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LAG § 15 Sparerschäden

Gesetz über den Lastenausgleich

(1) Ein Sparerschaden ist die Minderung des Nennbetrags von Sparanlagen, die dadurch eingetreten ist, daß die Sparanlagen bei der Neuordnung des Geldwesens im Geltungsbereich des Grundgesetzes einschließlich Berlin (West) im Verhältnis 10 zu 1 oder in einem ungünstigeren Verhältnis auf Deutsche Mark umgestellt oder nach § 14 des Umstellungsgesetzes nicht auf Deutsche Mark umgestellt worden sind.

(2) Sparanlagen im Sinne des Absatzes 1 sind

1.
Spareinlagen im Sinne des § 22 des Gesetzes über das Kreditwesen vom 25. September 1939 (Reichsgesetzbl. I S. 1955) einschließlich der Postspareinlagen, soweit die Spareinlagen nicht erst nach dem Zeitpunkt der Einführung der Deutschen Mark durch Gutschrift auf Grund von Bareinzahlungen begründet worden sind, sowie einschließlich der Bausparguthaben,
2.
Pfandbriefe, Rentenbriefe, Kommunalschuldverschreibungen und andere Schuldverschreibungen, die von Grundkreditanstalten, Kommunalkreditanstalten, Schiffsbeleihungsbanken und Ablösungsanstalten ausgegeben worden sind, ohne Rücksicht darauf, ob im Einzelfall an die Stelle der Ausgabe einer Schuldverschreibung die Eintragung in ein Schuldbuch getreten ist,
3.
Schuldverschreibungen und verzinsliche Schatzanweisungen des Reichs und der Länder, der Reichsbahn und der Reichspost, der Gemeinden und der Gemeindeverbände einschließlich der Schuldbuchforderungen und der Ansprüche auf Vorzugsrente,
4.
Industrie- und gleichartige Schuldverschreibungen,
5.
Ansprüche aus Lebensversicherungsverträgen,
6.
durch die Bestellung von Grundpfandrechten gesicherte privatrechtliche Ansprüche, soweit es sich nicht um Ansprüche aus laufender Rechnung handelt.
Den in Nummer 1 bezeichneten Spareinlagen werden Geldeinlagen, für die eine Kündigungs- oder Anlagefrist vereinbart war, gleichgestellt, wenn für sie Einlagebücher oder entsprechende Urkunden ausgegeben waren, in die Eintragungen über Einzahlungen und Auszahlungen nur durch das Geldinstitut vorgenommen werden durften.

(3) Einem Sparerschaden wird die Einstellung der Zahlung von Reichszuschüssen an Kleinrentner sowie die Einstellung von Rentenzahlungen, die aus Reichsmitteln zum Ausgleich von im ersten Weltkrieg erlittenen Liquidations- und Gewaltschäden gewährt wurden, gleichgestellt.

(4) Durch Rechtsverordnung können andere Geldanlagen den Sparanlagen im Sinne des Absatzes 2 gleichgestellt werden, sofern sie der Kapitalanlage oder der Versorgung dienten.

Referenzen

Zitiert von

Urteil vom Landesarbeitsgericht Hamm - 7 Sa 1026/13
4. Februar 2014
7 Sa 1026/13 4. Februar 2014
Urteil vom Landesarbeitsgericht Niedersachsen (10. Kammer) - 10 Sa 676/09
12. März 2010
10 Sa 676/09 12. März 2010
Urteil vom Landesarbeitsgericht Niedersachsen (10. Kammer) - 10 Sa 675/09
12. März 2010
10 Sa 675/09 12. März 2010
Urteil vom Landesarbeitsgericht Niedersachsen (10. Kammer) - 10 Sa 569/09
12. Februar 2010
10 Sa 569/09 12. Februar 2010
Beschluss vom Landesarbeitsgericht Hamm - 10 TaBV 131/07
23. April 2008
10 TaBV 131/07 23. April 2008
Urteil vom Landesarbeitsgericht Hamm - 10 Sa 1684/06
11. Mai 2007
10 Sa 1684/06 11. Mai 2007
Urteil vom Landesarbeitsgericht Hamm - 10 Sa 1956/05
24. Februar 2006
10 Sa 1956/05 24. Februar 2006
Urteil vom Unknown court - 2 Ca 2427/05
27. September 2005
2 Ca 2427/05 27. September 2005
Urteil vom Landesarbeitsgericht Hamm - 10 Sa 1791/04
20. Juni 2005
10 Sa 1791/04 20. Juni 2005
Urteil vom Landesarbeitsgericht Hamm - 10 Sa 1228/04
7. Januar 2005
10 Sa 1228/04 7. Januar 2005