Sozialplans nur in vollem Umfang &#8222;<em>etwaige gesetzliche, tarifvertragliche oder individualvertragliche Abfindungen, Nachteilsausgleichsanspr&#252;che oder sonstige Entsch&#228;digungsleistungen (z. B. nach &#167; 113 BetrVG, &#167; 9, 10 KSchG) f&#252;r den Verlust des Arbeitsplatzes</em>&#8220;.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p><strong><span style=\"text-decoration:underline\">C.</span></strong></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_132\">132</a></dt>\n<dd><p>Die Kostenentscheidung folgt aus &#167; 92 Abs. 1 ZPO. Die Voraussetzungen einer Revisionszulassung nach &#167; 72 Abs. 2 ArbGG sind nicht erf&#252;llt.</p></dd>\n</dl>\n</div></div>\n</div>\n"
}