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IfSG § 24 Feststellung und Heilbehandlung übertragbarer Krankheiten, Verordnungsermächtigung

Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen

Die Feststellung oder die Heilbehandlung einer in § 6 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1, 2 und 5 oder in § 34 Absatz 1 Satz 1 genannten Krankheit oder einer Infektion mit einem in § 7 genannten Krankheitserreger oder einer sonstigen sexuell übertragbaren Krankheit darf nur durch einen Arzt erfolgen. Abweichend von Satz 1 ist Personen unabhängig von ihrer beruflichen Qualifikation die Anwendung von In-vitro-Diagnostika, die für patientennahe Schnelltests bei Testung auf HIV, das Hepatitis-C-Virus, das Severe-Acute-Respiratory-Syndrome-Coronavirus-2 (SARS-CoV-2) und Treponema pallidum verwendet werden, gestattet. Das Bundesministerium für Gesundheit wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung mit Zustimmung des Bundesrates festzulegen, dass

1.
Satz 1 auch nicht für die Anwendung von In-vitro-Diagnostika gilt, die für patientennahe Schnelltests bei Testung auf weitere Krankheiten oder Krankheitserreger verwendet werden, sowie
2.
abweichend von Satz 1 auch ein Zahnarzt oder ein Tierarzt im Rahmen einer Labordiagnostik den direkten oder indirekten Nachweis eines in § 7 genannten Krankheitserregers führen kann.
In der Rechtsverordnung nach Satz 3 kann auch geregelt werden, dass Veterinärmedizinisch-technische Assistentinnen und Veterinärmedizinisch-technische Assistenten bei der Durchführung laboranalytischer Untersuchungen zum Nachweis eines in § 7 genannten Krankheitserregers die in § 9 Absatz 1 Nummer 1 des MTA-Gesetzes genannten Tätigkeiten ausüben dürfen und dass in diesem Fall der Vorbehalt der Ausübung dieser Tätigkeiten durch Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentinnen und Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten nicht gilt. In dringenden Fällen kann zum Schutz der Bevölkerung die Rechtsverordnung nach Satz 3 ohne Zustimmung des Bundesrates erlassen werden. Eine nach Satz 5 erlassene Verordnung tritt ein Jahr nach ihrem Inkrafttreten außer Kraft; ihre Geltungsdauer kann mit Zustimmung des Bundesrates verlängert werden.

Referenzen

Zitiert von

Beschluss vom Bundesverfassungsgericht - 1 BvR 2284/23, 1 BvR 2285/23
23. September 2025
1 BvR 2284/23, 1 BvR 2285/23 23. September 2025
Beschluss vom Bundesverfassungsgericht - 1 BvR 2284/23
23. September 2025
1 BvR 2284/23 23. September 2025
Urteil vom Verwaltungsgericht Köln - 7 K 4982/23
24. Juni 2025
7 K 4982/23 24. Juni 2025
Urteil vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 13 D 245/20.NE
26. November 2024
13 D 245/20.NE 26. November 2024
Urteil vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 13 D 236/20.NE
24. September 2024
13 D 236/20.NE 24. September 2024
Urteil vom Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen - 13 D 238/20.NE
29. Mai 2024
13 D 238/20.NE 29. Mai 2024
Urteil vom Amtsgericht Hamburg - 318b C 65/22
11. Juli 2023
318b C 65/22 11. Juli 2023
Beschluss vom Bundesverfassungsgericht - 1 BvR 469/20, 1 BvR 470/20, 1 BvR 471/20, 1 BvR 472/20
21. Juli 2022
1 BvR 469/20, 1 BvR 470/20, 1 BvR 471/20, 1 BvR 472/20 21. Juli 2022
Urteil vom Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg - 1 S 1079/20
2. Juni 2022
1 S 1079/20 2. Juni 2022
Beschluss vom Bundesverwaltungsgericht - 1 WB 37/21
31. März 2022
1 WB 37/21 31. März 2022