StPO § 266 Nachtragsanklage

Strafprozeßordnung

(1) Erstreckt der Staatsanwalt in der Hauptverhandlung die Anklage auf weitere Straftaten des Angeklagten, so kann das Gericht sie durch Beschluß in das Verfahren einbeziehen, wenn es für sie zuständig ist und der Angeklagte zustimmt.

(2) Die Nachtragsanklage kann mündlich erhoben werden. Ihr Inhalt entspricht dem § 200 Abs. 1. Sie wird in die Sitzungsniederschrift aufgenommen. Der Vorsitzende gibt dem Angeklagten Gelegenheit, sich zu verteidigen.

(3) Die Verhandlung wird unterbrochen, wenn es der Vorsitzende für erforderlich hält oder wenn der Angeklagte es beantragt und sein Antrag nicht offenbar mutwillig oder nur zur Verzögerung des Verfahrens gestellt ist. Auf das Recht, die Unterbrechung zu beantragen, wird der Angeklagte hingewiesen.

Referenzen

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Zitiert von

Beschluss vom Bundesgerichtshof (4. Strafsenat) - 4 StR 250/17
15. August 2017
4 StR 250/17 15. August 2017
Beschluss vom Bundesgerichtshof (4. Strafsenat) - 4 StR 405/16
1. März 2017
4 StR 405/16 1. März 2017
Urteil vom Bundesgerichtshof (1. Strafsenat) - 1 StR 296/16
21. Februar 2017
1 StR 296/16 21. Februar 2017
Beschluss vom Bundesgerichtshof (4. Strafsenat) - 4 StR 598/14
28. Juli 2015
4 StR 598/14 28. Juli 2015
Urteil vom Bundesgerichtshof (3. Strafsenat) - 3 StR 233/14
22. Januar 2015
3 StR 233/14 22. Januar 2015
Beschluss vom Bundesgerichtshof (1. Strafsenat) - 1 StR 50/14
27. Februar 2014
1 StR 50/14 27. Februar 2014