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BetrAVG § 2a Berechnung und Wahrung des Teilanspruchs

Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung

(1) Bei der Berechnung des Teilanspruchs eines mit unverfallbarer Anwartschaft ausgeschiedenen Arbeitnehmers nach § 2 sind die Versorgungsregelung und die Bemessungsgrundlagen im Zeitpunkt des Ausscheidens zugrunde zu legen; Veränderungen, die nach dem Ausscheiden eintreten, bleiben außer Betracht.

(2) Abweichend von Absatz 1 darf ein ausgeschiedener Arbeitnehmer im Hinblick auf den Wert seiner unverfallbaren Anwartschaft gegenüber vergleichbaren nicht ausgeschiedenen Arbeitnehmern nicht benachteiligt werden. Eine Benachteiligung gilt insbesondere als ausgeschlossen, wenn

1.
die Anwartschaft
a)
als nominales Anrecht festgelegt ist,
b)
eine Verzinsung enthält, die auch dem ausgeschiedenen Arbeitnehmer zugutekommt, oder
c)
über einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung durchgeführt wird und die Erträge auch dem ausgeschiedenen Arbeitnehmer zugutekommen, oder
2.
die Anwartschaft angepasst wird
a)
um 1 Prozent jährlich,
b)
wie die Anwartschaften oder die Nettolöhne vergleichbarer nicht ausgeschiedener Arbeitnehmer,
c)
wie die laufenden Leistungen, die an die Versorgungsempfänger des Arbeitgebers erbracht werden, oder
d)
entsprechend dem Verbraucherpreisindex für Deutschland.

(3) Ist bei der Berechnung des Teilanspruchs eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung zu berücksichtigen, so kann bei einer unmittelbaren oder über eine Unterstützungskasse durchgeführten Versorgungszusage das bei der Berechnung von Pensionsrückstellungen allgemein zulässige Verfahren zugrunde gelegt werden, es sei denn, der ausgeschiedene Arbeitnehmer weist die bei der gesetzlichen Rentenversicherung im Zeitpunkt des Ausscheidens erreichten Entgeltpunkte nach. Bei einer Versorgungszusage, die über eine Pensionskasse oder einen Pensionsfonds durchgeführt wird, sind der aufsichtsbehördlich genehmigte Geschäftsplan, der Pensionsplan oder die sonstigen Geschäftsunterlagen zugrunde zu legen.

(4) Versorgungsanwartschaften, die der Arbeitnehmer nach seinem Ausscheiden erwirbt, dürfen nicht zu einer Kürzung des Teilanspruchs führen.

Referenzen

Zitiert von

Urteil vom Landesarbeitsgericht Hamm - 18 SLa 845/24
4. Dezember 2025
18 SLa 845/24 4. Dezember 2025
Urteil vom Bundesarbeitsgericht - 3 AZR 136/24
11. März 2025
3 AZR 136/24 11. März 2025
Urteil vom Arbeitsgericht Stuttgart (22. Kammer) - 22 Ca 4417/23
4. Juli 2024
22 Ca 4417/23 4. Juli 2024
Urteil vom Bundesarbeitsgericht - 3 AZR 247/23
2. Juli 2024
3 AZR 247/23 2. Juli 2024
Urteil vom Bundesarbeitsgericht - 3 AZR 255/23
2. Juli 2024
3 AZR 255/23 2. Juli 2024
Beschluss vom Oberlandesgericht Köln - II-14 UF 20/24
10. Juni 2024
II-14 UF 20/24 10. Juni 2024
Urteil vom Landesarbeitsgericht Düsseldorf - 12 Sa 512/23
5. Juni 2024
12 Sa 512/23 5. Juni 2024
Urteil vom Landesarbeitsgericht Düsseldorf - 12 Sa 506/23
5. Juni 2024
12 Sa 506/23 5. Juni 2024
Urteil vom Landesarbeitsgericht Düsseldorf - 12 Sa 507/23
5. Juni 2024
12 Sa 507/23 5. Juni 2024
Urteil vom Landesarbeitsgericht Düsseldorf - 12 Sa 517/23
5. Juni 2024
12 Sa 517/23 5. Juni 2024