UrhG § 20b Kabelweitersendung

Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte

(1) Das Recht, ein gesendetes Werk im Rahmen eines zeitgleich, unverändert und vollständig weiterübertragenen Programms durch Kabelsysteme oder Mikrowellensysteme weiterzusenden (Kabelweitersendung), kann nur durch eine Verwertungsgesellschaft geltend gemacht werden. Dies gilt nicht für Rechte, die ein Sendeunternehmen in Bezug auf seine Sendungen geltend macht.

(2) Hat der Urheber das Recht der Kabelweitersendung einem Sendeunternehmen oder einem Tonträger- oder Filmhersteller eingeräumt, so hat das Kabelunternehmen gleichwohl dem Urheber eine angemessene Vergütung für die Kabelweitersendung zu zahlen. Auf den Vergütungsanspruch kann nicht verzichtet werden. Er kann im voraus nur an eine Verwertungsgesellschaft abgetreten und nur durch eine solche geltend gemacht werden. Diese Regelung steht Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen und gemeinsamen Vergütungsregeln von Sendeunternehmen nicht entgegen, soweit dadurch dem Urheber eine angemessene Vergütung für jede Kabelweitersendung eingeräumt wird.

Referenzen

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Zitiert von

Urteil vom Hanseatisches Oberlandesgericht - 3 U 132/14
29. März 2018
3 U 132/14 29. März 2018
Urteil vom Bundesgerichtshof (1. Zivilsenat) - I ZR 85/17
11. Januar 2018
I ZR 85/17 11. Januar 2018
Urteil vom Landgericht Hamburg - 308 O 360/15
14. Januar 2016
308 O 360/15 14. Januar 2016
Urteil vom Bundesgerichtshof (1. Zivilsenat) - I ZR 21/14
17. Dezember 2015
I ZR 21/14 17. Dezember 2015
Urteil vom Bundesgerichtshof (1. Zivilsenat) - I ZR 228/14
17. September 2015
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Urteil vom Bundesgerichtshof (1. Zivilsenat) - I ZR 215/12
18. Juni 2014
I ZR 215/12 18. Juni 2014
Nichtannahmebeschluss vom Bundesverfassungsgericht (1. Senat 2. Kammer) - 1 BvR 2553/10
22. Juni 2011
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