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BAföG § 50 Bescheid

Bundesgesetz über individuelle Förderung der Ausbildung

(1) Die Entscheidung ist dem Antragsteller schriftlich oder elektronisch mitzuteilen (Bescheid). Unter dem Vorbehalt der Rückforderung kann ein Bescheid nur ergehen, soweit dies in diesem Gesetz vorgesehen ist. Ist in einem Bescheid dem Grunde nach über

1.
eine Ausbildung nach § 7 Absatz 1a,
2.
eine weitere Ausbildung nach § 7 Absatz 2,
3.
eine andere Ausbildung nach § 7 Absatz 3 oder
4.
eine Ausbildung nach Überschreiten der Altersgrenze nach § 10 Absatz 3
entschieden worden, so gilt diese Entscheidung für den ganzen Ausbildungsabschnitt.

(2) In dem Bescheid sind anzugeben

1.
die Höhe und Zusammensetzung des Bedarfs,
2.
die Höhe des Einkommens des Auszubildenden, seines Ehegatten oder Lebenspartners und seiner Eltern sowie des Vermögens des Auszubildenden,
3.
die Höhe der bei der Ermittlung des Einkommens berücksichtigten Steuern und Abzüge zur Abgeltung der Aufwendungen für die soziale Sicherung,
4.
die Höhe der gewährten Freibeträge und des nach § 11 Absatz 4 auf den Bedarf anderer Auszubildender angerechneten Einkommens des Ehegatten oder Lebenspartners und der Eltern,
5.
die Höhe der auf den Bedarf angerechneten Beträge von Einkommen und Vermögen des Auszubildenden sowie vom Einkommen seines Ehegatten oder Lebenspartners und seiner Eltern.
Satz 1 gilt nicht, wenn der Antrag auf Ausbildungsförderung dem Grunde nach abgelehnt wird. Auf Verlangen eines Elternteils oder des Ehegatten oder Lebenspartners, für das Gründe anzugeben sind, entfallen die Angaben über das Einkommen dieser Personen mit Ausnahme des Betrages des angerechneten Einkommens; dies gilt nicht, soweit der Auszubildende im Zusammenhang mit der Geltendmachung seines Anspruchs auf Leistungen nach diesem Gesetz ein besonderes berechtigtes Interesse an der Kenntnis hat. Besucht der Auszubildende eine Hochschule oder eine Akademie im Sinne des § 2 Absatz 1 Satz 1 Nummer 6, so ist in jedem Bescheid das Ende der Förderungshöchstdauer anzugeben.

(3) Über die Ausbildungsförderung wird in der Regel für ein Jahr (Bewilligungszeitraum) entschieden.

(4) Endet ein Bewilligungszeitraum und ist ein neuer Bescheid nicht ergangen, so wird innerhalb desselben Ausbildungsabschnitts Ausbildungsförderung nach Maßgabe des früheren Bewilligungsbescheids unter dem Vorbehalt der Rückforderung geleistet. Dies gilt nur, wenn der neue Antrag im Wesentlichen vollständig zwei Kalendermonate vor Ablauf des Bewilligungszeitraums gestellt war und ihm die erforderlichen Nachweise beigefügt wurden.

Referenzen

Zitiert von

Urteil vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen - 15 K 4600/25
20. Januar 2026
15 K 4600/25 20. Januar 2026
Beschluss vom Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht - 2 PA 137/25
15. Januar 2026
2 PA 137/25 15. Januar 2026
Beschluss vom Oberverwaltungsgericht des Saarlandes (1. Senat) - 1 D 120/25
22. September 2025
1 D 120/25 22. September 2025
Beschluss vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen - 15 L 1741/25
16. September 2025
15 L 1741/25 16. September 2025
Urteil vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen - 15 K 4149/25
3. September 2025
15 K 4149/25 3. September 2025
Urteil vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen - 15 K 2200/25
24. Juni 2025
15 K 2200/25 24. Juni 2025
Beschluss vom Oberverwaltungsgericht des Saarlandes (8. Senat) - 8 F 66/25
4. Juni 2025
8 F 66/25 4. Juni 2025
Beschluss vom Verwaltungsgericht München - M 15 E 24.6992
19. März 2025
M 15 E 24.6992 19. März 2025
Urteil vom Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht - 2 LC 99/24
24. Februar 2025
2 LC 99/24 24. Februar 2025
GeB vom Verwaltungsgericht Bayreuth - B 8 K 22.825
3. Februar 2025
B 8 K 22.825 3. Februar 2025