FamFG § 108 Anerkennung anderer ausländischer Entscheidungen

Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit

(1) Abgesehen von Entscheidungen in Ehesachen werden ausländische Entscheidungen anerkannt, ohne dass es hierfür eines besonderen Verfahrens bedarf.

(2) Beteiligte, die ein rechtliches Interesse haben, können eine Entscheidung über die Anerkennung oder Nichtanerkennung einer ausländischen Entscheidung nicht vermögensrechtlichen Inhalts beantragen. § 107 Abs. 9 gilt entsprechend. Für die Anerkennung oder Nichtanerkennung einer Annahme als Kind gelten jedoch die §§ 2, 4 und 5 des Adoptionswirkungsgesetzes, wenn der Angenommene zur Zeit der Annahme das 18. Lebensjahr nicht vollendet hatte.

(3) Für die Entscheidung über den Antrag nach Absatz 2 Satz 1 ist das Gericht örtlich zuständig, in dessen Bezirk zum Zeitpunkt der Antragstellung

1.
der Antragsgegner oder die Person, auf die sich die Entscheidung bezieht, sich gewöhnlich aufhält oder
2.
bei Fehlen einer Zuständigkeit nach Nummer 1 das Interesse an der Feststellung bekannt wird oder das Bedürfnis der Fürsorge besteht.
Diese Zuständigkeiten sind ausschließlich.

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Zitiert von

Beschluss vom Bundesgerichtshof (12. Zivilsenat) - XII ZB 224/17
5. September 2018
XII ZB 224/17 5. September 2018
Beschluss vom Verwaltungsgericht Hannover (19. Kammer) - 19 B 8797/17
8. Februar 2018
19 B 8797/17 8. Februar 2018
Urteil vom Bundesverwaltungsgericht (1. Senat) - 1 C 30/16
25. Oktober 2017
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Stattgebender Kammerbeschluss vom Bundesverfassungsgericht (1. Senat 1. Kammer) - 1 BvR 1321/13
14. September 2015
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Beschluss vom Bundesgerichtshof (12. Zivilsenat) - XII ZB 730/12
17. Juni 2015
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Beschluss vom Amtsgericht Stuttgart - 27 F 655/14
27. Februar 2015
27 F 655/14 27. Februar 2015
Beschluss vom Oberlandesgericht Hamm - 11 UF 222/14
17. Februar 2015
11 UF 222/14 17. Februar 2015
Beschluss vom Bundesgerichtshof (12. Zivilsenat) - XII ZB 463/13
10. Dezember 2014
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Beschluss vom Oberlandesgericht Hamm - 11 UF 269/13
10. Juli 2014
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Beschluss vom Oberlandesgericht Köln - 21 UF 99/14
7. Juli 2014
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