Urteil vom Landgericht Münster - 14 O 364/21

Tenor

Der Beklagte wird bei Androhung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung zu zahlenden Ordnungsgeldes bis zu 250.000,00 EUR, ersatzweise Ordnungshaft oder Ordnungshaft bis zu sechs Monaten verurteilt, es zu unterlassen, wörtlich oder sinngemäß über den Kläger Behauptungen aufzustellen und/oder zu verbreiten, wenn dies geschieht wie auf der Internetseite www…..de unter dem 14.05.2020 / 26.09.2020 / 20.12.2020 / 21.12.2020 / 01.05.2021, wie folgt:

a) Thread vom 14.05.2020 auf dem Profil W.:

10:28 Uhr: „Nach zwei Jahren systematischer Vater-Tochter Entfremdung und ständigem Bestätigungsdruck, der auf sie ausgeübt wurde, war sie psychisch am Ende und fing an, das zu behaupten, was man im F. von ihr wollte, dass sie es behauptet.“

(https://twitter.com/H._Q./status/N01; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

10:38 Uhr: „Nach dem Verfahren ist sie endgültig völlig abgedreht und F. und Jugendamt haben sie dann als angeblich Schwererziehbare in eine Erziehungsmaßnahme nach UM. abgeschoben.“

(https://twitter.com/H._Q./status/N02; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

10:46 Uhr: „Zusätzlich zu diesen Alltagsmisshandlungen kamen dann immer wieder die Erinnerungen an den realen Missbrauch durch ihren Halbbruder und die Falschbezichtigung ihres Vaters, in die sie von einer perversen Meute von Erwachsenen im F. hineingetrieben worden war.“

(https://twitter.com/H._Q./status/N03; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

b) Thread vom 14.05.2020 auf dem Profil von @E.:

08:17 Uhr: „An der Zerstörung Ihres [sic] Lebens, für die maßgeblich die Zeit im M. verantwortlich ist, lässt sich nichts mehr ändern. Aber das Bistum ist nicht bereit, Ihr [sic] wenigstens posthum durch Aufklärung der damaligen Vorgänge Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.“

(https://twitter.com/H._Q./status/N04; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

08:22 Uhr: „Es ging mir nicht um irgendeine Form von Widergutmachung [sic]. Nur um die Wahrheit. Das ist schon zuviel [sic] verlangt. Der Vertuschungsbeauftragte des Bistums steht[,] so wie ich weiß[,] in langjähriger persönlicher Beziehung zu den damals Verantwortlichen im F..“

(https://twitter.com/H._Q./status/N05; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

09:13 Uhr: „Der Vertuschungsbeauftragte des Bistums heißt Z., die mit ihm befreundeten damaligen Leiter dieses verfluchten Heims G. und Schwester O. I.. Besonders Frau I. habe ich in übelster Erinnerung.“

(https://twitter.com/H._Q./status/N06; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

13:13 Uhr: „Aufklärung kann naturgemäß nur durch eine kompetente, unabhängige Persönlichkeit von außen kommen und nicht durch jemanden, der mit den potentiellen Tätern seit vielen Jahren verbündet und verbandelt ist.“

(https://twitter.com/H._Q./status/N07; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

15:03 Uhr: „Und neben der Mutter, ihrem Halbbruder als dem wahren Täter, gegen den nicht einmal ermittelt wurde, und deren Anwalt waren es vor allem die Mitarbeiter des L., die ein vitales Interesse daran hatten, dass sie mich bezichtigte und ich verurteilt werden würde.“

(https://twitter.com/H._Q./status/N08; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

15:20 Uhr: „Dazu gehörten unter anderem Anzeigen wegen abgestimmter Falschaussagen mit zahlreichen angeblichen Erinnerungslücken der Mitarbeiter des L. bei diesem Verfahren.“

(https://twitter.com/H._Q./status/N09; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

15:48 Uhr: „Seit wir uns Anfang 2017 das erste Mal wieder gesehen haben, hat sie mir nach und nach vieles erzählt, was sie auf ihrem Leidensweg durch die deutsche Perversion von Jugendhilfe erlebt und erlitten hat. Nicht nur das mit den Drogen. Das hat sie mir fast bis zum Ende verschwiegen.“

(https://twitter.com/H._Q./status/N10; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

c) Thread vom 26.09.2020 auf dem Profil W.:

09:34 Uhr: „Meine Tochter B. ist auch vom Jugendamt auf eine Insel ( UM. )verschickt ( verschleppt ) [sic] worden. Dort wurde sie weiterhin vernachlässigt und psychisch misshandelt, so wie zuvor schon in dem F. in QS..“

(https://twitter.com/H._Q./status/N11; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

d) Thread vom 20.12.2020 auf dem Profil W. als Antwort an @WS.:

10:49 Uhr: „Das nahende Weihnachtsfest ist für mich Anlass an meine Tochter B. zu erinnern, die ich vor einem Jahr beerdigen musste. Eine wesentliche Ursache für ihren unglücklichen Lebensverlauf war der seelische Missbrauch im M..“

(https://twitter.com/H._Q./status/N12; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

10:53 Uhr: „Auf willkürlichen Verdacht hin, es habe sexuellen Missbrauch durch ihren Vater gegeben, hatte man mit Falschinformationen gegenüber dem zuständigen Familiengericht den Kontaktverlust Vater-Tochter vorsätzlich herbeigeführt.“

(https://twitter.com/H._Q./status/N13; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

10:57 Uhr: „Zwei Jahre lang hat die ehemalige Heimleitung G./I. dann zugelassen, dass mein Kind von Mitarbeitern dieser Einrichtung solange bearbeitet wurde, bis es diesen falschen Verdacht bestätigt hat. Namentlich eine Erzieherin namens YT. …“

(https://twitter.com/H._Q./status/N14; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

11:00 Uhr: „hatte sich hier besonders hervorgetan, indem sie zu diesem Zweck meine Tochter zu Übernachtungen mit zu sich nach Hause genommen hatte. Als meine Tochter nach dem Verfahren vor dem Landgericht, in das diese Erziehungsverbrecher sie gedrängt hatten, psychisch völlig abdrehte, …“

(https://twitter.com/H._Q./status/N15; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

11:03 Uhr: „wurde sie in eine sogenannte individualpädagogische Massnahme [sic] nach UM. abgeschoben. Die vermeintlichen Pflegeeltern stellten sich als weitere Kinderseelenschänder heraus, die mit dem Geld vom Jugendamt sich nur ihren Ruhestand auf der Insel versüßen wollten.“

(https://twitter.com/H._Q./status/N16; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

11:06 Uhr: „Die Aufklärung des im F. begangenen Erziehungsverbrechens an meiner Tochter wurde wie üblich zum Schutz der Institution und damit der Täter unterdrückt. Leider erwartet kein Mensch mehr etwas anderes, am allerwenigsten von Vertuschungsbeauftragten wie Herrn Z.“

(https://twitter.com/H._Q./status/N18; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

e) Thread vom 21.12.2020 auf dem Profil W.:

15:39 Uhr: „Wie ich mittlerweile gesehen habe, kann einer der Tatbeteiligten an den schweren psychischen Misshandlungen meiner Tochter namens HX. immer noch sein Unwesen in der Einrichtung treiben – als „Gruppenleiter“. Unfassbar!!! RO..de/gruppenleitung“

(https://twitter.com/H._Q./status/N19; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

f) Thread vom 01.05.2021 auf dem Profil W.:

15:27 Uhr: „Meine wunderbare Tochter B. ist in letzter Konsequenz an dieser besonders schweren Form von psychischer Kindesmisshandlung gestorben. Die Haupttäter neben der Mutter selbst: Mitarbeiter des L. TA. YX.!“

(https://twitter.com/H._Q./status/N20; zuletzt abgerufen am 07.06.2021)

17:31 Uhr: „Eltern-Kind-Entfremdung ist ein Verbrechen an der seelischen Entwicklung von Kindern! Das ist so. Im Falle meiner Tochter waren es neben der Mutter vor allem die Mitarbeiter des L., die dieses Verbrechen an ihr begangen haben.“

(https://twitter.com/H._Q./status/N21; zuletzt abgerufen am 07.06.2021).

Die Kosten des Rechtsstreits trägt der Beklagte.

Das Urteil ist hinsichtlich des Unterlassungstenors gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 11.000 EUR, im Übrigen gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 110% des jeweils zu vollstreckenden Betrags vorläufig vollstreckbar.


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