StGB § 74c Einziehung des Wertes von Tatprodukten, Tatmitteln und Tatobjekten bei Tätern und Teilnehmern

Strafgesetzbuch

(1) Ist die Einziehung eines bestimmten Gegenstandes nicht möglich, weil der Täter oder Teilnehmer diesen veräußert, verbraucht oder die Einziehung auf andere Weise vereitelt hat, so kann das Gericht gegen ihn die Einziehung eines Geldbetrages anordnen, der dem Wert des Gegenstandes entspricht.

(2) Eine solche Anordnung kann das Gericht auch neben oder statt der Einziehung eines Gegenstandes treffen, wenn ihn der Täter oder Teilnehmer vor der Entscheidung über die Einziehung mit dem Recht eines Dritten belastet hat, dessen Erlöschen nicht oder ohne Entschädigung nicht angeordnet werden kann (§ 74b Absatz 2 und 3 und § 75 Absatz 2). Trifft das Gericht die Anordnung neben der Einziehung, bemisst sich die Höhe des Wertersatzes nach dem Wert der Belastung des Gegenstandes.

(3) Der Wert des Gegenstandes und der Belastung kann geschätzt werden.

Referenzen

Dieses Dokument enthält keine Referenzen.

Zitiert von

Beschluss vom Bundesgerichtshof (5. Strafsenat) - 5 StR 234/18
27. November 2018
5 StR 234/18 27. November 2018
Beschluss vom Oberlandesgericht Rostock (1. Strafsenat) - 20 Ws 42/18
7. Juni 2018
20 Ws 42/18 7. Juni 2018
Beschluss vom Bundesgerichtshof (4. Strafsenat) - 4 StR 648/17
14. Februar 2018
4 StR 648/17 14. Februar 2018
Beschluss vom Bundesgerichtshof (4. Strafsenat) - 4 StR 350/16
28. März 2017
4 StR 350/16 28. März 2017
Urteil vom Bundesgerichtshof (3. Strafsenat) - 3 StR 37/15
23. Juli 2015
3 StR 37/15 23. Juli 2015