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TabakerzG § 18 Verbote zum Schutz vor Täuschung

Gesetz über Tabakerzeugnisse und verwandte Erzeugnisse

(1) Es ist verboten,

1.
nicht zum Konsum geeignete Erzeugnisse oder Erzeugnisse, die entgegen den Vorschriften des § 25 hergestellt oder behandelt worden sind, in den Verkehr zu bringen,
2.
Erzeugnisse ohne ausreichende Kenntlichmachung in den Verkehr zu bringen, die
a)
nachgemacht sind,
b)
hinsichtlich ihrer Beschaffenheit von der Verkehrsauffassung abweichen und dadurch in ihrem Wert oder in ihrer Brauchbarkeit nicht unerheblich gemindert sind oder
c)
geeignet sind, den Anschein einer besseren als der tatsächlichen Beschaffenheit zu erwecken.

(2) Es ist verboten, Tabakerzeugnisse unter Verwendung irreführender werblicher Informationen auf Packungen, Außenverpackungen oder auf dem Tabakerzeugnis selbst in den Verkehr zu bringen. Eine Irreführung liegt insbesondere dann vor,

1.
wenn Tabakerzeugnissen insbesondere gesundheitliche oder stimulierende Wirkungen zugeschrieben werden, die ihnen nach den Erkenntnissen der Wissenschaft nicht zukommen oder die wissenschaftlich nicht hinreichend gesichert sind,
2.
wenn der Eindruck erweckt wird, dass ein Tabakerzeugnis weniger schädlich als andere sei oder auf die Reduzierung schädlicher Bestandteile des Rauchs abziele,
3.
wenn sich die werblichen Informationen auf Geschmack, Geruch, Aromastoffe oder sonstige Zusatzstoffe oder auf deren Fehlen beziehen,
4.
wenn Tabakerzeugnissen der Anschein eines Arzneimittels, Lebensmittels oder kosmetischen Mittels gegeben wird,
5.
wenn zur Täuschung geeignete werbliche Informationen über die Herkunft der Tabakerzeugnisse, über ihre Menge, ihr Gewicht, über den Zeitpunkt der Herstellung oder Abpackung, über ihre Haltbarkeit, über sonstige, insbesondere natürliche oder ökologische Eigenschaften oder über Umstände, die für ihre Bewertung mitbestimmend sind, verwendet werden.

(3) Es ist verboten, Tabakerzeugnisse in den Verkehr zu bringen,

1.
wenn die Packung, die Außenverpackung oder werbliche Informationen Angaben über den Gehalt des Tabakerzeugnisses an Nikotin, Teer oder Kohlenmonoxid enthalten oder
2.
wenn die Packung oder die Außenverpackung den Eindruck erweckt, Verbraucherinnen oder Verbraucher könnten einen wirtschaftlichen Vorteil erlangen.

(4) Für elektronische Zigaretten und Nachfüllbehälter gelten die Verbote der Absätze 2 und 3 mit Ausnahme der Informationen über die Aromastoffe und den Nikotingehalt entsprechend.

(5) Für pflanzliche Raucherzeugnisse gelten die Verbote nach Absatz 2 Satz 1 und 2 Nummer 1, 2 und 4 entsprechend. Es ist ferner verboten, pflanzliche Raucherzeugnisse in den Verkehr zu bringen, bei denen Packungen oder Außenverpackungen werbliche Informationen aufweisen, die sich auf das Fehlen von Zusatz- oder Aromastoffen beziehen.

Referenzen

Zitiert von

Urteil vom Bundesgerichtshof - I ZR 96/25
11. März 2026
I ZR 96/25 11. März 2026
Beschluss vom Bundespatentgericht - 30 W (pat) 533/22
8. Mai 2025
30 W (pat) 533/22 8. Mai 2025
Beschluss vom Bundespatentgericht - 26 W (pat) 22/20
19. Dezember 2024
26 W (pat) 22/20 19. Dezember 2024
Beschluss vom Bundespatentgericht - 26 W (pat) 24/20
19. Dezember 2024
26 W (pat) 24/20 19. Dezember 2024
Beschluss vom Bundespatentgericht - 26 W (pat) 21/20
19. Dezember 2024
26 W (pat) 21/20 19. Dezember 2024
Urteil vom Hamburgisches Oberverwaltungsgericht (3. Senat) - 3 Bf 250/20
28. November 2024
3 Bf 250/20 28. November 2024
Urteil vom Bundesgerichtshof - I ZR 164/23
11. Juli 2024
I ZR 164/23 11. Juli 2024
Urteil vom Oberlandesgericht Hamm - 4 U 150/21
31. Oktober 2023
4 U 150/21 31. Oktober 2023
Beschluss vom Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht - 14 ME 61/23
21. August 2023
14 ME 61/23 21. August 2023
Urteil vom Oberlandesgericht Koblenz (9. Zivilsenat) - 9 U 809/20
3. Februar 2021
9 U 809/20 3. Februar 2021