ZPO § 890 Erzwingung von Unterlassungen und Duldungen

Zivilprozessordnung

(1) Handelt der Schuldner der Verpflichtung zuwider, eine Handlung zu unterlassen oder die Vornahme einer Handlung zu dulden, so ist er wegen einer jeden Zuwiderhandlung auf Antrag des Gläubigers von dem Prozessgericht des ersten Rechtszuges zu einem Ordnungsgeld und für den Fall, dass dieses nicht beigetrieben werden kann, zur Ordnungshaft oder zur Ordnungshaft bis zu sechs Monaten zu verurteilen. Das einzelne Ordnungsgeld darf den Betrag von 250.000 Euro, die Ordnungshaft insgesamt zwei Jahre nicht übersteigen.

(2) Der Verurteilung muss eine entsprechende Androhung vorausgehen, die, wenn sie in dem die Verpflichtung aussprechenden Urteil nicht enthalten ist, auf Antrag von dem Prozessgericht des ersten Rechtszuges erlassen wird.

(3) Auch kann der Schuldner auf Antrag des Gläubigers zur Bestellung einer Sicherheit für den durch fernere Zuwiderhandlungen entstehenden Schaden auf bestimmte Zeit verurteilt werden.

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Zitiert von

Urteil vom Landessozialgericht Baden-Württemberg - L 4 KR 438/20
16. Oktober 2020
L 4 KR 438/20 16. Oktober 2020
Urteil vom Landgericht Köln - 84 O 96/20
23. September 2020
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Urteil vom Amtsgericht Bergisch Gladbach - 61 C 138/20
22. Mai 2020
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Urteil vom Landgericht Dortmund - 10 O 5/20
27. April 2020
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Beschluss vom Arbeitsgericht Wesel - 2 BVGa 4/20
24. April 2020
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Beschluss vom Schleswig-Holsteinisches Verwaltungsgericht (12. Kammer) - 12 D 2/19
4. November 2019
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Beschluss vom Landgericht Dortmund - 10 O 233/02
26. August 2019
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Urteil vom Landgericht Siegen - 5 O 69/18
21. August 2019
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Urteil vom Landesarbeitsgericht Hamm - 18 SaGa 45/19
12. August 2019
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Beschluss vom Verwaltungsgericht Würzburg - W 8 S 19.614
6. Juni 2019
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