Urteil vom Oberlandesgericht Düsseldorf - 2 U 60/25

Tenor

  • I. Auf die Berufung der Verfügungsklägerin wird das am 04.07.2025 verkündete Urteil der 4a Zivilkammer des Landgerichts Düsseldorf abgeändert.

Der Verfügungsbeklagten wird im Wege der einstweiligen Verfügung aufgegeben,

es bei Meidung eines für jeden Fall der Zuwiderhandlung vom Gerichtfestzusetzenden Ordnungsgeldes bis zu 250.000,00 EUR – ersatzweise Ordnungshaft – oder einer Ordnungshaft bis zu sechs Monaten, im Falle wiederholter Zuwiderhandlung bis zu insgesamt zwei Jahren, wobei dieOrdnungshaft hinsichtlich der Verfügungsbeklagten an einem ihrerGeschäftsführern zu vollziehen ist, zu unterlassen,

mehrschichtige Tabletten, die zur oralen Verabreichung an einen Patienten geeignet sind,

in der Bundesrepublik Deutschland anzubieten, in Verkehr zu bringen oder zu gebrauchen oder zu den genannten Zwecken einzuführen oder zu besitzen,

die Folgendes umfassen:

(a)          eine Außenschicht eines Säureinhibitors, der ein Protonenpumpeninhibitor ist, der in einer Menge anwesend ist, die nach der Verabreichung von einer oder mehr der Tabletten zum Anheben des gastrischen pH-Werts des Patienten auf mindestens 3,5 wirksam ist;

(b)          eine Matrix mit einem nicht steroidalen antiinflammatorischen Arzneimittel (NSAID) in einer Menge, die nach Verabreichung von einer oder mehr der Tabletten zu Reduzierung oder Eliminierung von Schmerzen oder einer Entzündung in dem Patienten wirksam ist; und

(c)           ein in die Matrix mit einem nicht steroidalen antiinflammatorischen Arzneimittel (NSAID) eingebettetes enterisches Polymer, wobei sich das enterische Polymer

nicht auflöst, es sei denn, dass der pH-Wert des umgebenden Mediums 3,5 oder höher ist;

wobei die Tablette die koordinierte Freisetzung des Säureinhibitors vorsieht, gefolgt vom NSAID.

  • II. Die Vollziehung der einstweiligen Verfügung ist davon abhängig, dass die Verfügungsklägerin zuvor eine Sicherheit in Höhe von 500.000,00 EUR leistet.
  • III. Die Kosten des Verfahrens erster und zweiter Instanz trägt die Verfügungsbeklagte.
  • IV. Der Streitwert für das Berufungsverfahren wird auf 500.000,00 EUR festgesetzt.

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