Beschluss vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 12 A 2645/14
Tenor
Die Berufung der Klägerin wird zugelassen.
Die Kostenverteilung bleibt der Endentscheidung im Berufungsverfahren vorbehalten.
1
Gründe:
2Die Zulassung beruht auf § 124 Abs. 2 Nr. 2 VwGO. Das Vorbringen der Klägerin lässt besondere rechtliche und tatsächliche Schwierigkeiten (die von der Geltendmachung ernstlicher Zweifel i.S.d. § 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO regelmäßig konkludent mit umfasst sind) bei der Beantwortung der Frage erkennen, ob sich dem Urteil des Bun-desverwaltungsgerichts vom 19. August 2010 - 5 C 14.09 -, BVerwGE 137, 368, ent-nehmen lässt, dass für den Beginn der Frist des § 111 Satz 1 SGB X auf das Ende einer einheitlichen Gesamtleistung der Jugendhilfe,
3vgl. etwa VG Neustadt (Weinstraße), Urteil vom 2. Oktober 2015 - 4 K 708/15.NW -, juris; Sächs.OVG, Urteil vom 28. August 2013 - 1 A
487/13 -, juris; VG Kassel, Urteil vom 3. November 2014 - 5 K 1540/12.KS -, juris; SG Dortmund, Urteil vom 16. Juni 2015 - S 41 SO 530/14 -, juris; DIJuF-Rechtsgutachten vom 9. April 2014, J 9.250 CL, JAmt 2014, 199,
5oder aber (weiterhin) auf Teilzeiträume,
6vgl. BayVGH, Beschluss vom 7. Januar 2014 - 12 ZB 13.2512 -, juris; VG Regensburg Urteil vom 24. Okto-ber 2013 - RO 7 K 13.218 -, juris; VG Augsburg, Ur-teil vom 27. Januar 2015 - Au 3 K 14.1617 -, juris; Mutschler, in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB X, Stand: 22. September 2015, § 111 SGB X, Rn. 29; Ziegler, JAmt 2014, 222 (223); siehe hierzu auch OVG NRW, Urteil vom 17. April 2002 - 12 A 4007/00 -, juris; BayVGH, Urteil vom 21. Mai 2010 - 12 BV 09.1973 -, juris,
7abzustellen ist.
8Bereits hiermit wird darauf hingewiesen, dass in einem Berufungsverfahren gegebenenfalls auch zu klären sein könnte, ob die Voraussetzungen des § 105 Abs. 3 SGB X vorliegen.
9Vgl. hierzu OVG NRW, Urteil vom 5. Oktober 2015
10- 12 A 1450/14 -.
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