ZPO § 836 Wirkung der Überweisung

Zivilprozessordnung

(1) Die Überweisung ersetzt die förmlichen Erklärungen des Schuldners, von denen nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts die Berechtigung zur Einziehung der Forderung abhängig ist.

(2) Der Überweisungsbeschluss gilt, auch wenn er mit Unrecht erlassen ist, zugunsten des Drittschuldners dem Schuldner gegenüber so lange als rechtsbeständig, bis er aufgehoben wird und die Aufhebung zur Kenntnis des Drittschuldners gelangt.

(3) Der Schuldner ist verpflichtet, dem Gläubiger die zur Geltendmachung der Forderung nötige Auskunft zu erteilen und ihm die über die Forderung vorhandenen Urkunden herauszugeben. Erteilt der Schuldner die Auskunft nicht, so ist er auf Antrag des Gläubigers verpflichtet, sie zu Protokoll zu geben und seine Angaben an Eides statt zu versichern. Der gemäß § 802e zuständige Gerichtsvollzieher lädt den Schuldner zur Abgabe der Auskunft und eidesstattlichen Versicherung. Die Vorschriften des § 802f Abs. 4 und der §§ 802g bis 802i, 802j Abs. 1 und 2 gelten entsprechend. Die Herausgabe der Urkunden kann von dem Gläubiger im Wege der Zwangsvollstreckung erwirkt werden.

Referenzen

Dieses Dokument enthält keine Referenzen.

Zitiert von

Beschluss vom Landgericht Aurich (7. Zivilkammer) - 7 T 97/18
26. März 2018
7 T 97/18 26. März 2018
Beschluss vom Bundesgerichtshof (7. Zivilsenat) - VII ZB 9/15
8. November 2017
VII ZB 9/15 8. November 2017
Urteil vom Bundesgerichtshof (9. Zivilsenat) - IX ZR 40/17
21. September 2017
IX ZR 40/17 21. September 2017
Beschluss vom Bundesgerichtshof (7. Zivilsenat) - VII ZB 45/15
21. September 2016
VII ZB 45/15 21. September 2016
Urteil vom Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht (11. Zivilsenat) - 11 U 126/15
14. Juli 2016
11 U 126/15 14. Juli 2016
Beschluss vom Amtsgericht Naumburg - 8 M 1830/15
16. Oktober 2015
8 M 1830/15 16. Oktober 2015