BGB § 2271 Widerruf wechselbezüglicher Verfügungen

Bürgerliches Gesetzbuch

(1) Der Widerruf einer Verfügung, die mit einer Verfügung des anderen Ehegatten in dem in § 2270 bezeichneten Verhältnis steht, erfolgt bei Lebzeiten der Ehegatten nach den für den Rücktritt von einem Erbvertrag geltenden Vorschrift des § 2296. Durch eine neue Verfügung von Todes wegen kann ein Ehegatte bei Lebzeiten des anderen seine Verfügung nicht einseitig aufheben.

(2) Das Recht zum Widerruf erlischt mit dem Tode des anderen Ehegatten; der Überlebende kann jedoch seine Verfügung aufheben, wenn er das ihm Zugewendete ausschlägt. Auch nach der Annahme der Zuwendung ist der Überlebende zur Aufhebung nach Maßgabe des § 2294 und des § 2336 berechtigt.

(3) Ist ein pflichtteilsberechtigter Abkömmling der Ehegatten oder eines der Ehegatten bedacht, so findet die Vorschrift des § 2289 Abs. 2 entsprechende Anwendung.

Referenzen

Dieses Dokument enthält keine Referenzen.

Zitiert von

Beschluss vom Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht (3. Zivilsenat) - 3 Wx 1/16
6. Juni 2016
3 Wx 1/16 6. Juni 2016
Urteil vom Bundesgerichtshof (4. Zivilsenat) - IV ZR 205/15
25. Mai 2016
IV ZR 205/15 25. Mai 2016
Beschluss vom Bundesgerichtshof (Senat für Landwirtschaftssachen) - LwZB 2/15
29. April 2016
LwZB 2/15 29. April 2016
Beschluss vom Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht (3. Zivilsenat) - 3 Wx 93/13
15. April 2014
3 Wx 93/13 15. April 2014
Beschluss vom Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht (3. Zivilsenat) - 3 Wx 75/13
27. Januar 2014
3 Wx 75/13 27. Januar 2014
Beschluss vom Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht (3. Zivilsenat) - 3 Wx 27/13
12. August 2013
3 Wx 27/13 12. August 2013
Beschluss vom Oberlandesgericht Naumburg (2. Zivilsenat) - 2 Wx 41/12
24. Juli 2013
2 Wx 41/12 24. Juli 2013
Beschluss vom Oberlandesgericht Naumburg (12. Zivilsenat) - 12 Wx 62/12
15. Februar 2013
12 Wx 62/12 15. Februar 2013
Urteil vom Bundesfinanzhof (10. Senat) - X R 46/09
16. Februar 2011
X R 46/09 16. Februar 2011