BRAO § 113 Ahndung einer Pflichtverletzung

Bundesrechtsanwaltsordnung

(1) Gegen einen Rechtsanwalt, der schuldhaft gegen Pflichten verstößt, die in diesem Gesetz oder in der Berufsordnung bestimmt sind, wird eine anwaltsgerichtliche Maßnahme verhängt.

(2) Ein außerhalb des Berufs liegendes Verhalten eines Rechtsanwalts, das eine rechtswidrige Tat oder eine mit Geldbuße bedrohte Handlung darstellt, ist eine anwaltsgerichtlich zu ahndende Pflichtverletzung, wenn es nach den Umständen des Einzelfalls in besonderem Maße geeignet ist, Achtung und Vertrauen der Rechtsuchenden in einer für die Ausübung der Anwaltstätigkeit bedeutsamen Weise zu beeinträchtigen.

(3) Eine anwaltsgerichtliche Maßnahme kann nicht verhängt werden, wenn der Rechtsanwalt zur Zeit der Tat der Anwaltsgerichtsbarkeit nicht unterstand.

Referenzen

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Zitiert von

Beschluss vom Bundesgerichtshof (Senat für Anwaltssachen) - AnwZ (Brfg) 43/17
9. Mai 2018
AnwZ (Brfg) 43/17 9. Mai 2018
Beschluss vom Bundesverfassungsgericht (1. Senat) - 1 BvL 6/13
12. Januar 2016
1 BvL 6/13 12. Januar 2016
Urteil vom Bundesgerichtshof (Senat für Anwaltssachen) - AnwSt (R) 4/15
26. Oktober 2015
AnwSt (R) 4/15 26. Oktober 2015
Urteil vom Bundesgerichtshof (Senat für Anwaltssachen) - AnwSt (R) 4/14
3. November 2014
AnwSt (R) 4/14 3. November 2014