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SGG § 120

Sozialgerichtsgesetz

(1) Die Beteiligten haben das Recht der Einsicht in die Akten, soweit die übermittelnde Behörde dieses nicht ausschließt. Beteiligte können sich auf ihre Kosten durch die Geschäftsstelle Ausfertigungen, Auszüge, Ausdrucke und Abschriften erteilen lassen. Für die Versendung von Akten, die Übermittlung elektronischer Dokumente und die Gewährung des elektronischen Zugriffs auf Akten werden Kosten nicht erhoben, sofern nicht nach § 197a das Gerichtskostengesetz gilt.

(2) Werden die Prozessakten elektronisch geführt, wird Akteneinsicht durch Bereitstellung des Inhalts der Akten zum Abruf oder durch Übermittlung des Inhalts der Akten auf einem sicheren Übermittlungsweg gewährt. Auf besonderen Antrag wird Akteneinsicht durch Einsichtnahme in die Akten in Diensträumen gewährt. Ein Aktenausdruck oder ein Datenträger mit dem Inhalt der Akten wird auf besonders zu begründenden Antrag nur übermittelt, wenn der Antragsteller hieran ein berechtigtes Interesse darlegt. Stehen der Akteneinsicht in der nach Satz 1 vorgesehenen Form wichtige Gründe entgegen, kann die Akteneinsicht in der nach den Sätzen 2 und 3 vorgesehenen Form auch ohne Antrag gewährt werden. Über einen Antrag nach Satz 3 entscheidet der Vorsitzende; die Entscheidung ist unanfechtbar. § 155 Absatz 4 gilt entsprechend.

(3) Werden die Prozessakten in Papierform geführt, wird Akteneinsicht durch Einsichtnahme in die Akten in Diensträumen gewährt. Die Akteneinsicht kann, soweit nicht wichtige Gründe entgegenstehen, auch durch Bereitstellung des Inhalts der Akten zum Abruf oder durch Übermittlung des Inhalts der Akten auf einem sicheren Übermittlungsweg gewährt werden. Nach dem Ermessen des Vorsitzenden kann einem Bevollmächtigten, der zu den in § 73 Absatz 2 Satz 1 und 2 Nummer 3 bis 9 bezeichneten natürlichen Personen gehört, die Mitnahme der Akten in die Wohnung oder Geschäftsräume gestattet werden. § 155 Absatz 4 gilt entsprechend.

(4) Der Vorsitzende kann aus besonderen Gründen die Einsicht in die Akten oder in Aktenteile sowie die Fertigung oder Erteilung von Auszügen und Abschriften versagen oder beschränken. Gegen die Versagung oder die Beschränkung der Akteneinsicht kann das Gericht angerufen werden; es entscheidet endgültig.

(5) Die Entwürfe zu Urteilen, Beschlüssen und Verfügungen, die zu ihrer Vorbereitung angefertigten Arbeiten sowie die Dokumente, welche Abstimmungen betreffen, werden weder vorgelegt noch abschriftlich mitgeteilt.

Referenzen

Zitiert von

Beschluss vom Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (14. Senat) - 14 S 1906/25
11. November 2025
14 S 1906/25 11. November 2025
Beschluss vom Bayerisches Landessozialgericht - L 12 SF 16/24
20. Oktober 2025
L 12 SF 16/24 20. Oktober 2025
Beschluss vom Bundesgerichtshof - 5 ARs 10/24
30. Juli 2025
5 ARs 10/24 30. Juli 2025
Beschluss vom Landessozialgericht Berlin-Brandenburg (9. Senat) - L 9 KR 65/25 B ER
20. Juni 2025
L 9 KR 65/25 B ER 20. Juni 2025
Beschluss vom Landessozialgericht Berlin-Brandenburg (14. Senat) - L 14 KR 47/25 B ER
29. April 2025
L 14 KR 47/25 B ER 29. April 2025
Urteil vom Sozialgericht Reutlingen (4. Kammer) - S 4 SF 733/24 DS
16. April 2025
S 4 SF 733/24 DS 16. April 2025
Urteil vom Landessozialgericht NRW - L 3 R 316/18
26. März 2025
L 3 R 316/18 26. März 2025
Urteil vom Sozialgericht Duisburg - S 49 U 125/22
28. Februar 2025
S 49 U 125/22 28. Februar 2025
Beschluss vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 9 B 303/24
6. Januar 2025
9 B 303/24 6. Januar 2025
Beschluss vom Landessozialgericht Baden-Württemberg (5. Senat) - L 5 KR 1548/24 ER-B
29. Juli 2024
L 5 KR 1548/24 ER-B 29. Juli 2024