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InsO § 123 Umfang des Sozialplans

Insolvenzordnung

(1) In einem Sozialplan, der nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens aufgestellt wird, kann für den Ausgleich oder die Milderung der wirtschaftlichen Nachteile, die den Arbeitnehmern infolge der geplanten Betriebsänderung entstehen, ein Gesamtbetrag von bis zu zweieinhalb Monatsverdiensten (§ 10 Abs. 3 des Kündigungsschutzgesetzes) der von einer Entlassung betroffenen Arbeitnehmer vorgesehen werden.

(2) Die Verbindlichkeiten aus einem solchen Sozialplan sind Masseverbindlichkeiten. Jedoch darf, wenn nicht ein Insolvenzplan zustande kommt, für die Berichtigung von Sozialplanforderungen nicht mehr als ein Drittel der Masse verwendet werden, die ohne einen Sozialplan für die Verteilung an die Insolvenzgläubiger zur Verfügung stünde. Übersteigt der Gesamtbetrag aller Sozialplanforderungen diese Grenze, so sind die einzelnen Forderungen anteilig zu kürzen.

(3) Sooft hinreichende Barmittel in der Masse vorhanden sind, soll der Insolvenzverwalter mit Zustimmung des Insolvenzgerichts Abschlagszahlungen auf die Sozialplanforderungen leisten. Eine Zwangsvollstreckung in die Masse wegen einer Sozialplanforderung ist unzulässig.

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Urteil vom Arbeitsgericht Bocholt - 1 Ca 1372/23
6. Juni 2024
1 Ca 1372/23 6. Juni 2024
Urteil vom Arbeitsgericht Bocholt - 1 Ca 1494/23
6. Juni 2024
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Urteil vom Arbeitsgericht Düsseldorf - 16 Ca 5427/20
22. Juni 2022
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Beschluss vom Landesarbeitsgericht Düsseldorf - 4 Ta 31/22
10. März 2022
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Urteil vom Arbeitsgericht Düsseldorf - 13 Ca 4051/18
7. September 2018
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Urteil vom Arbeitsgericht Düsseldorf - 14 Ca 3999/18
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21. Juli 2016
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Urteil vom Landesarbeitsgericht Düsseldorf - 12 Sa 1051/15
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