BGB § 1688 Entscheidungsbefugnisse der Pflegeperson

Bürgerliches Gesetzbuch

(1) Lebt ein Kind für längere Zeit in Familienpflege, so ist die Pflegeperson berechtigt, in Angelegenheiten des täglichen Lebens zu entscheiden sowie den Inhaber der elterlichen Sorge in solchen Angelegenheiten zu vertreten. Sie ist befugt, den Arbeitsverdienst des Kindes zu verwalten sowie Unterhalts-, Versicherungs-, Versorgungs- und sonstige Sozialleistungen für das Kind geltend zu machen und zu verwalten. § 1629 Abs. 1 Satz 4 gilt entsprechend.

(2) Der Pflegeperson steht eine Person gleich, die im Rahmen der Hilfe nach den §§ 34, 35 und 35a Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 und 4 des Achten Buches Sozialgesetzbuch die Erziehung und Betreuung eines Kindes übernommen hat.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten nicht, wenn der Inhaber der elterlichen Sorge etwas anderes erklärt. Das Familiengericht kann die Befugnisse nach den Absätzen 1 und 2 einschränken oder ausschließen, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist.

(4) Für eine Person, bei der sich das Kind auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung nach § 1632 Abs. 4 oder § 1682 aufhält, gelten die Absätze 1 und 3 mit der Maßgabe, dass die genannten Befugnisse nur das Familiengericht einschränken oder ausschließen kann.

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Beschluss vom Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht (10. Senat) - 10 PA 204/19
25. November 2019
10 PA 204/19 25. November 2019
Beschluss vom Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg - 12 S 1952/17
23. Januar 2018
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Beschluss vom Bundesgerichtshof (12. Zivilsenat) - XII ZB 298/15
9. November 2016
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Urteil vom Verwaltungsgericht Köln - 26 K 5049/14
13. Juli 2016
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Beschluss vom Verwaltungsgericht Aachen - 9 L 913/15
9. November 2015
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Beschluss vom Oberlandesgericht Karlsruhe - 5 WF 170/12
6. Mai 2013
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Urteil vom Verwaltungsgericht Stuttgart - 7 K 5075/10
5. September 2012
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Beschluss vom Oberlandesgericht Stuttgart - 17 UF 84/06
4. Oktober 2006
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Beschluss vom Oberlandesgericht Stuttgart - 8 WF 152/05
6. Dezember 2005
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