Urteil vom Verwaltungsgericht Düsseldorf - 22 K 2532/11

Tenor

Soweit die Beteiligten das Verfahren übereinstimmend für erledigt erklärt haben, wird das Verfahren eingestellt.

Das beklagte Land wird verurteilt,

die Verbreitung des Verfassungsschutzberichtes Nordrhein-Westfalen 2010 zu unterlassen, wenn nicht zuvor die Passagen auf Seite 00 des Berichts

„ , weil eine ganze Bevölkerungsgruppe, nämlich diejenige, die den Islam als Religion ausübt, pauschal und undifferenziert von der Wahrnehmung elementarer Grundrechte – darunter der Religionsfreiheit – ausgeschlossen wird“

und

„Diese Äußerungen sprechen Muslimen nicht nur ihr Grundrecht auf freie Religionsausübung ab, sondern negieren ein Existenzrecht und Bleiberecht dieser Bevölkerungsgruppe in ganz Europa. Beides steht in krassem Widerspruch zu unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung.“

entfernt oder unleserlich gemacht worden sind,

und

in seinem nächsten Verfassungsschutzbericht richtig zu stellen, dass der Bericht über die Klägerin in dem Verfassungsschutzbericht Nordrhein-Westfalen über das Jahr 2010 insoweit rechtswidrig war.

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.

Die Kosten des Verfahrens trägt die Klägerin zu 90 v. H. und das beklagte Land zu 10 v. H..


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