ZPO § 76 Urheberbenennung bei Besitz

Zivilprozessordnung

(1) Wer als Besitzer einer Sache verklagt ist, die er auf Grund eines Rechtsverhältnisses der im § 868 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bezeichneten Art zu besitzen behauptet, kann vor der Verhandlung zur Hauptsache unter Einreichung eines Schriftsatzes, in dem er den mittelbaren Besitzer benennt, und einer Streitverkündungsschrift die Ladung des mittelbaren Besitzers zur Erklärung beantragen. Bis zu dieser Erklärung oder bis zum Schluss des Termins, in dem sich der Benannte zu erklären hat, kann der Beklagte die Verhandlung zur Hauptsache verweigern.

(2) Bestreitet der Benannte die Behauptung des Beklagten oder erklärt er sich nicht, so ist der Beklagte berechtigt, dem Klageantrage zu genügen.

(3) Wird die Behauptung des Beklagten von dem Benannten als richtig anerkannt, so ist dieser berechtigt, mit Zustimmung des Beklagten an dessen Stelle den Prozess zu übernehmen. Die Zustimmung des Klägers ist nur insoweit erforderlich, als er Ansprüche geltend macht, die unabhängig davon sind, dass der Beklagte auf Grund eines Rechtsverhältnisses der im Absatz 1 bezeichneten Art besitzt.

(4) Hat der Benannte den Prozess übernommen, so ist der Beklagte auf seinen Antrag von der Klage zu entbinden. Die Entscheidung ist in Ansehung der Sache selbst auch gegen den Beklagten wirksam und vollstreckbar.

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Beschluss vom Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht (2. Senat) - 10 WF 110/18
27. Juni 2018
10 WF 110/18 27. Juni 2018
Beschluss vom Bundesgerichtshof (12. Zivilsenat) - XII ZB 550/16
31. Mai 2017
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Beschluss vom Bundesgerichtshof (12. Zivilsenat) - XII ZB 125/14
22. Oktober 2014
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Beschluss vom Oberlandesgericht Naumburg (1. Senat für Familiensachen) - 3 WF 189/14 (VKH)
27. August 2014
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Beschluss vom Oberlandesgericht Naumburg (1. Senat für Familiensachen) - 3 UF 130/14
6. August 2014
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Beschluss vom Oberlandesgericht Naumburg (1. Senat für Familiensachen) - 3 WF 257/12 (VKH), 3 WF 257/12
9. November 2012
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23. August 2012
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