Beschluss vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 15 A 2957/04
Tenor
Der Antrag wird abgelehnt.
Der Kläger trägt die Kosten des Zulassungsverfahrens.
Der Streitwert für das Zulassungsverfahren wird auf 329,-- EUR festgesetzt.
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G r ü n d e :
2Der Antrag hat keinen Erfolg, weil die geltend gemachten Zulassungsgründe nicht vorliegen.
3Der Zulassungsgrund ernstlicher Zweifel an der Richtigkeit des Urteils (§ 124 Abs. 2 Nr. 1 der Verwaltungsgerichtsordnung - VwGO -) liegt nicht vor. Es ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der im Zulassungsverfahren vorgetragene Angriff gegen die Bewertung des Verwaltungsgerichts, das die erstmalige Anlegung einer Frostschutzschicht als Verbesserung angesehen hat, im Berufungsverfahren erfolgreich wäre. Es entspricht ständiger Rechtsprechung, dass der erstmalige Einbau einer Frostschutzschicht zu einer beitragsfähigen Verbesserung führt.
4Vgl. OVG NRW, Beschluss vom 14. November 1997 - 15 A 529/95 -, OVGE 46, 220 (221 f.).
5Diese Bewertung wird nicht dadurch erschüttert, dass Mängel in der Frostsicherheit bislang nicht aufgetreten sein sollen.
6Vgl. OVG NRW, Beschluss vom 11. März 2003 - 15 B 485/03 -, S. 3 des amtl. Umdrucks.
7Das Antragsvorbringen gibt keinen Anlass, von dieser Rechtsprechung im Sinne einer auf den Einzelfall des Ausbaus bezogenen Zweckmäßigkeitsprüfung abzuweichen. Der Gleichheitssatz, hier in der speziellen Ausprägung des § 8 Abs. 6 des Kommunalabgabengesetzes für das Land Nordrhein-Westfalen (KAG NRW), wonach die Beiträge nach den Vorteilen zu bemessen sind und Gruppen von Beitragspflichtigen mit annähernd gleichen Vorteilen zusammengefasst werden können, fordert nicht eine immer mehr individualisierende und spezialisierende Abgabennormierung.
8Vgl. BVerfG, Beschluss vom 10. April 1997 - 2 BvL 77/92 -, BVerfGE 96, 1 (5 ff.).
9Das Ausbaumotiv, das der Kläger in der Verlegung eines Kanals und verschiedener Versorgungsleitungen sieht, ist unerheblich. Es kommt alleine darauf an, ob die Merkmale eines beitragsfähigen Ausbaus nach § 8 Abs. 2 Satz 1 KAG NRW objektiv vorliegen.
10Vgl. OVG NRW, Beschluss vom 4. Juni 2002 - 15 B 745/02 -, S. 2 des amtl. Umdrucks; Beschluss vom 9. Juni 2000 - 15 A 4756/96 -, S. 7 f. des amtl. Umdrucks.
11Der Rechtssache kommt auch nicht die geltend gemachte grundsätzliche Bedeutung (§ 124 Abs. 2 Nr. 3 VwGO) zu. Die insoweit aufgeworfene Frage,
12"ob eine Verbesserung i.S.d. § 8 KAG schon dann vorliegt, wenn objektiv die Qualität der Anlage steigt, oder nur dann, wenn die Maßnahme sinnvoll ist",
13stellt sich in dieser Allgemeinheit nicht und ist im Übrigen im Sinne der genannten Verfassungsrechtsprechung zu beantworten. Was die konkrete Ausbauart betrifft, ist geklärt, dass der Einbau einer Frostschutzschicht zu einer Verbesserung führt.
14Die Kostenentscheidung beruht auf § 154 Abs. 2 VwGO. Die Entscheidung über den Streitwert ergibt sich aus §§ 14 Abs. 1 und 3, 13 Abs. 2 des Gerichtskostengesetzes a.F.
15Dieser Beschluss ist unanfechtbar.
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