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StromStV § 12a Steuerentlastung für Strom zur Stromerzeugung

Verordnung zur Durchführung des Stromsteuergesetzes

(1) Auf Antrag wird eine Steuerentlastung für nachweislich nach § 3 des Gesetzes versteuerten Strom gewährt, der zu dem in § 9 Absatz 1 Nummer 2 des Gesetzes genannten Zweck entnommen worden ist. § 12 gilt entsprechend.

(2) Entlastungsberechtigt ist derjenige, der den Strom entnommen hat.

(3) Die Steuerentlastung ist für jede Anlage (§ 12b Absatz 1) bei dem für den Antragsteller zuständigen Hauptzollamt mit einer Anmeldung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck für den Strom zu beantragen, der innerhalb eines Entlastungsabschnitts entnommen worden ist. Der Antragsteller hat in der Anmeldung alle Angaben zu machen, die für die Bemessung der Steuerentlastung erforderlich sind, und die Steuerentlastung selbst zu berechnen. Die Steuerentlastung wird nur gewährt, wenn der Antrag spätestens bis zum Ablauf der Festsetzungsfrist im Sinne des § 169 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1 der Abgabenordnung beim Hauptzollamt gestellt wird.

(4) Entlastungsabschnitt ist das Kalenderjahr. Hiervon abweichend können Antragsteller das Kalenderhalbjahr, das Kalendervierteljahr oder den Kalendermonat als Entlastungsabschnitt wählen, sofern der Entlastungsbetrag bereits im jeweils ersten gewählten Entlastungsabschnitt eines Kalenderjahres mindestens 10 000 Euro beträgt. Das Wahlrecht kann einmalig für jeweils ein Kalenderjahr ausgeübt werden.

(4a) Bei erstmaliger Antragstellung ist dem Antrag für die Anlage eine Betriebserklärung nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck beizufügen. Soweit darin Daten zu Stromerzeugungseinheiten verlangt werden, die bereits zutreffend im Marktstammdatenregister enthalten sind, ist eine Angabe nicht erneut erforderlich. Weiteren Anträgen muss eine Betriebserklärung nur beigefügt werden, wenn sich Änderungen gegenüber den dem Hauptzollamt bereits vorliegenden Angaben und Unterlagen ergeben haben und Änderungen in Bezug auf die Angaben zu den Stromerzeugungseinheiten nicht zutreffend im Marktstammdatenregister ersichtlich sind. Das zuständige Hauptzollamt kann weitere Angaben und Unterlagen verlangen, wenn dies zur Sicherung des Steueraufkommens oder für die Steueraufsicht erforderlich ist.

(5) Der Antragsteller hat einen buchmäßigen Nachweis zu führen, aus dem sich für den Entlastungsabschnitt die Menge und der genaue Verwendungszweck des Stroms ergeben müssen. Abweichend von Satz 1 sind belegmäßige Nachweise anstelle des buchmäßigen Nachweises ausreichend, wenn die Steuerbelange dadurch nicht beeinträchtigt werden. Satz 2 gilt nicht für Antragsteller, die nach dem Handelsgesetzbuch oder der Abgabenordnung dazu verpflichtet sind, ordnungsmäßig kaufmännische Bücher zu führen und rechtzeitig Jahresabschlüsse aufzustellen.

Referenzen

Zitiert von

Urteil vom Finanzgericht Hamburg (4. Senat) - 4 K 24/23
19. März 2025
4 K 24/23 19. März 2025
Beschluss vom Bundesfinanzhof - VII B 27/24
19. Dezember 2024
VII B 27/24 19. Dezember 2024
Urteil vom Finanzgericht des Landes Sachsen-Anhalt (3. Senat) - 3 K 836/19
31. Januar 2024
3 K 836/19 31. Januar 2024
Beschluss vom Bundesfinanzhof - VII B 103/22
25. Oktober 2023
VII B 103/22 25. Oktober 2023
Urteil vom Bundesfinanzhof - VII R 50/20
17. Oktober 2023
VII R 50/20 17. Oktober 2023
Beschluss vom Unknown court (7. Senat) - VII B 99/20
28. Januar 2021
VII B 99/20 28. Januar 2021
Urteil vom Unknown court (7. Senat) - VII R 30/19
15. September 2020
VII R 30/19 15. September 2020
Urteil vom Finanzgericht Berlin-Brandenburg (1. Senat) - 1 K 1142/16
10. Januar 2018
1 K 1142/16 10. Januar 2018
Urteil vom Finanzgericht Düsseldorf - 4 K 880/10 VSt
3. November 2010
4 K 880/10 VSt 3. November 2010
Urteil vom Finanzgericht Mecklenburg-Vorpommern (3. Senat) - 3 K 102/07
18. Juni 2008
3 K 102/07 18. Juni 2008