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WoEigG § 20 Bauliche Veränderungen

Gesetz über das Wohnungseigentum und das Dauerwohnrecht

(1) Maßnahmen, die über die ordnungsmäßige Erhaltung des gemeinschaftlichen Eigentums hinausgehen (bauliche Veränderungen), können beschlossen oder einem Wohnungseigentümer durch Beschluss gestattet werden.

(2) Jeder Wohnungseigentümer kann angemessene bauliche Veränderungen verlangen, die

1.
dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen,
2.
dem Laden elektrisch betriebener Fahrzeuge,
3.
dem Einbruchsschutz,
4.
dem Anschluss an ein Telekommunikationsnetz mit sehr hoher Kapazität und
5.
der Stromerzeugung durch Steckersolargeräte
dienen. Über die Durchführung ist im Rahmen ordnungsmäßiger Verwaltung zu beschließen.

(3) Unbeschadet des Absatzes 2 kann jeder Wohnungseigentümer verlangen, dass ihm eine bauliche Veränderung gestattet wird, wenn alle Wohnungseigentümer, deren Rechte durch die bauliche Veränderung über das bei einem geordneten Zusammenleben unvermeidliche Maß hinaus beeinträchtigt werden, einverstanden sind.

(4) Bauliche Veränderungen, die die Wohnanlage grundlegend umgestalten oder einen Wohnungseigentümer ohne sein Einverständnis gegenüber anderen unbillig benachteiligen, dürfen nicht beschlossen und gestattet werden; sie können auch nicht verlangt werden.

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Zitiert von

Urteil vom Amtsgericht Unna - 18 C 23/23
9. Oktober 2024
18 C 23/23 9. Oktober 2024
Urteil vom Amtsgericht Essen - 196 C 171/23
12. September 2024
196 C 171/23 12. September 2024
Urteil vom Amtsgericht Duisburg - 521 C 2809/22
20. Februar 2024
521 C 2809/22 20. Februar 2024
Urteil vom Bundessozialgericht (12. Senat) - B 12 R 4/10 R
29. August 2012
B 12 R 4/10 R 29. August 2012