BGB § 836 Haftung des Grundstücksbesitzers

Bürgerliches Gesetzbuch

(1) Wird durch den Einsturz eines Gebäudes oder eines anderen mit einem Grundstück verbundenen Werkes oder durch die Ablösung von Teilen des Gebäudes oder des Werkes ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der Besitzer des Grundstücks, sofern der Einsturz oder die Ablösung die Folge fehlerhafter Errichtung oder mangelhafter Unterhaltung ist, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Besitzer zum Zwecke der Abwendung der Gefahr die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet hat.

(2) Ein früherer Besitzer des Grundstücks ist für den Schaden verantwortlich, wenn der Einsturz oder die Ablösung innerhalb eines Jahres nach der Beendigung seines Besitzes eintritt, es sei denn, dass er während seines Besitzes die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet hat oder ein späterer Besitzer durch Beobachtung dieser Sorgfalt die Gefahr hätte abwenden können.

(3) Besitzer im Sinne dieser Vorschriften ist der Eigenbesitzer.

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Urteil vom Landgericht Aurich (3. Zivilkammer) - 3 O 1102/16 (458)
19. Januar 2018
3 O 1102/16 (458) 19. Januar 2018
Urteil vom Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (9. Kammer) - 9 Sa 145/12
24. August 2012
9 Sa 145/12 24. August 2012
Beschluss vom Verwaltungsgericht Koblenz (4. Kammer) - 4 L 1158/11.KO
19. Januar 2012
4 L 1158/11.KO 19. Januar 2012
Urteil vom Landgericht Flensburg (1. Zivilkammer) - 1 S 90/10
15. März 2011
1 S 90/10 15. März 2011
Urteil vom Landgericht Kiel (12. Zivilkammer) - 12 O 377/05
12. Juni 2008
12 O 377/05 12. Juni 2008