List view for cases

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    "content": "<div id=\"dokument\" class=\"documentscroll\">\n<a name=\"focuspoint\"><!--BeginnDoc--></a><div id=\"bsentscheidung\"><div>\n<h4 class=\"doc\">Tenor</h4>\n<div><div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p>Der Antrag der Kl&#228;gerin auf Zulassung der Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover - 5. Kammer (Einzelrichterin) - vom 19. Januar 2017 wird abgelehnt.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p>Die Kl&#228;gerin tr&#228;gt die Kosten des Zulassungsverfahrens.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p>Der Wert des Streitgegenstandes f&#252;r das Zulassungsverfahren wird auf 4.346,64 EUR festgesetzt.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n</div></div>\n<h4 class=\"doc\">Gr&#252;nde</h4>\n<div><div>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p>I.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_1\">1</a></dt>\n<dd><p>Die Kl&#228;gerin begehrt die r&#252;ckwirkende Leistung vorzeitiger Altersrente aus der &#196;rzteversorgung.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_2\">2</a></dt>\n<dd><p>Die 1952 geborene Kl&#228;gerin ist seit 1986 Mitglied der Beklagten. Von 2007 an leistete sie j&#228;hrliche Beitr&#228;ge, die ungef&#228;hr dem H&#246;chstbeitrag entsprachen. Im Mai 2014 teilte sie einer Bediensteten der Beklagten telefonisch mit, dass sie eventuell ab September 2014 nur noch einen geringen Gewinn haben werde, und bat um Berechnung der Altersrente ab 1. Oktober 2015 mit Beitr&#228;gen von 50 und 500 Euro. Das Ergebnis der Berechnungen teilte die Beklagte mit Schreiben vom 14. Mai 2014 mit, in dem es auch hie&#223;, die Altersrente erh&#246;he sich um einen Zuschlag von 20 %, wenn bei Rentenbeginn keine rentenbezugsberechtigten Personen vorhanden seien.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_3\">3</a></dt>\n<dd><p>Dieser Zuschlag beruhte auf &#167; 15 Abs. 10 Satz 1 der Alterssicherungsordnung der &#196;rztekammer Niedersachsen (ASO), die in der seinerzeit geltenden Fassung anordnete, dass das versorgungsberechtigte Mitglied einen Zuschlag in H&#246;he von 20 % erh&#228;lt, wenn nach seiner verbindlichen Erkl&#228;rung bei Beginn der Altersrente keine sonstigen rentenbezugsberechtigten Personen vorhanden sind. Durch am 24. September 2014 von der Kammerversammlung beschlossene Satzungs&#228;nderung wurde die H&#246;he des Zuschlags mit Wirkung vom 1. Januar 2015 auf 10 % reduziert (ausgefertigt am 28.10.2014, Nieders&#228;chsisches &#196;rzteblatt Dezember 2014, S. 33).</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_4\">4</a></dt>\n<dd><p>Am 21. April 2015 beantragte die Kl&#228;gerin Altersrente ab dem 1. April 2015. Durch Bescheid vom 18. Mai 2015 gew&#228;hrte die Beklagte die beantragte Rente. Bei der Rentenberechnung wurde ein Zuschlag von 10 % ber&#252;cksichtigt. In einem dagegen gerichteten Widerspruchsschreiben f&#252;hrte die Kl&#228;gerin u.a. aus, durch einen Beratungsfehler ihrer Steuerberaterin &#252;ber die Rentenbesteuerung, die mit dem Kalenderjahr und nicht mit dem Alter um je 2 % steige, habe sie ihr Vorhaben, die Rente zum Dezember 2014 zu beantragen, um sechs Monate verschoben.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_5\">5</a></dt>\n<dd><p>Die Kl&#228;gerin hat am 16. Juni 2015 Klage erhoben und u.a. vorgetragen, sie habe im Dezember 2014 wie immer zum Jahresende ein Telefongespr&#228;ch mit der Sachbearbeiterin gef&#252;hrt, um die Summe der m&#246;glichen freiwilligen Zuzahlungen zu erfragen. Sie habe ihre schwierige wirtschaftliche und gesundheitliche Situation geschildert und mit der Sachbearbeiterin er&#246;rtert, ob es sinnvoll sei, noch weitere freiwillige Zuzahlungen zu leisten, da sie beabsichtige, ab April 2015 eine vorzeitige Altersrente in Anspruch zu nehmen. Die Sachbearbeiterin h&#228;tte der Kl&#228;gerin die vorgesehene Satzungs&#228;nderung mitteilen m&#252;ssen.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_6\">6</a></dt>\n<dd><p>Das Verwaltungsgericht hat die Klage durch Urteil vom 19. Januar 2017 abgewiesen. Die Herabsetzung des Ledigenzuschlags sei wirksam. Der Rentenbeginn k&#246;nne nicht nachtr&#228;glich vorverlegt werden. Dies sei in der ASO nicht vorgesehen. Die Kl&#228;gerin habe auch keinen Herstellungsanspruch. Es k&#246;nne dahinstehen, ob dieser Anspruch auf die berufsst&#228;ndische Versorgung Anwendung finde. Es fehle an einer individuellen Beratungspflicht. Selbst wenn man das anders beurteile, habe keine sich offensichtlich als zweckm&#228;&#223;ig aufdr&#228;ngende Gestaltungsm&#246;glichkeit bestanden, &#252;ber die die Kl&#228;gerin h&#228;tte beraten werden m&#252;ssen. Ohne die genaue Kenntnis aller ma&#223;geblichen biografischen Daten der Kl&#228;gerin w&#228;re nicht absehbar gewesen, bis zu welchem Rentenbeginn sich die Herabsetzung des Ledigenzuschlags f&#252;r die Kl&#228;gerin &#252;berhaupt auswirken w&#252;rde, und wenn ja, in welchem Umfang. Es w&#228;ren weitere Recherche- und Rechenschritte erforderlich gewesen, welche ein Sich-Aufdr&#228;ngen ausschl&#246;ssen. Bei dem m&#246;glicherweise im Dezember 2014 gef&#252;hrten Telefongespr&#228;ch sei es um zus&#228;tzliche Beitragszahlungen gegangen. Es sei keine Rentenberatung in Anspruch genommen worden. Ein etwaiger Schaden k&#246;nne auch deshalb nicht kausal auf eine unterlassene Auskunftserteilung zur&#252;ckgef&#252;hrt werden, weil die Kl&#228;gerin auf Rat ihrer Steuerberaterin den Rentenantrag aus steuerlichen Gr&#252;nden um sechs Monate verschoben habe.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_7\">7</a></dt>\n<dd><p>Hiergegen richtet sich der Antrag auf Zulassung der Berufung.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p>II.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_8\">8</a></dt>\n<dd><p>Der Antrag auf Zulassung der Berufung bleibt ohne Erfolg. Die geltend gemachten Zulassungsgr&#252;nde der ernstlichen Zweifel an der Richtigkeit der erstinstanzlichen Entscheidung nach &#167; 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO, der besonderen tats&#228;chlichen oder rechtlichen Schwierigkeiten der Rechtssache nach &#167; 124 Abs. 2 Nr. 2 VwGO, der grunds&#228;tzlichen Bedeutung der Rechtssache nach &#167; 124 Abs. 2 Nr. 3 VwGO und des Verfahrensmangels nach &#167; 124 Abs. 2 Nr. 5 VwGO sind zum Teil schon nicht in einer den Anforderungen des &#167; 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO gen&#252;genden Weise dargelegt und liegen im &#220;brigen nicht vor.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_9\">9</a></dt>\n<dd><p>1. Es bestehen keine ernstlichen Zweifel an der Richtigkeit des angefochtenen Urteils.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_10\">10</a></dt>\n<dd><p>Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit der erstinstanzlichen Entscheidung im Sinne des &#167;&#160;124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO sind zu bejahen, wenn der Rechtsmittelf&#252;hrer einen einzelnen tragenden Rechtssatz oder eine einzelne erhebliche Tatsachenfeststellung mit schl&#252;ssigen Gegenargumenten in Frage stellt (vgl. BVerfG, Beschl. v. 8.12.2009 &#8211; 2&#160;BvR 758/07 &#8211;, BVerfGE 125, 104, 140). Die Richtigkeitszweifel m&#252;ssen sich dabei auch auf das Ergebnis der Entscheidung beziehen; es muss also mit hinreichender Wahrscheinlichkeit anzunehmen sein, dass die Berufung zu einer &#196;nderung der angefochtenen Entscheidung f&#252;hren wird (vgl. BVerwG, Beschl. v. 10.3.2004 &#8211; BVerwG 7&#160;AV 4.03 &#8211;, NVwZ-RR 2004, 542, 543). Eine den Anforderungen des &#167; 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO gen&#252;gende Darlegung dieses Zulassungsgrundes erfordert, dass im Einzelnen unter konkreter Auseinandersetzung mit der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung ausgef&#252;hrt wird, dass und warum Zweifel an der Richtigkeit der Auffassung des erkennenden Verwaltungsgerichts bestehen sollen. Hierzu bedarf es regelm&#228;&#223;ig qualifizierter, ins Einzelne gehender, fallbezogener und aus sich heraus verst&#228;ndlicher Ausf&#252;hrungen, die sich mit der angefochtenen Entscheidung auf der Grundlage einer eigenst&#228;ndigen Sichtung und Durchdringung des Prozessstoffes auseinandersetzen (vgl. Senatsbeschl. v. 17.6.2015 &#8211; 8 LA 16/15 &#8211;, NdsRPfl. 2015, 244, 245; Senatsbeschl. v. 17.5.2016 &#8211; 8 LA 40/16 &#8211;, juris Rn. 6).</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_11\">11</a></dt>\n<dd><p>a. Mit dem Antrag auf Zulassung der Berufung wird vorgetragen, die Satzungs&#228;nderung, mit der der Ledigenzuschlag abgesenkt wurde, sei gegen&#252;ber der Kl&#228;gerin nicht ordnungsgem&#228;&#223; ver&#246;ffentlicht worden. Deswegen sei sie so zu stellen, wie sie st&#252;nde, wenn die Satzung ihr gegen&#252;ber ordnungsgem&#228;&#223; im Dezember 2014 ver&#246;ffentlicht worden w&#228;re. Gem&#228;&#223; &#167; 2 ASO erfolgten Bekanntmachungen der Beklagten im &#8222;Nieders&#228;chsischen &#196;rzteblatt&#8220; und, soweit Mitglieder oder Leistungsempf&#228;nger nicht Bezieher des &#8222;Nieders&#228;chsischen &#196;rzteblattes&#8220; seien, durch Einzelnachricht. Die Kl&#228;gerin h&#228;tte wie die Bezieher des Nieders&#228;chsischen &#196;rzteblatts im Dezember 2014 durch Einzelnachricht von der Satzungs&#228;nderung informiert werden m&#252;ssen. Tats&#228;chlich sei sie erst 2015 durch die Mitgliederinformation informiert worden, als sie nicht mehr in der Lage gewesen sei zu reagieren.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_12\">12</a></dt>\n<dd><p>Diesem rechtlichen Ansatz ist nicht zu folgen. Die &#196;nderungssatzung kann als Rechtsnorm nur wirksam oder nichtig sein und nur einheitlich in Kraft treten. Eine blo&#223; relative Unwirksamkeit gegen&#252;ber der Kl&#228;gerin scheidet aus. Ebenso verbietet es sich, im Falle der Wirksamkeit der &#196;nderungssatzung aus den Bekanntmachungsvorschriften herleiten zu wollen, dass die Kl&#228;gerin gleichwohl mangelhaft informiert gewesen sei. Wenn die Bekanntmachung zur Wirksamkeit der Rechtsnorm gef&#252;hrt hat, scheidet eine Verletzung besonderer Rechte der Kl&#228;gerin aus. Wie bei allen Rechtsetzungsakten regeln die Bekanntmachungsvorschriften die Voraussetzungen des Inkrafttretens und keine Anspr&#252;che der Normadressaten auf Kenntniserlangung im Einzelfall.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_13\">13</a></dt>\n<dd><p>Auch wenn man den Vortrag unter dem Gesichtspunkt w&#252;rdigt, ob die &#196;nderungssatzung &#252;berhaupt Wirksamkeit erlangt hat, ergeben sich keine ernstlichen Zweifel. Die &#196;nderungssatzung ist auch dann gegen&#252;ber jedermann in Kraft getreten, wenn die Kl&#228;gerin keine Einzelnachricht erhalten hat.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_14\">14</a></dt>\n<dd><p>Auch aus dem Rechtsstaatsprinzip ergibt sich, dass bestehende Vorschriften &#252;ber Bekanntmachungsformen eingehalten werden m&#252;ssen (BVerwG, Beschl. v. 22. 6. 2012 &#8211; 8 BN 1/12 &#8211;, juris Rn. 7). Schreibt eine Bekanntmachungsregelung die kumulative Ver&#246;ffentlichung in mehreren Publikationsorganen vor, so darf der B&#252;rger darauf vertrauen, sich in jedem dieser Organe l&#252;ckenlos &#252;ber Bekanntmachungen der betreffenden Stelle informieren zu k&#246;nnen (BVerwG, Urt. v. 11.10. 2006 &#8211; 10 CN 2/05 &#8211;, BVerwGE 126, 388 Rn. 20).</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_15\">15</a></dt>\n<dd><p>Zur Wirksamkeit der &#196;nderungssatzung hat die Bekanntmachung im Nieders&#228;chsischen &#196;rzteblatt Dezember 2014 ausgereicht (vgl. Senatsurt. v. 24.6.2016 &#8211; 8 KN 128/15 &#8211;, juris Rn. 40).</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a>16</a></dt>\n<dd><p>Soweit &#167; 2 ASO die Herausgabe von Einzelnachrichten anordnet, findet die Vorschrift auf den Erlass von Satzungen keine Anwendung. Gem&#228;&#223; &#167; 26 Abs. 1 HKG sind Satzungen nach dem HKG und Beschl&#252;sse nach &#167; 25 HKG nach n&#228;herer Bestimmung durch die Kammersatzung im Mitteilungsblatt der Kammer oder im Internet bekannt zu machen. Eine Satzung nach dem HKG ist auch die in &#167; 25 Nr. 1 Buchst. i) HKG geregelte Alterssicherungsordnung. Das Gesetz kennt f&#252;r die Promulgation von Satzungen nur zwei alternativ geregelte Formen, die Bekanntmachung im Mitteilungsblatt und die Bekanntmachung im Internet (zum Verh&#228;ltnis von HKG und Kammersatzung vgl. auch Senatsurt. v. 29.9.2004 &#8211; 8 KN 4142/01 &#8211;, juris Rn. 62 f.). Wenn es eine n&#228;here Bestimmung durch die Kammersatzung vorsieht, bezieht sich das auf die vorgegebenen Publikationsformen; deren Durchf&#252;hrung kann n&#228;her ausgestaltet werden. Dagegen erlaubt es das Gesetz nicht, f&#252;r die Bekanntmachung von Satzungen kumulativ zu den gesetzlich vorgesehenen Bekanntmachungsformen eine andersartige Bekanntmachungsform anzuordnen. Dann ist nicht zu erwarten, dass &#167; 2 ASO den Satzungserlass entgegen dieser gesetzlichen Vorgabe regeln wollte.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_17\">17</a></dt>\n<dd><p>Hinzu kommt, dass es wenig sinnvoll w&#228;re, wenn das Inkrafttreten einer Rechtsnorm von der Herausgabe von Einzelnachrichten abh&#228;ngig gemacht w&#252;rde. Eine Rechtsnorm kann nur einheitlich mit Wirkung f&#252;r und gegen jedermann (generell) in Kraft treten. Das unterscheidet sie vom Verwaltungsakt, dessen Wirksamkeit nach &#167; 1 NVwVfG i.V.m. &#167; 43 Abs. 1 Satz 1 VwVfG davon abh&#228;ngt, ob eine Bekanntgabe im Verh&#228;ltnis zum jeweiligen Betroffenen erfolgt ist. Eine Bekanntgabehandlung gegen&#252;ber einzelnen Normadressaten ist von Verfassungs wegen nicht erforderlich; die Zug&#228;nglichkeit der verlautbarten Rechtsnorm, so dass die M&#246;glichkeit zur verl&#228;sslichen Kenntnisnahme besteht, reicht aus (vgl. nur BVerwG, Beschl. v. 22. 6. 2012 &#8211; 8 BN 1/12 &#8211;, juris Rn. 5 f.). Vor diesem Hintergrund w&#252;rde es zu erheblicher Rechtsunsicherheit f&#252;hren, wenn zur Bekanntmachung von Satzungen auch die Herausgabe von Einzelnachrichten geh&#246;rte. Ob eine ordnungsgem&#228;&#223;e Bekanntmachung erfolgt ist, k&#246;nnte dann n&#228;mlich davon abh&#228;ngen, ob der Adressatenkreis dieser Einzelnachrichten im Wesentlichen zutreffend festgelegt wurde. Auch wenn man wie bei der Ver&#246;ffentlichung durch Rundschreiben ann&#228;hme, dass sie als in dem Zeitpunkt erfolgt gilt, in dem die Benachrichtigung nach dem gew&#246;hnlichen Ablauf der Postbef&#246;rderung die Empf&#228;nger erreicht, und dass es nicht darauf ankommt, ob das einzelne Mitglied sie tats&#228;chlich erhalten hat (vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 26.3.1980 &#8211; 2 A 2835/78 &#8211;, GewArch 1980, 337, 338), bereitete die Bestimmung des Zeitpunkts der Bekanntmachung, von dem der Zeitpunkt des Inkrafttretens abh&#228;ngen kann, erhebliche Schwierigkeiten. Denn der gew&#246;hnliche Ablauf der Postbef&#246;rderung ist nicht einfach festzustellen. Auch wegen dieser Problematik gilt bei Verwaltungsakten die &#8211; nicht analogief&#228;hige &#8211; Drei-Tages-Fiktion des &#167; 41 Abs. 2 VwVfG.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_18\">18</a></dt>\n<dd><p>Vor diesem Hintergrund ergibt sich auch ohne besondere Anhaltspunkte im Wortlaut, dass die Bekanntmachungsvorschrift f&#252;r Satzungen nicht gilt. Ein &#228;hnliches Ergebnis hat auch das OVG Rheinland-Pfalz f&#252;r das Versorgungswerk der rheinland-pf&#228;lzischen Rechtsanwaltskammern gefunden (OVG Rheinland-Pfalz, Urt. v. 14.12.2011 &#8211; 6 C 11098/11 &#8211;, juris Rn. 29 f.).</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_19\">19</a></dt>\n<dd><p>b. In materieller Hinsicht steht die Absenkung des Ledigenzuschlags mit h&#246;herrangigem Recht im Einklang. Das hat der Senat bereits entschieden. Auf die in dem angefochtenen Urteil auszugsweise wiedergegebenen Entscheidungen vom 24. Juni 2016 wird verwiesen. Die Absenkung verfolgt in verh&#228;ltnism&#228;&#223;iger Weise das legitime Ziel, den Ledigenzuschlag auf eine nach versicherungsmathematischen Kriterien angemessene H&#246;he abzusenken, die finanzielle Leistungsf&#228;higkeit des Versorgungssystems zu sichern und den sozialen Ausgleich innerhalb der Versorgungsgemeinschaft durch erh&#246;hte Heranziehung von Mitgliedern ohne sonstige rentenbezugsberechtigte Angeh&#246;rige zu st&#228;rken (Senatsurt. v. 24.6.2016 &#8211; 8 KN 128/15 &#8211;, juris Rn. 55 f.). Ein unzul&#228;ssiges Sonderopfer liegt darin entgegen dem Vorbringen des Antrags auf Zulassung der Berufung nicht.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_20\">20</a></dt>\n<dd><p>c. Die Voraussetzungen eines sozialrechtlichen Herstellungsanspruchs sind nicht erf&#252;llt, so dass es auf dessen Anwendbarkeit im Recht der berufsst&#228;ndischen Versorgungseinrichtungen nicht ankommt.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_21\">21</a></dt>\n<dd><p>aa. In Bezug auf den Herstellungsanspruch hat das Verwaltungsgericht selbst&#228;ndig tragend angenommen, es fehle an einer Beratungspflicht, wie sie &#167; 14 SGB I vorschreibe. &#167; 44 ASO regle nur eine Pflicht zur allgemeinen Information und Aufkl&#228;rung &#252;ber die aktuell geltenden Bestimmungen, nicht aber &#252;ber zuk&#252;nftig in Kraft tretende Regelungen. Ein Recht auf individuelle Beratung ergebe sich aus der Regelung nicht. Dagegen bringt der Antrag auf Zulassung der Berufung kein schl&#252;ssiges Gegenargument vor.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a>22</a></dt>\n<dd><p>Gem&#228;&#223; &#167; 44 ASO obliegt der Beklagten die allgemeine Aufkl&#228;rung ihrer Mitglieder und Rentner &#252;ber deren Rechte und Pflichten. Bereits die Verwendung des Wortes &#8222;allgemein&#8220; verdeutlicht, dass eine Beratung im Sinne des spezifischen Eingehens auf Gestaltungsm&#246;glichkeiten eines bestimmten Mitglieds in einer bestimmten Situation von der Vorschrift nicht erfasst wird. Dies wird durch den Vergleich mit den &#167;&#167; 13 ff. SGB I best&#228;tigt. &#167; 13 SGB I betrifft die Aufkl&#228;rung der Bev&#246;lkerung &#252;ber die Rechte und Pflichten nach dem Sozialgesetzbuch. Die Aufkl&#228;rung wendet sich an die Allgemeinheit. Die Beratung beinhaltet eine umfassende individuelle und pers&#246;nliche Information &#252;ber alle f&#252;r den B&#252;rger bedeutsamen Rechtsfragen. Sie ist in &#167; 14 SGB I geregelt. Die in &#167; 15 SGB I behandelte Auskunft nimmt eine Zwischenstellung zwischen Aufkl&#228;rung und Beratung ein und enth&#228;lt als Minimum die Benennung des zust&#228;ndigen Leistungstr&#228;gers, au&#223;erdem aber auch die Antwort auf Sach- und Rechtsfragen, soweit die Auskunftsstelle dazu in der Lage ist (zum Ganzen KassKomm, &#167; 13 SGB I Rn. 2). Nur zu &#167;&#160;13, nicht aber zu &#167;&#167; 14 und 15 SGB I enth&#228;lt die ASO mit &#167; 44 eine Parallele. Soweit der Antrag auf Zulassung der Berufung meint, dies werde den Aufgaben der Beklagten nicht gerecht, hilft das nicht dar&#252;ber hinweg, dass er keine Rechtsnorm angibt, aus der ein von der Ansicht des Verwaltungsgerichts abweichendes Ergebnis folgen k&#246;nnte.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_23\">23</a></dt>\n<dd><p>bb. Das Verwaltungsgericht hat weiter angenommen, selbst wenn man unterstellte, dass der Rechtsgedanke des &#167; 14 SGB I entsprechend anwendbar w&#228;re, habe die Beklagte mangels sich aufdr&#228;ngender Gestaltungsm&#246;glichkeiten keine Beratungspflicht verletzt. Auch das zieht der Antrag auf Zulassung der Berufung nicht erfolgreich in Zweifel.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_24\">24</a></dt>\n<dd><p>Ein Herstellungsanspruch wegen der Verletzung einer Beratungspflicht setzt nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts voraus, dass der Versicherungstr&#228;ger nicht auf Gestaltungsm&#246;glichkeiten hinweist, die nach den ihm bekannten Umst&#228;nden klar zu Tage liegen und deshalb f&#252;r ihn erkennbar sind. Das darf nicht dahin verstanden werden, als m&#252;sse der Versicherungstr&#228;ger wie ein Rechtsberater den Versicherten schlechterdings auf alle aus den Vorschriften des Gesetzes zu ziehenden Vorteile aufmerksam machen, sofern diese M&#246;glichkeiten nur im konkreten Fall evident sind. Sinn der Beratungspflicht ist es, dem Versicherten in der Erlangung der ihm vom Gesetz zugedachten Rechte beizustehen. Deshalb liegt es auf der Hand, dass der Versicherungstr&#228;ger auf M&#246;glichkeiten eines Rechtsmissbrauchs keineswegs hinweisen muss. Auszuscheiden sind aber ferner solche Gestaltungsm&#246;glichkeiten, die zwar keinen Rechtsmissbrauch bedeuten, die der Gesetzgeber jedoch vom B&#252;rger nicht ohne weiteres erwartet. Ein solcher Fall ist gegeben, wenn der Gesetzgeber eine bestimmte Regelung f&#252;r unbefriedigend h&#228;lt und deswegen &#228;ndert, er die &#196;nderung jedoch aus verfassungsrechtlichen Gr&#252;nden oder solchen der Praktikabilit&#228;t erst eine gewisse Zeit nach der Verk&#252;ndung in Kraft treten l&#228;sst. Bei einer solchen Sachlage muss der Versicherungstr&#228;ger die Versicherten nicht dar&#252;ber belehren, dass sie durch ein T&#228;tigwerden in der Zwischenzeit noch den mit der Rechts&#228;nderung auf sie zukommenden Nachteilen ausweichen k&#246;nnten. Hiermit k&#246;nnte n&#228;mlich der mit der Gesetzes&#228;nderung angestrebte Erfolg weitgehend beeintr&#228;chtigt werden. Das gilt insbesondere, wenn schon aus finanziellen Gr&#252;nden ein erhebliches &#246;ffentliches Interesse an dem alsbaldigen Inkrafttreten der Neuregelung besteht (vgl. BSG, Urt. v. 18.8.1983 &#8211; 11 RA 40/82 &#8211;, BSGE 55, 257, 260).</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_25\">25</a></dt>\n<dd><p>Diese zur Ber&#252;cksichtigung von Ausfallzeiten beim Altersruhegeld entwickelte Rechtsprechung l&#228;sst sich auf den vorliegenden Fall &#252;bertragen. Die von der Kl&#228;gerin vermisste Beratung h&#228;tte Gestaltungsm&#246;glichkeiten in der &#220;bergangszeit zwischen Bekanntmachung und Inkrafttreten einer auch aus finanziellen Gr&#252;nden erlassenen Neuregelung des Ledigenzuschlags betroffen. Im &#220;brigen ist entgegen dem Zulassungsvorbringen zweifelhaft, ob sich bei einem Gespr&#228;ch, das sich auf die M&#246;glichkeit einer freiwilligen Zuzahlung bezog, ausreichender Anlass f&#252;r eine Spontanberatung ergab (vgl. BSG, Urt. v. 26.10.1994 &#8211; 11 Rar 5/94 &#8211;, NZS 1995, 325, 326 f.) und ob die Gestaltungsm&#246;glichkeit, hinsichtlich deren die Kl&#228;gerin eine Beratung vermisst, klar zu Tage lag, wenn die erforderlichen Daten sich lediglich aus der Mitgliedsakte ergaben.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_26\">26</a></dt>\n<dd><p>2. Die Berufung ist nicht wegen besonderer tats&#228;chlicher oder rechtlicher Schwierigkeiten gem&#228;&#223; &#167; 124 Abs. 2 Nr. 2 VwGO zuzulassen. Solche Schwierigkeiten sind nur dann anzunehmen, wenn die Beantwortung einer entscheidungserheblichen Rechtsfrage oder die Kl&#228;rung einer entscheidungserheblichen Tatsache in qualitativer Hinsicht mit &#252;berdurchschnittlichen Schwierigkeiten verbunden ist (vgl. Senatsbeschl. v. 26.1.2011 &#8211; 8 LA 103/10 &#8211;, juris Rn. 44; v. 24.3.2017 &#8211; 8 LA 197/16 &#8211;, juris Rn. 29). Daher erfordert die ordnungsgem&#228;&#223;e Darlegung dieses Zulassungsgrundes eine konkrete Bezeichnung der Rechts- oder Tatsachenfragen, in Bezug auf die sich solche Schwierigkeiten stellen, und Erl&#228;uterungen dazu, worin diese besonderen Schwierigkeiten bestehen (vgl. Senatsbeschl. v. 11.10.2010 &#8211; 8 LA 65/10 &#8211;, juris Rn. 17).</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_27\">27</a></dt>\n<dd><p>Der Antrag auf Zulassung der Berufung leitet besondere Schwierigkeiten daraus her, dass die Kl&#228;gerin die Absenkung des Ledigenzuschlags als mit h&#246;herrangigem Recht unvereinbar ansehe. Die diesbez&#252;glichen Rechtsfragen sind jedoch gekl&#228;rt (s.o. 1.b.).</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_28\">28</a></dt>\n<dd><p>3. Die Berufung ist nicht wegen grunds&#228;tzlicher Bedeutung der Rechtssache im Sinne des &#167;&#160;124 Abs. 2 Nr. 3 VwGO zuzulassen. Eine solche grunds&#228;tzliche Bedeutung hat eine Rechtssache nur dann, wenn sie eine h&#246;chstrichterlich noch nicht beantwortete Rechtsfrage oder eine obergerichtlich bislang ungekl&#228;rte Tatsachenfrage von allgemeiner Bedeutung aufwirft, die sich im Rechtsmittelverfahren stellen w&#252;rde und im Interesse der Einheit der Rechtsprechung oder der Weiterentwicklung des Rechts einer fall&#252;bergreifenden Kl&#228;rung durch das Berufungsgericht bedarf (vgl. Senatsbeschl. v. 4.7.2011 &#8211; 8 LA 288/10 &#8211;, GewArch 2011, 494, 497 m.w.N.). Um die grunds&#228;tzliche Bedeutung der Rechtssache im Sinne des &#167; 124a Abs. 4 Satz 4 VwGO darzulegen, hat der Zulassungsantragsteller die f&#252;r fall&#252;bergreifend gehaltene Frage zu formulieren sowie n&#228;her zu begr&#252;nden, weshalb sie eine &#252;ber den Einzelfall hinausgehende Bedeutung hat und ein allgemeines Interesse an ihrer Kl&#228;rung besteht. Darzustellen ist weiter, dass sie entscheidungserheblich ist und ihre Kl&#228;rung im Berufungsverfahren zu erwarten steht (vgl. Senatsbeschl. v. 15.8.2014 - 8 LA 172/13 -,&#160;&#160;GewArch 2015, 84, 85; v. 17.5.2016 &#8211; 8 LA 40/16 &#8211;, juris Rn. 32).</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_29\">29</a></dt>\n<dd><p>Soweit der Antrag auf Zulassung der Berufung sinngem&#228;&#223; gekl&#228;rt wissen will, ob der sozialrechtliche Herstellungsanspruch auf die T&#228;tigkeit der Beklagten Anwendung findet, ist die Frage nicht kl&#228;rungsf&#228;hig. Auf die Anwendbarkeit dieses Rechtsinstituts k&#228;me es in einem Berufungsverfahren nicht an, weil die Voraussetzungen des Anspruchs nicht erf&#252;llt sind. Die diesbez&#252;glichen Ausf&#252;hrungen des Verwaltungsgerichts greift der Antrag auf Zulassung der Berufung nicht mit durchgreifenden R&#252;gen an.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_30\">30</a></dt>\n<dd><p>Soweit der Antrag auf Zulassung der Berufung im Zusammenhang mit der Grundsatzr&#252;ge darstellt, warum nach Ansicht der Kl&#228;gerin eine Beratungspflichtverletzung vorliege, die f&#252;r das Unterlassen einer fr&#252;heren Antragstellung urs&#228;chlich gewesen sei, wird bereits keine Rechts- oder Tatsachenfrage formuliert. Zudem wird die Kl&#228;rungsbed&#252;rftigkeit nicht dargelegt. Die Ausf&#252;hrungen beziehen sich nur auf den Einzelfall der Kl&#228;gerin.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_31\">31</a></dt>\n<dd><p>4. Die Berufung ist nicht wegen eines Verfahrensmangels gem&#228;&#223; &#167; 124 Abs. 2 Nr. 5 VwGO zuzulassen. Das Verwaltungsgericht hat den Anspruch der Kl&#228;gerin auf rechtliches Geh&#246;r, Art. 103 Abs. 1 GG, &#167; 108 Abs. 2 VwGO, nicht dadurch verletzt, dass es den angebotenen Zeugen nicht geh&#246;rt hat.</p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt></dt>\n<dd><p></p></dd>\n</dl>\n<dl class=\"RspDL\">\n<dt><a name=\"rd_32\">32</a></dt>\n<dd><p>Das Beweisthema war nicht entscheidungserheblich. Das Verwaltungsgericht hat bei der rechtlichen Pr&#252;fung unterstellt, dass ein Telefonat mit dem von der Kl&#228;gerin behaupteten Inhalt stattgefunden hat. Es war auch nicht gehalten, &#252;ber die schrifts&#228;tzliche Beweisanregung ausdr&#252;cklich zu entscheiden. Ausreichend ist, dass sich die mangelnde Entscheidungserheblichkeit aus den Entscheidungsgr&#252;nden des Urteils ergab.</p></dd>\n</dl>\n</div></div>\n</div></div>\n<a name=\"DocInhaltEnde\"><!--emptyTag--></a><div class=\"docLayoutText\">\n<p style=\"margin-top:24px\">&#160;</p>\n<hr style=\"width:50%;text-align:center;height:1px;\">\n<p><img alt=\"Abk&#252;rzung Fundstelle\" src=\"/jportal/cms/technik/media/res/shared/icons/icon_doku-info.gif\" title=\"Wenn Sie den Link markieren (linke Maustaste gedr&#252;ckt halten) k&#246;nnen Sie den Link mit der rechten Maustaste kopieren und in den Browser oder in Ihre Favoriten als Lesezeichen einf&#252;gen.\" onmouseover=\"Tip('&lt;span class=&quot;contentOL&quot;&gt;Wenn Sie den Link markieren (linke Maustaste gedr&#252;ckt halten) k&#246;nnen Sie den Link mit der rechten Maustaste kopieren und in den Browser oder in Ihre Favoriten als Lesezeichen einf&#252;gen.&lt;/span&gt;', WIDTH, -300, CENTERMOUSE, true, ABOVE, true );\" onmouseout=\"UnTip()\">&#160;Diesen Link k&#246;nnen Sie kopieren und verwenden, wenn Sie <span style=\"font-weight:bold;\">genau dieses Dokument</span> verlinken m&#246;chten:<br>http://www.rechtsprechung.niedersachsen.de/jportal/?quelle=jlink&amp;docid=MWRE170006866&amp;psml=bsndprod.psml&amp;max=true</p>\n</div>\n</div>&#13;\n\n"
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