ZPO § 890 Erzwingung von Unterlassungen und Duldungen

Zivilprozessordnung

(1) Handelt der Schuldner der Verpflichtung zuwider, eine Handlung zu unterlassen oder die Vornahme einer Handlung zu dulden, so ist er wegen einer jeden Zuwiderhandlung auf Antrag des Gläubigers von dem Prozessgericht des ersten Rechtszuges zu einem Ordnungsgeld und für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann, zur Ordnungshaft oder zur Ordnungshaft bis zu sechs Monaten zu verurteilen. Das einzelne Ordnungsgeld darf den Betrag von 250.000 Euro, die Ordnungshaft insgesamt zwei Jahre nicht übersteigen.

(2) Der Verurteilung muss eine entsprechende Androhung vorausgehen, die, wenn sie in dem die Verpflichtung aussprechenden Urteil nicht enthalten ist, auf Antrag von dem Prozessgericht des ersten Rechtszuges erlassen wird.

(3) Auch kann der Schuldner auf Antrag des Gläubigers zur Bestellung einer Sicherheit für den durch fernere Zuwiderhandlungen entstehenden Schaden auf bestimmte Zeit verurteilt werden.

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Zitiert von

Beschluss vom Landgericht Osnabrück (Strafkammer) - 1 Qs 60/18
21. November 2018
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Beschluss vom Landesarbeitsgericht Hamburg (2. Kammer) - 2 TaBV 5/18
13. September 2018
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Urteil vom Hanseatisches Oberlandesgericht - 3 U 51/18
25. Juli 2018
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Beschluss vom Bundesgerichtshof (1. Zivilsenat) - I ZB 86/17
12. Juli 2018
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Beschluss vom Bundesgerichtshof (1. Zivilsenat) - I ZB 117/17
7. Juni 2018
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Beschluss vom Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt (1. Senat) - 1 O 61/18
1. Juni 2018
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Urteil vom Bundesgerichtshof (11. Zivilsenat) - XI ZR 309/16
20. März 2018
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Urteil vom Landgericht Hamburg (16. Kammer) - 416 HKO 222/17
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