BGB § 311 Rechtsgeschäftliche und rechtsgeschäftsähnliche Schuldverhältnisse

Bürgerliches Gesetzbuch

(1) Zur Begründung eines Schuldverhältnisses durch Rechtsgeschäft sowie zur Änderung des Inhalts eines Schuldverhältnisses ist ein Vertrag zwischen den Beteiligten erforderlich, soweit nicht das Gesetz ein anderes vorschreibt.

(2) Ein Schuldverhältnis mit Pflichten nach § 241 Abs. 2 entsteht auch durch

1.
die Aufnahme von Vertragsverhandlungen,
2.
die Anbahnung eines Vertrags, bei welcher der eine Teil im Hinblick auf eine etwaige rechtsgeschäftliche Beziehung dem anderen Teil die Möglichkeit zur Einwirkung auf seine Rechte, Rechtsgüter und Interessen gewährt oder ihm diese anvertraut, oder
3.
ähnliche geschäftliche Kontakte.

(3) Ein Schuldverhältnis mit Pflichten nach § 241 Abs. 2 kann auch zu Personen entstehen, die nicht selbst Vertragspartei werden sollen. Ein solches Schuldverhältnis entsteht insbesondere, wenn der Dritte in besonderem Maße Vertrauen für sich in Anspruch nimmt und dadurch die Vertragsverhandlungen oder den Vertragsschluss erheblich beeinflusst.

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Beschluss vom Oberlandesgericht Hamm - 18 U 86/20
5. November 2020
18 U 86/20 5. November 2020
Beschluss vom Landgericht Dortmund - 4 T 1/20
4. November 2020
4 T 1/20 4. November 2020
Urteil vom Oberlandesgericht Karlsruhe - 17 U 296/19
30. Oktober 2020
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Urteil vom Schleswig-Holsteinisches Verwaltungsgericht (4. Kammer) - 4 A 204/18
30. September 2020
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Beschluss vom Oberlandesgericht Rostock (4. Zivilsenat) - 4 U 160/19
2. September 2020
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Endurteil vom Oberlandesgericht München - 21 U 2719/19
10. August 2020
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Urteil vom Oberlandesgericht Stuttgart - 16a U 200/19
28. Juli 2020
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Endurteil vom Amtsgericht München - 473 C 21303/19
14. Juli 2020
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Beschluss vom Oberlandesgericht München - 34 AR 70/20
13. Juli 2020
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Urteil vom Oberlandesgericht Stuttgart - 4 U 581/19
10. Juni 2020
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