StGB § 184 Verbreitung pornographischer Schriften

Strafgesetzbuch

(1) Wer eine pornographische Schrift (§ 11 Absatz 3)

1.
einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überläßt oder zugänglich macht,
2.
an einem Ort, der Personen unter achtzehn Jahren zugänglich ist oder von ihnen eingesehen werden kann, zugänglich macht,
3.
im Einzelhandel außerhalb von Geschäftsräumen, in Kiosken oder anderen Verkaufsstellen, die der Kunde nicht zu betreten pflegt, im Versandhandel oder in gewerblichen Leihbüchereien oder Lesezirkeln einem anderen anbietet oder überläßt,
3a.
im Wege gewerblicher Vermietung oder vergleichbarer gewerblicher Gewährung des Gebrauchs, ausgenommen in Ladengeschäften, die Personen unter achtzehn Jahren nicht zugänglich sind und von ihnen nicht eingesehen werden können, einem anderen anbietet oder überläßt,
4.
im Wege des Versandhandels einzuführen unternimmt,
5.
öffentlich an einem Ort, der Personen unter achtzehn Jahren zugänglich ist oder von ihnen eingesehen werden kann, oder durch Verbreiten von Schriften außerhalb des Geschäftsverkehrs mit dem einschlägigen Handel anbietet oder bewirbt,
6.
an einen anderen gelangen läßt, ohne von diesem hierzu aufgefordert zu sein,
7.
in einer öffentlichen Filmvorführung gegen ein Entgelt zeigt, das ganz oder überwiegend für diese Vorführung verlangt wird,
8.
herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält oder einzuführen unternimmt, um sie oder aus ihr gewonnene Stücke im Sinne der Nummern 1 bis 7 zu verwenden oder einer anderen Person eine solche Verwendung zu ermöglichen, oder
9.
auszuführen unternimmt, um sie oder aus ihr gewonnene Stücke im Ausland unter Verstoß gegen die dort geltenden Strafvorschriften zu verbreiten oder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen oder eine solche Verwendung zu ermöglichen,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Absatz 1 Nr. 1 ist nicht anzuwenden, wenn der zur Sorge für die Person Berechtigte handelt; dies gilt nicht, wenn der Sorgeberechtigte durch das Anbieten, Überlassen oder Zugänglichmachen seine Erziehungspflicht gröblich verletzt. Absatz 1 Nr. 3a gilt nicht, wenn die Handlung im Geschäftsverkehr mit gewerblichen Entleihern erfolgt.

(3) bis (7) (weggefallen)

Referenzen

Dieses Dokument enthält keine Referenzen.

Zitiert von

Urteil vom Bundesgerichtshof (2. Strafsenat) - 2 StR 311/17
28. März 2018
2 StR 311/17 28. März 2018
Urteil vom Verwaltungsgericht Mainz (1. Kammer) - 1 K 710/15.MZ
29. September 2016
1 K 710/15.MZ 29. September 2016
Beschluss vom Verwaltungsgericht Hannover (7. Kammer) - 7 B 3794/15
11. November 2015
7 B 3794/15 11. November 2015
Urteil vom Bundesverwaltungsgericht (2. Senat) - 2 C 19/14
18. Juni 2015
2 C 19/14 18. Juni 2015
Urteil vom Verwaltungsgericht Hannover (18. Kammer) - 18 A 131/14
9. Juni 2015
18 A 131/14 9. Juni 2015
Beschluss vom Bundesverwaltungsgericht (2. Senat) - 2 B 102/13
22. Januar 2014
2 B 102/13 22. Januar 2014
Urteil vom Verwaltungsgericht Trier (Disziplinarkammer) - 3 K 370/13.TR
22. August 2013
3 K 370/13.TR 22. August 2013
Beschluss vom Bundesverwaltungsgericht (2. Senat) - 2 B 17/12
19. März 2013
2 B 17/12 19. März 2013
Beschluss vom Arbeitsgericht Halle (2. Kammer) - 2 BV 104/12
6. November 2012
2 BV 104/12 6. November 2012
Urteil vom Verwaltungsgericht Trier (Disziplinarkammer) - 3 K 195/12.TR
14. August 2012
3 K 195/12.TR 14. August 2012