Urteil vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 12 A 3063/08
Tenor
Das angefochtene Urteil wird aufgehoben.
Die Sache wird an das Verwaltungsgericht Köln zurückverwiesen.
Die Kostenentscheidung bleibt der Schlussentscheidung des Verwaltungsgerichts vorbehalten.
Die Revision wird nicht zugelassen.
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Tatbestand:
2Mit Schreiben vom 16. April 2007 beantragte die Klägerin die Zustimmung zur außerordentlichen Kündigung des Beigeladenen. Mit Bescheid vom 30. April 2007 erteilte das Integrationsamt beim Beklagten diese Zustimmung. Auf den Widerspruch des Beigeladenen vom 9. Mai 2007 hob der Widerspruchsauschuss des Intergationsamtes beim Beklagten mit Widerspruchsbescheid vom 11. Oktober 2007 den Zustimmungsbescheid vom 30. April 2007 auf und versagte die beantragte Zustimmung.
3Hiergegen hat die Klägerin am 26. Oktober 2007 Klage erhoben und - sinngemäß - beantragt,
4den Widerspruchsbescheid des Widerspruchsausschusses beim Integrationsamt des Beklagten vom 11. Oktober 2007 aufzuheben.
5Der Beklagte und der Beigeladene haben beantragt,
6die Klage abzuweisen.
7Das Verwaltungsgericht hat die Klage mangels Rechtsschutzbedürfnis als unzulässig abgewiesen. Wegen der weiteren Einzelheiten der Begründung wird auf den Inhalt der Entscheidungsgründe des angefochtenen Urteils Bezug genommen.
8Zur Begründung ihrer zugelassenen Berufung verfolgt die Klägerin ihr erstinstanzliches Begehren weiter und beantragt - sinngemäß -,
9die Sache an das Verwaltungsgericht zurückzuverweisen,
10hilfsweise,
11das angefochtene Urteil zu ändern und nach dem erstinstanzlichen Klageantrag zu erkennen.
12Der Beklagte und der Beigeladene stellen keinen Antrag.
13Wegen der weiteren Einzelheiten des Sachverhalts und des Vorbringens der Beteiligten im Übrigen wird auf den Inhalt der Gerichtsakte, der weiteren Gerichtsakte 12 A 2931/08 sowie der beigezogenen Verwaltungsvorgänge des Beklagten Bezug genommen.
14Entscheidungsgründe:
15Der Senat kann ohne mündliche Verhandlung entscheiden, weil die Beteiligten hierzu ihr Einverständnis erteilt haben (§ 101 Abs. 2 VwGO).
16Die zugelassene Berufung führt zur Aufhebung des angefochtenen Urteils und zur Zurückverweisung der Sache an das Verwaltungsgericht gem. § 130 Abs. 2 Nr. 2 VwGO.
17Die Voraussetzungen für eine Zurückverweisung sind gegeben. Das Verwaltungsgericht hat über die Anfechtungsklage der Klägerin, die sich gegen den Widerspruchsbescheid des Widerspruchsausschusses beim Integrationsamt des Beklagten vom 11. Oktober 2007 richtet, weil dieser mit der Aufhebung der zuvor erteilten Zustimmung und der Versagung der Zustimmung gegenüber der Klägerin erstmalig eine Beschwer enthält (§ 79 Abs. 1 Nr. 2 VwGO), nicht in der Sache selbst entschieden; es hat die Klage in Ermangelung des Rechtsschutzbedürfnisses vielmehr als unzulässig abgewiesen. Diese Auffassung teilt der Senat indes nicht.
18Vgl. OVG NRW, Beschluss vom 3. Februar 2009 - 12 A 3063/08 -.
19Die Klägerin hat die Zurückverweisung beantragt. Die Zurückverweisung ist auch angemessen, weil das Verwaltungsgericht über die materiell-rechtlichen Streitfragen des vorliegenden Verfahrens noch nicht entschieden hat und hierzu in der hierfür in erster Linie berufenen ersten Instanz Gelegenheit gegeben werden soll.
20Die Revision ist nicht zuzulassen, denn die Voraussetzungen des § 132 Abs. 2 VwGO sind nicht gegeben.
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