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AZV § 3 Regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit

Verordnung über die Arbeitszeit der Beamtinnen und Beamten des Bundes

(1) Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt 41 Stunden. Schwerbehinderte Beamtinnen und schwerbehinderte Beamte können eine Verkürzung der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit auf 40 Stunden beantragen. Gleiches gilt für Beamtinnen und Beamte,

1.
die für ein Kind unter zwölf Jahren Kindergeld erhalten,
2.
die eine nahe Angehörige oder einen nahen Angehörigen nach § 7 Absatz 3 des Pflegezeitgesetzes im eigenen Haushalt oder im eigenen Haushalt der oder des nahen Angehörigen tatsächlich betreuen oder pflegen, die oder der
a)
pflegebedürftig ist und die Pflegebedürftigkeit nach § 18 des Elften Buches Sozialgesetzbuch durch eine Bescheinigung der Pflegekasse, des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung, nach einer entsprechenden Bescheinigung einer privaten Pflegeversicherung oder nach einem ärztlichen Gutachten festgestellt worden ist oder
b)
an einer durch ein ärztliches Zeugnis nachgewiesenen Erkrankung nach § 3 Absatz 6 Satz 1 des Pflegezeitgesetzes leidet.
Die Verkürzung beginnt bei Vorliegen der Voraussetzungen mit Beginn des Monats der Antragstellung und endet mit Ablauf des Monats, in dem ihre Voraussetzungen nicht mehr vorliegen. § 116 Abs. 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch bleibt unberührt. Die Beamtinnen und Beamten sind verpflichtet, jede Änderung unverzüglich anzuzeigen und auf Verlangen entsprechende Nachweise zu erbringen. Bei Teilzeitbeschäftigung wird die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit nach den Sätzen 1 bis 3 entsprechend dem Umfang der bewilligten Teilzeitbeschäftigung verkürzt.

(2) Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit wird bei Vollzeitbeschäftigung und Teilzeitbeschäftigung mit einer Ermäßigung der Arbeitszeit um weniger als 10 Prozent auf Montag bis Freitag verteilt. Aus dienstlichen Gründen kann sie auf sechs Tage verteilt werden.

(3) Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit verkürzt sich für jeden gesetzlich anerkannten Feiertag sowie für Heiligabend und Silvester um die darauf entfallende Arbeitszeit. Im selben Umfang wird die Arbeitszeit für Beamtinnen und Beamte, die im Schichtdienst eingesetzt sind, verkürzt. Hierbei bleibt unberücksichtigt, ob und wie lange an diesen Tagen tatsächlich Dienst geleistet werden muss.

(4) Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit kann ausnahmsweise verkürzt werden, soweit besondere Bedürfnisse dies erfordern.

(5) Ist ein Ausgleich der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit innerhalb von zwölf Monaten aufgrund zwingender dienstlicher Verhältnisse nicht möglich, darf die durchschnittliche Arbeitszeit hierbei 48 Stunden im Siebentageszeitraum nicht überschreiten.

Referenzen

Zitiert von

Urteil vom Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (4. Senat) - 4 S 703/25
27. Januar 2026
4 S 703/25 27. Januar 2026
Beschluss vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 1 A 2485/22
14. Juli 2025
1 A 2485/22 14. Juli 2025
Urteil vom Verwaltungsgericht Sigmaringen (4. Kammer) - 4 K 3518/23
27. März 2025
4 K 3518/23 27. März 2025
Urteil vom Verwaltungsgericht Wiesbaden (25. Kammer) - 25 K 404/22.WI.D
13. November 2024
25 K 404/22.WI.D 13. November 2024
Beschluss vom Bundesverwaltungsgericht - 1 WB 26/22
20. März 2024
1 WB 26/22 20. März 2024
Beschluss vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (72. Kammer) - 72 K 5/22 PVB
20. Oktober 2023
72 K 5/22 PVB 20. Oktober 2023
Urteil vom Bundesverwaltungsgericht - 2 C 21/21
22. Juni 2023
2 C 21/21 22. Juni 2023
Urteil vom Bundesverwaltungsgericht - 2 C 19/21
22. Juni 2023
2 C 19/21 22. Juni 2023
Beschluss vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (Fachsenat für Bundespersonalvertretungssachen) - OVG 62 PV 6/22
1. Februar 2023
OVG 62 PV 6/22 1. Februar 2023
Urteil vom Verwaltungsgericht Bremen - 6 K 1767/19
24. Januar 2023
6 K 1767/19 24. Januar 2023