Anerkenntnisurteil vom Landgericht Köln - 84 O 131/22

Tenor

I. Der Beklagte wird verurteilt,

1. es bei Meidung eines vom Gericht für jeden Fall der Zuwiderhandlung festzusetzenden Ordnungsgeldes bis zu € 250.000,00, ersatzweise Ordnungshaft, oder einer Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, im Falle mehrfacher Zuwiderhandlung bis zu insgesamt 2 Jahren, zu unterlassen, im geschäftlichen Verkehr Mischer für Zwei-Komponenten-Kartuschen anzubieten und/oder in den Verkehr zu bringen und/ oder zu bewerben oder bewerben zu lassen, die wie nachfolgend abgebildet gestaltet sind:

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2. der Klägerin unter Vorlage eines einheitlichen, geordneten

Verzeichnisses in elektronischer Form vollständig darüber Auskunft zu

erteilen, in welchem Umfang die Beklagte die zu Ziffer I 1 bezeichneten

Handlungen seit dem 25.04.2022 begangen hat, und zwar unter Angabe

a) der Menge der erhaltenen oder bestellten Erzeugnisse sowie der

Namen und Anschriften der Lieferanten und anderer Vorbesitzer,

b) der einzelnen Lieferungen und Bestellungen, aufgeschlüsselt nach

Typenbezeichnungen, Liefer- und Bestellmengen, -zeiten und -preisen

sowie Namen und Anschriften der Abnehmer,

c) der einzelnen Angebote, aufgeschlüsselt nach Typenbezeichnungen,

Angebotsmengen, -zeiten und -preisen sowie Namen und Anschriften der

Angebotsempfänger,

d) der betriebenen Werbung, aufgeschlüsselt nach Werbeträgern, deren

Herstellungs- und Verbreitungsauflage, Verbreitungszeitraum und

Verbreitungsgebiet,

e) der nach den einzelnen Kostenfaktoren aufgeschlüsselten

Gestehungskosten und des erzielten Gewinns,wobei die Beklagte hinsichtlich der Angaben zu Ziffer 2a) und 2b) Auftragsbelege, Auftragsbestätigungen, Rechnungen sowie Liefer- und Zollpapiere vorzulegen hat;

3. an die Klägerin € 4.489,40 zzgl. Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten

über dem Basiszinssatz seit dem 08.11.2022 zu zahlen.

II. Es wird festgestellt,

dass der Beklagte verpflichtet ist, der Klägerin allen Schaden zu ersetzen,

der ihr durch die unter Ziffer I 1 bezeichneten Handlungen seit dem

25.04.2022 entstanden ist und noch entstehen wird.

III. Die Kosten des Rechtsstreits werden dem Beklagten auferlegt.

IV. Das Urteil ist vorläufig vollstreckbar.


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