BGB § 31a Haftung von Organmitgliedern und besonderen Vertretern

Bürgerliches Gesetzbuch

(1) Sind Organmitglieder oder besondere Vertreter unentgeltlich tätig oder erhalten sie für ihre Tätigkeit eine Vergütung, die 720 Euro jährlich nicht übersteigt, haften sie dem Verein für einen bei der Wahrnehmung ihrer Pflichten verursachten Schaden nur bei Vorliegen von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Satz 1 gilt auch für die Haftung gegenüber den Mitgliedern des Vereins. Ist streitig, ob ein Organmitglied oder ein besonderer Vertreter einen Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht hat, trägt der Verein oder das Vereinsmitglied die Beweislast.

(2) Sind Organmitglieder oder besondere Vertreter nach Absatz 1 Satz 1 einem anderen zum Ersatz eines Schadens verpflichtet, den sie bei der Wahrnehmung ihrer Pflichten verursacht haben, so können sie von dem Verein die Befreiung von der Verbindlichkeit verlangen. Satz 1 gilt nicht, wenn der Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurde.

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Urteil vom Oberlandesgericht Karlsruhe - 17 U 296/19
30. Oktober 2020
17 U 296/19 30. Oktober 2020
Urteil vom Oberlandesgericht Karlsruhe - 17 U 122/19
24. März 2020
17 U 122/19 24. März 2020
Urteil vom Oberlandesgericht Karlsruhe - 17 U 2/19
21. Januar 2020
17 U 2/19 21. Januar 2020
Urteil vom Oberlandesgericht Karlsruhe - 17 U 146/19
19. November 2019
17 U 146/19 19. November 2019
Urteil vom Oberlandesgericht Koblenz (10. Zivilsenat) - 10 U 893/16
3. Januar 2018
10 U 893/16 3. Januar 2018
Urteil vom Landgericht Bonn - 14 O 49/13
21. Mai 2015
14 O 49/13 21. Mai 2015
Urteil vom Oberlandesgericht Köln - 9 U 253/12
13. August 2013
9 U 253/12 13. August 2013
Urteil vom Landgericht Heilbronn - 5 O 295/12 Mc
20. Februar 2013
5 O 295/12 Mc 20. Februar 2013