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BKatV 2013 § 4 Regelfahrverbot

Verordnung über die Erteilung einer Verwarnung, Regelsätze für Geldbußen und die Anordnung eines Fahrverbotes wegen Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr

(1) Bei Ordnungswidrigkeiten nach § 24 Absatz 1 des Straßenverkehrsgesetzes kommt die Anordnung eines Fahrverbots (§ 25 Absatz 1 Satz 1 des Straßenverkehrsgesetzes) wegen grober Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers in der Regel in Betracht, wenn ein Tatbestand

1.
der Nummern 9.1 bis 9.3, der Nummern 11.1 bis 11.3, jeweils in Verbindung mit Tabelle 1 des Anhangs,
2.
der Nummern 12.6.3, 12.6.4, 12.6.5, 12.7.3, 12.7.4 oder 12.7.5 der Tabelle 2 des Anhangs,
3.
der Nummern 19.1.1, 19.1.2, 21.1, 21.2, 39.1, 41, 50, 50.1, 50.2, 50.3, 50a, 50a.1, 50a.2, 50a.3, 83.3, 89b.2, 132.1, 132.2, 132.3, 132.3.1, 132.3.2, 135, 135.1, 135.2, 152.1 oder
4.
der Nummern 244, 246.2, 246.3 oder 250a
des Bußgeldkatalogs verwirklicht wird. Wird in diesen Fällen ein Fahrverbot angeordnet, so ist in der Regel die dort bestimmte Dauer festzusetzen.

(2) Wird ein Fahrverbot wegen beharrlicher Verletzung der Pflichten eines Kraftfahrzeugführers zum ersten Mal angeordnet, so ist seine Dauer in der Regel auf einen Monat festzusetzen. Ein Fahrverbot kommt in der Regel in Betracht, wenn gegen den Führer eines Kraftfahrzeugs wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung von mindestens 26 km/h bereits eine Geldbuße rechtskräftig festgesetzt worden ist und er innerhalb eines Jahres seit Rechtskraft der Entscheidung eine weitere Geschwindigkeitsüberschreitung von mindestens 26 km/h begeht.

(3) Bei Ordnungswidrigkeiten nach § 24a des Straßenverkehrsgesetzes ist ein Fahrverbot (§ 25 Absatz 1 Satz 2 des Straßenverkehrsgesetzes) in der Regel mit der in den Nummern 241, 241.1, 241.2, 242, 242.1, 242.2, 243, 243.1, 243.2, 243a, 243a.1 und 243a.2 des Bußgeldkatalogs vorgesehenen Dauer anzuordnen.

(4) Wird von der Anordnung eines Fahrverbots ausnahmsweise abgesehen, so soll das für den betreffenden Tatbestand als Regelsatz vorgesehene Bußgeld angemessen erhöht werden.

Referenzen

Zitiert von

Beschluss vom Oberlandesgericht Köln - 1 ORbs 266/25
11. Dezember 2025
1 ORbs 266/25 11. Dezember 2025
Beschluss vom Oberlandesgericht Koblenz (3. Senat für Bußgeldsachen) - 3 ORbs 4 SsBs 115/25
15. Oktober 2025
3 ORbs 4 SsBs 115/25 15. Oktober 2025
Beschluss vom Kammergericht (3. Senat für Bußgeldsachen) - 3 ORbs 110/25, 3 ORbs 110/25 - 122 SsBs 31/25
7. Juli 2025
3 ORbs 110/25, 3 ORbs 110/25 - 122 SsBs 31/25 7. Juli 2025
Beschluss vom Bayerisches Oberstes Landesgericht - 201 ObOWi 405/25
30. Juni 2025
201 ObOWi 405/25 30. Juni 2025
Beschluss vom Bayerisches Oberstes Landesgericht - 202 ObOWi 366/25
11. Juni 2025
202 ObOWi 366/25 11. Juni 2025
Beschluss vom Bayerisches Oberstes Landesgericht - 202 ObOWi 262/25
12. Mai 2025
202 ObOWi 262/25 12. Mai 2025
Beschluss vom Verwaltungsgericht Kassel (2. Kammer) - 2 L 569/25.KS
11. April 2025
2 L 569/25.KS 11. April 2025
Beschluss vom Amtsgericht Tiergarten - 310 OWi 1613/24
9. April 2025
310 OWi 1613/24 9. April 2025
Urteil vom Amtsgericht Dortmund - 729 OWi-268 Js 298/25-30/25
27. März 2025
729 OWi-268 Js 298/25-30/25 27. März 2025
Beschluss vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main (2. Strafsenat) - 2 ORbs 4/25
20. Januar 2025
2 ORbs 4/25 20. Januar 2025