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FamFG § 90 Anwendung unmittelbaren Zwanges

Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit

(1) Das Gericht kann durch ausdrücklichen Beschluss zur Vollstreckung unmittelbaren Zwang anordnen, wenn

1.
die Festsetzung von Ordnungsmitteln erfolglos geblieben ist;
2.
die Festsetzung von Ordnungsmitteln keinen Erfolg verspricht;
3.
eine alsbaldige Vollstreckung der Entscheidung unbedingt geboten ist.

(2) Anwendung unmittelbaren Zwanges gegen ein Kind darf nicht zugelassen werden, wenn das Kind herausgegeben werden soll, um das Umgangsrecht auszuüben. Im Übrigen darf unmittelbarer Zwang gegen ein Kind nur zugelassen werden, wenn dies unter Berücksichtigung des Kindeswohls gerechtfertigt ist und eine Durchsetzung der Verpflichtung mit milderen Mitteln nicht möglich ist.

Referenzen

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Beschluss vom Oberlandesgericht Frankfurt am Main (2. Senat für Familiensachen) - 2 UF 13/25
5. Januar 2026
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Beschluss vom Oberlandesgericht Nürnberg - 11 UF 564/24
11. Dezember 2025
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Beschluss vom Kammergericht (1. Zivilsenat) - 1 W 144/25
17. Juli 2025
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Beschluss vom Amtsgericht Sigmaringen - 2 F 86/25
17. April 2025
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Beschluss vom Amtsgericht Erding - 206 F 507/23
18. Dezember 2024
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15. April 2024
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7. März 2024
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26. Februar 2024
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27. Juli 2023
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