Beschluss vom Amtsgericht Mönchengladbach - 16 XVII C 5447
Tenor
wird die aus der Landeskasse an die Betreuerin gezahlte Vergütung in Höhe von 16.077,61 € aus dem Vermögen der Betroffenen zurückgefordert.
Aufgrund der derzeitigen Vermögensverhältnisse hat die Betroffene an die Landeskasse einen Betrag in Höhe von 16.077,61 € zu erstatten.
Gründe:
1
Gründe:
2Für die Zeit vom 01.01.2001 bis 14.10.2010 ist der Betreuerin Vergütung in Höhe von insgesamt 16.077,61 € aus der Landeskasse gezahlt worden, da die Betroffene nicht in der Lage war, diesen Betrag aus dem eigenen Vermögen aufzubringen.
3Die Zahlungen aus der Landeskasse stehen unter dem gesetzlichen Vorbehalt des Rückgriffs gegen die Betroffene und haben damit den Charakter einer darlehnsweisen Zuwendung.
4Die Wiedereinziehung aus der Landeskasse an die Betreuerin gezahlter Beträge kommt u.a. dann in Betracht, wenn in den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen der betreuten Person Änderungen eingetreten sind, §§ 292 Abs. 1, 168 Abs. 2 FamFG, 120 Abs. 4 Sätze 1 und 2 ZPO. Somit können bei späterem Vermögenserwerb oder wesentlicher Einkommensverbesserung bereits aus der Landeskasse geleistete Zahlungen nachträglich eingezogen werden.
5Nach Auskunft der Betreuerin verfügt die Betroffene über ein Vermögen oberhalb der Schongrenze (z.Zt. 2.600,- €). Den oberhalb des Schonbetrages liegenden Vermögensteil hat die Betroffene zur Finanzierung der Betreuungskosten einzusetzen. Daher wird der Betrag in Höhe von 16.077,61 € aus dem Vermögen der Betroffenen zurückgefordert, § 1836 e BGB.
6Die Beteiligten wurden vor der Festsetzung angehört.
7Mönchengladbach, 22.03.2011
8L.
9Rechtspfleger
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