Warnung: Dieser Gesetzestext ist möglicherweise veraltet, da der Inhalt nicht aktiv gepflegt wird. Bitte prüfen Sie die offiziellen Quellen.

BBesG § 44 Verpflichtungsprämie für Soldaten auf Zeit

Bundesbesoldungsgesetz

(1) Einem Soldaten auf Zeit kann zur Sicherstellung der personellen Einsatzbereitschaft der Bundeswehr, unter Berücksichtigung militärischer Personalplanung oder militärfachlicher Erfordernisse, eine Verpflichtungsprämie gewährt werden

1.
bei der Begründung eines Dienstverhältnisses,
2.
bei der Weiterverpflichtung oder
3.
bei einem bestehenden Dienstverhältnis, um einen Dienstposten anforderungsgerecht besetzen zu können.

(2) Die Prämie kann für jedes Jahr der Gewährung bis zum Zweifachen des Anfangsgrundgehalts der jeweiligen Besoldungsgruppe betragen. Für die personelle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr besonders relevantes Schlüsselpersonal kann die Prämie bis zum Dreieinhalbfachen des Anfangsgrundgehalts der jeweiligen Besoldungsgruppe betragen. Die Höhe der Prämie sowie Beginn und Ende des Gewährungszeitraums sind festzusetzen.

(3) Die Prämie wird frühestens nach Ablauf einer Dienstzeit von sechs Monaten gezahlt. Die für die Prämienbemessung maßgebliche Dienstzeit bemisst sich unter Ausschluss der nach § 40 Absatz 6 des Soldatengesetzes in der Dienstzeitfestsetzung eingerechneten Zeiten. Wird die Dienstzeit stufenweise festgesetzt, wird die Prämie anteilig entsprechend der jeweils festgesetzten Dienstzeit gewährt.

(4) Mit Gewährung der Prämie besteht für den Soldaten auf Zeit die Verpflichtung, mindestens für den Gewährungszeitraum im Dienst zu verbleiben. Unterbrechungen, die zusammengerechnet länger als ein Zwölftel des Gewährungszeitraums andauern, verlängern den Gewährungszeitraum entsprechend. Erfüllt der Soldat auf Zeit die Verpflichtung nicht, so hat er die Prämie in voller Höhe zurückzuzahlen. Von der Rückforderung kann aus Billigkeitsgründen abgesehen werden, wenn die Verpflichtung nach Satz 1 aus Gründen, die vom Soldaten auf Zeit nicht zu vertreten sind, nicht erfüllt werden kann. Von der Rückforderung ist abzusehen, wenn der Soldat auf Zeit stirbt oder wegen Dienstunfähigkeit entlassen wird.

(5) Die Prämie wird nicht gewährt neben

1.
einer Prämie für Angehörige der Spezialkräfte der Bundeswehr nach § 43a sowie
2.
einem Zuschlag nach § 53 Absatz 1 Satz 5 zur Sicherung einer anforderungsgerechten Besetzung von Dienstposten im Ausland.
Prämien nach Absatz 1 Nummer 1 bis 3 können nebeneinander gewährt werden, soweit sie insgesamt den Höchstbetrag nach Absatz 2 Satz 2 nicht übersteigen.

(6) Entscheidungen nach den Absätzen 1 bis 5, insbesondere über eine Staffelung der Prämienbeträge in den Fällen des Absatzes 1, trifft das Bundesministerium der Verteidigung oder eine von ihm bestimmte Stelle.

(7) Die Ausgaben für Prämien des Dienstherrn dürfen 2 Prozent der im Einzelplan des Bundesministeriums der Verteidigung veranschlagten jährlichen Besoldungsausgaben für Soldaten nicht überschreiten.

Referenzen

Zitiert von

Urteil vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 1 A 3175/19
21. November 2022
1 A 3175/19 21. November 2022
Urteil vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 1 A 3176/19
21. November 2022
1 A 3176/19 21. November 2022
Urteil vom Schleswig-Holsteinisches Verwaltungsgericht (12. Kammer) - 12 A 219/19
1. November 2022
12 A 219/19 1. November 2022
Urteil vom Schleswig-Holsteinisches Verwaltungsgericht (12. Kammer) - 12 A 213/16
18. Mai 2017
12 A 213/16 18. Mai 2017
Urteil vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen - 12 K 4704/12
6. Mai 2014
12 K 4704/12 6. Mai 2014
Urteil vom Bundesverwaltungsgericht (2. Senat) - 2 C 43/10
25. August 2011
2 C 43/10 25. August 2011
Beschluss vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 1 A 2526/09
9. März 2011
1 A 2526/09 9. März 2011
Urteil vom Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht (5. Senat) - 5 LC 159/07
24. November 2009
5 LC 159/07 24. November 2009
Urteil vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 21 A 2702/06
20. Juni 2007
21 A 2702/06 20. Juni 2007
Urteil vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 21 A 2607/05
25. April 2007
21 A 2607/05 25. April 2007