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BGB § 1783 Übergehen der benannten Person

Bürgerliches Gesetzbuch

(1) Die benannte Person darf als Vormund ohne ihre Zustimmung nur übergangen werden, wenn

1.
sie nach § 1784 nicht zum Vormund bestellt werden kann oder soll,
2.
ihre Bestellung dem Wohl des Mündels widersprechen würde,
3.
der Mündel, der das 14. Lebensjahr vollendet hat, der Bestellung widerspricht,
4.
sie aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen an der Übernahme der Vormundschaft verhindert ist oder
5.
sie sich nicht binnen vier Wochen ab der Aufforderung des Familiengerichts zur Übernahme der Vormundschaft bereit erklärt hat.

(2) Wurde die benannte Person gemäß Absatz 1 Nummer 4 übergangen und war sie nur vorübergehend verhindert, so ist sie auf ihren Antrag anstelle des bisherigen Vormunds zum Vormund zu bestellen, wenn

1.
sie den Antrag innerhalb von sechs Monaten nach der Bestellung des bisherigen Vormunds gestellt hat,
2.
die Entlassung des bisherigen Vormunds dem Wohl des Mündels nicht widerspricht und
3.
der Mündel, der das 14. Lebensjahr vollendet hat, der Entlassung des bisherigen Vormunds nicht widerspricht.

Referenzen

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Zitiert von

Beschluss vom Oberlandesgericht Karlsruhe (Senat für Familiensachen) - 16 WF 97/23
29. Januar 2024
16 WF 97/23 29. Januar 2024
Beschluss vom Oberlandesgericht Hamm - 6 UF 104/22
27. Oktober 2023
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Urteil vom Verwaltungsgericht Lüneburg (4. Kammer) - 4 A 90/15
25. Oktober 2016
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Urteil vom Pfälzisches Oberlandesgericht Zweibrücken (1. Zivilsenat) - 1 U 87/13
19. März 2014
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Beschluss vom Sozialgericht Schleswig (3. Kammer) - S 3 AS 133/05 ER
2. Mai 2005
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