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GET /api/cases/99323/
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    "file_number": "I ZR 219/13",
    "date": "2015-12-17",
    "created_date": "2018-11-21T15:30:06Z",
    "updated_date": "2022-10-18T13:38:05Z",
    "type": "Urteil",
    "ecli": "ECLI:DE:BGH:2015:171215UIZR219.13.0",
    "content": "<h2>Tenor</h2>\n\n<div>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>Auf die Revision des Beklagten wird unter Zur&#252;ckweisung des weitergehenden Rechtsmittels das Urteil des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 7. November 2013 im Kostenpunkt und insoweit aufgehoben, als die Berufung des Beklagten gegen die Verurteilung nach dem Klageantrag zu 2 hinsichtlich folgender &#196;u&#223;erungen zur&#252;ckgewiesen worden ist:</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">\"Es deutet alles darauf hin, dass U.&#160;&#160; nicht einmal die Mischungsberechnung selbst vorgenommen hat.\"</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\"/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">\"Dieser Fakt allein zeigt, dass U.&#160;&#160; in seiner Dissertation &#196;pfel mit Birnen vergleicht und nicht wissenschaftlich vorgeht.\"</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\"/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">\"Die verwendete Literatur beschr&#228;nkt sich im Wesentlichen auf deutsche Normen sowie auf Branchenfachb&#252;cher und in Branchenzeitschriften ver&#246;ffentlichte Fachartikel. Die zuvor genannte Literatur erf&#252;llt f&#252;r sich alleine schon keine wissenschaftlichen Standards sondern ist nur als Fachinformation bzw. technische Ausf&#252;hrungsregel f&#252;r Ausf&#252;hrende und Planer geeignet. Auf Prim&#228;rliteratur mit wissenschaftlichem Hintergrund greift U.&#160;&#160; in seinen schriftlichen Arbeiten nicht erkennbar zur&#252;ck.\"</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\"/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">\"Die Arbeit erf&#252;llt sicher nicht die Anforderungen einer renommierten Hochschule an eine naturwissenschaftliche Dissertation. Es werden weder wissenschaftliche Methoden angewandt noch echte Forschungsfragen gestellt.\"</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>Im Umfang der Aufhebung wird auf die Berufung des Beklagten das Urteil der 12. Zivilkammer - 1. Kammer f&#252;r Handelssachen - des Landgerichts Wiesbaden vom 20. Februar 2013 abge&#228;ndert und insoweit die Klage abgewiesen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>Von den Kosten des Rechtsstreits erster und zweiter Instanz tragen der Kl&#228;ger 22% und der Beklagte 78%.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>Die Gerichtskosten der Revision fallen dem Kl&#228;ger zu 2/3 und dem Beklagten zu 1/3 zur Last.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>Von den au&#223;ergerichtlichen Kosten der Revision und des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens tragen der Kl&#228;ger 35% und der Beklagte 65%.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"text-align:left\">Von Rechts wegen</p>\n            </dd>\n         </dl>\n      </div>\n   \n<h2>Tatbestand</h2>\n\n<div>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_1\">1</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Beide Parteien sind als Sachverst&#228;ndige f&#252;r Estrichfu&#223;b&#246;den t&#228;tig.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_2\">2</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Der Kl&#228;ger wurde im Jahr 2008 mit einer Dissertation &#252;ber den Einsatz von Estrich f&#252;r Fu&#223;b&#246;den bei Altbauten von der Fakult&#228;t Bauingenieurwesen der Technischen Universit&#228;t Kosice (Slowakische Republik) promoviert. Im Jahr 2010 erhielt er den \"Innovationspreis Fu&#223;boden 2010\" des Qualit&#228;tsverbunds Fu&#223;boden e.V. Dieser Preis wurde im Jahr 2010 erstmals vergeben. Der Kl&#228;ger wirbt mit dem Preis f&#252;r seine Dienstleistungen und von ihm entwickelte Produkte.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_3\">3</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Am 15.&#160;Juni 2011 stellte der Kl&#228;ger fest, dass sich der Beklagte auf der von ihm eingerichteten Internetseite www.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;kritisch mit seiner Doktorarbeit auseinandersetzte. Der Kl&#228;ger mahnte den Beklagten wegen verschiedener &#196;u&#223;erungen auf dieser Seite am 23.&#160;Juni 2011 ab. Der Beklagte nahm daraufhin diese Internetseite vom Netz, ver&#246;ffentlichte aber sp&#228;ter auf vier anderen Internetseiten eine abgewandelte Auseinandersetzung mit der Doktorarbeit des Kl&#228;gers, die mit einer vom Beklagten verfassten ausf&#252;hrlichen Rezension der Doktorarbeit des Kl&#228;gers verlinkt ist.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_4\">4</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Im vorliegenden Verfahren wendet sich der Kl&#228;ger gegen im Internet ver&#246;ffentlichte &#196;u&#223;erungen des Beklagten, die sich kritisch &#252;ber die Dissertation des Kl&#228;gers verhalten.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_5\">5</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Das Landgericht hat dem Beklagten - soweit f&#252;r die Revisionsinstanz von Bedeutung - antragsgem&#228;&#223; unter Androhung n&#228;her bezeichneter Ordnungsmittel untersagt,</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">1. &#8230;</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\"/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">2. im Internet &#252;ber den Kl&#228;ger, dessen Dissertation oder &#252;ber das von ihm entwickelte Produkt \"R.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\" eine oder mehrere der im Folgenden zitierten &#196;u&#223;erungen zu machen, wie geschehen in Anlagen Ast 14 und 19:</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\"/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">\"Verwundern tut dabei, dass U.&#160;&#160; bei der Durchbiegungsberechnung auf Seite 91 offensichtlich die Zusammenh&#228;nge der Festigkeitslehre nicht beherrscht und deshalb auf eine Formelsammlung (Schneider-Bautabellen als Quelle) zur&#252;ckgreifen muss.\"</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\"/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">\"Es deutet alles darauf hin, dass U.&#160;&#160; nicht einmal die Mischungsberechnung selbst vorgenommen hat.\"</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\"/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">\"Dieser Fakt allein zeigt, dass U.&#160;&#160; in seiner Dissertation &#196;pfel mit Birnen vergleicht und nicht wissenschaftlich vorgeht.\"</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\"/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">\"Die verwendete Literatur beschr&#228;nkt sich im Wesentlichen auf deutsche Normen sowie auf Branchenfachb&#252;cher und in Branchenzeitschriften ver&#246;ffentlichte Fachartikel. Die zuvor genannte Literatur erf&#252;llt f&#252;r sich alleine schon keine wissenschaftlichen Standards, sondern ist nur als Fachinformation bzw. technische Ausf&#252;hrungsregel f&#252;r Ausf&#252;hrende und Planer geeignet. Auf Prim&#228;rliteratur mit wissenschaftlichem Hintergrund greift U.&#160;&#160; in seinen schriftlichen Arbeiten nicht erkennbar zur&#252;ck.\"</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\"/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">\"Die Arbeit erf&#252;llt sicher nicht die Anforderungen einer renommierten Hochschule an eine naturwissenschaftliche Dissertation. Es werden weder wissenschaftliche Methoden angewandt noch echte Forschungsfragen gestellt.\"</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\"/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">\"F&#252;r den Leser ergeben sich aus U.&#160;&#160;&#160;Arbeit keine neuen Erkenntnisse, Theorien, Modelle, Rechenverfahren etc., die f&#252;r die Fortschreibung der Wissenschaft von Nutzen w&#228;ren. Aber genau darin liegt der Anspruch an eine Doktorarbeit (Dissertation). Das einfache Anwenden zahlreicher normativer Pr&#252;fungen z&#228;hlt sicher nicht dazu! Die Dissertation soll der Fortentwicklung der Wissenschaft und nicht der <span style=\"text-decoration:underline\">ausschlie&#223;lichen</span> Selbstdarstellung dienen.\"</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_6\">6</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die dagegen gerichtete Berufung des Beklagten blieb ohne Erfolg. Mit der vom Senat zugelassenen Revision verfolgt der Beklagte seinen auf die Abweisung des Klageantrags 2 gerichteten Antrag weiter.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n      </div>\n   \n<h2>Entscheidungsgründe</h2>\n\n<div>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_7\">7</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>A. Das Berufungsgericht hat die Klage im Antrag 2 f&#252;r gem&#228;&#223; &#167;&#167;&#160;8, 3, 4 Nr.&#160;7 UWG begr&#252;ndet erachtet und hierzu ausgef&#252;hrt:</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_8\">8</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Zwischen den Parteien bestehe ein konkretes Wettbewerbsverh&#228;ltnis. Die beanstandete Ver&#246;ffentlichung stelle eine gesch&#228;ftliche Handlung des Beklagten dar. Die mit dem Klageantrag 2 beanstandeten &#196;u&#223;erungen seien zwar keine Schm&#228;hkritik. Sie &#252;berschritten aber im Kontext des streitgegenst&#228;ndlichen Internetauftritts die Grenze des Zul&#228;ssigen, weil sie den Kl&#228;ger pers&#246;nlich und fachlich diskreditierten. Die fachlichen &#196;u&#223;erungen des Beklagten in seinem Internetauftritt h&#228;tten lediglich fragmentarischen Charakter und k&#246;nnten daher das pauschale Werturteil &#252;ber den Kl&#228;ger und seine wissenschaftlichen Anspr&#252;che nicht rechtfertigen. Auf die von dem Beklagten vorgelegten Stellungnahmen von Baufachleuten komme es nicht an, weil es vorliegend nicht darum gehe, ob die wissenschaftliche Arbeit des Kl&#228;gers den einschl&#228;gigen Vorgaben gen&#252;ge, sondern ausschlie&#223;lich darum, ob der Beklagte die Grenzen einer zul&#228;ssigen kritischen Auseinandersetzung mit dem Kl&#228;ger und seiner Dissertation eingehalten habe.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_9\">9</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>B. Diese Beurteilung h&#228;lt der rechtlichen Nachpr&#252;fung nur teilweise stand. Das Berufungsgericht hat mit Recht angenommen, dass die angegriffenen &#196;u&#223;erungen gesch&#228;ftliche Handlungen im Sinne des &#167; 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG darstellen (dazu B I) und die Parteien Mitbewerber im Sinne des &#167; 2 Abs.&#160;1 Nr. 3 UWG sind (dazu B II). Die Beurteilung des Berufungsgerichts, die angegriffenen &#196;u&#223;erungen verstie&#223;en gegen &#167; 4 Nr. 7 UWG aF, h&#228;lt nur hinsichtlich der ersten und letzten und nicht der &#252;brigen im Antrag genannten &#196;u&#223;erungen der rechtlichen Nachpr&#252;fung stand (dazu B III). Die erste und letzte der im Antrag genannten &#196;u&#223;erungen erweisen sich auch nach der Vorschrift des &#167; 4 Nr. 1 UWG als rechtswidrig, die im Zeitpunkt der Revisionsentscheidung an die Stelle des &#167; 4 Nr. 7 UWG aF getretenen ist (dazu B IV).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_10\">10</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>I. Das Berufungsgericht hat mit Recht angenommen, die angegriffenen &#196;u&#223;erungen des Beklagten im Internet stellten gesch&#228;ftliche Handlungen im Sinne des &#167; 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG dar.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_11\">11</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>1. Nach &#167; 2 Abs. 1 Nr. 1 UWG bedeutet \"gesch&#228;ftliche Handlung\" im Sinne dieses Gesetzes jedes Verhalten einer Person zugunsten des eigenen oder eines fremden Unternehmens, das mit der F&#246;rderung des Absatzes oder des Bezugs von Waren oder Dienstleistungen oder mit dem Abschluss oder der Durchf&#252;hrung eines Vertrags &#252;ber Waren oder Dienstleistungen objektiv zusammenh&#228;ngt. Bei einem redaktionellen Beitrag ist ein objektiver Zusammenhang mit der F&#246;rderung des Absatzes eines fremden Unternehmens zu verneinen, wenn er allein der Information und Meinungsbildung seiner Adressaten dient (vgl. Begr&#252;ndung des Regierungsentwurfs des Ersten Gesetzes zur &#196;nderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb, BT-Drucks. 16/10145, S. 40; BGH, Urteil vom 19. Mai 2011 - I ZR 147/09, GRUR 2012, 74 Rn. 15 = WRP 2012, 77 - Coaching-Newsletter; K&#246;hler in K&#246;hler/Bornkamm, UWG, 33.&#160;Aufl., &#167; 2 Rn. 67).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_12\">12</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>2. Von einer ausschlie&#223;lich informativen und meinungsbildenden Zielsetzung kann im Streitfall nicht ausgegangen werden. Das Berufungsgericht hat -&#160;von der Revision nicht angegriffen&#160;- festgestellt, dass die Internet-Ver&#246;ffentlichung des Beklagten auch darauf abzielt, die eigene Reputation und Wettbewerbsstellung als Sachverst&#228;ndiger zum Nachteil des Kl&#228;gers zu verbessern.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_13\">13</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>II. Das Berufungsgericht hat weiter mit Recht angenommen, die Parteien seien Mitbewerber im Sinne des &#167; 2 Abs. 1 Nr. 3 UWG.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_14\">14</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>1. \"Mitbewerber\" im Sinne des &#167; 2 Abs. 1 Nr. 3 UWG ist jeder Unternehmer, der mit einem oder mehreren Unternehmern als Anbieter oder Nachfrager von Waren oder Dienstleistungen in einem konkreten Wettbewerbsverh&#228;ltnis steht. Ein konkretes Wettbewerbsverh&#228;ltnis im Sinne des &#167; 2 Abs. 1 Nr. 3 UWG besteht, wenn beide Parteien gleichartige Waren oder Dienstleistungen innerhalb desselben Endverbraucherkreises abzusetzen versuchen mit der Folge, dass das konkret beanstandete Wettbewerbsverhalten des einen Wettbewerbers den anderen beeintr&#228;chtigen, das hei&#223;t im Absatz behindern oder st&#246;ren kann (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteil vom 21.&#160;Februar 2002 - I ZR 281/99, GRUR 2002, 902, 903 = WRP 2002, 1050 - Vanity-Nummer; Urteil vom 20. Mai 2009&#160;-&#160;I ZR 218/07, GRUR 2009, 980 Rn. 9 = WRP 2009, 1246 - E-Mail-Werbung II; Urteil vom 17. Oktober 2013 - I ZR 173/12, GRUR 2014, 573 Rn. 15 = WRP 2014, 552 - Werbung f&#252;r Fremdprodukte; Urteil vom 10. April 2014 - I ZR 43/13, GRUR 2014, 1114 = WRP 2014, 1307 Rn. 24 - nickelfrei).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_15\">15</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>2. Das Berufungsgericht hat danach zu Recht angenommen, dass die Parteien als Sachverst&#228;ndige im Bereich der Estrichbranche Mitbewerber im Sinne des &#167; 2 Abs. 1 Nr. 3 UWG sind. Hiergegen wendet sich die Revision auch nicht.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_16\">16</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>III. Die Revision hat teilweise Erfolg, soweit sie sich gegen die Beurteilung des Berufungsgerichts richtet, s&#228;mtliche angegriffenen &#196;u&#223;erungen verstie&#223;en gegen &#167; 4 Nr. 7 UWG aF. Eine unlautere Herabsetzung des Kl&#228;gers beinhalten nur die erste und letzte, nicht aber die &#252;brigen angegriffenen &#196;u&#223;erungen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_17\">17</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>1. Nach &#167; 4 Nr. 7 UWG aF handelt unlauter, wer die Kennzeichen, Waren, Dienstleistungen, T&#228;tigkeiten oder pers&#246;nlichen oder gesch&#228;ftlichen Verh&#228;ltnisse eines Mitbewerbers herabsetzt oder verunglimpft.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_18\">18</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Die Vorschrift des &#167; 4 Nr. 7 UWG aF wird im Streitfall nicht durch die Unionsrecht umsetzende und daher in ihrem Anwendungsbereich vorrangig anzuwendende Bestimmung des &#167; 6 Abs. 2 Nr. 5 UWG ausgeschlossen. Es handelt sich vorliegend nicht um vergleichende Werbung im Sinne des &#167; 6 Abs.&#160;1 und 2 Nr. 5 UWG, weil es an der f&#252;r eine vergleichende Werbung erforderlichen Bezugnahme auf die eigenen Dienstleistungen des Beklagten fehlt. Die Voraussetzungen f&#252;r einen Werbevergleich sind grunds&#228;tzlich noch nicht erf&#252;llt, wenn eine Werbeaussage so allgemein gehalten ist, dass sich den angesprochenen Verkehrskreisen keine Bezugnahme auf den Werbenden aufdr&#228;ngt, sondern sich ein solcher Bezug nur reflexartig daraus ergibt, dass mit jeder Kritik an Mitbewerbern in der Regel unausgesprochen zum Ausdruck gebracht wird, dass diese Kritik den Werbenden selbst nicht trifft (BGH, Urteil vom 21.&#160;Juni 2001 -&#160;I&#160;ZR 69/99, GRUR 2002, 75, 76 = WRP 2001, 1291 - \"SOOOO&#8230;BILLIG?\"; BGH, GRUR 2012, 74 Rn. 19&#160;-&#160;Coaching-Newsletter mwN).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_19\">19</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) \"Herabsetzung\" im Sinne des &#167; 4 Nr. 7 UWG aF ist die sachlich nicht gerechtfertigte Verringerung der Wertsch&#228;tzung des Mitbewerbers mittels eines abtr&#228;glichen Werturteils oder einer abtr&#228;glichen wahren oder unwahren Tatsachenbehauptung; \"Verunglimpfung\" ist eine gesteigerte Form der Herabsetzung, die darin besteht, den Mitbewerber ohne sachliche Grundlage ver&#228;chtlich zu machen (vgl. K&#246;hler in K&#246;hler/Bornkamm aaO &#167;&#160;4 Rn.&#160;7.12; M&#252;nchKomm.UWG/J&#228;nich, 2. Aufl., &#167; 4 Nr. 7 Rn. 33). Die Beurteilung der Frage, ob eine Werbeaussage eines Wettbewerbers einen Mitbewerber herabsetzt, erfordert eine Gesamtw&#252;rdigung, die die Umst&#228;nde des Einzelfalls wie insbesondere den Inhalt und die Form der &#196;u&#223;erung, ihren Anlass, den Zusammenhang, in dem sie erfolgt ist, sowie die Verst&#228;ndnism&#246;glichkeit des angesprochenen Verkehrs ber&#252;cksichtigt. Dabei kommt es ma&#223;geblich auf die Sicht des durchschnittlich informierten und verst&#228;ndigen Adressaten der Werbung an (vgl. BGH, GRUR 2012, 74 Rn. 22&#160;-&#160;Coaching-Newsletter mwN). F&#252;r die Bewertung ma&#223;geblich ist daher der Sinngehalt der &#196;u&#223;erung, wie sie vom angesprochenen Verkehr verstanden wird.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_20\">20</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>2. Erfolglos wendet sich die Revision gegen die Beurteilung des Berufungsgerichts, die nachfolgende &#196;u&#223;erung stelle eine gegen &#167; 4 Nr. 7 UWG aF versto&#223;ende Herabsetzung des Kl&#228;gers dar:</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">Verwundern tut dabei, dass U.&#160;&#160; bei der Durchbiegungsberechnung auf Seite&#160;91 offensichtlich die Zusammenh&#228;nge der Festigkeitslehre nicht beherrscht und deshalb auf eine Formelsammlung (Schneider-Bautabellen als Quelle) zur&#252;ckgreifen muss.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_21\">21</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Das Berufungsgericht hat angenommen, diese &#196;u&#223;erung setze den Kl&#228;ger herab, weil der Beklagte nach dem Verst&#228;ndnis des angesprochenen Verkehrs - Baufachleuten und Unternehmen aus dem Bereich der Estrichbranche - damit dem Kl&#228;ger abspreche, elementare Fachkenntnisse seines Handwerks zu besitzen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_22\">22</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Ermittlung des Aussagegehalts durch das Berufungsgericht begegnet keinen rechtlichen Bedenken; die Revision greift sie auch nicht an. Es ist nicht zu beanstanden, dass das Berufungsgericht das Verkehrsverst&#228;ndnis aus eigener Sachkunde beurteilt hat, auch wenn seine Mitglieder nicht dem angesprochenen Verkehrskreis angeh&#246;ren. Es ist nicht ersichtlich, dass die Adressaten zum Verst&#228;ndnis der angegriffenen &#196;u&#223;erung &#252;ber besondere Kenntnisse oder Erfahrungen verf&#252;gen m&#252;ssten (vgl. BGH, Urteil vom 2.&#160;Oktober 2003 - I ZR 150/01, BGHZ 156, 250, 255 - Marktf&#252;hrerschaft; Urteil vom 18. September 2014 - I ZR 34/12, GRUR 2014 1211 Rn. 20 = WRP 2014, 1447 - Runes of Magic II).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_23\">23</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Revision r&#252;gt ohne Erfolg, das Berufungsgericht habe der Qualifikation der &#196;u&#223;erung als herabsetzend keinen objektiven Ma&#223;stab zugrunde gelegt. Der Subsumtion des Berufungsgerichts liegt ein zutreffendes Verst&#228;ndnis des Begriffs der herabsetzenden &#196;u&#223;erung zugrunde.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_24\">24</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Die Annahme, es handele sich im Streitfall um eine zu unterlassende herabw&#252;rdigende &#196;u&#223;erung &#252;ber einen Mitbewerber nach &#167; 4 Nr.&#160;7 UWG aF, verletzt den Beklagten nicht in seiner Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit gem&#228;&#223; Art. 5 Abs. 1 GG.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_25\">25</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>aa) Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG sch&#252;tzt die Freiheit der Meinungs&#228;u&#223;erung und Meinungsverbreitung. Das Grundrecht der Meinungsfreiheit erfasst kommerzielle Meinungs&#228;u&#223;erungen ebenso wie reine Wirtschaftswerbung mit wertendem, meinungsbildendem Inhalt (BVerfGE 102, 347, 359). Die Behauptung wahrer Tatsachen f&#228;llt in den Schutzbereich des Art.&#160;5 Abs. 1 GG, soweit sie Voraussetzung f&#252;r die Meinungsbildung ist (vgl. BVerfGE 85, 1, 15). Stets nach &#167; 4 Nr. 7 UWG aF unzul&#228;ssig ist dagegen die Behauptung von den Mitbewerber herabsetzenden Tatsachen, die bewusst unwahr sind oder deren Unwahrheit im Zeitpunkt der &#196;u&#223;erung unzweifelhaft feststeht und die deshalb nicht mehr von der Meinungs- und Pressefreiheit des Art. 5 Abs. 1 GG erfasst werden (vgl. BVerfG, NJW 1999, 1322, 1324; NJW-RR 2010, 470 Rn. 62).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_26\">26</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>bb) Der Anwendung des Art. 5 Abs. 1 GG steht im Streitfall nicht entgegen, dass bei der Auslegung des der Umsetzung von Richtlinien des Unionsrechts dienenden nationalen Rechts nach Art. 51 Abs. 1 Satz 2 der Charta der Grundrechte der Europ&#228;ischen Union (EU-Grundrechtecharta) die dort niedergelegten Grundrechte zu beachten sind und daher, soweit die Freiheit der Meinungs&#228;u&#223;erung und Berichterstattung in Rede steht, vorrangig die insoweit einschl&#228;gige Regelung in Art. 11 Abs. 1 und 2 EU-Grundrechtecharta anzuwenden ist (vgl. EuGH, Urteil vom 20.&#160;Mai 2003 -&#160;C465/00, C138/01 und C139/01, Slg. 2003, I-4989 =&#160;EuGRZ 2003, 232, Rn.&#160;68 &#160;Rechnungshof/&#8203;&#214;sterreichischer Rundfunk u.a.; BGH, Urteil vom 14. Oktober 2010 - I ZR 191/08, BGHZ 187, 240 Rn. 20 - AnyDVD, mwN). Die Bestimmung des &#167; 4 Nr. 7 UWG aF bezweckt nicht den Schutz der Verbraucher, sondern dient in erster Linie dem Schutz des betroffenen Mitbewerbers. Sie setzt daher weder die Richtlinie 2005/29/EG &#252;ber unlautere Gesch&#228;ftspraktiken noch eine andere Richtlinie des Unionsrechts in das deutsche Recht um (vgl. BGH, GRUR 2012, 74 Rn. 28 - Coaching-Newsletter; K&#246;hler in K&#246;hler/Bornkamm aaO &#167; 4 Rn. 7.2; M&#252;nchKomm.UWG/J&#228;nich aaO &#167;&#160;4 Nr. 7 Rn. 12a; Ohly in Ohly/Sosnitza, UWG, 6.&#160;Aufl., &#167; 4 Rn. 7/2; M&#252;ller-Bidinger in Ullmann, jurisPK-UWG, 3.&#160;Aufl., &#167; 4 Nr. 7 Rn. 6).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_27\">27</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>cc) Das Berufungsgericht ist ohne n&#228;here Begr&#252;ndung davon ausgegangen, dass es sich bei der streitgegenst&#228;ndlichen Aussage um eine Meinungs&#228;u&#223;erung handelt. Dies h&#228;lt der rechtlichen Nachpr&#252;fung stand.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_28\">28</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>(1) Tatsachen sind Vorg&#228;nge oder Zust&#228;nde, deren Vorliegen dem Wahrheitsbeweis zug&#228;nglich ist. Werturteile sind hingegen durch das Element des Wertens, Meinens und Daf&#252;rhaltens gekennzeichnet. Die Einstufung einer &#196;u&#223;erung bestimmt sich danach, wie der angesprochene Verkehr sie nach Form und Inhalt in ihrem Gesamtzusammenhang versteht (vgl. BGH, Urteil vom 22. Oktober 1987&#160;-&#160;I ZR 247/85, GRUR 1988, 402, 403 = WRP 1988, 358&#160;&#160;Mit Verlogenheit zum Geld; Urteil vom 27. Juni 2002 - I ZR 103/00, GRUR 2003, 436, 438 = WRP 2003, 384 - Feldenkrais; Urteil vom 14.&#160;Mai 2009 -&#160;I&#160;ZR&#160;82/07, GRUR 2009, 1186 Rn.&#160;15 = WRP 2009, 1505 &#160;Mecklenburger Obstbr&#228;nde mwN). Vermengt eine &#196;u&#223;erung Tatsachen und Meinungen, so kommt es f&#252;r die Anwendung des Art.&#160;5 Abs.&#160;1 Satz&#160;1 GG darauf an, ob sie durch die Elemente der Stellungnahme, des Daf&#252;rhaltens oder Meinens gepr&#228;gt wird. Im Falle einer solcherma&#223;en engen Verkn&#252;pfung von Tatsachenbehauptung und Bewertung darf der Grundrechtsschutz nicht dadurch verk&#252;rzt werden, dass ein tats&#228;chliches Element aus dem Zusammenhang gerissen und isoliert betrachtet wird oder durch die Trennung der tats&#228;chlichen und der wertenden Bestandteile einer &#196;u&#223;erung ihr Sinn verf&#228;lscht wird (BVerfGE 85, 1, 15&#160;f.; BVerfGK 7, 1, juris-Rn.&#160;28; BVerfG, ZUM 2013, 793 Rn. 18; BGH, Urteil vom 28.&#160;Juni 1994 -&#160;VI ZR 252/93, GRUR 1994, 915, 916 f.).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_29\">29</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Ob der Tatrichter unter Ber&#252;cksichtigung dieser Grunds&#228;tze den Aussagegehalt einer beanstandeten &#196;u&#223;erung zutreffend erfasst und rechtlich einwandfrei zwischen Tatsachenbehauptung und Werturteilen unterschieden hat, unterliegt der revisionsrechtlichen Nachpr&#252;fung (BGH, Urteil vom 30.&#160;Januar 1996&#160;-&#160;VI ZR 386/94, BGHZ 132, 13, 21; BGH, GRUR 2009, 1186 Rn. 15 -&#160;Mecklenburger Obstbr&#228;nde).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_30\">30</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>(2) Die Aussage, der Kl&#228;ger beherrsche offenbar die Zusammenh&#228;nge der Festigkeitslehre nicht und m&#252;sse deshalb auf eine Formelsammlung (Schneider-Bautabellen als Quelle) zur&#252;ckgreifen, mit der besagt wird, der Kl&#228;ger verf&#252;ge nicht &#252;ber elementare Grundkenntnisse seines Handwerks (s.o. Rn.&#160;20&#160;f.), stellt eine Meinungs&#228;u&#223;erung dar, auch wenn das Fehlen solcher Grundkenntnisse grunds&#228;tzlich einen dem Wahrheitsbeweis zug&#228;nglichen Umstand beschreibt. In der Aussage geht zwar die Mitteilung, der Kl&#228;ger beherrsche die Zusammenh&#228;nge der Festigkeitslehre nicht, dem faktischen Umstand der Benutzung der Bautabellen als Quelle voran, der mit der Konjunktion \"deshalb\" eingeleitet und vom Sprachsinn her als Begr&#252;ndung angegeben wird. Nach dem Kontext der &#196;u&#223;erung im Rahmen einer kritischen Auseinandersetzung mit der Dissertation des Kl&#228;gers handelt es sich jedoch um die Wertung, dass die Verwendung der Bautabellen die fehlende fachliche Kompetenz des Kl&#228;gers nahelege. Der den Kl&#228;ger pers&#246;nlich abwertende Gehalt der &#196;u&#223;erung l&#228;sst die mitgeteilten tats&#228;chlichen Umst&#228;nde in den Hintergrund treten.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_31\">31</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>dd) Das Grundrecht der Meinungs- und Pressefreiheit nach Art. 5 Abs. 1 GG findet gem&#228;&#223; Art. 5 Abs. 2 GG seine Schranke in den allgemeinen Gesetzen. Zu ihnen geh&#246;rt auch die lauterkeitsrechtliche Bestimmung des &#167; 4 Nr. 7 UWG aF, die ihrerseits allerdings im Licht der Bedeutung des Art. 5 Abs. 1 GG auszulegen und daher in ihrer dieses Grundrecht beschr&#228;nkenden Wirkung selbst einzuschr&#228;nken ist (vgl. BVerfG, GRUR 2008, 81, 82 [zu &#167;&#167; 1, 2 Abs. 2 Nr. 5 UWG aF]; BGH, Urteil vom 19. Juni 1997 - I ZR 16/95, BGHZ 136, 111, 122 - Kaffeebohne; BGH, GRUR 2012, 74 Rn. 31 - Coaching-Newsletter). Wegen des zudem nach Art. 12 und Art.&#160;2 Abs.&#160;1 in Verbindung mit Art.&#160;1 Abs.&#160;1 GG gebotenen Schutzes des Gesch&#228;ftsrufs des Betroffenen bedarf es regelm&#228;&#223;ig einer Abw&#228;gung der widerstreitenden Interessen unter Ber&#252;cksichtigung aller relevanten Umst&#228;nde des Einzelfalls (vgl. BGH, GRUR 2012, 74 Rn. 31 -&#160;Coaching-Newsletter).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_32\">32</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>ee) Auch wenn die Voraussetzungen einer stets unzul&#228;ssigen Schm&#228;hkritik - wie das Berufungsgericht zutreffend angenommen hat - im Streitfall nicht vorliegen, f&#252;hrt die gebotene Abw&#228;gung dazu, dass die beanstandete &#196;u&#223;erung des Beklagten als eine nach &#167; 4 Nr. 7 UWG aF unzul&#228;ssige Herabsetzung des Kl&#228;gers einzustufen ist.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_33\">33</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>(1) Ist eine Schm&#228;hkritik zu verneinen, kann sich die lauterkeitsrechtliche Unzul&#228;ssigkeit einer &#196;u&#223;erung &#252;ber einen Mitbewerber aufgrund einer umfassenden Interessenabw&#228;gung ergeben. Erforderlich ist insofern eine Gesamtw&#252;rdigung, bei der alle Umst&#228;nde des Einzelfalls zu ber&#252;cksichtigen und die Interessen der Parteien und der Allgemeinheit im Licht der Bedeutung des Grundrechts unter Beachtung des Grundsatzes der Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit gegeneinander abzuw&#228;gen sind (vgl. BGH, GRUR 2012, 74 Rn. 33 - Coaching-Newsletter; K&#246;hler in K&#246;hler/Bornkamm aaO &#167; 4 Rn. 7.21; Dittmer in B&#252;scher/Dittmer/Schiwy, Gewerblicher Rechtsschutz Urheberrecht Medienrecht, 3. Aufl., &#167; 4 Nr. 7 UWG Rn. 19). Ein beeintr&#228;chtigendes Werturteil kann daher umso eher zul&#228;ssig sein, je n&#252;tzlicher die Information f&#252;r die Adressaten ist oder je mehr aus anderen Gr&#252;nden ein berechtigtes Informationsinteresse oder hinreichender Anlass f&#252;r die Kritik besteht und je sachlicher die Kritik pr&#228;sentiert wird (Dittmer in B&#252;scher/Dittmer/Schiwy aaO &#167; 4 Nr. 7 Rn. 19). Weiterhin von Bedeutung ist das Ma&#223; an Herabsetzung, das mit der &#196;u&#223;erung einhergeht (vgl. Ohly in Ohly/Sosnitza aaO Rn. 7/18). Bei der Gewichtung der Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit gegen&#252;ber anderen Grundrechtspositionen ist zudem zu ber&#252;cksichtigen, ob vom Grundrecht der Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit im Rahmen einer privaten Auseinandersetzung zur Verfolgung von Eigeninteressen oder im Zusammenhang mit einer die &#214;ffentlichkeit wesentlich ber&#252;hrenden Frage Gebrauch gemacht wird. Je mehr das Interesse des sich &#196;u&#223;ernden auf politische, wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Belange der Allgemeinheit gerichtet ist, desto eher ist seine &#196;u&#223;erung in Abw&#228;gung mit anderen Belangen gerechtfertigt (BVerfG, GRUR 2008, 81, 83). Aus diesem Grund sind Meinungs&#228;u&#223;erungen, die zugleich wettbewerblichen Zwecken dienen, strenger zu bewerten als &#196;u&#223;erungen, die nicht den lauterkeitsrechtlichen Verhaltensanforderungen, sondern lediglich dem allgemeinen Deliktsrecht unterliegen (vgl. BGH, GRUR 2012, 74 Rn. 33 - Coaching-Newsletter).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_34\">34</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>(2) Die umfassende G&#252;ter- und Interessenabw&#228;gung f&#252;hrt im Streitfall dazu, dass die beanstandete &#196;u&#223;erung dem Beklagten als unlauter zu untersagen ist.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_35\">35</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Der Beklagte unterzieht in seinem Internet-Auftritt die Dissertation des Kl&#228;gers einer kritischen W&#252;rdigung. Die Dissertation befasst sich mit der Untersuchung und Entwicklung von Verfahren zur Herstellung extrem d&#252;nnschichtiger, schwimmender Baustellenestriche im Altbaubereich und vergleicht den von dem Kl&#228;ger entwickelten Estrich \"R.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\" mit einem Standardzementestrich. Das Berufungsgericht hat in diesem Zusammenhang zugunsten des Beklagten angenommen, dass die Dissertation des Kl&#228;gers weit mehr als andere wissenschaftliche Arbeiten wettbewerbsrelevant sei, weil dieser unternehmerisch am Vertrieb des Produkts \"R.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;\" beteiligt sei und die Dissertation Vertriebsargumente wissenschaftlich untermauern k&#246;nne. Diese zutreffende Erw&#228;gung greift die Revision nicht an. Nicht zu beanstanden ist ferner die Annahme des Berufungsgerichts, dass wegen der fehlenden freien Verf&#252;gbarkeit der Dissertation die fachliche und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit ihr erschwert sei, so dass dem Beklagten zugebilligt werden m&#252;sse, im Rahmen einer fachlichen Auseinandersetzung die wissenschaftliche Legitimation der Produktwerbung zu hinterfragen. Es besteht damit ein Interesse der Fach&#246;ffentlichkeit an der kritischen W&#252;rdigung der Dissertation des Kl&#228;gers. Anderseits handelt auch der Beklagte nicht ausschlie&#223;lich aus fachlich-wissenschaftlicher Motivation, sondern seine Kritik an der Arbeit des Kl&#228;gers dient zugleich der Erlangung wettbewerblicher Vorteile gegen&#252;ber dem Kl&#228;ger. Der Beklagte unterliegt damit der die wettbewerbliche Auseinandersetzung st&#228;rker als das allgemeine Deliktsrecht beschr&#228;nkenden Vorschrift des &#167; 4 Nr.&#160;7 UWG aF.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_36\">36</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Vor diesem Hintergrund weist das Berufungsgericht zutreffend darauf hin, dass im Rahmen des Untersuchungszwecks die Feststellung des Beklagten ausreichend gewesen w&#228;re, die Verwendung von Bautabellen sei nicht sachgerecht oder entspreche nicht wissenschaftlichen Standards. &#214;ffentlich an einem Wettbewerber ge&#228;u&#223;erte Kritik muss sich nach Art und Ausma&#223; im Rahmen des Erforderlichen oder sachlich gebotenen halten (vgl. BGH, GRUR 2012, 74 Rn. 37 - Coaching-Newsletter; K&#246;hler in K&#246;hler/Bornkamm aaO &#167; 4 Rn. 7.21). Indem der Beklagte dem Kl&#228;ger aber durch die angegriffene &#196;u&#223;erung in abwertender Weise die fachliche Kompetenz abspricht, geht er, wie das Berufungsgericht weiter zutreffend ausgef&#252;hrt hat, &#252;ber eine kritische Auseinandersetzung mit der Dissertation des Kl&#228;gers hinaus und richtet sein Werturteil gegen den Kl&#228;ger pers&#246;nlich. Ohne Erfolg r&#252;gt die Revision in diesem Zusammenhang, die W&#252;rdigung des Berufungsgerichts sei widerspr&#252;chlich. Die M&#246;glichkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit der Dissertation vermag ihren Zweck auch ohne &#252;berschie&#223;ende, ins Pers&#246;nliche reichende Kritik zu erf&#252;llen. Aus diesem Grund stellt entgegen der Auffassung der Revision die Annahme des Berufungsgerichts, es fehle an einem hinreichenden Anlass f&#252;r ein solches Werturteil, ebenfalls keine zu beanstandende tatrichterliche W&#252;rdigung dar.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_37\">37</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Erfolglos bleibt auch die R&#252;ge der Revision, die angegriffene &#196;u&#223;erung &#252;bersteige nicht das zul&#228;ssige Ma&#223; einer scharfen und schonungslosen Auseinandersetzung. Im Rahmen der Abw&#228;gung der Grundrechtspositionen ist der Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit umso mehr Gewicht zuzubilligen, je st&#228;rker die &#196;u&#223;erung auf politische, wirtschaftliche, soziale oder kulturelle Belange der Allgemeinheit gerichtet ist (vgl. BVerfG, GRUR 2008, 81, 83). Vorliegend ist davon auszugehen, dass ein Interesse der Fach&#246;ffentlichkeit daran besteht, fachlich oder wissenschaftlich begr&#252;ndete Kritik an der Dissertation des Kl&#228;gers zu erfahren. In diesem Zusammenhang ist die W&#252;rdigung des Berufungsgerichts nicht zu beanstanden, die den Kl&#228;ger pers&#246;nlich herabsetzende Sch&#228;rfe der angegriffenen Formulierung sei auch unter Ber&#252;cksichtigung des Informationsinteresses der Fach&#246;ffentlichkeit nicht gerechtfertigt.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_38\">38</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Revision macht weiter ohne Erfolg geltend, das Berufungsgericht habe die vom Beklagten vorgelegten Stellungnahmen anerkannter Baufachleute nicht ber&#252;cksichtigt, die die sachliche Kritik an der fachlichen und wissenschaftlichen Leistung des Kl&#228;gers st&#252;tzten. Die angegriffene &#196;u&#223;erung ist nicht deshalb herabsetzend, weil sie die Dissertation des Kl&#228;gers in unzutreffender Weise unter fachlich-wissenschaftlichen Aspekten in Zweifel zieht, sondern weil sie den Kl&#228;ger pers&#246;nlich als fachlich inkompetent herabw&#252;rdigt, ohne dass dies f&#252;r eine kritische Auseinandersetzung mit der Dissertation erforderlich w&#228;re.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_39\">39</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die W&#252;rdigung durch das Berufungsgericht ist schlie&#223;lich entgegen der Auffassung der Revision auch nicht deshalb widerspr&#252;chlich, weil das Berufungsgericht die angegriffene &#196;u&#223;erung nicht als unzul&#228;ssige Schm&#228;hkritik eingeordnet, sie aber als den Kl&#228;ger pers&#246;nlich diskreditierend angesehen hat. Die Annahme, eine &#196;u&#223;erung stelle zwar keine Schm&#228;hkritik dar, sie habe aber sehr wohl einen &#252;ber die sachliche Aussage hinausgehenden, den Betroffenen pers&#246;nlich diskreditierenden Gehalt, ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_40\">40</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>3. Mit Erfolg wendet sich die Revision gegen die Beurteilung des Berufungsgerichts, die nachstehende &#196;u&#223;erung versto&#223;e gleichfalls gegen &#167; 4 Nr. 7 UWG aF:</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">Es deutet alles darauf hin, dass U.&#160;&#160; nicht einmal die Mischungsberechnung selbst vorgenommen hat.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_41\">41</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Das Berufungsgericht hat angenommen, diese &#196;u&#223;erung beinhalte ein den Kl&#228;ger herabsetzendes Werturteil, weil der Beklagte hiermit dem Kl&#228;ger ebenfalls die fachliche Qualifikation abspreche. Auch diese Aussage gehe entschieden &#252;ber das erforderliche Ma&#223; einer fachlichen Auseinandersetzung mit der Arbeit des Kl&#228;gers hinaus.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_42\">42</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Diese Beurteilung h&#228;lt der rechtlichen Nachpr&#252;fung nicht stand.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_43\">43</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>aa) Ohne Rechtsfehler hat das Berufungsgericht allerdings die angegriffene &#196;u&#223;erung nicht als Tatsachenbehauptung, sondern als Werturteil eingeordnet.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_44\">44</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Zwar ist die Frage, ob der Kl&#228;ger die in der Dissertation auf Seite 77 angegebene Mischungsberechnung selbst vorgenommen hat, ein dem Wahrheitsbeweis zug&#228;nglicher Umstand. Im Zusammenhang der angegriffenen &#196;u&#223;erung f&#252;hrt der Beklagte aus, dass der Kl&#228;ger auf Seite 77 der Dissertation die Zusammensetzung der Mischungen der zweiten Versuchsreihe angebe. Dabei gebe der Kl&#228;ger als Quelle an, dass der \"Mischungsrechner\" von Herrn Prof. M.&#160;S. entworfen worden sei, und f&#252;hre weiter aus, die Tabelle selbst stamme von ihm, dem Kl&#228;ger. Dann folgt die angegriffene &#196;u&#223;erung \"Es deutet alles darauf hin, dass U.&#160;&#160; nicht einmal die Mischungsberechnung selbst vorgenommen hat\". Unterhalb dieser Ausf&#252;hrungen ist Seite 77 der Dissertation eingeblendet, auf der eine mit der Bezeichnung \"table 5: Mix proportion of the first experimental series\" versehene Tabelle abgebildet ist. In der an der Bezeichnung angebrachten Fu&#223;note hei&#223;t es: \"Mix proportions calculator designed by Prof. M.&#160;S., Fachhochschule A.&#160;&#160; ; (11/02/2008)/Table by A.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;U.&#160;&#160; \". Die angegriffene &#196;u&#223;erung bezieht sich mithin auf die Umst&#228;nde, dass Grundlage des auf Seite 77 der Dissertation abgebildeten \"table 5\" der von Prof. M. S. entwickelte \"Mischungsrechner\" sei und dass die Quellenangabe darauf hindeute, der Kl&#228;ger habe lediglich die Tabelle erstellt und nicht die darin festgehaltenen Berechnungen selbst vorgenommen. Die Formulierung \"Alles deutet darauf hin\" verleiht der Aussage den Charakter eines Verdachts oder einer Vermutung.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_45\">45</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Allerdings wird dieser Tatsachenkern durch die abwertende Formulierung &#252;berlagert, der Kl&#228;ger habe \"nicht einmal\" die Mischungsberechnungen selbst vorgenommen. Hier bringt der Beklagte seine Missbilligung des von ihm vermuteten Sachverhalts zum Ausdruck, dass der Kl&#228;ger nicht nur den \"Mischungsrechner\", sondern zugleich die Rechenergebnisse von Prof. M. S. &#252;bernommen habe. Es handelt sich hier um eine so enge Verkn&#252;pfung von Tatsachenbehauptung und Bewertung, dass der Schutz des Art. 5 Abs. 1 GG nicht dadurch verk&#252;rzt werden darf, dass ein tats&#228;chliches Element aus dem Zusammenhang gerissen und isoliert betrachtet wird oder durch die Trennung der tats&#228;chlichen und der wertenden Bestandteile einer &#196;u&#223;erung ihr Sinn verf&#228;lscht wird (BVerfGE 85, 1, 15&#160;f.; BVerfGK 7, 1, juris-Rn.&#160;28; BVerfG, ZUM 2013, 793 Rn.&#160;18; BGH, Urteil vom 28.&#160;Juni 1994 - VI ZR 252/93, GRUR 1994, 915, 916&#160;f.).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_46\">46</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts beinhaltet diese Bewertung aber nicht zugleich die pauschale Abwertung der generellen fachlichen Qualifikation des Kl&#228;gers. Insoweit ist angesichts der spezifischen Bezugnahme auf die Frage, wer die Berechnungen auf Seite 77 der Dissertation vorgenommen habe, ein dar&#252;ber hinausgehender Gehalt nicht hinreichend deutlich. Die Kritik bezieht sich hier auf einen unmittelbar an den Inhalt der Dissertation - die nicht eindeutige Quellenangabe auf Seite 77 - ankn&#252;pfenden Verdacht und nicht allgemein auf die Person des Kl&#228;gers.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_47\">47</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>bb) Die im Rahmen des &#167; 4 Nr. 7 UWG aF vorzunehmende Gesamtabw&#228;gung, die den vorstehend bereits dargestellten Grunds&#228;tzen folgt (oben Rn.&#160;19), f&#252;hrt zu dem Ergebnis, dass die im vorstehenden Sinn verstandene &#196;u&#223;erung keine unlautere Herabsetzung des Kl&#228;gers ist.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_48\">48</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die angegriffene &#196;u&#223;erung ist zwar geeignet, sich nachteilig auf die Wertsch&#228;tzung des Kl&#228;gers auszuwirken, weil sie den Verdacht beinhaltet, er habe in seiner Dissertation angef&#252;hrte Ergebnisse nicht selbst berechnet. Die nachteilige Wirkung der &#196;u&#223;erung folgt zum einen aus dem bezeichneten Tatsachenkern selbst, zum anderen aus dem abwertenden Gehalt, den der Beklagte der &#196;u&#223;erung durch seine Wortwahl (\"nicht einmal\") verliehen hat.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_49\">49</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Allerdings h&#228;lt sich die &#196;u&#223;erung gerade noch innerhalb des vom Grundrecht der Meinungs&#228;u&#223;erung erfassten Zwecks, sich mit der Dissertation des Kl&#228;gers &#246;ffentlich aus fachlich-wissenschaftlicher Sicht kritisch auseinanderzusetzen. Die Frage, ob nicht nur ein Berechnungsmodus (\"Mischungsrechner\"), sondern auch konkret genannte Mischungsberechnungen von einem Dritten &#252;bernommen oder vom Autor der Doktorarbeit selbst vorgenommen worden sind, hat f&#252;r die W&#252;rdigung der Dissertation unmittelbare Bedeutung, weil die korrekte Zuweisung der Autorenschaft ein Gebot seri&#246;sen wissenschaftlichen Vorgehens ist. Angesichts des Umstands, dass die in der Fu&#223;note gegebene Quellenangabe insoweit nicht eindeutig ist, weil die Zuordnung der Berechnungsergebnisse aus ihr nicht klar hervorgeht, besteht auch ein Anlass, die von dem Beklagten thematisierte Frage &#246;ffentlich aufzuwerfen. Der Fu&#223;note ist nicht hinreichend klar zu entnehmen, ob die Zusammenstellung der genannten Berechnungsergebnisse bereits dem &#252;bernommenen \"Mischungsrechner\" (\"Mix proportions calculator designed by Prof. M. S.\") entstammen und sich die von dem Kl&#228;ger in Anspruch genommene Leistung (\"Table by A.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;U.&#160;&#160;&#160;\") lediglich auf deren &#220;bertragung in die abgedruckte Tabelle bezieht. Soweit deshalb die &#196;u&#223;erung mit dem Verdacht, die Berechnungen stammten nicht vom Kl&#228;ger, einen Tatsachenkern enth&#228;lt, so hat der Kl&#228;ger dies angesichts der Unklarheiten in der Quellenangabe hinzunehmen. Dies gilt auch deshalb, weil der Beklagte an anderer Stelle seines Internetauftritts darauf hinweist, dass s&#228;mtliche Laborpr&#252;fungen an der Fachhochschule Augsburg von Prof. M.&#160;S. oder einem seiner Mitarbeiter, also nicht vom Kl&#228;ger selbst, vorgenommen worden seien.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_50\">50</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Aufgrund des Umstands, dass die Dissertation des Kl&#228;gers geeignet ist, den Vertrieb seines in der Arbeit namentlich genannten Produkts mit wissenschaftlichen Argumenten zu untermauern und somit eine gewisse Vertriebsn&#228;he aufweist, muss der Kl&#228;ger es sich gefallen lassen, wenn seine Arbeit im Wettbewerb kritisch gew&#252;rdigt wird. Soweit die Kritik geeignet ist, Unklarheiten aufzuzeigen, hat die angesprochene Fach&#246;ffentlichkeit ein Interesse, hierauf deutlich hingewiesen zu werden. Der leicht &#252;berschie&#223;ende, unsachlich-missbilligende Ton der &#196;u&#223;erung rechtfertigt es noch nicht, die Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit des Beklagten (Art. 5 Abs. 1 GG) hinter dem Grundrecht des Kl&#228;gers auf Schutz seines gesch&#228;ftlichen Rufs (Art. 2 Abs. 1, 12 Abs.1 GG) zur&#252;cktreten zu lassen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_51\">51</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>4. Mit Erfolg wendet sich die Revision auch gegen die Beurteilung des Berufungsgerichts, die folgende &#196;u&#223;erung versto&#223;e gleichfalls gegen &#167; 4 Nr. 7 UWG aF:</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">Dieser Fakt allein zeigt, dass U.&#160;&#160; in seiner Dissertation &#196;pfel mit Birnen vergleicht und nicht wissenschaftlich vorgeht.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_52\">52</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Das Berufungsgericht hat angenommen, diese &#196;u&#223;erung beinhalte ein den Kl&#228;ger herabsetzendes Werturteil, weil der Beklagte hier ohne vertiefte Begr&#252;ndung einen Gesichtspunkt der Doktorarbeit herausgreife und als Anlass f&#252;r ein pauschales Werturteil nehme, das nicht nur die Qualit&#228;t der Dissertation selbst, sondern vor allem ihren Urheber herabw&#252;rdige.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_53\">53</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Diese Beurteilung h&#228;lt der rechtlichen Nachpr&#252;fung nicht stand.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_54\">54</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>aa) Ohne Rechtsfehler hat das Berufungsgericht die angegriffene &#196;u&#223;erung zwar als Werturteil eingeordnet. Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts richtet sich diese &#196;u&#223;erung aber nicht vor allem gegen den Kl&#228;ger pers&#246;nlich, sondern formuliert plastisch die auf den Inhalt der Dissertation bezogene Kritik, es w&#252;rden zwei nicht vergleichbare Gegenst&#228;nde verglichen, und kn&#252;pft hieran die Bewertung unwissenschaftlichen Vorgehens. Die ausdr&#252;ckliche Nennung des Autors &#228;ndert diese inhaltliche Zielrichtung nicht.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_55\">55</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>bb) Die im Rahmen des &#167; 4 Nr. 7 UWG aF vorzunehmende Gesamtabw&#228;gung - auch hier gelten die bereits angef&#252;hrten Grunds&#228;tze entsprechend (Rn. 19) - f&#252;hrt zu dem Ergebnis, dass die im vorstehenden Sinn verstandene &#196;u&#223;erung keine unlautere Herabsetzung des Kl&#228;gers darstellt.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_56\">56</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die angegriffene &#196;u&#223;erung ist zwar geeignet, sich nachteilig auf die Wertsch&#228;tzung des Kl&#228;gers auszuwirken, weil die Kritik an der Arbeit zugleich das Ansehen ihres Verfassers ber&#252;hrt.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_57\">57</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Auch diese Kritik bezieht sich aber unmittelbar auf den Inhalt der Arbeit, indem die wissenschaftliche Eignung des darin untersuchten Vergleichs angezweifelt wird, und verbleibt daher innerhalb des von der Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit erfassten Zwecks, der in einer &#246;ffentlichen kritischen Auseinandersetzung mit der Dissertation des Kl&#228;gers besteht. Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts fehlt es nicht an einer hinreichenden Begr&#252;ndung der formulierten Kritik, so dass sie nicht als unsachlich angesehen werden kann. Betrachtet man den inhaltlichen Kontext der angegriffenen &#196;u&#223;erung, so gibt der Beklagte zun&#228;chst die genauen Bestandteile der beiden von dem Kl&#228;ger untersuchten Mischungen wieder, die sich in Menge und Volumen der Bestandteile Zement, Wasser und Mineralien sowie weiteren Zutaten unterscheiden. Die sodann folgende angegriffene &#196;u&#223;erung bezeichnet - erkennbar auf die vorgenannten Unterschiede bezogen - den Vergleich plakativ als einen solchen zwischen \"&#196;pfeln und Birnen\" und nennt ihn unwissenschaftlich. Eine derartige Kritik, die auch unter Ber&#252;cksichtigung ihres plakativen Stils noch als im Wesentlichen sachbezogen anzusehen ist, muss sich der Kl&#228;ger gefallen lassen, wenn er sich mit einer Dissertation an der wissenschaftlichen Auseinandersetzung beteiligt. Der Streit um die Aussagekraft von Vergleichen insbesondere im Hinblick auf die Auswahl der Vergleichsobjekte ist genuin wissenschaftlich. Es ist daher auch hier nicht gerechtfertigt, die Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 GG) des Beklagten gegen&#252;ber dem Grundrecht des Kl&#228;gers auf Schutz seines gesch&#228;ftlichen Rufs (Art. 2 Abs. 1, 12 Abs.1 GG) zur&#252;cktreten zu lassen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_58\">58</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>5. Mit Erfolg wendet sich die Revision auch gegen die Beurteilung des Berufungsgerichts, die folgende &#196;u&#223;erung versto&#223;e gleichfalls gegen &#167; 4 Nr. 7 UWG aF:</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">Die verwendete Literatur beschr&#228;nkt sich im Wesentlichen auf deutsche Normen sowie auf Branchenfachb&#252;cher und in Branchenzeitschriften ver&#246;ffentlichte Fachartikel. Die zuvor genannte Literatur erf&#252;llt f&#252;r sich alleine schon keine wissenschaftlichen Standards sondern ist nur als Fachinformation bzw. technische Ausf&#252;hrungsregel f&#252;r Ausf&#252;hrende und Planer geeignet. Auf Prim&#228;rliteratur mit wissenschaftlichem Hintergrund greift U.&#160;&#160; in seinen schriftlichen Arbeiten nicht erkennbar zur&#252;ck.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\"/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_59\">59</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Das Berufungsgericht hat angenommen, diese &#196;u&#223;erung enthalte ein den Kl&#228;ger herabsetzendes Werturteil, weil der Beklagte den wissenschaftlichen Anspruch der Doktorarbeit pauschal herabw&#252;rdige. Die &#196;u&#223;erung lasse sich mit dem Ziel der sachlichen Auseinandersetzung mit der Arbeit nicht rechtfertigen, denn hierbei k&#246;nne die Auswahl von Literatur keine ausschlaggebende Rolle spielen, zumal auch die Auswertung von Branchenfachb&#252;chern im Rahmen einer Dissertation grunds&#228;tzlich nicht untersagt sei.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_60\">60</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Diese Beurteilung h&#228;lt der rechtlichen Nachpr&#252;fung nicht stand.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_61\">61</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>aa) Ohne Rechtsfehler hat das Berufungsgericht die angegriffene &#196;u&#223;erung als Werturteil eingeordnet. Zwar enthalten der erste und dritte Satz</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">Die verwendete Literatur beschr&#228;nkt sich im Wesentlichen auf deutsche Normen sowie auf Branchenfachb&#252;cher und in Branchenzeitschriften ver&#246;ffentlichte Fachartikel.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">und</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">Auf Prim&#228;rliteratur mit wissenschaftlichem Hintergrund greift U. in seinen schriftlichen Arbeiten nicht erkennbar zur&#252;ck.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>Aussagen tats&#228;chlichen Gehalts. Der diese beiden S&#228;tze verbindende Satz</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">Die zuvor genannte Literatur erf&#252;llt f&#252;r sich alleine schon keine wissenschaftlichen Standards, sondern ist nur als Fachinformation bzw. technische Ausf&#252;hrungsregel f&#252;r Ausf&#252;hrende und Planer geeignet.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>unterzieht jedoch die vorhergehende Sachaussage einer Wertung. Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts ist diese Wertung keine pauschale Herabsetzung des wissenschaftlichen Anspruchs der Dissertation. Sie stellt vielmehr eine inhaltliche Kritik der Arbeit unter dem Gesichtspunkt der Literaturauswahl dar, die sie dahingehend bewertet, die vom Kl&#228;ger herangezogene Literatur gen&#252;ge nicht wissenschaftlichen Standards.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_62\">62</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>bb) Die im Rahmen des &#167; 4 Nr. 7 UWG aF vorzunehmende Gesamtabw&#228;gung (dazu oben Rn. 19) f&#252;hrt zu dem Ergebnis, dass die im vorstehenden Sinn verstandene &#196;u&#223;erung keine unlautere Herabsetzung des Kl&#228;gers darstellt.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_63\">63</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die angegriffene &#196;u&#223;erung ist zwar geeignet, sich nachteilig auf die Wertsch&#228;tzung des Kl&#228;gers auszuwirken, weil diese Kritik an der Arbeit zugleich das Ansehen ihres Verfassers ber&#252;hrt.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_64\">64</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Im Hinblick darauf, dass Gegenstand einer Dissertation stets die Sichtung und Verarbeitung der bisher erschienenen wissenschaftlichen Literatur ist, h&#228;lt sich auch diese Kritik jedoch im Rahmen der von der Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit gesch&#252;tzten fachlichen Auseinandersetzung mit der Dissertation des Kl&#228;gers. Dieser hat zudem nicht geltend gemacht, dass der tats&#228;chliche Gehalt der &#196;u&#223;erung unzutreffend w&#228;re. Wird eine wissenschaftliche Leistung zu Wettbewerbszwecken eingesetzt, muss es einem Wettbewerber erlaubt sein, auf aus seiner Sicht bestehende M&#228;ngel einer solchen Arbeit hinzuweisen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_65\">65</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>6. Mit Erfolg wendet sich die Revision gegen die Beurteilung des Berufungsgerichts, die nachstehende &#196;u&#223;erung versto&#223;e gleichfalls gegen &#167; 4 Nr. 7 UWG aF:</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">Die Arbeit erf&#252;llt sicher nicht die Anforderungen einer renommierten Hochschule an eine naturwissenschaftliche Dissertation. Es werden weder wissenschaftliche Methoden angewandt noch echte Forschungsfragen gestellt.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_66\">66</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Das Berufungsgericht hat angenommen, diese &#196;u&#223;erung beinhalte ein den Kl&#228;ger herabsetzendes Werturteil, weil der Beklagte den wissenschaftlichen Anspruch der Doktorarbeit pauschal herabw&#252;rdige. Die Bewertung werde auch im Kontext der Internet-Ver&#246;ffentlichung nicht in einer fundierten fachlichen Auseinandersetzung erl&#228;utert und &#252;berschreite daher das Ma&#223; zul&#228;ssiger Kritik.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_67\">67</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Diese Beurteilung h&#228;lt der rechtlichen Nachpr&#252;fung nicht stand.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_68\">68</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>aa) Ohne Rechtsfehler hat das Berufungsgericht die angegriffene &#196;u&#223;erung als Werturteil eingeordnet. Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts handelt es sich aber nicht um eine pauschale Abwertung des wissenschaftlichen Anspruchs der Arbeit. Aus dem Kontext der &#196;u&#223;erung wird deutlich, dass sich die angegriffene Aussage auf die vorstehenden Abs&#228;tze bezieht, wozu die vorstehend unter B III 4 und 5 (Rn.&#160;51&#160;ff., 58&#160;ff.) er&#246;rterten &#196;u&#223;erungen z&#228;hlen. Weiter bezieht sich die &#196;u&#223;erung auf folgenden, ihr vorangestellten Absatz:</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">Das Kapitel \"Indices - I.1 Bibliography\" beinhaltet eine Vielzahl von Literaturangaben, die zum Teil nirgendwo im Text wiederzufinden sind. Das Literaturverzeichnis benennt also deutlich mehr Quellen als tats&#228;chlich verarbeitet worden sind. Normalerweise ist es &#252;blich, dass im Literaturverzeichnis nur diejenigen Quellen angegeben werden d&#252;rfen, die in irgendeiner Form entweder sinngem&#228;&#223; oder als Zitat - beides jeweils mit Kennzeichnung - in der Dissertation verarbeitet worden sind.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_69\">69</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Durch die Bezugnahme auf die genannten &#196;u&#223;erungen sind die Bestandteile der angegriffenen Aussage, die Arbeit gen&#252;ge nicht den Anforderungen einer renommierten Hochschule an eine naturwissenschaftliche Dissertation und es w&#252;rden keine wissenschaftlichen Methoden angewandt, insoweit erl&#228;utert und begr&#252;ndet, als der Beklagte die Wahl der Vergleichsobjekte und die Literaturauswahl und -auswertung als unwissenschaftlich kritisiert.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_70\">70</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>bb) Die im Rahmen des &#167; 4 Nr. 7 UWG aF vorzunehmende Gesamtabw&#228;gung (oben Rn. 19) f&#252;hrt zu dem Ergebnis, dass die im vorstehenden Sinn verstandene &#196;u&#223;erung keine unlautere Herabsetzung des Kl&#228;gers darstellt.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_71\">71</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die angegriffene &#196;u&#223;erung ist zwar ebenfalls geeignet, sich nachteilig auf die Wertsch&#228;tzung des Kl&#228;gers auszuwirken, weil diese Kritik an der Arbeit zugleich das Ansehen ihres Verfassers ber&#252;hrt.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_72\">72</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Auch diese Kritik h&#228;lt sich jedoch im Rahmen der von der Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit des Beklagten gesch&#252;tzten fachlichen Auseinandersetzung mit der Dissertation des Kl&#228;gers. Durch die Bezugnahme auf die vorangegangenen &#196;u&#223;erungen erhalten die Aussagen, die Arbeit gen&#252;ge nicht den Anforderungen einer renommierten Hochschule an eine naturwissenschaftliche Dissertation und es w&#252;rden keine wissenschaftlichen Methoden angewandt, den Charakter einer Schlussfolgerung aus den zuvor genannten inhaltlichen Einzelaspekten der Kritik an der Wahl der Vergleichsgegenst&#228;nde sowie an der Literaturauswahl und -auswertung. Hierbei handelt es sich um grundlegende Fragen wissenschaftlicher Methodik. Der Umstand, dass der Beklagte in der &#196;u&#223;erung die Verwendung jeglicher wissenschaftlichen Methode in Abrede stellt, l&#228;sst die Einordnung der Kritik als im Wesentlichen noch sachlich unber&#252;hrt. Der Kl&#228;ger muss sie sich gefallen lassen, wenn er sich mit einer Dissertation an der wissenschaftlichen Diskussion beteiligt und sie f&#252;r seine wettbewerblichen Zwecke einsetzt. Es ist daher auch hier nicht gerechtfertigt, die Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 GG) des Beklagten gegen&#252;ber dem Grundrecht des Kl&#228;gers auf Schutz seines gesch&#228;ftlichen Rufs (Art. 2 Abs. 1, 12 Abs.1 GG) zur&#252;cktreten zu lassen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_73\">73</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>7. Erfolglos wendet sich die Revision schlie&#223;lich gegen die Beurteilung des Berufungsgerichts, die folgende &#196;u&#223;erung stelle eine gegen &#167; 4 Nr. 7 UWG aF versto&#223;ende Herabsetzung des Kl&#228;gers dar:</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p style=\"margin-left:36pt\">F&#252;r den Leser ergeben sich aus U.&#160;&#160; Arbeit keine neuen Erkenntnisse, Theorien, Modelle, Rechenverfahren etc., die f&#252;r die Fortschreibung der Wissenschaft von Nutzen w&#228;ren. Aber genau darin liegt der Anspruch an eine Doktorarbeit (Dissertation). Das einfache Anwenden zahlreicher normativer Pr&#252;fungen z&#228;hlt sicher nicht dazu! Die Dissertation soll der Fortentwicklung der Wissenschaft und nicht der ausschlie&#223;lichen Selbstdarstellung dienen.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_74\">74</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>a) Das Berufungsgericht hat angenommen, diese &#196;u&#223;erung setze den Kl&#228;ger herab, weil sie suggeriere, es gehe dem Kl&#228;ger bei seiner Dissertation nicht um die wissenschaftliche Aufarbeitung eines technischen Problems, sondern ausschlie&#223;lich um Selbstdarstellung.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_75\">75</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>b) Diese Beurteilung h&#228;lt der rechtlichen Nachpr&#252;fung stand.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_76\">76</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>aa) Das Berufungsgericht hat das Verkehrsverst&#228;ndnis und den Charakter der &#196;u&#223;erung als Werturteil ohne Rechtsfehler beurteilt. Die Aussage wird gepr&#228;gt durch die Bewertung, der Kl&#228;ger habe seine Dissertation ausschlie&#223;lich zum Zwecke der Selbstdarstellung angefertigt. Die ebenfalls enthaltene Aussage, aus der Arbeit erg&#228;ben sich keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse, untermauert diese Bewertung lediglich.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_77\">77</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>bb) Die im Rahmen des &#167; 4 Nr. 7 UWG aF vorzunehmende Gesamtabw&#228;gung (oben Rn. 19) f&#252;hrt zu dem Ergebnis, dass die im vorstehenden Sinn verstandene &#196;u&#223;erung den Kl&#228;ger unlauter herabsetzt.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_78\">78</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die angegriffene &#196;u&#223;erung ist geeignet, sich nachteilig auf die Wertsch&#228;tzung des Kl&#228;gers auszuwirken, weil ihm eine wissenschaftliche Motivation abgesprochen und die Dissertation ausschlie&#223;lich als Mittel der Selbstdarstellung bewertet wird. Hiermit verl&#228;sst der Beklagte den Bereich der sachlichen Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Arbeit des Kl&#228;gers, weil der Beklagte die Ver&#246;ffentlichung nicht unter fachlichen Aspekten er&#246;rtert, sondern dem Kl&#228;ger in pers&#246;nlich abwertender Weise unterstellt, seiner Dissertation liege allein subjektiver Geltungsdrang zugrunde. Dem sachlichen Interesse der Fach&#246;ffentlichkeit am wissenschaftlichen oder auch nur anwendungsorientierten Diskurs &#252;ber die Qualit&#228;t der Arbeit des Kl&#228;gers dient eine solche Aussage nicht. Es besteht auch kein anderweitiger Grund, der im Wettbewerb der Parteien eine solcherma&#223;en polemische Aussage rechtfertigen k&#246;nnte. Hier setzt sich das Grundrecht des Kl&#228;gers auf Schutz seines gesch&#228;ftlichen Rufs (Art. 2 Abs. 1, Art.&#160;12 Abs.1 GG) gegen&#252;ber der Meinungs&#228;u&#223;erungsfreiheit des Beklagten (Art. 5 Abs. 1 GG) durch.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_79\">79</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>IV. Die erste und letzte der im Antrag genannten &#196;u&#223;erungen erweisen sich auch nach der Vorschrift des &#167; 4 Nr. 1 UWG als unzul&#228;ssig, die im Zuge der Novellierung durch das Zweite Gesetz zur &#196;nderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (BGBl. I 2015, S. 2158) mit Wirkung vom 10.&#160;Dezember 2015 und damit vor der Entscheidung &#252;ber die Revision an die Stelle des &#167; 4 Nr. 7 UWG aF getretenen ist.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_80\">80</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Ein Unterlassungsantrag ist nur dann begr&#252;ndet, wenn das beanstandete Verhalten des Beklagten nach dem zur Zeit der Begehung geltenden Recht rechtswidrig war. Da der Unterlassungsanspruch in die Zukunft gerichtet ist, muss das beanstandete Verhalten des Beklagten zudem nach dem zur Zeit der Entscheidung geltenden Recht gegen diese Bestimmung versto&#223;en und wettbewerbswidrig sein (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 3.&#160;M&#228;rz 2011 -&#160;I&#160;ZR&#160;167/09, GRUR 2011, 474 Rn.&#160;13 = WRP 2011, 1054 -&#160;Kreditkarten&#252;bersendung; Urteil vom 6.&#160;November 2014 -&#160;I&#160;ZR&#160;26/13, GRUR 2015, 504 Rn.&#160;8 = WRP 2015, 565 - Kostenlose Zweitbrille jeweils mwN).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_81\">81</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Diese Voraussetzungen sind vorliegend erf&#252;llt. Durch das Zweite Gesetz zur &#196;nderung des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb ist die Rechtslage hinsichtlich der Herabsetzung von Mitbewerbern inhaltlich nicht ge&#228;ndert worden. Vielmehr ist der bisherige &#167; 4 Nr. 7 aF inhaltsgleich in die Neufassung des &#167; 4 Nr. 1 UWG &#252;bernommen worden (vgl. Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses f&#252;r Recht und Verbraucherschutz vom 4.&#160;November 2015, BT-Drs. 18/6571, S.&#160;14). Die vorstehenden Ausf&#252;hrungen &#252;ber den Versto&#223; der ersten und letzten im Antrag genannte &#196;u&#223;erung gegen &#167; 4 Nr. 7 UWG aF (oben B III 2 und 7, Rn.&#160;20&#160;ff. und 73&#160;ff.) begr&#252;nden daher zugleich deren Versto&#223; gegen &#167; 4 Nr. 1 UWG.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_82\">82</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>V. Die Revision des Beklagten f&#252;hrt zur teilweisen Aufhebung des angefochtenen Urteils und, weil der Senat gem&#228;&#223; &#167; 563 Abs. 3 ZPO in der Sache selbst entscheiden kann, im aus dem Tenor ersichtlichen Umfang zur Abweisung der Klage.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_83\">83</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>C. Die Kostenentscheidung folgt aus &#167; 91 Abs. 1 Satz 1, &#167;&#160;92 Abs.&#160;1, &#167;&#160;97 ZPO. Hierbei war auch eine Entscheidung &#252;ber die im Verfahren &#252;ber die Nichtzulassungsbeschwerde entstandenen au&#223;ergerichtlichen Kosten zu treffen, weil diese wegen der teilweisen Zur&#252;ckweisung der Beschwerde des Beklagten nicht in vollem Umfang auf die im Revisionsverfahren entstandenen Verfahrensgeb&#252;hren anzurechnen sind (vgl. BGH, Urteil vom 25. November 2010 - Xa ZR 48/09, GRUR 2011, 455 Rn. 54 = WRP 2011, 239).</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt>\n               <a name=\"rd_84\">84</a>\n            </dt>\n            <dd>\n               <p>Die Revision r&#252;gt schlie&#223;lich ohne Erfolg, dass der Senat im Beschluss &#252;ber die teilweise Zur&#252;ckweisung der Nichtzulassungsbeschwerde vom 7. Mai 2015 dem Beklagten die Gerichtskosten des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens auferlegt hat. Diese Kosten hat der Beklagte zu tragen, weil er im Umfang der Nichtzulassung der Revision unterlegen ist.</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p/>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>B&#252;scher&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;Koch&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;L&#246;ffler</p>\n            </dd>\n         </dl>\n         <dl class=\"RspDL\">\n            <dt/>\n            <dd>\n               <p>&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;Schwonke&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;Feddersen</p>\n            </dd>\n         </dl>\n      </div>\n   "
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