BGB § 179 Haftung des Vertreters ohne Vertretungsmacht

Bürgerliches Gesetzbuch

(1) Wer als Vertreter einen Vertrag geschlossen hat, ist, sofern er nicht seine Vertretungsmacht nachweist, dem anderen Teil nach dessen Wahl zur Erfüllung oder zum Schadensersatz verpflichtet, wenn der Vertretene die Genehmigung des Vertrags verweigert.

(2) Hat der Vertreter den Mangel der Vertretungsmacht nicht gekannt, so ist er nur zum Ersatz desjenigen Schadens verpflichtet, welchen der andere Teil dadurch erleidet, dass er auf die Vertretungsmacht vertraut, jedoch nicht über den Betrag des Interesses hinaus, welches der andere Teil an der Wirksamkeit des Vertrags hat.

(3) Der Vertreter haftet nicht, wenn der andere Teil den Mangel der Vertretungsmacht kannte oder kennen musste. Der Vertreter haftet auch dann nicht, wenn er in der Geschäftsfähigkeit beschränkt war, es sei denn, dass er mit Zustimmung seines gesetzlichen Vertreters gehandelt hat.

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Endurteil vom Oberlandesgericht München - 20 U 4366/19
12. August 2020
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Beschluss vom Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht (8. Senat) - 8 OB 58/20
30. Juli 2020
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27. März 2020
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Urteil vom Bundesgerichtshof (6. Zivilsenat) - VI ZR 474/16
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Urteil vom Amtsgericht Mannheim - 3 C 3902/16
21. Juli 2017
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Versäumnisurteil vom Bundesgerichtshof (7. Zivilsenat) - VII ZR 122/14
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