Beschluss vom Oberlandesgericht Hamm - 4 RVs 103/17
Tenor
Die Revision wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils aufgrund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).
Die Kosten des Rechtsmittels trägt der Angeklagte (§ 473 Abs. 1 StPO).
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Zusatz:Entgegen der Auffassung der Verteidigung reicht die Eignung der Tathandlung zur öffentlichen Friedensstörung, da die Vorschrift des § 130 Abs. 1 StGB ein abstraktes Gefährdungsdelikt darstellt (vgl. Fischer, StGB, 64. Aufl., § 130 Rdnr. 13 m.w.N.); eine öffentliche Äußerung ist nicht erforderlich (BGHSt 46, 36, 42).
2Die Tat des Angeklagten richtet sich auch gegen Teile der Bevölkerung i.S.v. § 130 Abs. 1 Nr. 1 StGB. Dieser Begriff umfasst alle Personenmehrheiten, die aufgrund gemeinsamer äußerer oder innerer Merkmale als unterscheidbarer Teil von der Gesamtheit der Bevölkerung abgrenzbar sind (vgl. BGH, NStZ 2015, 512,513). Hierzu zählen auch die im Bundesgebiet lebenden Flüchtlinge (vgl. Fischer, a.a.O., § 130 Rdnr. 5).
Zitiert von
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Urteil vom Amtsgericht Aschersleben - 2 Cs 802 Js 26696/24 (418/25)
24. Februar 2026
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2 Cs 802 Js 26696/24 (418/25) | 24. Februar 2026 |
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Urteil vom Amtsgericht Aschersleben - 2 Cs 802 Js 26696/24 (337/24)
7. März 2025
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2 Cs 802 Js 26696/24 (337/24) | 7. März 2025 |
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Urteil vom Verwaltungsgericht Berlin (27. Kammer) - 27 K 93.16
21. Mai 2019
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27 K 93.16 | 21. Mai 2019 |
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Urteil vom Verwaltungsgericht Hamburg (2. Kammer) - 2 K 2745/16
20. Dezember 2017
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2 K 2745/16 | 20. Dezember 2017 |
Referenzen
- StPO § 349 Entscheidung ohne Hauptverhandlung durch Beschluss 1x
- StPO § 473 Kosten bei zurückgenommenem oder erfolglosem Rechtsmittel; Kosten der Wiedereinsetzung 1x
- StGB § 130 Volksverhetzung 2x
- BGHSt 46, 36, 42 1x (nicht zugeordnet)
- NStZ 2015, 512,513 1x (nicht zugeordnet)